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Hörgeräte und "Hörtests"

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  • Hörgeräte und "Hörtests"

    vor 3 Jahren bekam ich einen Hörsturz. Da ich auf einem Ohr vollkommen taub war, habe ich den Arzt auch nicht nach einem Hörgerät gefragt. 2 Monate später hörte ich einige Töne und bin zum Akustiker gegangen, um dort festzustellen, ob ich ein Hörgerät brauche. Es wurde ein "Hörtest" gemacht, aber ausprobieren konnte ich kein Gerät.Es wurden mir mehrere Geräte gezeigt und weil sich mein Gehör dauernd ändert, fragte ich nach einer Einstellbarkeit der Frequenzen, die bejaht wurde. Ich müßte diese Änderung aber immer beim Akustiker ändern lassen.
    Der nächste Akustiker machte einen "Hörtest", ein Ausprobieren war ebenfalls nicht möglich und die Hörgeräte konnten nur linear bei allen Frequenzen gleich verstärken.
    Jetzt nach 3 Jahren konnte ich ein Gerät ausprobieren, wobei neben dem "Hörtest" auch eine Anpassung erfolgte.

    Ergebnisse:
    Die Hörtests waren weitgehend nutzlos. Es wurde immer gesagt, ich solle auf den Knopf drücken, wenn ich was höre.
    Ich habe den Ton im gesunden Ohr gehört und nicht im betroffenen Ohr. (Knochenleitung).
    Ich habe eine andere Frequenz gehört als gesendet wurde.
    Es wurden nur einzelne Frequenzen im größeren Abstand gemessen.
    Im Bereich des Tinitus konnte ich nicht beurteilen, ob der Ton von außen kam.

    Diese Mängel der Hörtests wurde vom Arzt und von den Akustikern nicht erkannt.
    Kontrolliert habe ich das mit einem sehr alten PC Programm, das alle 10 Hz auf Knopfdruck den Ton ausgeben kann. Leider hat das Programm keine Lautstärkeeinstellung, so daß ich nur nach Änderungen der Lautstärke beurteilen konnte und auch mal rechtes und linkes Ohr verglichen habe. Dabei habe ich festgestellt, daß ich nicht nur größere Frequenzbereiche schlechter höre, sondern einzelne Frequenzen. 10 Hz daneben gab es einen riesigen Lautstärkesprung. Dadurch wird vermutlich auch das Klirren verursacht, das nach dem Hörgerätetest aber nur verstärkt wurde.
    Der Akustiker meinte, es gibt keine Hörgeräte, bei denen man jede einzelne Frequenz einstellen könnte und es gibt auch kein Programm, bei dem man jede Frequenz messen könnte. Theoretisch wäre das aber möglich. Ich habe zwar Verständnis dafür, daß das weder beim Arzt noch beim Akustiker aus Zeitgründen praktikabel ist, aber könnte man dann nicht ein solches Programm den Patienten zur Verfügung stellen, damit diese zuhause den Hörtest machen können?
    Und dann solche Geräte herstellen, daß der Patient die Einstellungen selber am PC vornehmen kann?

    Weitere Ergebnisse des Hörgerätetests:
    nach ca. 5 Std. (nicht gemessen) gibt es einen Druck im Ohr, so daß man das Gerät am liebsten rausnehmen würde. Der Hörbereich war von 4200 Hz auf 4700 Hz erweitert, eigentlich nicht das, was ich mir unter einer Anpassung der Frequenzkurve vorstelle. Klirren war weiterhin vorhanden. Verständlichkeit war auch weiterhin nicht gegeben. Richtungshören war weiterhin nicht möglich, obwohl ich manchmal den Eindruck hatte, als ob sich da was verbessert hätte. Der Druck im Ohr bei Geräuschen (Wattebausch) ist nicht mehr vorhanden. Lautstärkeregler war grob und schlecht zu finden hinter dem Ohr, so daß eine Lautstärkeanpassung schwierig war. Könnte das nicht auch digital nach der Lautstärke des gesunden Ohres eingestellt werden? Einmal hatte ich den Eindruck, daß ich ohne Hörgerät höhere Frequenzen höre als mit Hörgerät. Dies war nach 1/2 Std. trommeln in der Gruppe der Fall. Neben dem Klirrgeräusch gab es auch manchmal ein leises zusätzliches einwandfreies Geräusch. Ich identifiziere das als Knochenleitung zum anderen Ohr. Ein Test im gesunden Ohr ergab ebenfalls eine Erweiterung des Frequenzbereiches von 4200 Hz auf 4700 Hz. Im Bereich von 8000 Hz war hier dann wieder was zu hören. Aus dem "Hörtest" ist dies nicht ersichtlich. Der Test war auch ohne mechan. Anpassung möglich.

