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Haarausfall - weitere Behandlung

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  • Haarausfall - weitere Behandlung

    Hallo zusammen,

    Ich war heute zu einer Sprechstunde in der allgemeinen Ambulanz einer Hautklinik. Ich bin Mitte 20 und mein Haar wird jährlich dünner. (Ich habe von der Kindheit an feines Haar.)
    Die Ärztin hat festgestellt, dass mein Haarausfall nicht auf eine bestimmte Stelle begrenzt ist, sondern überall am Kopf gleichmäßig ausfallen.
    Bei mir wurde eine Blutabnahme gemacht. Das Blut soll Aufschluss über Eisen, Selen und Zink sowie ein allgemeines Blutbild geben. Sie ist sich bei mir nicht sicher, ob es erblich bedingter Haarausfall ist. Sie hat mir deswegen ein Trichogramm empfohlen, damit sie den erblich bedingten Haarausfall ausschließen kann. Wobei ich jetzt mehrfach gelesen habe, dass diese Untersuchung dazugedacht ist, Therapieerfolge festzuhalten. Im März soll ich wegen der Ergebnisse zur Haasprechstunde. Und bis dahin gleich mit Regaine beginnen.
    Zu mir: Ich hatte bisher mehrfach Eisenmangel. Außerdem bin ich mit meiner Ernährung ziemlich eingeschränkt, da ich eine Fruchtzuckerunverträglichkeit habe und ich Zink mit Folsäure zusätzlich in Tablettenform zu mir nehmen muss. (Fleisch habe ich noch nie gerne gegessen).
    Außerdem habe ich schon über zwei Jahre Entzündungswerte im Blut, da bei mir auf eine rheumatische Arthritis getippt wird. Könnte das den Haarausfall zusätzlich beeinflussen?

    Meine Frage: ist ein Trichogramm zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sinnvoll?

    Danke schon mal im Voraus an alle, die sich bemüht haben, meinen langen Bericht zu lesen.

    Schönen Abend
    Jana


  • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


    Hallo Jana,

    Frau Latz wird dir im Januar sicherlich antworten, bis dahin versuche ich so viel ich weiß
    Hat dir der Dermatologe erklärt was beim Trichogramm untersucht wird? Ich habe vor zwei Jahren eins machen lassen, um zu erkennen wie weit der Haarausfall in den nächsten Wochen und Monaten fortschreitet (und hierzu dient normalerweise auch die Untersuchung). Herausgefunden wurden dabei: Welche Haare sich in der Anagen (Wachstums)- Katagen(Übergangs)- und Telogenphase(Ruhephase) befinden bzw. auch Dystrophische Haare (krankhaft veränderte Haare). Wie der Arzt bei dir durch das Trichogramm AGA feststellen will, kann ich mir wie folgt erklären: Dir werden sicherlich frontal und im hinteren Bereich Haare entnommen? Bei AGA müssten sich im oberen, krankhaften, Bereich mehr Haare in der Ausfallphase befinden. Eigentlich sollte der Arzt AGA aber am Ausfallmuster erkennen (Bei dir ist das diffus, daher ist die Blutuntersuchung sicher sinnvoll). Ich persönlich würde die Untersuchung nicht wieder machen, sie stellt keine genaue Diagnose, sondern liefert, s.o., eine Prognose. Ach ja: das du jetzt schon mit Regaine anfängst, hört sich für mich so an, also ob sich dein Arzt ziemlich sicher ist, dass es sich bei dir um den erblich bedingten Haarausfall handelt. Wurde dir diesbezüglich in der Haarsprechstunde alles erklärt (Inhaltsstoffe/Nebenwirkungen/ Langzeitbehandlung/Shedding) ? Regaine wird gern mal schnell verschrieben, wenn Ärzte keine Ahnung haben, was auf dem Kopf passiert…

    Was deine Entzündungswerte im Blut betrifft, habe ich leider keine Antwort, kann gleiches aber in meinem Blutbild seit 2 Jahren beobachten (und werde deshalb ständig nach Stress und Erkältungen gefragt). Das könntest du doch in der HS ansprechen…

    Ich bin nebenbei auch k e i n e leidenschaftliche Fleischesserin und meine Eisenwerte sind immer im Grenzbereich. Die meisten Allgemeinmediziner wissen übrigens nicht, dass der Ferritinwert für gesundes Haarwachstum bei 70 liegen soll (nach Laborwerten wird immer noch 25-110 als Referenzbereich angegeben).

