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Operation einer Hypertrophen Analpapille wirklich notwendig?

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  • Operation einer Hypertrophen Analpapille wirklich notwendig?

    Sehr geehrte Frau Doktor,
    der Besuch meines Mannes beim Proktologen war eine Katastrophe und hat mich und meinen Mann leicht traumatisiert. Er war vor 8 Wochen das erste Mal da aufgrund von Schmerzen. Diagnose Analvenenthrombose, Salbe und abheilen lassen. Der Arzt sagte er hätte einen kleinen Knoten getastet, er solle sich keine Sorgen machen, in 8 Wochen zum nachschauen eine Enddarmspiegelung, das wäre eine kurze Untersuchung ohne Schmerzen. Aber keine Aufklärung über die Untersuchung oder was zu beachten wäre. Das hat mich schon gewundert, auch verwundert war ich, daß der Arzt nicht spezifizierte ob er eine Rektoskopie oder eine Proktoskopie vornimmt. Mein Mann hat sich nicht gewundert, wollte er den Termin einfach hinter sich bringen, damit er weiß alles ist okay. Dann der Untersuchungstag. Er kommt in die Praxis und bekommt einen Einlauf dann auf den Stuhl und los geht's. Nun war leider das Problem, dass die Untersuchung sehr wohl schmerzhaft war, es war eine Rektoskopie. Der Arzt fand eine Hämorride und meinte er könnte sie sofort behandeln, das wäre nur sehr leicht schmerzhaft und dauert eh nur zwei Minuten. Keine Aufklärung wie die Behandlung aussieht, welche Risiken oder sonst was. Mein Mann willigt also ein damit er das bloß hinter sich hat. Dann hat er bei der Behandlung plötzlich extreme Schmerzen. Der Arzt meint nur wäre gleich vorbei und zieht das gnadenlos durch. Mein Mann ist wirklich nicht empfindlich, er kann aufgrund mehrere OPs und einer chronischen Knieerkrankung mit Schmerzen umgehen, aber er meinte hinterher zu mir er dachte er springt an die Decke. Direkt nach der Behandlung wechselt mein Mann auf die Liege weil sein Kreislauf flöten geht. Der Arzt erklärte, wohlgemerkt obwohl mein Mann nicht aufnahmefähig war, er hat die Hämorrhoide behandelt (mit welcher Methode hat er auch nicht erklärt) und eine hypertrophe Analpapille gefunden. Er sollte einen Termin bei ihm machen (der Arzt ist zufällig auch leitender Chirurg der operationsabteilung) und dann wird die Analpapille abgetragen. Für die Frage warum das operiert werden soll war keine Zeit, der Arzt war nämlich nach seinem letzten Satz direkt verschwunden. Auch hat er meinen Mann nicht über mögliche Komplikationen der Hämorrhoiden Behandlung oder über irgendetwas was er im Nachhinein zu beachten hat oder ob er Schmerzen haben kann aufgeklärt. Welchen Grad die Hämorrhoide hatte wissen wir bis heute nicht, obwohl wir den Befund angefordert haben. Der Arztbrief ist ein Witz. Unter Befund steht einzig und allein: Hämorriden bei 7 Uhr. Unter Therapie steht dann: nach Barron und OP der Analpapille empfohlen. Am Auto angekommen, nahm ich meinen Mann in Empfang und er ist komplett zusammengeklappt und hat sich mehrfach übergeben. Er hatte den ganzen Tag wahnsinnige Schmerzen auch am After und meinte er fühle sich wie aufgespießt. Er konnte es nur mit starken Schmerzmitteln aushalten und war den ganzen Tag außer Gefecht. Die Schmerzen nahmen erst nach zwei Tagen langsam ab und jetzt sechs Tage später hat er immernoch ein permanentes Druckgefühl. Nach Recherche und der Recherche einer Freundin (Krankenschwester) in der Fachliteratur können wir beim besten Willen nicht verstehen warum der Arzt operieren will. Mein Mann hatte bis auf die Schmerzen der Analvenenthrombose damals keine Beschwerden und seit diese Abgeheilt ist, ist er wieder absolut Beschwerdefrei. Mein Mann möchte die Operation auf keinen Fall machen, schon gar nicht bei diesem Arzt. Gibt es einen Grund Beschwerdefreie hypertrophe Analpapillen zu operieren?
    Mit besten Grüßen


  • Re: Operation einer Hypertrophen Analpapille wirklich notwendig?

    Mein Rat: holen Sie eine zweite Meinung ein bei einem anderen Fachkollegen, denn das Vertrauensverhältnis ist ja (nachvollziehbar!) nicht vorhanden.
    Eine einfach unkomplizierte hypertrophe Analpapille erfordert KEINE Therapie.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Operation einer Hypertrophen Analpapille wirklich notwendig?

      Vielen Dank für Ihre Antwort Frau Dr. Wir werden die Operation nicht durchführen lassen. Sollten nochmal Beschwerden irgendeiner Art auftreten, wird er einen anderen Facharzt aufsuchen.
      Mfg

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      • Re: Operation einer Hypertrophen Analpapille wirklich notwendig?

        Hallo Domenika,
        ich kenne solch traumatische Behandlung nur zu gut. Es ist schrecklich und Schmerzen in diesem Bereich sind ebenfalls der Horror. In welcher Stadt hat das stattgefunden?

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        • Re: Operation einer Hypertrophen Analpapille wirklich notwendig?

          Das war in Köln.

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