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extrem rissige Hände - aua!

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  • extrem rissige Hände - aua!

    Hallo,
    ich habe seit Jahren Probleme mit meinen Händen.
    Ich habe ohnehin sehr trockene Haut, beim Hautarzt fiel auch mal der Begriff "Neurodermitis", aber ohne weitergehende Behandlung.

    Nun ist es so, dass jeden Herbst und Winter meine Hände bei der kleinsten Beanspruchung aufplatzen oder einreißen, z. B. wenn ich meine Hände zur Faust mache. Dies ist extrem schmerzhaft und ich kann meine Hände kaum noch benutzen. Mir wurde lediglich empfohlen, öfter einzucremen, aber das scheint einfach nicht zu reichen! Ich achte auch darauf, meine Hände nicht öfter als erforderlich zu waschen und so weiter, aber es wird jeden Tag schlimmer..

    In den vergangenen Jahren habe ich immer über Nacht eine Fettcreme aufgetragen und Handschuhe drübergezogen. Den darauffolgenden Vormittag war es dann auch erträglich, aber dann ging es den Rest des Tages aber gleich wieder los ;-(
    Nun ist es so, dass ich ein kleines Baby zu versorgen habe, so dass das mit den Handschuhen für diesen Winter einfach schlecht möglich ist.

    Haben Sie einen Rat für mich, was ich dennoch für meine Hände tun kann? Ich habe zwar schon einen Hautarzt-Termin geholt, aber die Arztpraxen hier sind völlig überlaufen, so dass ich mich noch 6 (!) Wochen gedulden muss, und irgendwie muss ich die Zeit nun überbrücken..

    Gibt es etwas, das sich einfach und schnell anwenden lässt und meine Hände nicht so einschränkt, so dass ich mein Baby noch versorgen kann?

    Vielleicht gibt es ja eine Creme aus der Apotheke, die über normale Handcremes hinausgeht? Auch Cremes mit Urea hatte ich schon, leider mit wenig Erfolg..

    Ich danke Ihnen im Voraus!


  • Re: extrem rissige Hände - aua!


    Leseempfehlung:

    ab Seite 9 und weiter
    > http://www.haut.de/im_fokus/handpfle...m-Alter_9.html

    Ein Arztbesuch ist auf alle Fälle angebracht.

    Ich wünsche Ihnen baldige Besserung.

    Kommentar


    • Re: extrem rissige Hände - aua!


      Hallo,

      wie Sie bereits selbst geschildert haben, liegen bei Ihnen momentan mehrere Faktoren gleichzeitig vor, die letztendlich zu einer Verschlechterung der Handekzeme geführt haben.
      Zum einen haben Sie eine sogenannte "Atopie", also eine erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haut gegenüber äußeren Einflüssen, was sich durch Hauttrockenheit und eben auch durch Ekzeme ("Neurodermitis" im weitesten Sinne) äußern kann.
      Bitte lesen Sie hierzu auch meinen Beitrag vom 8.10.2012 "Ekzem am Daumen und Zeigefinger".
      Wenn jetzt wie in Ihrem Falle noch zahlreiche weitere Faktoren hinzukommen, nämlich die Jahreszeit (Herbst/Winter --> Kälte draußen, trockene Heizungsluft in den Räumen) und auch die Versorgung Ihres Babys, was automatisch ein häufigeres Händewaschen mit sich bringt, so führt dies zu einer massiven Verschlechterung des Handekzems.
      Dadurch, dass sich diese Faktoren auch nicht so einfach "abstellen" lassen, ist es wichtig, einen für Sie einigermaßen praktikablen Weg zu finden.
      Zum einen ist es wichtig, alle irritativen Einflüsse auf die Haut der Hände nach Möglichkeit zu minimieren. Händewaschen nur kurz und auch nur mit handwarmem Wasser, falls Wasser alleine nicht reicht, zur Reinigung nur seifen-, konservierungsmittel- und duftstofffreie Produkte verwenden. Nach der Reinigung eine Rückfettung ebenfalls mit konservierungsmittel- und duftstofffreien Produkten. Es gibt auch Cremes für tagsüber, die schnell einziehen, fragen Sie hierfür bitte in der Apotheke nach. Über Nacht sollten Sie dann eine fetthaltigere Creme verwenden.
      Bei Tätigkeiten im Haushalt wie z.B. Putzen oder Spülen sollten Sie stets Gummihandschuhe tragen, unter den Gummihandschuhen jedoch zusätzlich Baumwollhandschuhe zum Schutz der Hände.
      Verständlicherweise geht es nicht in allen Fällen, Schutzhandschuhe zu tragen, daher sollten Sie vor hautbelastenden Tätigkeiten zusätzlich spezielle Handschutzcremes verwenden.
      Falls es schon zu schmerzhaften Hauteinrissen gekommen ist, helfen spezielle flüssige Filmverbände.
      Auch hier können Sie sich in der Apotheke beraten lassen.
      Nicht zu vergessen ist auch der Schutz der Hände vor Kälte, deshalb beim Aufenthalt im Freien nach Möglichkeit warme Handschuhe tragen.

      Sie sehen schon, leider gibt es nicht die "einfache und schnelle" Patentlösung, aber ich hoffe, dass Sie mit den o.g. Tipps die Zeit bis zu Ihrem Hautarzttermin gut überbrücken können.

      Herzliche Grüße,

      A. Kneisel

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      • Re: extrem rissige Hände - aua!


        Mir geht es ähnlich, allerdings nicht ganz so schlimm...

        Egal, wie oft ich mir meine Hände eincreme, sie werden nach jedem Händewaschen wieder trocken.

        Es ist wirklich lästig, weil es sich nicht nur unangenehm anfühlt, sondern meine Haut auch anfälliger für Kälte macht.

        Gibt es denn empfehlenswerte Cremes, die vielleicht auch etwas länger zum Einziehen benötigen, aber somit effektiver sind?

        Kommentar



        • Re: extrem rissige Hände - aua!


          Liebe Arietta,

          wie bereits in meinem Beitrag vom 27.10. erläutert, ist die Anwendung von Hautschutzcremes besonders vor hautbelastenden Tätigkeiten oder auch zum Schutz vor Kälte ideal.
          Das Auftragen von reichhaltigeren Cremes ist häufig erst abends oder über Nacht praktikabel, am besten in Kombination mit Baumwollhandschuhen.
          Es gibt zahlreiche Handcremes für die verschiedensten Anwendungsgebiete (Hautschutzcremes, Pflegecremes für tagsüber, reichhaltigere Cremes zur Nacht), so dass Sie sich diesbezüglich am besten in der Apotheke beraten lassen.

          Herzliche Grüße,

          A. Kneisel

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