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Geheimratsecken

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  • Geheimratsecken

    Liebe Frau Latz,

    im August letzten Jahres begann mein Haarproblem, das ich mir nun gerne von der Seele schreiben möchte, da ich das Gefühl habe, hier in den richtigen Händen zu sein.

    Zunächst muss ich (weibl., 55 Jahre) erwähnen, dass ich vor einem Jahr durch starke und lang anhaltende Monatsblutungen in eine Eisenmangelanämie geriet, von der ich mich durch die Einnahme von Eisen gut erholte - von der Auswirkung auf die Haare wusste ich damals noch nichts. Vergangenen Sommer schrieb ich an einer Abschlussarbeit und stand dadurch unter extremem Stress. Anfang August ließ ich mir beim Friseur blondierte Strähnchen machen, kurz darauf viel mir dann auf, dass mir vermehrt Haare ausfielen. Die meisten davon waren sehr dünn und schlaff, vor allem bemerkte ich auch, dass mir diese feinen Haare ständig im Gesicht hingen. Meine Blutwerte von September waren unauffällig, der Ferritinwert lag allerdings bei 19,5. Die Hautärztin stellte beim Zupftest nichts Auffälliges fest, verschrieb mir jedoch ein Shampoo gegen vermehrte Kopfpilze, da ich auch unter leicht juckender Kopfhaut litt und auch hinter dem Ohr eine juckende Stelle war, später trat auch am Nacken eine Stelle mit Pilzbefall auf. Dieses Shampoo habe ich allerdings nicht benutzt. Ich begann mit der Einnahme von Eisen, Zink, Biotin und Kieselsäure. Anfangs dachte ich, die Haare würden diffus ausfallen (die Anzahl der ausgefallenen Haare war nie wirklich dramatisch, nur eben für mich auffällig), bis ich meine größer gewordenen Geheimratsecken entdeckte. Zuvor hatte ich auch bemerkt, dass der Pony nicht mehr richtig wachsen wollte Dort fehlt nun auch einiges an Haaren. Am Vorderkopf sind es spürbar weniger Haare, an den Geheimratsecken wachsen nur spärliche Härchen und auch an den Schläfen sind die Haare dünner geworden. Wenn ich die Haare aus dem Gesicht nehme, bildet der Haaransatz schon einen ziemlichen "Witwenspitz". Es ist ein ganz ungewohntes Gefühl, wenn ich mir durch die Haare fahre und auch die Frisur sitzt nicht mehr. Überhaupt sind sie sehr flusig geworden. Mein Ferritin liegt inzwischen übrigens bei 37,5.

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass sich mir bereits vor über 10 Jahren die Augenbrauen begannen zu lichten. Es sind jedoch immer noch genügend vorhanden, um mit Schminke zu kaschieren.

    Meine Heilpraktikerin riet zu einem Hormonspeicheltest, um je nach Ergebnis mit bio-identischen Hormonen auszugleichen. Ich bin nun ratlos und extrem besorgt und unglücklich. Es zeigt sich ja ein Haarausfallmuster, kann es trotzdem am Eisen liegen? Wie lange dauert es eigentlich, bis die Haare durch Ausfallen auf einen niedrigen Eisenspeicher reagieren? Ich schrieb das alles so ausführlich, weil ich nicht weiß, was womit ein einem evtl. Zusammenhang stehen könnte.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihren Rat!

  • Re: Geheimratsecken

    Hallo,
    natürlich kann und darf ich hier keine Diagnose stellen. Wichtig ist jedoch zu wissen, unter welcher Form von Haarausfall Sie leiden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sehr häufig vorkommt, dass zwei verschiedene Formen von Alopezien gleichzeitig auftreten.
    Ihr Ferritin ist für die Haare noch immer zu niedrig. Laut Experten sollte es zwischen 40 und 70 liegen.
    Geheimratsecken und Schläfenbereich können auf erblichen Haarausfall hindeuten. Allerdings wäre auch eine FFA, frontal fibrosierende Alopezie möglich. Ich rate Ihnen daher, sich an einen auf Haare spezialisierten Dermatologen zu wenden, um eine klare Diagnose zu erhalten. Adressen finden Sie u. a. auf meiner Homepage.
    HG
    Jenny Latz

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