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Analfistel nach zweiter OP

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  • Analfistel nach zweiter OP

    Hallo liebe Forenmitglieder und Experten,

    ich versuche hier mal knapp meine Geschichte zusammenzufassen.

    Vorweg: mir geht es eher um eine zweite Meinung bzw. Erfahrungen, wie ich mit der Situation umgehen soll.

    Ich bin jetzt 34 und hatte ursprünglich relativ früh mit Hämor. zu tun, ca. ab meinem 15. Lebensjahr. Diese habe ich nie behandeln lassen und wahrscheinlich in dem Zusammenhang eine chronische Analfissur entwickelt. Diese wurde 2009 operiert inkl. Enfernung von Hämor., danach war erst einmal ein paar Jahre Ruhe. Ca. 2012/13 hatte ich ein paar Tage lang extremen Durchfall und danach direkt sehr festen Stuhlgang bzw. Verstopfungen. Dabei ist die Fissurnarbe wieder aufgerissen. Seit dem ist der Riss in immer kürzeren Abständen wieder aufgegangen und hate mich ab 2016 4 - 6 Monate im Jahr auf Trab gehalten.

    Gemeinsam mit dem Proktologen haben wir das immer wieder zum Abheilen gebracht. Ich tue seitdem alles was ich kann (zu 90 % weicher Stuhlgang, kein Klopapier, Reinigung mit Duschbrause morgens und abends) Vor einem Jahr fing der Bereich dann an zu nässen und ist nicht mehr abgeheilt: Fistel!

    Im September 2018 hat der Doc beschlossen zu operieren und die Fistel, die er nur oberflächlich vermutet hat, ausgeschält. Die Wunde hat nach der OP sofort wieder angefangen zu nässen, Konsistenz und Geruch genauso wie vor der OP. Doc meinte das wäre Fibrin, nach 3 Monaten weiternässen kamen ihm dann auch Zweifel:

    Stuhlprobe: Leichter "Pilzbefall" im Darm, Überweisung an Gastroenterologen mit dem Ergebnis, dass der Pilz fast normal wäre, Magen- und Darmspiegelung zur Sicherheit gemacht: kein Befund

    MRT: Verbliebenes Fistelgewebe 5 x 2mm außen am After, eigentlich nichts kompliziertes; tieferliegende Abszesse oder weitere Fistelgänge konnten nicht gefunden werden; soweit ich weiß gibt es kein genaueres Verfahren, um zu untersuchen, ob "irgendwo noch was ist"

    Da der Bereich so klein war, wollte der Doc nicht wieder operieren und wir haben erstmal wieder mit Sitzbädern etc. gearbeitet.

    Ende Januar 2019 habe ich ihn mangels Besserung sozusagen überredet nochmal zu operieren. was vor einer Woche erfolgt ist. Nachdem nun die Blutung etc. schon abgeklungen ist und die Heilung eingesetzt hat, ist der Moment gekommen, vor dem ich Angst hatte: die Wunde nässt erneut exakt so, wie vor der OP.

    Ich vertraue dem Arzt und die OP in 2018 hat schon wesentliche Besserung gebracht. Ich habe keine Schmerzen mehr und die alte Fissurnarbe hat er auch nochmal ausgeschält, so dass ich nun keine Probleme mehr damit habe. Meine verbliebenen Symptome sind das Nässen (Sekret, nahezu geruchslos) und dass es bei körperlicher Anstrengung sofort anfängt zu jucken und etwas zu brennen. Mit Sitzen habe ich kaum Probleme. Ich habe einen einigermaßen stressigen Job mit viel (finanzieller) Verantwortung. Zum Ausgleich habe ich immer versucht so viel Sport wie möglich zu treiben, aber seit nunmehr 9 Monaten geht da eben nichts mehr...Da sich nun abzeichnet, dass auch die zweite OP nicht den gewünschten Erfolg bringen wird, bin ich etwas ratlos und niedergeschlagen, wie das alles weitergehen soll. (Ich weiß, es kann sein, dass es abheilt, aber da es wirklich zu 110 % vergleichbar ist, wie vor einem halben Jahr, bin ich skeptisch). Ich dokumentiere mittlerweile alles fotografisch, deswegen habe ich auch den direkten Vergleich...

    Lohnt es sich hier eine zweite Meinung einzuholen? Wie gesagt, ich vertraue dem Arzt "blind", er konnte mir bisher immer helfen. Soll ich das immer wieder operieren lassen, bis es weg ist oder sollte man das Problem akzeptieren, wenn der Leidensdruck nicht so groß ist. Es gibt Schlimmeres, aber das perfide an der Geschichte ist, dass die Psyche ganz langsam mit vor die Hunde geht, da ich im Moment auch meiner Position im Job nicht entsprechend gerecht werden kann... von Urlaub, Sport, etc. ganz zu schweigen.

    Ich bin dankbar für jeden Erfahrungswert und auch dafür, dass ich hier mal meine Geschichte posten kann.

    Grüße






  • Re: Analfistel nach zweiter OP

    Sie können im Moment die Aktusituation und Heilung nur abwarten ! Ich würde ganz dringend zum Einholen einer zweiten Meinung raten, am besten warten Sie aber noch 1-2 Monate, weil man im größeren Abstand zur erneuten Operation m.E. eine bessere Beurteilung abgeben kann.
    MfG
    Dr. E. S.

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