    Vllt. ergibt deine Blutuntersuchung ja, dass es sich "nur" um einen Nährstoffmangel handelt.
    Ich drück dir die Daumen!

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    • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


      Hallo Tristesse,

      vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, meinen langen Beitrag zu lesen und zu antworten.
      Das Trichogramm wurde mir nur kurz erklärt. Die Ärztin hat mir zweimal gesagt, dass sie sich bei mir sehr unschlüssig ist, ob es erblich bedingt ist.
      Trotzdem soll ich Regaine nehmen. Sie hat mir dazu noch eine Infoschrift in die Hand gedrückt.
      Bis jetzt habe ich es noch nicht genommen. Ich habe mir gedacht, dass es auf die zwei Monate jetzt auch nicht mehr ankommt. Ich warte erst Mal die Blutergebnisse ab.

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      • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


        Hallo Jana,
        ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen!

        Tristesse hat mich ja schon während meines Urlaubs professionell vertreten. DANKE!
        Hier also meine Antworten:

        [quote Jana01]Hallo zusammen,

        Ich war heute zu einer Sprechstunde in der allgemeinen Ambulanz einer Hautklinik.

        die allg. Ambulanz einer Hautklinik ist nicht auf Haare spezialisiert! Hierzu müssen Sie in eine spezielle Haarsprechstunde. Diese wird nicht überall angeboten. Adressen hierzu finden Sie u.a. auf meiner Homepage.

        Ich bin Mitte 20 und mein Haar wird jährlich dünner. (Ich habe von der Kindheit an feines Haar.)
        Die Ärztin hat festgestellt, dass mein Haarausfall nicht auf eine bestimmte Stelle begrenzt ist, sondern überall am Kopf gleichmäßig ausfallen.

        Wenn die Haare überall am Kopf ausfallen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es sich um den erblichen HA handelt. Dies deutet eher auf eine diffuse Form.

        Bei mir wurde eine Blutabnahme gemacht. Das Blut soll Aufschluss über Eisen, Selen und Zink sowie ein allgemeines Blutbild geben. Sie ist sich bei mir nicht sicher, ob es erblich bedingter Haarausfall ist. Sie hat mir deswegen ein Trichogramm empfohlen, damit sie den erblich bedingten Haarausfall ausschließen kann. Wobei ich jetzt mehrfach gelesen habe, dass diese Untersuchung dazugedacht ist, Therapieerfolge festzuhalten.

        Das ist richtig! Hier zeigt sich nur, wie viele Haare sich bei Ihnen in welcher Phase befinden.

        Im März soll ich wegen der Ergebnisse zur Haasprechstunde. Und bis dahin gleich mit Regaine beginnen.
        Zu mir: Ich hatte bisher mehrfach Eisenmangel. Außerdem bin ich mit meiner Ernährung ziemlich eingeschränkt, da ich eine Fruchtzuckerunverträglichkeit habe und ich Zink mit Folsäure zusätzlich in Tablettenform zu mir nehmen muss. (Fleisch habe ich noch nie gerne gegessen).
        Außerdem habe ich schon über zwei Jahre Entzündungswerte im Blut, da bei mir auf eine rheumatische Arthritis getippt wird. Könnte das den Haarausfall zusätzlich beeinflussen?

        Ja, beides kann zu diffusem HA führen!

        Meine Frage: ist ein Trichogramm zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sinnvoll?

        Für die Diagnose eher nicht. Und die halte ich für vorrangig!

        Wieso bekommen Sie erst im März die Blutergebnisse?