    Fazit: Es besteht die Möglichkeit, Software und Hörgeräte zu verbessern, da diese noch nicht optimal für Hörstürze entwickelt wurden. Zur Zeit sehe ich keine Möglichkeit eines Hörgeräteeinsatzes.

    mit freundl. Gruß
    Quehl


  • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


    Ich bin kein Hörgeräteakustiker und daher auch keine ideale Stelle für Auskünfte. Ich weiss allerdings, dass die Firma Auric spezielle Software und Einstellungsmöglichkeiten der Hörgeräte auch für Laien und HNO-Ärzte ausprobiert hatte. Der HNO-Arzt bzw. der Patient sollte die Hörgeräteeinstellunge via Internet an die Firma übermitteln bzw. selbst einstellen. Vielleicht finden Sie bei Auric Möglichkeiten ein Hörgerät zu bekommen an dem Sie selbst die Einstellungen variieren können.

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    • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


      danke, werd mal dort nachfragen. Auf der Webseite, deren Adresse ich mir erst ausdenken mußte, verstehe ich das eher so, daß der Gang zum Akustiker eingespart wird. Das alleine löst noch nicht das Problem, könnte aber zu einer größeren Auswahl an Akustikern führen, allerdings auch nur von diesem Hersteller.

      mit freundl. Gruß
      Quehl

      Kommentar


      • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


        Hallo,

        ich habe selber einen massiven Hörschaden, verursacht durch Hörstürze. Es ist möglich brauchbare Hörteste zu machen und es ist mögliche die Hörgeräte nach den Frequenzen einzustellen.
        Es bedarf viel Geduld und Können bei den Hörgeräteakustikern und natürlich ist das eine Kostenfrage. Meine Hörgeräte sind im Moment neu und haben 5200 € gekostet. Gute Firmen sind Siemens und Phonak. Das heißt nicht, dass Sie genau so viel Geld ausgeben müssen um wieder gut zu hören. Probieren Sie es doch noch einmal aus. Es lohnt sich wirklich!

        Herzliche Grüße von Sabus

        Kommentar



        • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


          ich teste gerade wieder ein Gerät mit 550 Euro zuzahlung. Kann nicht sagen, daß das besonders hilft. Richtungshören und Stereo ist weiterhin nicht möglich. Was sind denn das für Geräte für 5200 Euro? Fa., Typ, datenblatt? Können einzelne Frequenzen im 10 Hz Abstand eingestellt werden?
          Hörverlust liegt bei 60db. Schmerzgrenze bei 110-120 db.

          mfg
          Quehl

          Kommentar


          • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


            Hallo Guehl,

            ich weiß meine Daten nicht genau. Das Hörgerät ist von der Firma Phonak und heißt MICROPOWER IX 300 DSZ. Ich bin im Tieftonbereich sehr schwerhörig!

            Wieviel man als Kassenpatient dazu zahlen muss weiß ich nicht, ich bin privat versichert. Das heißt aber nicht, dass die freiwillig alles bezahlen. Die stellen sich im Bezug auf meine Hörgeräte ähnlich an wie die Pflichtkrankenkassen. Ich hatte bereits eine ziemlich unerquickliche Diskussion mit denen.

            Mir ist wichtig dass ich einigermaßen höre und das funktioniert mit diesen Geräten am Besten.

