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  • Bitte um Hilfe

    Sehr geehrte Frau Latz,

    ich war schon bei 2 Hautärzten. Der erste untersuchte vor ca. 6 Jahren meine Haarwurzeln, meinte erblich bedingter Haarausfall und verschrieb mir Regaine, was ich aber nicht lange anwendete, da es doch schon viel Geld kostet und ich auch damals mein “Haarproblem“ noch nicht wirklich schlimm fand. Dieser Hautarzt wo ich damals war gibt es leider mittlerweile nicht mehr und generell gibt es hier in meinem Wohnort nur noch einen einzigen Hautarzt, der aber ziemlich blöd ist (ich entschuldige mich für den Ausdruck, aber anders kann man den nicht bezeichnen). Er fragt immer zu Beginn richtig dämlich, fast schon ironisch “na, was für ein Problem haben wir denn?!“, dann stellt er es dar als wäre das Problem was man hat gar nicht schlimm und nicht ernst gemeint (fragte ihn mal ob das an meinen Oberschenkeln Wasser ist oder einfach nur Fett und ich bekam von ihm nur die Antwort “mit einer StaffungsOP bekommt man das schön hin“). Da wir hier nur noch diesen Arzt haben ging ich letztes Jahr wegen meinem Haarproblem zu ihm weil ich eine Zweitmeinung wollte. Er untersuchte die Haarwurzeln gar nicht mehr, meinte das müsse er auch nicht um zu wissen dass das erblich bedingter Haarausfall ist und riet mir zu Ell Cranell und einer androgenen Antibabypille. Das Ell Cranell brachte bis heute gar nichts und die Antibabypille, da traute ich mich noch gar nicht dran. Ich fragte ihn auch mal ob man das Ell Cranell über 1 Jahr bedenkenlos anwenden kann weil in der Beschreibung steht “nicht länger als ein Jahr anwenden ohne Rücksprache mit dem Arzt“ und er meinte so leichtfertig “wenn es wirkt seh ich keinen Grund warum man es absetzen sollte“. Ich war auch seitdem nicht r bei dem Arzt, da er mir ja doch keine sinnvolle Antwort geben konnte und mich auch nicht wirklich ernst nahm. Mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich wasche meine Haare nur noch sofern möglich jeden zweiten Tag, weine jedes mal wenn ich sehe wie viele Haare beim Bürsten, Waschen und auch Föhnen rausgehen. Ich hab regelrecht Panik davor. Meine beste Freundin schneidet mir überwiegend die Haare, da ich mich nicht traue für zum “richtigen Friseur“, weil ich das Gefühl habe, die gehen viel zu grob und unvorsichtig mit meinen extrem dünnen Haaren um. Meine beste Freundin sagte auch schon “also vor eineinhalb Jahren waren die Haare definitiv dicker. Da konnte man hinten noch Stufen schneiden aber ehrlich gesagt traue ich mich das jetzt bei dir nicht mehr“. Ich hab das Gefühl meine Haare werden mit jedem Tag dünner. Als Pferdeschwanz hab ich nur noch einen Hauch von nichts in der Hand. Der “richtige Friseur“ sagte letztes Mal nur “schlimm sowas schon in so jungen Jahren“. Ich fühl mich nicht mehr wohl, geh oft nur vor die Tür wenn ich muss und da ich im Verkauf arbeite fühle ich mich auch auf der Arbeit nicht mehr wohl weil ich denke jeder sieht mein Problem. Ich weiß selbst nicht mehr was ich machen soll. Meine Blutergebnisse sind alle in Ordnung und mein Hausarzt riet mir das mit der androgenen Pille vielleicht mal auszuprobieren, aber davor hab ich auch Angst nämlich die Angst, dass es nichts hilft und nur noch schlimmer wird. Oder was meinen Sie? Ich fahr mir auch extrem oft an der Kopfhaut mit den Fingern entlang und habe danach eigentlich immer Haare in den Fingern. Entweder ganz lange mit Wurzel dran oder ca. nur 3 cm lange auch mit Wurzel. Meine beste Freundin ist 10 Jahre älter wie ich, hat einen richtig vollen Kopf sodass man fast noch nicht mal den Scheitel sieht und sagt immer nur “wenn du zu anderen nichts sagst fällt es gar nicht auf und je mehr du dir über deine Haare einen Kopf machst je schlimmer wird es wohl, denn Stress begünstigt auch Haarausfall. Musst es eben akzeptieren wie es ist und vor allem mal aufhören mit den Fingern ständig durchzufahren, denn so reißt du auch Haare raus. Nur du siehst dein Problem so schlimm, weil du es weißt. Andere die davon gar nichts wissen merken wahrscheinlich gar nichts davon.“. Ich denk mir immer nur “na du hast leicht reden mit deinem vollen Haar“. Ich bekomm einen Lachanfall wenn jemand mit vollem Haar bzw. mehr Haar wie ich zu mir sagt, seine Haare wären auch dünner geworden. Meine Haare sind schon so dünn dass noch nicht mal mehr richtig einer der kleinsten Haarkrebse halt darin hat ohne dass man die Kopfhaut sieht. Noch dazu kommt, dass ich Single bin und ich wohl wenn es noch schlimmer wird fast gar keine Chance mehr habe bei Männern. Ich fühl mich jetzt schon nur noch hässlich und unattraktiv. Die ganzen Haarwasser kommen für mich nicht infrage denn ich möchte nichts lebenslang anwenden bei was ungeklärt ist wie es sich auf Dauer auf den Körper auswirkt und davon abgesehen würde ich mal schwanger werden müsste ich die Haarwasser auch absetzen. Mir macht das alles einfach Angst denn ich bin erst 27 und will gar nicht wissen wie ich aussehe wenn ich irgendwann in den Wechseljahren bin. Meine Mutter, zu der ich heute keinen Kontakt mehr habe, hatte zwar einen lichten Ponyberreich und ganz kurze Haare, aber selbst mit 45 sah es damals noch nicht so schlimm aus wie bei mir jetzt schon und von meinem Vater kann ich es auch nicht geerbt haben, denn der hat mit seinen 59 Jahren immer noch extrem volles Haar.

