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Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

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  • Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

    Guten Abend.

    Letzten Mittwoch, am 19.11.2014 wurden meine H. Grad 2-3 nach Longo operiert.

    Auf den Verlauf danach möchte ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen,
    weil es jetzt nicht mein vordergründiges Thema ist. Nur soviel, ich würde sagen,
    dass es ein normaler Verlauf war mit den üblichen Schmerzen,
    die jedoch mit ausreichend Schmerzmittel irgendwie auszuhalten waren.
    Was aktuell noch bleibt, ist das Druckgefühl, die Stressinkontinenz und ein
    ungewohnt häufiger Stuhldrang.

    Aber jetzt zu meinem eigentlichen Thema. Nach dem ich heute zum zweiten Mal
    Stuhlgang hatte, war ich doch ziemlich geschockt vom "Tastergebnis" und später
    auch von der Sichtkontrolle. Die H.-Situation war heute fast ähnlich ausgeprägt,
    wie kurz vor der OP. Und das bedeutet, dass ich mir diese OP mit all dem Aufwand
    und den Schmerzen auch hätte sparen können.
    Aber wie kann das sein? Müsste nicht nach dieser OP eine klare Verbesserung zu sehen sein?
    Oder kann sich das im Heilungsverlauf noch erheblich verbessern?
    Wie gesagt, falls nicht, war diese OP umsonst.

    Meine Frage ist, ob jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat und wie die Lösung aussah.

    Vielen Dank im Voraus für einen guten Rat.





  • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

    Der Operationserfolg lässt sich auf keinen Fall ertasten oder von außen einschätzen ! Sie haben sicher äußere Schwellungen nach der Operation gesehen, machen Sie sich bitte keine großen Sorgen. MfG Dr.E.S.

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    • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

      Guten Tag Fr. Dr. Schönenberg,

      vielen Dank erst mal für die schnelle Antwort.

      Ich verstehe, was Sie ssagen, da die OP ja "innen" stattfand.

      Dennoch ist es so, dass, speziell nach einem Stuhlgang,
      H. aus dem After hervorkommen, nach wie vor.
      Das kann man sehr gut ertasten und auch sehen.
      Und das in einer Ausprägung, die sich nur unwesentlich von der Situation unterscheidet,
      wie sie vor der OP war.

      Deshalb bitte ich Sie, mir noch kurz drei Fragen zu beantworten.

      1. Kann es sein, dass einfach zu wenig Schleimhaut herausgenommen wurde?
      2. Wenn ja, wie könnte Ihrer Einschätzung nach die Korrektur aussehen?
      3. Kann eine OP nach Longo wiederholt werden (sind die Klammern hier ein Problem?) ?

      Vielen Dank noch mal für Ihre Mühe.

      MfG




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      • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

        Eine Korrektur Opration nach Longo ist prinzipiell nach einiger Zeit möglich, oft aber kompliziert. Sie sollten aber dringeng erst einige Zeit und die komplette Heilung abwarten, um auch dann eine Besserung der Symptome beurteilen zu können. MfG Dr.E.S.

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        • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

