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Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

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  • Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

    Hallo Forum:-)

    Ich habe mich hier angemeldet um meine Erfahrungen mit meiner Hämorrhoiden Op nach Milligan Morgan zu teilen,da man im Internet fast nur Negativ Beispiele findet und Ich mich außer bei Ärzten natürlich auch,wie es fast jeder macht im Internet in Foren schlau gemacht habe um persönliche Meinungen zu hören.
    Wer die Vorgeschichte auslassen will kann direkt zu meiner Op scrollen:-)
    Erstmal zu mir.
    Ich bin 35 Jahre alt,bin 184cm groß und wiege zZ. 93 Kilo.leichtes Übergewicht:-) Ich muss dazu sagen, dass ich an Colitis Ulcerosa seit 20 Jahren leide.Hat zwar mit den Hämorrhoiden direkt nix zu tun.Allerdings meinte mein Hausarzt,dass ich die hämos wohl davon habe,weil Ich durch die Krankheit öfter Bauchkrämpfe habe und dadurch automatisch auf der Toilette mehr Drücke als gesund ist...
    Vorgeschichte zur Op.
    Vor zwei Jahren machten sich die Dinger bei mir zum ersten mal bemerkbar.Ich habe zwar nicht wie viele von euch mit jucken,brennen oder Sitz Problemen zu Kämpfen gehabt.Bei mir war es mehr der starke Blutverlust.
    Ich hatte über Wochen erst leichte Blutungen auf der Toilette, die dann immer häufiger und auch stärker wurden.
    Bin dann zu meinem Hausarzt. Der hat mir Blut abgenommen und schob die Blutungen auf meine chronische Darm Entzündung. Ich habe ihn da schon drauf hingewiesen, dass ich mir das nicht vorstellen kann, da ich einen eher ruhigeren Verlauf der colitis habe und aufgrund dieser so gut wie nie Blutungen hatte. Mein alter Hausarzt war in Rente gegangen und er hatte die Praxis erst ein halbes Jahr vorher übernommen...
    Mein Blutbild ergab dann einen sehr niederringen Hämoglobin wert von 9. Also ab zur Spiegelung. Es bestätigte sich, dass die Blutungen nicht von der colitis stammen, sondern von Hämorrhoiden dritten Grades.....
    Mein Fehler war, dass Ich gesagt habe, dass ich mit der Op warten möchte...
    Vor 5 Monaten fing es wieder an zu bluten und das ging wieder über Wochen. Ich dachte das hört schon wieder auf, wie beim letzten mal...Tat es aber nicht.Ergebnis war,dass ich vor 8 Wochen in die Notaufnahme gekommen bin,weil Ich in der Arbeit umgekippt bin.Die Ärzte Haben dann Blut abgenommen und einen Hb wert von 7,9 gemessen.
    Bin dann krank geschrieben worden und erstmal,was Ich bis heute nicht verstanden habe nach Hause geschickt worden...Aber gut.
    Jetzt zur Op.
    Am 12.5.14 hatte Ich einen Termin bekommen,wo dann einige Voruntersuchungen gemacht worden sind.Unter anderem wurde wohl der Schließmuskel gemessen.Die Untersuchungen waren nicht so angenehm,aber musste ja sein.Meine Hämorrhoiden waren immer noch Grad 3...
    Op Termin für den 14.5.14.
    Am 13.5.14 habe Ich von 10 Uhr an nix mehr Essen dürfen und Abends musste Ich noch so ein leckeres Zeug saufen um den Darm zu entleeren. Das gehört nicht zum Standard der Op...Bei mir wurde es gemacht, da aufgrund meiner colitis direkt der ganze Darm zur Kontrolle mit gespiegelt wurde.
    Am Tag der Op war Ich sehr nervös.
