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Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

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  • Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

    Hallo,
    ich wende mich heute an dieses Forum, weil ich wirklich nicht mehr weiter weiß.
    Seit etwa April gehen mir verstärkt die Haare aus (meiner Meinung nach diffus).
    Ich hab mir zunächst nichts dabei gedacht, hatte das schon öfter mal für ein paar Wochen.
    Als es jedoch im Juni immer noch so schlimm war, mich meine Mutter darauf ansprach und auch meine Haare dünner wurden, ging ich zu meiner Ärztin (Internistin).
    Sie sagte, der häufigste Grund, für Haarausfall sei bei Frauen in meinem Alter (ich bin 23) Eisenmangel oder Schilddrüsenprobleme. Ich bekam also Blut abgenommen. Ergebnis: Schilddrüsenunterfunktion (TSH bei 4,5) und ein niedriger Ferritinwert (14). Ich nehme seitdem also L-Thyroxin und Ferro sanol duodenal.
    Der Haarausfall bessert sich nicht. Müsste man nach über 3 Monaten nicht langsam eine Verbesserung bemerken? In den letzten Tagen ist es eher schlimmer geworden. Kann sich da noch saisonaler Haarausfall dazugesellt haben? Heute hab ich allein beim Waschen und Kämmen 100 Haare verloren, da kommt aber über den Tag verteilt noch einiges hinzu. Föhnen kann ich überhaupt nicht mehr, dabei verliere ich mindestens 50 zusätzliche Haare. Früher hatte ich tolle Haare, sie waren dick, dicht und ich konnte alles damit anstellen. Heute traue ich mich kaum noch, sie anzufassen. Ich weiß, dass es Menschen gibt, denen es viel schlechter geht, aber an manchen Tagen sitze ich nur Zuhause und weine, traue mich kaum noch nach draußen aus Angst, dass andere meinen Haarverlust bemerken. Mein Freund kann das Thema schon nicht mehr hören.
    Hat vielleicht jemand einen Tipp, wie ich den Haarausfall loswerden kann?


  • Re: Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

    Soweit ich weiß dauert es eine ganze Weile, bis die Eisenspeicher wieder aufgefüllt sind. Erst dann beginnt der HA sich zu regulieren. Man muss also sehr viel Geduld haben ...

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    • Re: Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

      Hallo,
      Sie haben zwei mögliche Verursacher für eine diffuse Alopezie.
      DiffuseUschi hat vollkommen recht: Es dauert, bis die Eisenspeicher wieder gefüllt sind und dann nochmal, bis diese Info bei den Haarfollikeln ankommt.
      Bei der Schilddrüse ist es meist so, dass dadurch eine diffuse Alopezie verursacht werden kann. Leider bringen auch die meisten Medikamente als Nebenwirkung einen diffusen Haarausfall mit sich. Allerdings wachsen immer auch weiter Haare nach.
      HG
      Jenny Latz

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      • Re: Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

        Liebe Frau Latz, liebe DiffuseUschi (witziger Name),
        ​Danke für die Antworten. Ich habe inzwischen neue Werte bekommen, mein Ferritinwert ist nun bei 42 und der TSH-Wert ist gesunken auf 1,9.
        ​Ich nehme meine Tabletten natürlich fleißig weiter. Die L-Thyroxin-Dosis wurde noch einmal erhöht, allerdings ist mein Haarausfall seitdem eher schlimmer geworden. Ich weiß aber nicht, ob die Haare wirklich so schnell reagieren können, oder ob das eher Zufall ist. Neuwuchs ist zum Glück vorhanden, aber trotzdem sind meine Haare ausgedünnt. Ich werde aber versuchen geduldig zu bleiben. Es ist nur manchmal verdammt schwer, wenn man sich die Haare strähnchenweise vom Kopf ziehen kann.

        Viele Grüße
        ​m2250

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        • Re: Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

          Für die Haare ist das Ferritin immer noch am unteren Grenzbereich.
          Das Medikament kann auch weiter für Haarausfall sorgen, allerdings wachsen immer weiter neue Haare nach. Insgesamt werden Sie aber mit einem dünneren Haarkleid leben müssen.
          Wenn es Ihnen zu sehr zusetzt, rate ich Ihnen zu einer guten Haarverdichtung.
          HG
          Jenny Latz

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          • Re: Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

            Liebe Frau Latz,
            ich habe noch eine Frage zu meinem Haarverlust.
            Bei der Haarwäsche (alle 2-3 Tage) verliere ich etwa 120-180 Haare (es schwankt) und an den Tagen zwischen den Wäschen 30-50 Haare. Durchschnittlich habe ich in den letzten 14 Tagen einen täglichen Haarverlust von 89 Haaren zu verzeichnen. Ist das nun Haarausfall oder noch normal?
            Man kennt ja diese Faustregel mit den 100 Haaren täglich, aber mir kommt das sehr viel vor.
            Vielleicht können Sie ja etwas Licht ins Dunkel bringen!?

            Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende

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            • Re: Haarausfall, Schilddrüse, Verzweiflung

              Also ja das liegt noch im Normalbereich, wichtig ist nur das die Haare auch wieder nachwachsen!
              Wenn sich kahle Stellen bilden dann ist es ein tatsächlicher Haarausfall.

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