        HG
        Jenny Latz

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        • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


          Hallo Frau Latz,

          vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Sie sind ja wirklich sehr engagiert.
          Ich war in der Hautklinik Freiburg. Bevor man in die Haarsprechstunde darf, muss man zunächst in die allgemeine Ambulanz. Die Ärztin, die mich betreut hat, leitet bisher auch die Haarsprechstunde. Deshalb halte ich sie für den richtigen Ansprechpartner.
          Ich habe erst im März einen Termin erhalten, da die Haarsprechstunde nur Mittwochnachmittags stattfindet. Bei dieser Gelegenheit würden mir dann auch die Ergebnisse mitgeteilt werden.
          Ich habe mich unterdessen erst einmal gegen das Trichogramm entschieden. Da ich aber von meiner letzten Blutuntersuchung (August 2010) bei meinem Hautarzt weiß, dass der Verdacht auf Eisenmangel bestand, möchte ich jetzt wieder eine Kur mit Plastulen machen. Das hat mir bei den letzten Malen gut geholfen.
          Außerdem habe ich festgestellt, dass mein Haarausfall seit zwei Wochen wieder nachgelassen hat.
          Interessant ist, dass sich meine Haare auch meistens ab Februar bis zum Sommer etwas regenerieren. Leider ist diese Phase nicht dauerhaft, sodass ich sämtliche Haarlängen habe und ich meine Haare auch nicht offen tragen kann. Die Regenerationsphase kann mit dem Haarausfall einfach nicht Schritt halten.

          Vielen Dank nochmal für Ihre Antwort. Ich bin froh, dass Sie den erblich bedingten Haarausfall eher ausschließen.

          Jana

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          • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


            Na ja, richtig ausschließen kann ich nicht. Das kann wirklich NUR der Arzt machen. Ich bin ja keine und so über das Forum wäre das - selbst wenn - total unseriös.

            Das mit der Kompetenz und der Haarsprechstunde scheint nun ja geklärt.

            Danke für die Blumen! Ich habe selbst seit fast 40 Jahren (!) keine Haare mehr und weiß nur zu gut, wie viel Zeit ich auf unnötige Dinge und Hoffnungen verschwendet habe. Es macht mir sehr viel Spaß hier bei onmeda. Vor allem, weil wir hier im Laufe der Jahre eine richtige Community geworden sind.

            Sollte es also mal ein Tief geben bis März, helfen wir Ihnen hier gerne!

            HG
            Jenny Latz

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            • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


              Hallo zusammen,

              ich habe mir lange überlegt, ob ich überhaupt schreiben soll, wie es mir mit der Haarsprechstunde ergangen ist. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt. Aber da Sie sich so viel Mühe mit Kommentaren gegeben haben, wollte ich eine Rückmeldung geben.
              Anfang März war ich bei der Haarsprechstunde. Diese fand in einem kleinen Behandlungszimmer statt. In dieses kamen neben der behandelnden Ärztin noch zwei andere Damen, von denen sich mir nur eine mit Namen vorstellte; jedoch nicht welche Funktion sie hat.
              Die Ärztin fragte mich, warum ich da sei. Ich sagte ihr, dass ich wegen der Blutergebnisse da wäre. Sie schaute kurz in die Akte und sagte, dass alles in Ordnung sei, wobei sie den Langzeiteisenspreicherwert nicht mitgetestet hätten. Das hat mich schon etwas stutzig gemacht.
              Danach wies ich sie noch auf meine Fructoseintoleranz und eine damit nicht ganz ausgewogene Ernährung hin. Daraufhin meinte sie, das Obst und Gemüse für die Haare überhaupt nicht wichtig seien, da nur Fleisch der nötige Nährstofflieferant wäre.
              Dann beugten sich alle drei über meinen Kopf und beurteilten meine Haare. Interessant war, dass sie erblichen Haarausfall überhaupt nicht in Betracht zog.
              Ich erzählte ihr noch von meinen Rheumawerten, die im Blutbild in der Vergangenheit mal auftauchten, jedoch auch in einer Rheumaklinik keine Diagnose gestellt werden konnte. Daraufhin verließ sie zusammen mit den anderen Beiden den Raum, ohne ein Wort zu sagen. Nach zehn Minuten kam sie ohne Erklärung wieder und fragte: "Hatten Sie eine Fehlgeburt?" Als ich ihr dies verneinte, war sie laut ihrem Gesichtsausdruck richtiggehend enttäuscht. Zur weiteren Untersuchung wollte sie eine Kopfhautbiopsie machen. Sie erklärte mir dazu nichts. Als ich sie fragte, ob das sehr schmerzhaft sei, schaute sie mich nur an, und meinte, was ich mir denken würden, natürlich sei so was schmerzhaft, aber man würde es schon überleben und nach zehn Tagen würden die Fäden gezogen.
              Alles in Allem hat sie mich ziemlich überrumpelt. Ich hoffe, sie war zu den nächsten Patienten feinfühliger.
              Mein Fazit: Derzeit sehe ich keine Veranlassung für diese Untersuchung.
              Mein Haarausfall hat sogar nachgelassen und immerhin habe ich auch kleine Haare, die wachsen. Wahrscheinlich werde ich nie eine tolle Haarpracht haben. Aber es gibt doch Schlimmeres im Leben.
              Leider habe ich momentan sehr viel Stress und einen richtig starken Neurodermitisschub, der auch meine Kopfhaut in Mitleidenschaft gezogen hat. Das ist für mich momentan viel nerviger.