    Ich wurde morgens in den Op gebracht und bin dann das erste mal gegen 13 Uhr(ca...) wieder wach geworden.Schmerzen hatte ich so gut wie keine.Nur ein Druckgefühl, welches von der Tamponade herrührte.Die wurde dann auch noch am selben Abend entfernt.Sehr unangenehm.
    Am nächsten Tag musste ich dann das erste mal auf Toilette. Kein normaler Stuhl,da mein Darm von der Spülung ja komplett leer war. Es war mehr Blut.Er brannte sehr stark...Danach direkt duschen.
    War insgesamt drei Tage im Krankenhaus.In der Zeit hatte ich ertragbare Schmerzen, da ich dort sehr gut mit Schmerzmitteln versorgt wurde.Hatte es mir schlimmer vor gestellt. Angenehm ist allerdings was anderes.Zuhause habe ich dann einen großen Fehler gemacht indem ich mit Schmerzmitteln gespart habe.Dachte mir, hast fast keine schmerzen, also brauchst du auch keine Chemie in dich zu pumpen... Weit gefehlt...Nach der ersten Nacht zuhause hatte ich morgens sehr starke schmerzen.Habe dann die Schmerzmittel wieder soweit erhöht,dass sie erträglich waren.
    Ich bin froh, dass mein Darm komplett leer war...Denn dadurch hatte ich erst fünf Tage später den ersten leichten Stuhl.Habe sehr wenig gegessen.
    Der erste Stuhl nach der Op war sehr schmerzhaft...Bin danach immer direkt Duschen gegangen.Dadurch hat sich die Wunde nach ca. 15 min wieder beruhigt und es war wieder erträglich.
    Die erste merkliche Besserung trat nach 1 1/2 Wochen ein.Ab da fing es an, dass die Schmerzen nicht mehr so stark beim Stuhlgang waren und die Blutungen nach ließen.Von da an wurde es von Tag zu Tag immer Ein gaaaanz kleines bisschen besser. Ich aus meiner Erfahrung muss sagen,dass es doch eher eine langwierige Sache ist...
    Heute ist die Op 4 1/2 Wochen her.Und wie geht es mir? Deutlich besser......
    Ich habe nur noch sehr leichte schmerzen, wenn ich länger sitze.Arbeiten gehe ich seit 1 1/2 Wochen wieder. War 3 Wochen krank geschrieben,wegen meinem so geringen Blut wert und weil ich einen körperlich anstrengenden Beruf ausübe.Wenn ich allerdings den ganzen Tag gearbeitet habe tut es auch abends noch weh.Aber wirklich nur ein wenig.absolut erträglich.Wundfluss hat auch nachgelassen.Da meinte mein Arzt.Im Krankenhaus, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann,bis alles komplett verheilt ist und ich keine Symptome mehr habe.In Einzelfällen könne es auch noch länger dauern.Käme immer auf die einzelne Person an. Befund,heilfleisch etc....
    Kurz zusammengefasst kann ich euch sagen.
    Die Op und die Zeit danach ist bei weitem nicht so schlimm, wie es hier oft steht.Die ersten 1 1/2 Wochen sind wirklich nicht prickelnd,aber mit Schmerzmitteln und den Pflege tipps der behandelnden Ärzte absolut ertragbar.Und danach geht es von Tag zu Tag besser.Die Leute die hier ihre negativen Erfahrungen mitteilen sind meiner Meinung nach die,bei denen leider nicht alles zu 100% glatt ging. Allerdings denke ich, dass das Einzelfälle sind. Denn die meisten,bei denen alles gut verlaufen ist machen sich nicht die Mühe ihre positiven Erfahrungen mit zu teilen...leider...
    Wenn ihr die Op vor euch habt, oder drüber nach denkt, denkt an die Zeit danach,wenn ihr die Dinger endlich los seit...Dafür lohnt sich die Ganze meiner Meinung nach doch eher langwierige, aber absolut erträgliche Behandlung.

  • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

    Danke für Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht !
    Da wir hier in diesem Foren immer über Probleme diskutieren, ist es wichtig, auch über einen erfolgreichen Verlauf zu lesen. Die meisten Operationen dieser Art sind ja doch erfolgreich, dies darf man nicht aus den Augen verlieren, wenn man die vielen Probleme in den Foren liest.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

      Hallo zusammen,bin 43 Jahre alt 182cm groß und ca.97 KG Kampfgewicht bringe ich mit,will meine ganz frische Erfahrung dazu tun!Habe seit einigen Jahren Probleme mit HH...bin auch bei verschiedenen Ärzten in Behandlung gewesen,mit Infrarot & Zinksalben,etc.einige Darmspiegelungen,etc. mein Problem waren auch diese Blutungen,die im letzteren Halbjahr sehr stark waren,ich hatte schon 2012 einen Termin beim Chirurgen deswegen gehabt,nachdem ich Ihm die Frage gestellt hatte ob hier im Krankenhaus evtl.noch detailliertere Untersuchungen angestellt werden,meinte er nein,das muss der Gastronetrologe machen der mich hier her schickte...dort allerdings wurde eine einfache Darmspiegelung gemacht und zum Chirurgen überwiesen!Ich hatte es damals deswegen halt abgelehnt!Leider blieb mir dieses Jahr keine Wahl mehr und ich ging wieder den selben Weg,machte die Darm-Spiegelung und wurde dort auch direkt gefragt wieso ich die OP letztens nicht machen lassen habe...selbe Begründung,und erhielt halt wieder Überweisung ins hiesige Krankenhaus zur Chirurgie,dort bekam ich den Termin 16.06.2014 und die Methode wieder erklärt,M.Morgan an drei Stellen...Anästesie Termin und Anmeldung,etc.
      Sooo,die OP...12.30-bis 14.00 als ich wach wurde alles OK.ohne große Schmerzen,besser als vorgestellt,jedoch hatte ich am ersten Tag immer Reflexartige Zuckungen sobald ich die Augen zum schlafen zu machte,obwohl Schmerz-Infusion erhalten(weis leider nicht welche)am nächsten Tag dann je 2 Schmerztabletten(morgens und abends),in der 1.Nacht wollte ich zum WC,um Wasser zu lassen,mir wurde aber ein wenig übel und schwindelig,musste Nachtschwester anklingeln,die hat Blutzucker,Blutdruck,Temperatur und Puls nachgecheckt,alles klar!Nur kleiner Schwächeanfall nach OP!Sooo, Montag war OP,Dienstag alles ok, und Mittwoch wurde ich entlassen nach der großen Visite,gegen 12.00 mir wurden noch ein paar Einlagen und eine Schmerztablette mitgegeben für zu Hause,ich fühlte mich auch gut,konnte gehen,sitzen,Stuhlgang OK.
      Der nächste Tag zu Hause,ging noch,ab ca.17.00uhr leider Fieber und Schüttelfrost es war Frohnleichnam,heute(Freitag,19.06) schickte ich meine Tochter zum OP-Krankenhaus um mir doch bitte Schmerzmittel zu holen oder ein Rezept,oder was auch immer,da ich flach lag...Stationsschwester schickte meine Tochter ohne Tabletten oder der gleichen nach Hause,ich solle doch zum Hausarzt gehen!!!Ich habe dann persönlich dort auf der Station angerufen und wollte einen Arzt sprechen,nicht möglich,ich bat um Rückruf oder eine Info was ich denn an Medikamenten nehmen könnte,Paracethamol war die Antwort,welche ich mir in der Apo holen liess!Habe nächste Woche einen Termin zur Nachuntersuchung in der Zentralambulanz dort werde ich den Chefarzt mal auf diese Behandlung und Umgang eines OP-Patienten ansprechen...!Es war meine erste OP im Leben und die werde ich wohl nicht vergessen,2x Blutabnahme und keine Auskunft über evtl.Werte...Zur Wundbehandlung,ich dusche nach Stuhlgang ab und streich ein wenig Zinksalbe drauf,äusserlich und trage halt diese Einlage,welche ich mir jetzt noch beim Drogeiremarkt nach gekauft habe! Soviel von mir...ich hoffe euch ergeht es besser !!! Bleibt gesund !!!

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      • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

        Wenn Sie nach der Operation zu hause sind und starke Beschwerden haben, müssen Sie sich natürlich unbedingt PERSÖNLICH wieder im Krankenhaus oder bei einem Arzt vorstellen. Im Krankenhaus gibt es für solche Situationen Notfallambulanzen, in der Sie sich auch am Wochenende etc. Hilfe holen können.
        Alles Gute !
        Dr. E. S.

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        • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

          HemаPRO gegen Hämorrhоiden - http://hemaprо.com Von all den Produkten, die ich ausprobiert, muss ich sagen, das ist dаs Beste.

