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Analvenenthrombose (Rückbildung)

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  • Analvenenthrombose (Rückbildung)

    Hallo! Ich habe seid genau zwei Wochen eine Analvenenthrombose. Zuerst viel mir nur ein kleiner Knubbel (am Afterrand aber auch teilweise innenliegend) auf, nach 2-3 Tagen schmerzte er. Am 5ten oder 6ten Tag war ich bei einer ärztlichen Bereitschaftspraxis weil das ganze dann doch unangenehm wurde. Der Arzt dort erklärte mir es handelt sich um einen Abszess und verwies mich weiter ins Krankenhaus. Ich war also in der chirurgischen Ambulanz einer Uniklinik. Dort klärte mich die Chirurgin darüber auf dass es sich um eine Analventhrombose handelt. Sie bot mir an zu schneiden falls die Schmerzen sehr stark seien was aber nicht notwendig sei. Also entschloß ich mich dazu nicht aufschneiden zu lassen. Sie gab mir eine Salb gegen die Schmerzen mit, Xylocain Gel, was super geholfen hat. Außerdem erklärte sie mir ich könne es kühlen und ich soll den Knubbel immer wieder nach innen schieben (begründete das irgendwie mit das Blut würde ansonsten nicht abtransportiert werden können o.ä.). Ich fühlte mich anschließend bestens behandelt. Sie sagte mir, falls der Knubbel innerhalb des nächsten Tages größer werden sollte und stark schmerzt soll ich am besten doch vorbei kommen um ihn öffnen zu lassen, wahrscheinlicher wäre aber dass er am nächsten Tag schon wieder verschwindet. Das war also vor ca. einer Woche. Der Knubbel schmerzt nicht mehr, ist weich, und bereitet eigentlich keinerlei Probleme. Allerdings war ich heute joggen (sie sagte mir ich solle 2-3 Tage ruhen). Und seitdem ist der Knubbel wieder größer.

    Ich habe dazu ein paar Fragen:

    1. Ca. 1/3 des Knubbel liegt außerhalb der Rest innerhalb. Ist es korrekt dass ich den Knubbel vom Afterrand nach innenschieben soll? Ist es nicht schädlich wenn man daran immer wieder "rumspielt"?

    2. Ich lese überall es dauert ca. 2-3 Wochen bis die Thrombose wieder verschwunden ist. Die Chirurgin sagte mir ja auch sie verschwinde innerhalb der nächsten Tage. Ist es normal dass nach abklingen der Schmerzen die Thrombose überhaupt nicht an Umfang verliert und wie heute evtl auch wieder größer werden kann?

    3. Was kann ich machen damit sie sich zurückbildet?

    4. Kann ich solange die Thrombose vorhanden ist Sport treiben?


    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Vielen Dank und beste Grüße

  • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)


    Hallo Haferflocke,

    meine Meinung ist, dass es
    1. keinen Sinn macht, einen Thromboseknoten immer wieder nach innen zu verschieben.
    2. Ein Thromboseknoten kann sich langsam verkleinern, kann sich aber auch durch neue Thrombosierungen wieder vergrößern. Manchmal erfolgt die Rückbildung deshalb nicht so schnell, wie man es gerne hätte. Dann hilft nur Geduld, und
    3. alles Pressen beim Sport und Stuhlgang sollte vermieden werden. Ist der Stuhl zu hart, muss man dafür sorgen, dass er weicher, aber nicht breiig, wird. Äußerlich kann das Auftragen einer Heparinsalbe hilfreich sein.
    4. Gegen sportliche Bewegung ist nichts einzuwenden, gegen Kraftsport aber schon. Überanstrengung und Bauchpresse sollten unterbleiben.

    Gruß - und trotz allem ein schönes Wochenende!
    Mörlinger

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    • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)


      Ich rate ab, die Analthrombose mmer zurückzuschieben, nach meiner Erfahrung sind häufige Manipulationen ungünstig. Die Rückbidung dauert meist einige Wochen, entscheidend ist die Größe der AVT. Sport, insbesondere Kraftsport und Joggen sind im Moment ungünstig, ich empfehle eine Pause von 3-4 Wochen. Ansonsten scheint der Verlauf ja regelrecht und adäquat.
      Mfg
      Dr. E. S.