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              • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


                Hallo Jana,

                herzlichen Dank für Ihren Bericht.
                Fragen:
                Haben Sie die Biopsie machen lassen? Ich hoffe nicht...
                Frage:
                Was dies eine Ärztin aus der Liste auf meiner Homepage? Wenn ja, wäre es nett, wenn Sie mir direkt per Mail über meine Homepage den Namen nennen würden. Bitte nicht hier veröffentlichen.
                Danke!

                Jenny Latz

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                • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


                  Hallo Frau Latz,

                  ich kann Sie beruhigen, es war keine Ärztin aus Ihrer Liste.

                  Ich habe mich gegen den Eingriff entschieden. Ausschlaggebend waren für mich mehrere Gründe.
                  1.) Wurde ich nicht ausreichend informiert und nahezu überrumpelt.
                  2.) Da die Untersuchung rheumatlogische Gründe haben sollte, verstehe ich nicht, warum ich nicht direkt bei dem Rheumatologen vorgestellt wurde.
                  3.) Nach der "Besprechung" mit der Ärztin sollte ich noch zur Blutabnahme. Mir wurden keine Gründe angegeben. Ich vermute, wegen etwaiger Rheumawerte im Blut.
                  Das Blutabnehmen fand in einem Durchgangszimmer statt, indem es von Patienten, diversen Ärzte und Arzthelferinnen wimmelte. Nachdem mir Blut abgenommen wurde und die Arzthelferin gerade beim Beschriften der Röhrchen war, fluchte sie auf einmal, dass sie mir zu wenig Blut abgenommen hätte. Daraufhin ging sie mit meiner Blutprobe zum Waschbecken! Dort schüttete sie von einem Röhrchen etwas in ein anderes.
                  Das fand ich so unhygienisch, dass ich mir nicht vorstellen möchte, wie es unter Stress im OP-Raum zugeht.

                  Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, könnte ich es mir kaum vorstellen. Diese Erfahrung wünsche ich niemandem.

                  Grüße
                  Jana

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                  • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


                    Also da kann ich Ihnen nur raten, sich bei einem anderen Dermatologen vorzustellen. Sorry!

                    Kommentar



                    • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


                      Hallo zusammen,

                      eigentlich hatte ich mich die letzten Monate nicht mehr intensiv mit meinem Haarausfall beschäftigt, sondern einfach versucht damit zu leben..

                      Der Zufall hat ergeben, dass ich jetzt einen neuen Anhaltspunkt habe. Wegen schon länger andauernden gyn. Problemen war ich bei einem Vertretungsarzt. Dieser hat bei mir einen Östrogenmangel (ich bin erst Mitte 20) festgestellt. Nun muss ich die Pille wechseln in der Hoffnung, dass sich das bei mir einpendelt. Außerdem riet er mir, dass ich auch eine Schildrüsenunterfunktion vom Facharzt ausschließen lassen soll.

                      Ende dieser Woche müsste ich nähere Ergebnisse haben. Ich bin wirklich gespannt, ob sich das Haarproblem doch noch bessert.

                      Jana

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                      • Re: Haarausfall - weitere Behandlung


                        dann melden Sie sich doch bitte nochmal... toi, toi, toi

                        Kommentar