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          • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

            Hallo ich bin Sascha 28 Jahre hatte vor 10 Jahre meine erste op davon ich war es schuld wollte nicht hören. Mir wurde immer gesagt nicht auf den Boden setzten oder auf die Mauer was machte ich hab es einfach gemacht dann kam die Rache Stufe 2 hab ich nicht bemerkt erst wie ich die 3 hatte ging ich zum Doc der sagte nur op und ich oh aber ich war froh weil das waren Schmerzen ich konnte nach 4 Wochen wieder arbeiten hatte gute Heil Fleisch

            Nur mal Tipp gesund essen nicht bein Stuhl Gang richtig drücken sowie viel trinken

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            • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

              Hallo Zusammen,

              ich habe mich heute in diesem Forum angemeldet, weil ich am 6.10. eine OP nach der Milligan Morgan Methode hatte. Ich hatte vorher viele negativen Erfahrungsberichte im Internet gelesen und dementsprechend Bedenken wegen der Postoperativen Schmerzen. Aber zunächst einmal zu meiner Vorgeschichte.

              Ich bin 31 Jahre alt und habe vor 2,5 Jahre meine kleine Tochter bekommen. Während meiner Schwangerschaft kam verstärkt der verdacht auf vergrößerte Hämorrhoiden. Dies wurde dann auch von meiner Gynäkologin bestätigt, die dies schonmal öfter sieht. Zu diesem Zeitpunkt heißt es dann auch schon mal gerne, dass sich diese in den Monaten nach der Entbindung zurückbilden. Leider habe ich nach der Entbindung vergebens auf die Rückbildung der vergrößerten Hämorrhoide gewartet. Vor etwa 1,5 Jahren bin ich dann zu einem Proktologen in unserem Wohnort gegangen, der mir nach 3-4 Sitzungen zu Erklären versuchte, dass die vergrößerte Hämorrhoide zu klein sei um diese zu behandeln.
              Leider hat sich der Proktologe meinen Afterbereich lediglich von Außen betrachtet. Da meine Hämorrhoide allerdings im Innenbereich lagen, konnte man diese wohl nicht erkennen. Auch auf meine Beschreibung hin, dass es sich um Innenliegende Hämorrhoiden handele, wurde der Arzt nicht tätig. Alles, was während dieser Zeit passierte, war die Behandlung meines Afters durch einen Analdehner. Mein Popoloch sei sehr klein und auch verspannt, weshalb der Stuhlgang so schwer fiele.
              Eine wirklich Besserung ergab sich jedoch während meiner Behandlungen bei diesem Proktologen nicht. Ich quälte micht nach Abbruch der Behandlungen bei diesem Arzt noch ca. 6 Monate damit dass ich nach den Stuhlgängen nicht mehr schmerzfrei auf meinem Hintern sitzen konnte. Sprich, die Angst vor den Stuhlgängen wurde immer größer. Auch an dem Zustand, dass die vergrößerte Hämorrhoide während des Stuhlganges nach außen rutschte und sich nur noch mit den Fingern zurückschieben ließ, verbesserte sich keineswegs.
              Wie gesagt, 6 Monate habe ich mich mit dem Zustand gequält, bevor ich eine 2te Meinung bei einem richtigen Proktologen einholte. Dieser war sehr nett und zuvorkommend. Er hörte sich meine Krankengeschichte in Ruhe an, untersuchte und mich schließlich darin bestätigte, dass es sich um vergrößerte Hämorrhoiden handele und hat mich gefragt, ob er diese sofort veröden bzw. eine Ligatur setzen sollte. Ich war natürlich extrem happy über diese Aussage und stimmte der Behandlung zu. Es war ein wenig unangenehm aber ich machte über mehrere Wochen fortschritte und die meisten Hämorrhoiden wurden kleiner. Im August diesen Jahres hatte ich schließlich wieder eine Sitzung bei diesem Proktologen. Eine der Hämorrhoiden wollte sich einfach nicht zurückbilden, trotz Behandlungen. Er