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Anregungen für weiteres Vorgehen bei kreisrundem Haarausfall

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  • Anregungen für weiteres Vorgehen bei kreisrundem Haarausfall

    Hallo,
    ich wende mich an Sie, um neue Anstöße für eine weitere Behandlung zu erhalten. Ich bin weiblich, 24 Jahre alt und leide ca. seit meinem 14. Lebensjahr an kreisrundem Haarausfall. Beim ersten Auftreten waren insbesondere der Nacken und die Schläfen betroffen. Mein damaliger Dermatologe machte Blutuntersuchungen und bescheinigte mir eine Hashimoto-Thyreoiditis, sowie einen starken Eisenmangel. Daraufhin erhielt ich Zink- und Eisentabletten sowie Kortison für die Kopfhaut. Außerdem erfolgte ein Allergietest, der fast in allen Bereich ausschlug (Pollen, Birke, Erle und Hasel sind besonders schlimm. Vier Jahre lange erhielt ich Spritzen. Die Allergien habe ich aber immer noch), weil der Haarausfall nur schlimmer wurde, entschied sich mein Arzt für eine PUVA-Therapie, die auch tatsächlich nach ein paar Monaten anschlug. Dann hatte ich vielleicht ein Jahre keinen Haarausfall mehr.

    Mit ca. 18 Jahren ging das ganze wieder von vorne los – seitdem habe ich immer irgendwo kahle Stellen. Vor drei Jahren war ich ein halbes Jahr im Ausland (Taiwan). Bevor ich meinen Auslandsaufenthalt antrat, machte mein Hausarzt nochmals ein großes Blutbild. Meine Eisenwerte waren wieder schlechter, ebenso die Schilddrüsenwerte. Er meinte, ich hätte eine Schilddrüsenunterfunktion. Daraufhin wurde die Schilddrüse geröntgt. Es wurden Veränderungen der Schilddrüse festgestellt und ich erhielt Jodtabletten. Da meine Werte nicht besser wurden, meinte mein Hausarzt, dass ich mein Leben lang Hormone nehmen müsste (L-Thyroxin). Kurz nach dieser Diagnose wurde bei mir auch noch beginnendes, allergisch bedingtes Asthma festgestellt.

    Als ich nun ins Ausland ging passierten mehrere Dinge auf einmal: Zum einen wuchsen alle Haare nach, wobei ich sagen muss, dass dieser Zustand nur für ca. 2 Monate anhielt. Zudem bekam ich riesige Ekzeme um die Augen, in den Armbeugen und auf der Kopfhaut. Wieder in Deutschland angekommen, gingen die Ekzeme langsam zurück, nur die auf der Kopfhaut blieben; daran hat sich bis heute nichts geändert. Nach meinem Auslandsaufenthalt suchte ich einen Spezialisten für Schilddrüsenerkrankungen auf, da ich das Gefühl hatte, die Hormone nicht gut zu vertragen, weswegen ich sie absetzte. Der Spezialist stellte viele Fragen, machte ein ausgedehntes Blutbild und stellte fest, dass keinerlei Erkrankungen vorlägen; auch nicht mit der Schilddrüse.

    Durch einen Umzug wechselte ich den Hausarzt. Die neue Ärztin überprüfte meine Schilddrüsenwerte Monate später nochmals und meinte, dass meine Werte grenzwertig wären, daher wollte sie mir wieder Jod verschreiben.

    Mittlerweile ist es ca. 2 Jahre her, dass ich überhaupt bei einem Arzt war, weil ich das Gefühl habe, dass niemand wirklich versucht nach der Ursache zu suchen. Ich bekam immer nur Kortison verschrieben und die Meinungen zu meiner Schilddrüse waren oft widersprüchlich. Zudem wurde auch nie nach meiner Krankengeschichte gefragt oder schnell auf Stress verwiesen. Ich frage mich nun, an wen ich mich wenden kann, was meine nächsten Schritte sein könnten, weil ich, trotz einer gewissen Resignation, noch nicht dem Mut aufgegeben habe, dass eine gründliche Untersuchung neue Ergebnisse liefern könnte.

    Zu meinem momentan gesundheitlichen Zustand: Ich habe wieder kahle Stellen im Nackenbereich und an der linken Kopfseite, sowie im linken Bereich mitten auf dem Kopf. Zudem leide ich auch wieder an stark juckender Kopfhaut, wobei nicht die ganze Kopfhaut davon betroffen ist. In meiner Familie leidet niemand an Haarausfall. Ganz im Gegenteil: der Großteil meiner Familie hat sehr gesundes, dickes und volles Jahr. Was bei mir als Kind auch so war und noch heute mein Vorteil ist, da ich so die kahlen Stellen noch ganz gut verstecken kann. Insgesamt habe ich beobachtet, dass ich selten nur einen einzelnen Herd habe, sondern immer sofort mehrere nebeneinander, die zu einem großen Herd werden. Bis die Haare nachwachsen dauert es meist ca. 2 Jahre. Die Kopfekzeme treten in Schüben auf, die manchmal so schlimm sind, dass die Bereich richtig nässen und völlig schuppig sind. Zudem liegt auch schon sehr lange eine Veränderung der Nagelbeschaffenheit vor (kleine "Einkerbungen" und Rillen) Was nie überprüft worden ist, ich aber immer mal wieder im Verdacht habe, dass etwas mit meinem Darm nicht stimmen könnte, weil ich sehr empfindlich auf bestimmte Lebensmittel oder die bestimmte Zubereitung (fettig, frittiert, sauer...) von Lebensmitteln reagiere. Sie sehen, mein Körper reagiert also insgesamt auf so einiges empfindlich...

    Ich denke, das sollte genügen. Vielleicht haben Sie ja ein paar hilfreiche Anregungen.

    Allerbeste Grüße!


  • Re: Anregungen für weiteres Vorgehen bei kreisrundem Haarausfall

    Hallo,
    da bin ich nicht sicher, ob ich wirklich Anregungen habe, die Sie als hilfreich empfinden.
    Der kreisrunde HA ist eine Störung des Immunsystems und hat mit den von Ihnen genannten Problemen gar nichts oder wenig zu tun. Allerdings gibt es bei der Alopecia areata in der Regel keine Probleme der Kopfhaut. Es ist also gut möglich, dass sich etwas anderes bei Ihnen zusätzlich ergeben hat. Dies sollten Sie bei einem spez. Dermatologen abklären lassen.
    Auch die Nagelveränderungen sind übrigens typisch für die Areata.
    Mein Rat:
    Bitte informieren Sie sich umfassend über dieses Krankheitsbild. Gerne stelle ich Ihnen Links zur Verfügung.
    HG
    Jenny Latz

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