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Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?

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  • Re: Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?


    Bei mir gab es keine Tränen, sondern ein Lächeln beim Lesen.

    1.
    Sie muss sich dem als Schulleiterin ja nicht aussetzen. Perücke hätte es ja auch getan.
    2.
    Findest Du die Reaktionen von Kindern denn so schlimm?

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    • Re: Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?


      huch, danke für die positive Rückmeldung, da werd ich ja ein bisschen rot.....

      Ich weiß nicht, ob es schlimmer ist, den vernarbenden Haarausfall zu haben oder nicht. Was ich als Vorteil ansehe - und was gleichzeitig der Nachteil daran ist: es ist klar, dass die Haare an den betroffenen Stellen nicht wiederkommen. Der Vorteil daran ist, dass man sich damit grundsätzlich auseinandersetzten kann/muss und nicht in unzählige Behandlungen Hoffnung setzen kann/muss.
      Bei mir tritt die Krankheit leider schubweise auf, d.h. zur Zeit ist es wieder spannend, wie groß die Bereiche sein werden, auf denen keine Haare mehr wachsen. Natürlich versuche ich durch lokale Kortisonbehandlung die Entzündung einzugrenzen, aber den Erfolg weiß ich erst, wenn der Schub vorbei ist.

      Blöd ist halt, dass die Kopfhaut, die sichtbar wird, nicht "schön" aussieht. Ich denke, ich werde mir eine Badekappe zulegen, denn im Schwimmbad sieht man es gut und ich könnte mir vorstellen, dass es für andere unangenehm ist. Kann mir ja kein Schild umhängen: "ich bin nicht ansteckend".

      Wenn ich wieder arbeite (bin zur Zeit längerfristig wegen Burnout krankgeschrieben), werde ich im Elterncafe kurz was dazu sagen, weil ich mit behinderten Kindern arbeite und da die Angst der Ansteckung bei den Eltern sicher auch da ist.

      Für mich selbst ist es im Moment nicht so schlimm, wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich noch "normal" aus. Ich vermute, dass ich das Ganze nochmal neu verarbeiten muss, wenn es weitere Bereiche am Kopf betrifft.

      Was mich im Moment nervt, sind Kommentare, die das Problem verharmlosen oder abstreiten. Da fühle ich mich dann von Freunden nicht erst genommen. Ja, es stimmt, wenn die Haare sehr geschickt fallen, sieht man fast nichts. Und wenn sie etwas anders fallen, sieht man es sehr gut, auf einer Fläche von ca 5cm Durchmesser wachsen nur noch einige Strähnchen. Mit hilft diese Verharmlosung nicht, ich möchte lieber ernst genommen werden. Ich weiß, es ist gut gemeint, aber es hilft mir nicht bei der Verarbeitung.

      Liebe Grüße
      Lächeln

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      • Re: Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?


        Sie haben recht:
        Leider sind die vernarbenden Alopezien relativ unbekannt in der Bevölkerung und machen es daher den Betroffenen nicht unbedingt leichter.

        Kommentar


        • Re: Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?


          Meine Antwort steht auch noch aus:

          1) Jenny:
          Es sind keine Trauertränen, die ich für so etwas empfinde. Mir kommen immer die Tränen, wenn ich von Frauen höre, die uneigennützig große Leistungen vollbringen, die über ihre Grenzen hinauswachsen oder etwas ganz Besonderes erreicht haben. Es sind Tränen der Hochachtung und des Respekts. Z.B. für Waris Dirie, die "Wüstenblume", oder die Kindergärtnerin, die in den 25 m tiefen Schacht gesprungen ist, um das Kind zu retten. Diese Schulleiterin gehört auch dazu, es ist eine besondere Leistung, in dieser Position mit Glatze aufzutreten, so empfinde ich das zumindest.

          2) Lächeln:
          Wenn du am Burn-Out-Syndrom leidest, hat deine Genesung diesbezüglich absoluten Vorrang. Unterscheide, was wirklich wichtig ist. Das Haar sollte zweitrangig sein, dein Nervenkostüm ist viel wichtiger. Laß die Leute denken, was sie wollen. Warum trägst du im Schwimmbad kein hübsches farbiges Schlauchtuch? Ich trag die unter dem Fahrradhelm, sonst würde er auf der Glatze scheuern. Ich hab im Urlaub viele Frauen damit im Meer schwimmen gesehen. Die ollen Badekappen sind doch völlig out.

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          • Re: Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?


            Danke fürs Mitdenken!

            Ich kann die Auseinandersetzung mit dem Haarausfall und psychische Probleme, die mit dem Burnout zusammenhängen, nicht komplett trennen. Sondern ich versuche, das Gesamtpaket "mein Leben" zu sehen und konstruktiv Schritte nach vorne zu tun.
            Psychisch geht es mir wieder ziemlich gut, nur die körperliche Erschöpfung ist noch sehr stark und auch die geistige Leistungsfähigkeit (Konzentration) ist noch nicht wieder da. Da heißt es noch viel Geduld haben.

            Ich hab bisher keine Erfahrungen mit Tüchern usw. und fürs richtig schwimmen mit Kopf unter Wasser halte ich die olle Badekappe für geeigneter. Ich habe wenig Probleme, dass andere die kahle Stelle sehen können. Es geht mir eher darum, in bestimmten Situationen andere nicht zu irritieren (die befürchten könnten, sie könnten sich anstecken).

            Insgesamt ist das Thema Haarausfall eher eine Nebensache für mich, ich rede auch ganz offen darüber.

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            • Re: Wie geht ihr mit dem Thema HA im Beruf um?


              Oh, sorry, da habe ich fehlinterpretiert.
              Stimme Ihnen hier vollkommen zu.

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