verlangte nach noch 1 letzten Chance, die ich Ihm gerne geben wollte. Er untersuchte nochmals gründlich und teilte mir dann mit, dass es sich bei diesem letzten Knubbel wohl um einen Darmpolyp handele und wir machten einen Termin für eine Darmspiegelung aus. Die Darmspiegelung verlief unter einer Sedierung, die ich gut Vertrug und überraschend Angenehm verlief. Nach der Darmspiegelung war ich ziemlich schnell wieder fit und der Arzt sagte mir, dass es sich doch um eine Hämorrhoide handele, die jedoch zur Behandlung in seiner Praxis zu groß ist und er das Risiko wegen Nachblutungen nicht eingehen wollte.
              Seine Sprechstundenhilfe versuchte im Krankenhaus, an die diese Praxis immer überweist einen Termin zwecks Gespräch zu machen. Leider war dies zu dem Zeitpunkt nicht möglich, weshalb man mir die Telefonnummer des Ansprechpartners und den Untersucherungsbericht mitgab.
              Etwa 2 Wochen später hatte ich dann einen Gesprächstermin im Krankenhaus, wobei ich nochmals untersucht wurde. Hier stellte der Arzt im Krankenhaus dann doch wieder die Vermutung auf, dass es sich wohl doch um einen Darmpolypen handeln könnte und außerdem eine Analfissur bestand, die bereits chronisch war. Der Arzt erklärte mir, was gemacht wird und wir machten sofort einen Termin für die OP aus. Kurz darauf wurde Blut zur Voruntersuchung abgenommen und ich wurde in einem Gespräch mit einen Anästhesisten über die Narkose aufgeklärt.
              Am OP Tag sollte ich nüchtern ins Krankenhaus kommen. Zunächst war der OP Termin für kurz nach 12 Uhr angesetzt. Wir sollten um kurz nach 9 Uhr ins Krankenhaus kommen. Gerade auf dem Stationszimmer angekommen, teilte man mir mit, dass ich bereits 1 Stunde früher drankomme. Es ging alles ziemlich schnell. Die Narkoseschwester und ein Assistenzarzt unterhielten sich während der Einleitung mit mir und nahmen mir die Angst vor dem Eingriff.
              Nach dem Eingriff, welcher etwa 30 Minuten dauerte (wie man mir vorher gesagt hatte), wachte ich in meinen Pateintenbett auf der Station wieder auf. Es ging mir eigentlich ganz gut, nur etwas müde. Am Abend ging es mir eigentlich schon wieder so gut, dass ich vom befinden her hätte nach Hause gehen können. Im Vorfeld war allerdings abgesprochen, dass ich zwecks Überwachung 1 Nachte stationär da bleiben sollte. Die Nacht war nicht so gut. Ich hatte zwar keine großen Schmerzen, vermisste allerdings mein eigenes Bett. :-)
              Am Folgetag wurde dann vor der Visite der Analverband gezogen, was mir ziemliche Schmerzen verursachte. Dies ließ aber ziemlich schnell wieder nach. Einige Stunden später konnte ich dann wieder nach Hause. Alles in Allem hielten sich die Schmerzen ertragbar in Grenzen. Zu Hause, musste ich noch etwas auf meine Sitzposition achten, weil dies doch unangenehm war.
              Vor meinem ersten Stuhlgang nach der OP hatte ich Angst, da ich sehr viel davon gelesen habe, das dies unsagbare Schmerzen verusache. Allerdings kann ich davon nicht viel sagen. Am 2 Tag nach der OP hatte ich einen ziemlich festen Stuhlgang, der beim Durchrutschen unangenehm war und etwas brannte. Danach war natürlich wieder etwas Blut am Klopapier. Klar, war nicht anders zu erwarten, es sind immernin offene Wunden.
              Ich kann aber ganz klar sagen, von Stuhlgang zu Stuhlgang und von Tag zu Tag wird dies immer besser.

              Meiner Erfahrung nach, lohnt es sich, diese OP und die postoperativen Schmerzen über sich ergehen zu lassen. Jetzt, nach der OP kann ich nur sagen, dass sich meine Lebensqualität deutlich verbessert hat. Ich kann wieder mit gutem Gefühl in die Zukunft sehen.

