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Analfissur mit nur wenig Schmerzen

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  • Analfissur mit nur wenig Schmerzen

    Ich (m27, 82kg, 184cm) leide seit etwa 20 Tagen unter Schmerzen im Afterbereich. Der Schmerz ist eher dumpf und störend aber auszuhalten. Er kommt immer nach dem Stuhlgang. Der Stuhlgang an sich ist eher schmerzarm. Ich hatte einmal „mehr“ Blut an Toilettenpapier.


    Ich ich war daraufhin gestern beim Proktologen. Dieser stellte bei der Tastuntersuchung eine Analfissur fest. Eine weitere Untersuchubg mit medizinischen Hilfsgeraten wollte er mir nicht zumuten. Als er dann rektal auf die Fissur gedrückt hat, hat es dann wirklich zerreißend wehgetan.

    Ich habe jetzt für 6 Wochen eine Diltiazem-Creme verschrieben bekomme, die ich 3 mal täglich anwende. Außerdem nehme ich bereits seit 7 Tagen Flosamenschalen zu mir, trinke viel und Dusche mich nach dem Stuhlgang ab.

    Nun meine Frage: Kann es sein, dass es sich noch um eine akute, und nicht um eine chronische Analfissur handelt, obwohl ich nicht so starke Schmerzen habe? Kann ich parallel zu der Salbe Prorepatin anwenden?

    Zu der Salbe an sich: Ich habe meine Schwierigkeiten den Fissur-Punkt genau zu lokalisieren. Ich weiß, dass er bei 6 Uhr ist, nicht aber, ob ich ihn wirklich treffe. Wie weit muss ich mit dem Finger in den After?

    Bereits jetzt schon vielen Dank für die Antwort.

    Beste Grüße


  • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

    Man kann von einer akuten Fissur ausgehen !
    Halten Sie sich jetzt genau an die Empfehlungen des Kollegen. Die Salbe müssen Sie sehr dünn auftragen, die Lokalisation eben so gut es geht, den Finger mit der Salbe etwas 1 cm in den Schließmuskel einführen, dann sollte die richtige Stelle gut erreicht werden.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

      Hallo zusammen,

      auch bei mir wurde eine kleine Analfissur diagnostiziert und ebenfalls die Behandlung mit der o.g. Diltiazem Hydrochlorid Creme verordnet.

      In der Apotheke war man verwundert, dass der behandelnde Arzt eine Konzentration von lediglich 0,06 (g?) Diltiazem Hydrochlorid gewählt hat, während die übliche Herstellungsweise wohl in der Dosierung mit der zehnfachen Menge des Wirkstoffs (also 0,60 g) erfolgt. Auf Nachfrage gab der Arzt an, dass er dies immer so verschreibt.

      Macht dies aus Ihrer Sicht Sinn oder kann die (zu) geringe Dosierung nicht sogar den Behandlungserfolg gefährden?

      Unabhängig davon wäre für mich interessant, ob Sie nicht grds. eher zu entsprechenden Nitrosalben (Rectogesic) raten würden? Im Internet habe ich zudem von guten Behandlungserfolgen mit einem Hydrokolloid-Gel, das das Antiseptikum Polyhexanid enthält (Valoproct®), gelesen. Dies scheint aber nirgendwo lieferbar zu sein. Was halten Sie davon?

      Vielen Dank und viele Grüße!

      PS: Ich bin bei der Online-Recherche auch noch auf den folgenden Artikel zu einem Gastroenterologen-Kongress aus dem Jahr 2007 gestoßen ("Dehnen verboten!"). Ist dies aus fachlicher Sicht zwischenzeitlich überholt? http://www.magendarm-zentrum.de/imag...alfissuren.pdf

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      • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

        Versuchen Sie doch die niedrig dosierte Salbe zunächst einmal.
        Die Rektogesicsalbe hat ein deutliches Nebenwirkungsprofil mit Kopfschmerzen, ganz im Gegensatz zu Diltiazem.
        MfG
        Dr.E.S.

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        • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

          Update von mir:
          Der leichte, dumpfe, krampfartige Schmerz ist nach wenigen Tagen verschwunden. Dieser Zustand hält zwar an sich an, jedoch etwa jede 10-12 Tage kommt es wieder zu einer Zunahme der an sich abgeklungenen Beschwerden, gefühlt zu einer Verkrampfung der Schließmuskels, der diesen dumpfen Schmerz verursacht. Nach 1-2 Tage ist es dann wieder in Ordnung. Blutungen oder ähnliches sind nicht mehr aufgetreten.

          Ich habe nun aber große Angst, dass ich operiert werden muss, da trotz 6-wöchiger Behandlung offensichtlich eine vollständige Heilung noch nicht eingetreten ist. Ich weiß nicht, was ich neben ballaststoffreicher Ernährung, ausgeprägter Analhygiene und Salben-Therapie noch machen soll.

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          • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

            Mehr können Sie nicht machen !
            Sie brauchen Geduld, eine Fissur sollte operiert werden, wenn nach Monaten mit konservativer Therapie (Salben, Stuhlregulierung) keine Abheilung eingetreten ist. Bei chronischen Fissuren steht dann oft der Schmerz nicht mehr im Vordergrund, sie sind relativ symptomarm.
            MfG
            Dr. E. S.

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            • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

              Hallo Frau Dr. Schönenberg,

              ich melde mich nach einem Update: ich habe eine chronische Analfissur auf 6 Uhr mit Sekundärveränderungen. Auch nach mehrmaliger Salbentherapie und Stuhlregulierung ist keine Heilung eingetreten.
              Außerdem habe ich eine akute Analfissur auf 12 Uhr, die aber wohl immer wieder abheilt.
              Die Schmerzen stehen bei mir nicht im Vordergrund, sondern die Angespanntheit des Sphinkter, der an mehreren Tagen der Woche oft mehrere Stunden verkrampft ist. Das ist einfach unangenehm, störend und nervig.

              Ich war heute wieder beim Proktologen, um über eine OP zu reden. Also zwei Fissuren, die aber wohl nicht zu tief reichen, weil nur geringe Beschwerden und Schmerzen bestehen. Er würde dennoch eine Fisurektomie durchführen. Er würde auch empfehlen beide Fissuren zu operieren. Dabei besteht aber wohl ein höheres Komplikationsrisiko.

              Ich tendiere daher eher dazu erst die chronische Fissur operieren zu lassen, mit der Hoffnung, dass auch die akute dann abheilt. Wie sehen Sie das? Mir ist dabei bewusst, dass mir damit auch eine zweite Operation droht.

              Die zweite Frage ist, ob Sie direkt postoperativ eine Nitrit-Salbe empfehlen würden?

              Beste Grüße

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              • Re: Analfissur mit nur wenig Schmerzen

                Die Entscheidung zur Operation ist sicher richtig, KEINESFALLS Nitrosalbe nach der Operation anwenden !
                Die Größe des Eingriffs können letztlich nur Sie selber bestimmen, ich würde aber auch eher den kompletten Eingriff bevorzugen.
                MfG
                Dr. E. S.

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