            Ganz wichtig ist, dass Du einen guten Hörgeräteakusitker hast. Die tollste Technik ist nichts wert, wenn man sie nicht genau einstellen kann. Wenn ich Deine Zeilen lese habe ich das Gefühl Deiner taugt nicht viel.

            Herzliche Grüße von Sabus

            Kommentar


            • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


              ich habe ja nun schon 3 Akustiker ausprobiert und nun bin ich nochmal beim 1. akustiker, weil ich denen den Service des anderen Akustikers vorgehalten habe. Nun wollten sie sich noch mehr bemühen. Aber wenn das Gerät nur 8 Töne messen kann, dann liegt das nicht am Akustiker, sondern am Programmhersteller. Ich suche also nach einem Programm, das mehr als 8 Töne ausgibt. Vielleicht gibt es auch jemanden, der mir sagen kann, wie ich unter DOS die Soundkarte ansprechen kann und welche Werte welchen db Werten entspricht. Dann würde ich ein Programm selber schreiben.
              Aber das beste Programm nützt nichts, wenn die Hörgeräte noch nicht soweit entwickelt sind.

              Bei Phonak habe ich keine Datenblätter gefunden.

              mfg
              Quehl

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              • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


                Hallo Quehl,

                man braucht gar nicht selber zu programmieren, solche Hörtest-Software gibt es kostenlos im Internet. Den Nutzen kann man aber insoweit bezweifeln, als man damit die Fehler von Soundkarte, Verstärker und Kopfhörer sozusagen in einem Aufwasch mitmisst. Zudem ist das alles nicht geeicht, so dass es letztlich doch mit einem ärztlich hergestellten Audiogramm verglichen und daran normiert werden müsste. Ein solches Programm wäre also bestenfalls für eine Abschätzung der "Zwischenwerte" interessant.

                Zudem ist die Hörschwelle auch eines gesunden Gehörs stark frequenzabhängig, und ob diese Internet-Programme die Hörschwellenkurve exakt nachbilden, ist unklar.

                Die in einem vorigen Text angesprochenen Frequenzabstände von 10 Hz dürften doch arg fein gestuft sein, gerade bei hohen Messfrequenzen im 4stelligen Hz-Bereich dürfte das Messen dann zur endlosen Plagerei ausarten. Vielleicht wäre es da besser, im Terzabstand zu messen?

                Gruß Benjamin

                Kommentar


                • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


                  ich hatte mal ein Programm aus dem Internet, das hat aber praktisch nichts getaugt. Die Funktionalität war theoretisch gut. Kannst Du mir Programme sagen, die ich runterladen könnte?

                  das Programm, das ich habe, kann nur 10 Hz und 1 Hz Abstände ausgeben. Das ist aber auch keine Plagerei, weil ich die Taste nur festhalten brauche und dann läuft es durch. Da komme ich auch noch relativ schnell an die oberen Frequenzen. Nur es werden eben keine db angezeigt. Aber ein Vergleich und Test ist es allemal wert, weil ich dadurch erst die Mängel beim Akustiker feststellen konnte. Sind eben ergänzende Verfahren.

                  mfg
                  Quehl

                  Kommentar


                  • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


                    Hallo Quehl,

                    wenn man nach den Begriffen "Hörtest" + "Freeware" googelt, erhält man einiges an Ergebnissen. Allerdings kann man bei keinem dieser Programme die Messfrequenz frei einstellen. Und Freeware-Sinusgeneratoren bringen auch nicht viel, denn bei denen (jedenfalls bei den von mir ausprobierten) kann man den Pegel nicht in dB einstellen, sondern nur stufenweise in Prozent oder in einem Bereich von 0-255 oder ähnliches, so dass aufwändig umgerechnet werden müsste, und/oder die Programme haben andere Tücken, die sie für einen Hörtest ungeeignet machen. Nach meinem Eindruck ist das alles - wohlgemerkt speziell zum Zwecke des Hörtests - eher Murks.

