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Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??

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  • Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe bewusst einen neuen Thread eröffnet weil ich ein spezielles, etwas kompliziertes Problem habe, und hoffe auf Hilfe und Erfahrungsaustausch. Ich bin mit der derzeitigen Situation völlig überfordert und weiß nicht wie ich mir helfen soll.:-(

    Also, im September fing mein HA an. Ich habe schon seit ich denken kann immer sehr viele Haare nach dem waschen verloren, also es waren nie nur 20, sondern in Massen. Seit September verliere ich allerdings beim kämmen nach dem waschen etwa 200-250. Dieser Wert schwankt sehr stark, mal mehr (so ca. 300), mal weniger (ca. 150). Zunächst ging ich von der Annahme aus das es mit der Pille zu tun hat da ich im Juli 2011 von einer antiandrogenen (Desmin) zu einer androgenen (Qlaira) gewechselt habe. Die Gyn bestätigte durch einen Bluttest das ich zuviele männliche Hormone habe, und da ich die Qlaira auch aus 100. anderen Gründen nicht vertragen habe, erfolgte ein erneuter Wechsel auf die Juliette (also wieder antiandrogen, mit der läuft es bislang super! Nehme sie seit Ende Nov.).

    Die Derma (Haarspezialistin) machte Blutabnahme und Trichoscan. Die Blutabnahme zeigte einen viel zu niedrigen Ferritinwert bei 8 ( Referenzwert liegt bei 18-268) und ne SHD-UF. Also ab zum Endokrinologen und nehme nun L-Thyroxin 50 für die Schilddrüse (seit Mitte Dez.) und habe schon 5 Eisenspritzen erhalten. Haarausfall ist immer noch vorhanden. :-(

    Heute meine Ergebnisse vom Trichoscan bekommen und jetzt bin ich völlig verwirrt. Ich soll Androgenetischen Haarausfall haben!!:-o
    Der Scan zeigt deutlich das die Haare in der Telogenphase (Ausfallphase) im Hinterkopf bei "nur" 14% liegen (normal ist ein Wert bis 20%) und im Oberkopf bei schlappen 39%. :-(

    Die Derma meinte, aufgrund des Ergebnisses wird wahrscheinlich die Behandlung der SHD und des Ferritinwertes nichts bringen, da die Ursache eine andere ist. Zwar meinte sie das sie in 18 Jahren als Haarspezialistin noch nie gesehen hat, das jmd. eine so starke Haardichte hat und das so was nur bei Asiaten zu beobachten ist (bin keine Asiatin), aber das beruhigt mich gerade mal gar nicht!

    Sie meinte, es würde wahrscheinlich 5-10 Jahre dauern bis ich einen größeren Scheitel bekomme und das ich definitiv auch keine Halbglatze bekommen werde (wenn der HA so bleibt), aber ich soll jetzt trotzdem täglich Minoxidil nehmen. :-(

    Meine Fragen:
    - Wie kann ich denn anlagebedingten HA haben wenn niemand in meiner Familie (weder mütterlicher, noch väterlicherseits) an HA leidet?
    - Soll ich wirklich sofort mit Minoxidil anfangen? Ich meine bis sich der Körper auf all das neue umstellt (Pille, L-Thyroxin, Eisen) dauert es doch ein paar Wochen, wenn nicht sogar Monate!?
    - Wie 'gut' wirkt Minoxidil denn bei so einer Art HA? Hört der Ausfall auf?
    - Soll ich noch einen anderen Arzt konsultieren (ich dachte auch an Heilpraktiker)?

    Habe Minoxidil schon zu Hause, trau mich aber nicht ran...:-(

    Vielen Dan an alle, die den langen Text gelesen haben und mir irgendwie helfen können!


  • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


    Hallo Windrose
    Meine Tochter ist 20 Jahre und hat auch die Diagnose androgene Alopezie,mit Schilddrüsen Unterfunktion bei Verdacht auf Hashimoto.Ihr Trichogramm war vor 2 Jahren auch schon schlecht.
    Ihr HA und Haarstruktur hört sich sehr ähnlich an.Sie bekam vor 2 Jahren gleich den Haarschaum von Rogaine 5% für Männer verordnet.Das will schon was heißen.Was bei Regiane nun ist,dass erst einmal viele Haare ausfallen werden.Das sind aber die,die sowieso schon in der Phase sind wo sie bald ausfallen.Das ist aber kein Trost ich weiss.Meine Tochter hat viele Haare verloren,aber sie sind nachgewachsen.Mit dem Ergebnis ist sie aber trotzdem nicht zufrieden,weil es so lange dauert.Die Ärzte haben uns gesagt,das es wichtig ist das Regiane zu nehmen,damit die Haarwurzeln nicht ganz absterben.Vetragen hat sie das Rogaine 5% ohne Probleme.Keinerlei Nebenwirkungen bis jetzt.Aber wirklich "schönes" Haar hat sie nicht bekomen.Deshalb haben wir jetzt ein Haarteil bei Hairdreams bestellt
    Ich denke das sind bei meiner Tochter zwei Probleme oder auch mehrere.
    Was die Vererbung angeht,können ja auch die anderen Verwandten in Frage kommen.
    Über Ferritin,Zink und Eisen kann ich nicht´s sagen,dass müssen wir auch noch testen denke ich.