          Zitat: Die H.-Situation war heute fast ähnlich ausgeprägt, wie kurz vor der OP. Hallo Kukuul, zu Ihrer Frage: "Meine Frage ist, ob jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat und wie die Lösung aussah." Sie Glücklicher! Ich hatte vor der OP 1 Hämo äußerlich und 1 Mariske. NACH der OP hatte ich plötzlich 5 große Hämos und ein paar kleinere äußerlich, die ich zuvor nicht hatte. Und auch 3 Wochen nach der OP sind die neu gebildeten Hämos unverändert da. Ich dachte auch erst, dass sind Schwellungen w/ OP und Wunde ... Morgen habe ich Termin in einer Klinik (nicht in der operierenden, denn die fühlen sich für die Nachsorge nicht zuständig). Bei mir (Milligan-Morgan-OP) blutet es auch 3 Wochen nach der OP noch beim Stuhlgang, ich habe stechende Schmerzen, Juckreiz von den Hämos wie ich ihn nie hatte, etc. Alles was man mir vor der OP erzählt hat, hat sich als sehr beschönigt herausgestellt. Es hieß 2 - 3 Wochen AU. Bin jetzt bereits 3,5 Wochen zu Hause und noch eine weitere Woche AU geschrieben. Eine Ende ist nicht in Sicht. Wenn ich nur 1 x am Tag Stuhlgang habe, dann geht's, heute hatte ich 3 x innerhalb von 12 Stunden optimalen Stuhlgang (also weicher Stuhl, ohne pressen oder drücken zu müssen) - trotzdem, danach ist man fix und fertig, der Schmerz tobt stundenlang. Es hieß: Es wird jeden Tag ein bißchen besser. Ja, der Wundschmerz, aber der Rest nicht. (Stuhlgang und Säuberung). Mit Ausduschen bekommt man gar nichts sauber, da müsste man schon einen Hochdruckstrahler nehmen um zwischen den Falten der vielen Hämos alles sauber zu bekommen. Mit Sitzbad geht es besser, aber ganz sauber bekommt man es auch nicht. Ob es eine Lösung gibt w/ der neuen Hämos kann ich Ihnen evtl. morgen sagen. Bin gespannt, was der Arzt im KKH meint. Seit meiner OP habe ich keinen Proktologen gesehen. Aber das ist ein anderes Thema (fehlende Nachsorge). Tja, an der OP verdient man gut, an der Nachsorge eben nicht. Viele Grüße Jerusha

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          • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

            Hallo Kukuul, zu Ihrer Frage: "Meine Frage ist, ob jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat und wie die Lösung aussah." Sie Glücklicher! Ich hatte vor der OP 1 Hämo äußerlich und 1 Mariske. NACH der OP hatte ich plötzlich 5 große Hämos und ein paar kleinere äußerlich, die ich zuvor nicht hatte. Und auch 3 Wochen nach der OP sind die neu gebildeten Hämos unverändert da. Ich dachte auch erst, dass sind Schwellungen w/ OP und Wunde ... Morgen habe ich Termin in einer Klinik (nicht in der operierenden, denn die fühlen sich für die Nachsorge nicht zuständig). Bei mir (Milligan-Morgan-OP) blutet es auch 3 Wochen nach der OP noch beim Stuhlgang, ich habe stechende Schmerzen, Juckreiz von den Hämos wie ich ihn nie hatte, etc. Alles was man mir vor der OP erzählt hat, hat sich als sehr beschönigt herausgestellt. Es hieß 2 - 3 Wochen AU. Bin jetzt bereits 3,5 Wochen zu Hause und noch eine weitere Woche AU geschrieben. Eine Ende ist nicht in Sicht. Wenn ich nur 1 x am Tag Stuhlgang habe, dann geht's, heute hatte ich 3 x innerhalb von 12 Stunden optimalen Stuhlgang (also weicher Stuhl, ohne pressen oder drücken zu müssen) - trotzdem, danach ist man fix und fertig, der Schmerz tobt stundenlang. Es hieß: Es wird jeden Tag ein bißchen besser. Ja, der Wundschmerz, aber der Rest nicht. (Stuhlgang und Säuberung). Mit Ausduschen bekommt man gar nichts sauber, da müsste man schon einen Hochdruckstrahler nehmen um zwischen den Falten der vielen Hämos alles sauber zu bekommen. Mit Sitzbad geht es besser, aber ganz sauber bekommt man es auch nicht. Ob es eine Lösung gibt w/ der neuen Hämos kann ich Ihnen evtl. morgen sagen. Bin gespannt, was der Arzt im KKH meint. Seit meiner OP habe ich keinen Proktologen gesehen. Aber das ist ein anderes Thema (fehlende Nachsorge). Tja, an der OP verdient man gut, an der Nachsorge eben nicht. Viele Grüße Jerusha

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            • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

              Hallo Jerusha,

              Ihre Geschichte hört sich sehr dramatisch an. Das tut mir sehr leid für Sie.
              Verglichen damit, habe ich es wohl mit meiner Geschichte besser angetroffen,
              nachher=vorher.

              Allerdings reden wir ja hier auch von ganz unterschiedlichen OP-Methoden.
              Ich weiss von Fällen nach Milligan-Morgan, die zwar schmerzhaft und langwieriger,
              aber letztlich gut verlaufen sind. So hoffe ich, dass auch Sie bald ein gutes Ende
              finden werden.