                    Wenn es unbedingt sein muss, sehe ich da nur eine wirklich praktikable Möglichkeit, nämlich sich einfach auf einem Funker-/Radio-Flohmarkt für wenige Euro einen gebrauchten Funktionsgenerator mit kontinuierlich einstellbarem Frequenzbereich und Ausgangspegel zu kaufen, und daran einen Verstärker mit Kopfhörerausgang anzuschließen. Die Meßwerte kann man dann später mit der "Normkurve" der Hörschwelle vergleichen, diese Kurve gibt es bei Wikipedia. Damit könnte man ein beliebig fein aufgelöstes Audiogramm der "Zwischenwerte" erstellen. (Demnächst probiere ich das mal aus, mich interessiert das jetzt auch, was mein Gehör bei den Zwischenwerten "so treibt".)

                    Es bleibt allerdings die Frage offen, was mit einem solchen hochauflösenden Audiogramm letztlich erreicht werden kann. Korrigieren könnte man anhand dieser Messwerte wahrscheinlich nicht allzu viel, da man ja nur die Hörschwelle kennt, nicht aber die (evtl. ebenfalls stark veränderte) Unbehaglichkeitsschwelle und vor allem das, was zwischen diesen beiden Extremen liegt.

                    Gruß Ben

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                    • Re: Hörgeräte und "Hörtests"


                      bei den Funktionsgeneratoren hätte ich Bedenken, ob die die DB werte anzeigen. Wenn nicht, ist das auch nichts anderes als mein Programm.

                      Was ich davon habe, ist eine bessere Beurteilung meines Gehörs und evtl. der Ursachen durch feinere Meßmöglichkeit.

                      Ich hab wieder getestet.
                      bis 1100 Hz gleichmäßige Lautstärke, darüber wellenförmig im Abstand 40-50 Hz. ohne Hörgerät.
                      mit Hörgerät unter 1100 Hz auch wellenförmige Lautstärke im Abstand von 20 Hz. Nach oben auch wellenförmige Lautstärke im Abstand ca. 40-50 Hz.

                      Danach verschlechtert das Hörgerät. die Akustiker
                      und Ärzte können solche Unterschiede nicht feststellen.

                      Manchmal habe ich auch das Gefühl, das die Frequenz bei der nächsten Änderung gleich bleibt und sich nur die Lautstärke verändert.
                      Im Ergebnis heißt das, das einzelne Härchen durch ihre Steifigkeit den Schall noch nicht weiterleiten können, aber die danebenliegenden Härchen schon. Die geben dann die durch den Schalldruck erzeugte Eigenresonanz weiter.
                      Ich hatte hier auch mal was von unterschiedl. Frequenzen geschrieben, nur da lagen die Bereiche sehr weit auseinander.

                      Nach den Kurven der Akustiker ist mein Ohr kaum besser geworden. Die Schwankungen waren 5-10db, was ich schon auf die Meßmethode und Meßgenauigkeit zurückführen würde. Nach meiner Messung hat sich da aber schon viel getan und ich habe den Eindruck, daß es mal vollkommen gesund wird. Ich denke auch, daß die Hörgerätehersteller ihre Software und Hörgeräte verbessern könnten, wenn sie erfahren, daß man durch bessere Messung mehr Informationen gewinnt.
                      Diese wellenförmige Lautstärke führe ich auf eine entsprechende Anordnung der Härchen zurück. Da müßte man mal von einem guten Arzt oder sonstwo herausfinden, wie die härchen in ihrer Frequenz angeordnet sind. Vielleicht ergibt sich eine Übereinstimmung mit meinen Beobachtungen.

                      Wenn Du mir deine Email Adresse gibst, kann ich dir mein Programm zusenden. Habe ich auch nur als Freeware bekommen. Aber ob das unter XP funktioniert, ist fraglich. Ist ein Uralt DOS Programm.

                      Bei sehr großer Lautstärke geht auch das Klirren zurück, so daß ich dann da gut hören kann, ggf. aber bei oberem Frequenzverlust, was ich am Fernseher nicht so gut testen kann.
                      Das Programm selber erzeugt wahrscheinlich Rechteck Töne. Da die Ausgabe über die Soundkarte erfolgt, weiß ich nicht, welche Form da rauskommt.

                      mfg
                      Quehl

                      Kommentar