    Ich hoffe sie haben vielleicht irgendeinen guten Ratschlag für mich, denn ich kann nicht mehr und weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich schau sogar schon jedem der mir draußen begegnet als erstes auf den Kopf und hab noch niemanden in meinem Alter mit so dünnem Haar gesehen.
    ​​​
    Mit freundlichen Grüßen Mrs_Niemand (der Name ist bewusst gewählt, denn ich fühle mich wie ein Niemand)


  • Re: Bitte um Hilfe

    Hallo.. konnte mich in deiner Geschichte wiedererkennen. Es ist absolut schlimm, von keinem Arzt ernstgenommen zu werden. Meine Freundin meinte vor kurzem auch, ich soll mich so akzeptieren wie ich bin. Dachte auch, sie kann gut reden, sie hat genügend Haare auf dem Kopf... die Ärzte haben bei mir auch erblich bedingter und diffuser Haarausfall diagnostiziert. Bekam auch Minoxidil und eine Kortisonhaltige Tinktur. Heute war ich bei einem Eisenspezialisten. Der zeigte mir in einem Klick auf dem Computer, das Minoxidil Haarausfall machen kann und das auch echt häufig ist. Er riet mir von dem Mittel ab und überweisst mich jetzt an einen Haarspezialisten den er kennt.
    Du hast geschrieben deine Blutwerte sind okay. Hast du eine Kopie verlangt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte oft sagen es sei alles okay, es aber gar nicht so ist. Ich hatte zum Beispiel einen Ferritinwert von 33... mein Eisenspezialist meinte dann, dass Frauen einen Ferritinwert ab 100 haben sollten. Daraufhin bekam ich eine Eisen und mehrere Zinkinfusionen.
    Ich versteh dich absolut wie es dir geht, da mich mein Haarausfall auch in eine riesen Depression gebracht hat. Ausser die Blutwerte nochmals überprüfen zu lassen kann ich dir leider auch keinen Rat geben...
    lg Danjiela