    Liebe Grüße

    Gaby

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    • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


      Hallo,

      darf ich versuchen zu antworten, auch wenn Sie mich nicht direkt ansprechen?

      Zunächst ging ich von der Annahme aus das es mit der Pille zu tun hat da ich im Juli 2011 von einer antiandrogenen (Desmin) zu einer androgenen (Qlaira) gewechselt habe.

      Das ist nicht unwahrscheinlich.

      Die Gyn bestätigte durch einen Bluttest das ich zuviele männliche Hormone habe, u

      Ein Zuviel an männl. Hormonen ist für AGA uninteressant.

      Die Derma (Haarspezialistin) machte Blutabnahme und Trichoscan. Die Blutabnahme zeigte einen viel zu niedrigen Ferritinwert bei 8 ( Referenzwert liegt bei 18-268) und ne SHD-UF.

      Kann beides zu solch starken Schüben führen.

      Also ab zum Endokrinologen und nehme nun L-Thyroxin 50 für die Schilddrüse (seit Mitte Dez.) und habe schon 5 Eisenspritzen erhalten. Haarausfall ist immer noch vorhanden. :-(

      So schnell geht das nicht. Erst wenn die Grundprobleme behoben sind, können zwei bis drei Monate später die Haare wieder wachsen.

      Heute meine Ergebnisse vom Trichoscan bekommen und jetzt bin ich völlig verwirrt. Ich soll Androgenetischen Haarausfall haben!!:-o

      Das Trichoscan ist für eine solche Diagnose nicht geeignet. Das sagt sogar Prof. Hoffmann, der dieses Gerät entwickelt hat.

      Der Scan zeigt deutlich das die Haare in der Telogenphase (Ausfallphase) im Hinterkopf bei "nur" 14% liegen (normal ist ein Wert bis 20%)

      Ist doch schön! Aber ziemlich unwahrscheinlich, wenn Sie so viele Haare verlieren.

      Die Derma meinte, aufgrund des Ergebnisses wird wahrscheinlich die Behandlung der SHD und des Ferritinwertes nichts bringen, da die Ursache eine andere ist.

      Und welche?

      Zwar meinte sie das sie in 18 Jahren als Haarspezialistin noch nie gesehen hat, das jmd. eine so starke Haardichte hat

      Wie hoch ist denn die Haardichte bei Ihnen?

      - Soll ich wirklich sofort mit Minoxidil anfangen? Ich meine bis sich der Körper auf all das neue umstellt (Pille, L-Thyroxin, Eisen) dauert es doch ein paar Wochen, wenn nicht sogar Monate!?

      Kann zusätzlich den Prozess beschleunigen.

      - Wie 'gut' wirkt Minoxidil denn bei so einer Art HA? Hört der Ausfall auf?

      Es gibt hier keine großen Studien.

      - Soll ich noch einen anderen Arzt konsultieren (ich dachte auch an Heilpraktiker)?

      Ja, aber erst einen anderen auf Haare spez. Dermatologen.

      HG
      Jenny Latz

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      • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


        [quote J. Latz]Ein Zuviel an männl. Hormonen ist für AGA uninteressant.

        [/quote]

        Hallo Frau Latz,

        ich verstehe diese Aussage nicht ganz...ich dachte AGA kommt daher, dass man eben die zu vielen männlichen Hormone nicht verträgt...oder hab ich da was falsch verstanden

        Grüße

        Kommentar



        • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


          Nein, es kommt nicht vom ZUVIEL, sondern von der Empfindlichkeit der Haarwurzeln auf die Androgene.

          Kommentar


          • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


            Hallo Frau Latz,

            erstmal vielen Dank für Ihre Antwort und Entschuldigen Sie bitte die verspätete Rückmeldung. Aufgrund von viel Stress in der Uni (Klausurphase) habe ich versucht, das Thema HA mal auszublenden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren- nur mit mässigem Erfolg.

            Also, ich habe mit der Behandlung mit Minoxidil noch nicht angefangen. Ich traue mich einfach nicht ran. Ich habe einfach große Angst davor, das es nicht wirkt.

            Ich bemerke in letzter Zeit häufig nach dem waschen und anschließendem kämmen, das der HA schwankt. An manchen Tagen komme ich auf nur "150" Haare, an anderen sind es 300. Wie soll ich mir das erklären? Zudem fallen mir im trockenen Zustand der Haare, wenn ich sie mir kämme, nur sehr wenige Haare aus (ca. 20 max.). Ist das normal? Spricht das für einen AGA?