              Ich habe für mich bereits beschlossen, dass ich nach der vollständigen Abheilung
              meinen Fall in einem Enddarm-Zentrum beurteilen und ggf. korrigieren lasse.

              Ich hoffe, dass für die Korrektur die HAL-Methode, die RAR-Methode oder eine
              andere unblutigere, weinger schmerzhafte Methode in Frage kommt.

              Da werde ich mich in nächster Zeit erkundigen. Vermutlich wäre ein Enddarm-Zentrum
              von vorne herein die bessere Wahl gewesen. Aber schlau ist man immer erst hinterher.

              Viel Glück für Ihre Untersuchung morgen.

              Viele Grüße

              Kukuul






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              • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

                Hallo Kukuul, herzlichen Dank für die guten Wünsche. Ja, die Wundheilung bei MM ist langwieriger. Nur war es bei mir so, dass ich am Anfang weniger Beschwerden hatte als jetzt, d.h. anfangs wurde es besser, der Wundschmerz (den ich nicht als so heftig empfand), wurde weniger und war dann ganz weg. Dann bekam ich plötzlich Schmerzen erst eine halbe bis eine Stunde nach dem Stuhlgang. Des Rätsels Lösung: Die Spannung des Schließmuskels ist zu hoch. Das hatte auch die nachbehandelnde Ärztin der operierenden Klinik (keine Proktologin!) beim Kontrolltermin nach 8 Tagen festgestellt und mir 3 Globulis gegeben !!! Nein, ich war nicht beim Wunderheiler oder beim Heilpraktiker, sondern in einer anerkannten, schulmedizinischen Chirurgie, die auf Darm- und Venenerkrankungen spezialisiert sind und in einer Klinik operiert. Durch die hohe Spannung im Schließmuskel, die sich nach dem Stuhlgang bei mir einstellt, entsteht der Schmerz und kam es zwischenzeitlich auch zu einer Fissur. Jedenfalls wurde mir mit einer Salbe geholfen. Der Arzt erzählte mir auch, was er feststellte. Die nachbehandelnde Ärztin in der operierenden Klinik durfte mir absolut nichts, wirklich nichts, zu den Wunden oder dem Heilungsstand sagen, da sie nicht operiert hat. Bei den neuen "Hämos" handelt es sich bei mir zum Teil um Analvenenthrombosen. Hier muss man abwarten, was zurück bleibt. Ich hoffe nichts. In der Klinik heute wunderte man sich, dass die MM angewandt wurde. Nunja, ich habe gelesen, dass es die bessere Methode ist, da es damit seltener zu erneuter Hämo-bildung kommt. Und ich will die nächsten 50 Jahre Ruhe haben :-). Ja, hinterher ist man immer schlauer. Aber wenn man erst einmal beim Proktologen ist und dieser dringend zu einer OP rät, die Formulare zückt usw., dann ist man - so ging es zumindest mir - erstmal überrumpelt. Ich wüsste auch gar nicht, wo es hier ein Enddarm-Zentrum gibt. Mein Hausarzt hatte mich zu dieser Praxis geschickt und ich habe darauf vertraut, dass es schon die richtige sein wird. Ich denke, in Zukunft schickt er dort niemanden mehr hin. Da lief Vieles völlig daneben. Ich wurde z.B. auch zwei Stunden nach Darmspiegelung und anschließender OP (unter Kehlkopfmaskennarkose) richtiggehend hinausgeworfen. Zu dem Zeitpunkt konnte ich weder schon geradeaus gehen noch richtig sprechen und hatte fürchterliche Magenschmerzen. Das hat aber niemand interessiert. Bin dann auf dem Nachhauseweg im Auto kollabiert. So etwas habe ich noch nirgends erlebt, und ich hatte schon ein paar ambulante OPs. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass sich eine Nachbehandlung bei Ihnen erübrigt. Die Seite fand ich ganz interessant. Vielleicht hilft sie Ihnen weiter. http://www.edze.de/thrombose.html Auszug: Ursachen .... Lediglich nach analen Operationen und Interventionen kann es zu einer Rückflussstörung des Blutes kommen, die dann zur Spontangerinnung, zur Thrombose führt. Viele Grüße Jerusha

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                • Re: Missglückte Hämorrhoiden-OP nach Longo

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