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    • Re: Bitte um Hilfe

      Hallo Mrs_Niemand
      lassen Sie mich bei meiner Antwort mit dem Schlussteil Ihrer Nachricht anfangen.
      Dass Sie sich aufgrund Ihrer Haare als NIEMAND fühlen, ist sehr traurig. Es stellt sich aber in diesem Zusammenhang immer die Frage, ob das vielleicht auch schon früher der Fall war. Vielleicht müssen Sie etwas für Ihr Selbstwertgefühl tun? Das geht, man kann es lernen!
      Um zu entscheiden, ob Regaine oder eine andere Pille für Sie die richtige Behandlung wären, müssten wir wissen, um welchen Haarausfall es sich bei Ihnen tatsächlich handelt. Hier haben Sie vollkommen recht mit Ihrer Skepsis.
      Beim erblichen Haarausfall sind oft keine weiteren Untersuchungen nötig, weil es ein klares Lichtungsmuster gibt.
      Wenn Sie kein Lichtungsmuster haben, könnte es sich um eine Form von diffusem Haarausfall handeln. Hier mein Dank an Danjiela - es stimmt, dass es durchaus Unterschiede gibt, was der eine Arzt bei den Blutwerten für "normal" hält und der andere eben nicht.
      Wie viele Haare fallen Ihnen denn täglich aus?
      HG
      Jenny Latz

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      • Re: Bitte um Hilfe

        Vielen Dank für eure Beiträge.

        Zuerst zu deinem Beitrag, Danjiela:
        Wenn du mit Ferritinwert den Eisenwert meinst?! Dieser lag bei mir bei 182, also sehr hoch. Hatte mir die Blutergebnisse auch ausdrucken lassen. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf und in welchem Alter fingst du an bewusst wahrzunehmen, dass sich das Haar lichtet? Tut gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die wissen wie ich mich fühle oder sich ähnlich fühlen. Ich mach sogar meistens große Bögen um Spiegel oder Scheiben worin ich mich sehen kann ...
        ​​​__________________
        Jetzt zu Ihrem Beitrag, Frau Latz:
        Ich hatte leider schon immer wenig Selbstbewusstsein, was sich durch das Haarproblem natürlich sogar verschlimmert hat. Ich war auch schon öfter in Therapie, hatte mit überlegt wieder zu gehen, aber dachte mir, dass der Therapeut mir dann auch so Dinge einredet wie “Sie müssen eben damit leben“ oder “es gibt schlimmeres auf der Welt“ usw., aber zu mehr Haaren verhilft mir das auch nicht. Ich denke, dass es sich bei mir definitiv um den erblich bedingten Haarausfall handelt, denn das Haar lichtet sich im Scheitelbereich und hinten am Wirbel. Bei meiner Mutter sieht man ja auch im Ponybereich eindeutig die Kopfhaut. Ich seh zwar bei mir, dass immer wieder kurze Härchen nachwachsen, aber ich verliere auch viele kurze Haare. Von der Menge, die mir ausgeht, würde ich schon sagen, dass es der Norm entspricht, aber jedes Haar ist mir eigentlich schon ein Haar zu viel, eben weil alles immer lichter/dünner wird. Als Kind hieß es immer ich hätte sooooo dickes Haar, was auch stimmte, sodass der Friseur die Haare immer ausdünnen “musste“, aber mittlerweile ist das nicht mehr möglich. Als ich das letzte Mal (schon länger her) beim “richtigen Friseur“ war sagte ich wenn ihm während dem Schneiden was auffällt, außer der lichte Scheitel/Wirbel, soll er es bitte sagen, aber er meinte nur außer dass ich extrem dünne Haare, aber dafür viele hätte, nichts ... Ich frag mich wie Haare innerhalb kürzester Zeit sooooo dünn werden können?! Ich lass mir auch von niemandem ohne Erlaubnis mein Haar anfassen ... und als ich es einer Bekannten mal erlaubte sagte sie nur “oh Gott wie dünn, da denkt man, man fasst Watte an“. Männer haben es bei solchen Problemen so einfach. Zur Not abrasieren und sieht oft auch noch sehr attraktiv aus.
        Ich war gestern bei meinem Frauenarzt und schilderte ihm mein Problem. Er meinte ich solle das mit der androgenen Pille einfach einmal probieren, denn was hätte ich schon zu verlieren?! Er meinte sie könne mir helfen?! Fing natürlich auch damit an was wäre wenn sie wirkt und ich z.B. mal wegen Kinderwunsch die Pille absetzen muss oder eben mal wenn ich in die Wechseljahre komme und sie nicht mehr “brauche“ ... Er meinte bei Kinderwunsch/Schwangerschaft müsste ich dann eben durch und auf die Hormone verzichten, da gäbe es keinen anderen Weg, aber wegen der Wechseljahre solle ich mich nicht jetzt schon verrückt machen und vor allem solle ich mal “gelassener“ werden und runterfahren (der hat gut reden). Er nahm mir noch Blut ab um zu schauen ob ich evtl. mehr männliche Hormone hab, aber meinte eigentlich wäre das Ergebnis fast egal, denn wenn ich zu viele männlichen Hormone habe würde er mir auch zu einer androgenen Pille raten, gab mir 2 Probestreifen der “Dienovel“ mit und meinte er gibt mir einen Termin für übernächsten Monat um Rücksprache zu halten wie ich die Pille vertrage und um das Blutergebnis zu besprechen, denn wenn ich mich vielleicht mit der Pille nicht wohlfühle würden mir auch die schönsten Haare nichts bringen. Er würde nicht denken, dass mit meinen Hormonen was nicht stimmt, da ich meine Menstrutation regelmäßig habe. Kurz bevor ich ging schaute er mir noch auf den Kopf und meinte nur “ja, sieht da schon ziemlich dünn aus“. Jetzt warte ich mit gemischten Gefühlen darauf, dass meine Menstrutation einsetzt und ich mit der Pille beginnen kann ... Einerseits habe ich Hoffnung, dass es hilft, aber anderseits Angst, dass ich noch mehr Haare durch die Hormone verliere ... Haben Sie vielleicht sonst noch irgendeinen Tipp was man zur Unterstützung neuem Haarwachstums bzw. um das Haar wenigstens etwas dicker zu bekommen tun kann? Shampoo, Vitamine oder ähnliches?! Bin für jeden Tipp dankbar!!