            Außerdem habe ich ein wenig im Internet recherchiert, und die HA-Phasen nach Ludwig entdeckt. Dort steht, das der HA zunächst im Scheitelbereich beginnt. Nun ist das Problem, das ich meinen Scheitel immer schon seitlich trage, und dieser genau so aussieht wie immer, also vor dem HA. Ziehe ich mir aber einen Mittelscheitel, bemerke ich, das dort die Haardichte weniger ist, also meine Kopfhaut gut zu erkennen ist. Ich weiß allerdings nicht, ob das schon immer so war, da ich schon seit meiner Kindheit keinen Mittelscheitel mehr trage. Spielt es eine Rolle wie man den Scheitel trägt?? Ich meine, ist es wahrscheinlich das ich wirklich an AGA leide? Es hat niemand in meiner Familie AGA. Zudem habe ich manchmal Schmerzen auf der Kopfhaut: sie juckt oder ist extrem Berührungsempflindlich, vor allem am Oberkopfbereich (fühlt sich bei Berührung der Haare so an, als würden da ganz viele kleine Nadeln reingestochen werden). Die Dermatologin hat das nicht weiter beachtet und meinte, das wäre häufig so bei HA.

            Wie kann ich denn zuversichtlich rausfinden das es tatsächlich AGA ist (wenn nicht am Trychoscan erkennbar)?

            Die Haarspezialistin, bei der ich war, ist übrigens in der Klinik am Ring in der Kölner Innenstadt zu finden. Kennen Sie eine gute Klinik, an die ich mich wenden kann um eine 2. Meinung einzuholen?

            Was würden Sie mir raten zu unternehmen? Sollte noch mal untersucht werden ob ich an Vitaminmangel oder ähnlichem leide?

            Vielen Dank für Ihre Mühe; ich bin echt froh das es so jmd. gibt, an den man sich wenden kann wo man doch mit diesem Problem immer alleine gelassen wird.

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            • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


              Hallo Windrose,

              grundsätzlich rate ich Ihnen, mit den Eigenspekulationen aufzuhören. Das tut Ihnen letztlich nicht gut. HA gehört in die Hände eines darauf spez. Dermatologen. Adressen finden Sie u.a. auf meiner Homepage.
              Bei Schmerzen der Kopfhaut spricht man von Trichodynie, die auf psychische Ursachen zurückgeführt wird. In unserer Kopfhaut befinden sich unzählige Nervenenden. Daher ist sie so empfindlich.

              Die Dermatologin hat das nicht weiter beachtet und meinte, das wäre häufig so bei HA.

              Wenn die Aussage so gemacht wurde, ist das Quatsch.

              Zur Diagnose gehören:
              Anamnese
              Begutachtung der Kopfhaut mittels Dermatoskop
              evt. Trichoscan oder Trichogramm
              evt. weitere Blutuntersuchungen

              HG
              Jenny Latz

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              • Re: Androgenetischer HA mit 26 (bin weiblich)??


                Zudem habe ich manchmal Schmerzen auf der Kopfhaut: sie juckt oder ist extrem Berührungsempflindlich, vor allem am Oberkopfbereich (fühlt sich bei Berührung der Haare so an, als würden da ganz viele kleine Nadeln reingestochen werden).


                Hallo Windrose85!

                Ich habe mir gerade Ihren Beitrag durchgelesen, da auch bei mir AGA diagnostiziert wurde. Ich selbst bin 29 Jahre und bei mir hat der Haarausfall vor ca. acht Jahren angefangen.

                Seit ungefähr 1 1/2 Jahren verwende ich nun Minoxidil. Ich hatte Anfangs dieses typische Shedding - ungefähr drei Monate danach sind viele kleinere Haare gekommen. Ich war sehr glücklich darüber, leider hat der Haarausfall damit nicht aufgehört. Ich habe ungefähr einmal im Haar einen größeren Schub. Diesen bemerke ich speziell dadurch, dass meine Kopfhaut vor allem im Scheitelbereich gerötet ist, leicht schuppt und enorm brennt. Es ist eigentlich eher so eine Mischung zwischen Brennen und Jucken. Ich muss mich da immer sehr beherrschen nicht zu kratzen, da es sonst höllisch schmerzt.

                Ich habe über dieses Phänomen ebenso mit einem Dermatologen gesprochen. Leider konnte mir auch dieser keinen Rat geben, was ich dagegen machen könnte. Er meinte, dass das einige Menschen hätten. Diese Art von Kopfhautschmerzen nennt man "Trichodynie". Naja, leider hab ich nicht mehr als ein sündhaft teures Haarshampoo verordnet bekommen, welches mir nicht geholfen hat.

                Ich habe auch dieses "Ludwig - Dings" gegoogelt. Mein Haarausfallmuster entspricht eher dem von einem Mann. Ich habe mittlerweile schon ziemliche Geheimratsecken, aber auch sehr dünnes Haar vor allem im Ponybereich. Man sieht das meiner Meinung nach häufiger bei Männern, als bei Frauen. Ich kaschiere diesen Bereich mit Haarbändern (hab da bereits eine Menge davon im Bad liegen) Das funktioniert zur Zeit ganz gut und ist nebenbei ein ganz abwechslungsreiches Accessoires. ;-)

                Hast Du mittlerweile einen Trychoscan machen lassen?
                Wenn ja, was ist dabei herausgekommen?

                Falls Du mit Minoxidil anfängst, würde mich sehr interessieren, wie es bei Dir anschlägt.

                Liebe Grüße,
                Luna :-)

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