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      • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)


        Hallo und vielen Dank für Ihre Antworten. Die Thrombose hatte ca. einen Durchmesser von 0,5 cm. Ich bin verunsichert weil sie sich noch gar nicht verkleinert hat und ich davon ausgehe dass sie nicht von einen auf den anderen Tag verschwindet schätze ich dass es noch einige Wochen dauern kann. Zum Glück bereitet sie keine Probleme. Aber ich befürchte dass sich die Haut wenn sie einmal über einen so langen Zeitraum ausgedehnt war gar nicht mehr richtig zurückbildet. Sollte ich zu einem bestimmten Zeitpunkt evtl doch nochmal einen Arzt deshalb aufsuchen? Sagen wir nach insgesamt vier oder mehr Wochen ohne dass sie sich verkleinert hat? Würde es dann nicht evtl doch Sinn machen sie irgendwann noch aufzuschneiden, zu entfernen, o.ä.?

        Zum Sport: ich habe einen Bürojob und sitze viel, daher gehe ich zum Ausgleich in zügigem Tempo jeden Tag zwei mal ca. 30-60 Minuten mit dem Hund spazieren. Ist das der Rückbildung schon hinderlich?

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        • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)


          Den sportliche Ausgleich sollten Sie beibehalten, dabei wird ja kein Druck auf den Beckenboden ausgeübt.
          Die Eröffnung einer AVT ist nur in den ersten Tagen sinnvoll, weil man dann das "frische" Gerinnsel gut und einfach enternen kann. Nach ca. 1 Woche ist der Befund organisert, also umgebaut, ein Einschnitt ist dann sinnlos.
          MfG
          Dr. E. S.

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          • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)


            Dann werde ich mich jetzt wohl in Geduld üben müssen. Vielen Dank nochmals für die Antworten. Toller Service!

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            • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)

              Hallo ich habe heute einen Eingriff gemacht bekommen und wurde geschnitten. Die Schmerzen lassen etwas nach...aber der Knoten ist noch immer da, nicht mehr ganz so extrem aber noch da. Meine Frage geht der noch weg? Oder muss ich nochmal hin? Möchte dies eigentlich vermeiden. Ich wäre für Ihre Antworten dankvar

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              • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)

                Manchmal besteht nach dem Eingriff eine starke Schwellung der Umgebung, die man mit der Analthrombose verwechseln könnte. Wenn Sie wirklich den Eindruck haben, dass sich eine neue AVT gebildet hat, stellen Sie sich nochmal ärztlich vor, denn es gibt auch frühe Rückfälle. MfG Dr. E. S.

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                • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)

                  Hilfe !! Liebe Frau Doktor Schönenberg, ich habe einen kleinen Knubbel etwas größer als ein Kirschkern am After bzw eher ein Stück "innen" , der Knubbel blutet nicht, lässt sich verschieben ,leichte Schmerzen nur beim draufdrücken. Kann das eine Analthrombose sein ? Kann diese durch Kälte enstehen ? Habe vor 10 Tagen 10 Minuten bei Eiseskälte auf einem Stein gesessen und auf ein Taxi gewartet. Ich habe Angst dass es sich um einen Krebstumor handelt weil eine Thrombose doch höllisch schmerzen muss oder ? In einem anderen Forum schrieb man dass kleinere Thrombosen durchaus relativ sympthomfrei verlaufen können. ich schmiere mir Heparin drauf, aber viel kleiner ist der Knubbel nicht geworden, aber auch nicht größer, kann es eine längere Zeit dauern ? LG

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                  • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)

                    HemaPRO gegen Hämorrhoiden - http://shytоbuy.de Von all den Prоdukten, die ich ausprobiert, muss ich sаgen, das ist das Beste.

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                    • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)

                      Da hätte ich diesbezüglich zu dem Thema eine Frage , und zwar ist letzte Woche Freitag mir das selbe passiert das sich eine auch bei mir gebildet hat, die wiederum Montag Nachmittag geplatzt ist, ich versuche die Wunde steril zu halten wie ich kann,jetzt zur eigentlichen Frage sollte ich dennoch zum Arzt und schauen lassen ob alles raus ist aus der Wunde? Und kann das Blutgerinnsel wandern ? Und was für Folgen könnten auftreten wenn doch nicht alles raus ist ? Schmerzen an sich habe ich keine, nur wenn ich mich länger bewege was ich auf der Arbeit leider muss und es brennt ein wenig , hab halt nur Angst vor den Folgen die kommen könnten wenn es welche gibt ,,, mit freundlichen Grüßen

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                      • Re: Analvenenthrombose (Rückbildung)

                        Und es blutet was, hauptsächlich schmierblutung

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