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        • Re: Bitte um Hilfe

          Hallo...
          Genau, meinte mit Ferritin den Eisenspeicher.... aber mit 182 ist der sogar ziemlich hoch.
          Ich bin 34, und mein HA hat im letzten Herbst begonnen. Seid dem habe ich ech 3/4 von meinen Haaren verloren. Es sieht furchbar aus und ich könnte jeden Tag heulen.
          Wegen der Pille, ich hab sie anfangs Januar abgesetzt, und warscheindlich desshalb nochmals verstärkter HA bekommen. Ich habe viel über die Pille und HA gelesen und bin zum Entschluss gekommen, dass ich nie mehr künstliche Hormone einnehmen werde. Der HA den ich genau 3 Monate nach der Pille bekommen habe hat mir echt den Rest gegeben. Trotzdem sind es bald 6 Monate seit ich die Pille abgesetzt habe. Seit 3 Tagen habe ich das Gefühl, dass mein HA etwas weniger wird. Es sind noch 100 Haare + - am Tag. Immer noch genug, aber besser als die 200- 300 noch vor ein paar Wochen. Trotzdem wachsen mir leider immernoch keine neuen Haare nach. Ich hoffe dass dies in den nächsten Wochen passieren wird. Ich drück dir fest die Daumen dass du deinen HA in den Griff bekommst. Es ist absolut schlimm und nur wer es selber erlebt hat weiss wo von wir sprechen.
          lg Danjiela

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          • Re: Bitte um Hilfe

            Mrs_Niemand
            Das ganze Rumexperimentieren und Recherchieren im Internet tut leider der Psyche nicht gut.
            Heute muss sich keine Frau mehr hässlich fühlen aufgrund dünner oder lichter Haare. Es gibt fantastische Lösungen mit Zweithaar:
            eine Haarverdichtung, ein Haarteil oder sogar eine Perücke
            die von echtem Haar nicht mehr zu unterscheiden sind.

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