              Leute, auch wenn Ihr Angst vor solchen Eingriffen habt, lasst Sie machen. Die entstehenden Schmerzen danach, sind bestimmt nicht schön. Aber Ihr werdet es bereuen, wenn Ihr es nicht machen lasst. Auch ich habe eigentlich schon viel zu lange vorher gewartet. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Wochen und hoffentlich auch einmal auf den Zeitpunkt, wenn ich eine zweite Schwangerschaft durchlebe und ein zweites kleines Baby in meinen Armen halten kann.
              Diese Geschichte mit den Hämorrhoiden haben mich zunächst davon abgehalten, aus Angst, dass die Schmerzen noch schlimmer werden.

              Freunde, Meine Zukunft wartet auf mich, und eure sicherlich auch. (Und zwar eine Schmerzfreie Zukunft.)

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              • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

                Danke für ihre Erfahrungsbericht !
                MfG
                Dr. E. S.

                Kommentar


                • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV

                  Hi
                  Ich will mich hier anschliessen und meinen Erfahrungsbericht teilen, da auch bei mir alles gut verlief und man dies mal festhalten sollte (es läuft meistens gut).
                  Hier also...

                  Tagebuch meiner Hämorrhoiden-Operation und der Zeit danach

                  Warum schreibe ich das hier?

                  Nun, als ich mich im Vorfeld meiner Operation im Internet schlau machen wollte, traf ich auf diverse Foren und man kennt das ja… in den Foren tummeln sich zum Einen diejenigen, welche es noch vor sich haben und dann noch diejenigen, welche es hinter sich haben, aber irgendwas (scheinbar) nicht stimmt oder der Verlauf länger als erwartet ist. Oft verschwinden die aus der zweiten Gruppe dann aber plötzlich. Man liest nichts mehr von ihnen und weiss nun nicht: alles okay soweit? Keine Lust mehr zum Schreiben? An analer Blutung verstorben? Kurzum: man hat keinen „Gesamtverlauf“ und das hat mich gestört, und das will ich hier nun ändern… also: mein Verlauf von Schnitt bis Abheilung findet ihr hier, damit man sich (wer will) ein Bild machen kann, was einen erwartet….

                  Ich weiss, ich weiss, es ist eine individuelle Sache und das will ich gar nicht abstreiten. Daher sind all meine Angaben mit Vorsicht zu „geniessen“, wenn man hier von geniessen sprechen kann. ;-)

                  Zusammenfassend (also rückblickend) kann ich sagen; besorgt euch diese Dinge im Vorfeld:

                  - Handspiegel (Wundenbegutachtung), damit man sieht, wenn etwas schlechter wird (bspw. zunehmende Rötung, oder Schwellung oder weiss der Teufel was). Aber nicht andauernd schauen; zu Beginn ist das oft noch wechselnd und damit man nicht gleich in Panik verfällt, lohnt es bloss 1-2x/Woche zu schauen.

                  - Weiche Longuetten/Gaze (unbedingt auf die „Weichheit“ hinweisen in der Apotheke), ab der 3. Woche kann man auch Grobere verwenden, aber zu Beginn ist der Pospalt schon empfindlich und warum sollte man sich da quälen.

                  - Kamillosan (für die Bäder), wobei ich da eine kleine Flasche empfehle. Das brauchte ich nur die ersten beiden Wochen.

                  - einen Sitzring (oder ein Reise-Hörnchen, z.B. aus MemoryFoam) zum bequemen Sitzen danach; sehr zu empfehlen für die ersten 2-3 Wochen, je nach Verlauf und Schmerzen.

                  - Schwimmring oder Stillkissen oder Extrakissen, um im Bett die Beine etwas erhöht zu lagern (besonders zu Beginn wirklich eine Wohltat in Rückenlage), aber da findet sich irgendwas passendes im Haushalt (bloss kein Geld verschwenden für die 2 Wochen)

                  - Netzhosen (lasst euch ein paar aus dem Spital mitgeben), damit drücken die Verbände nicht so und in den ersten Tagen erwiesen sich diese Höschen als richtig bequem (modisch sind sie nicht)

                  - Einmal“wasch/trocken“tücher (reissfest), siehe unten

                  - Hafer-/Weizenkleie, eingelegte Feigen oder Pflaumen, Nahrungsmittel mit ausreichend vielen Ballaststoffen (ist eh etwas Gesundes und zahlt sich beim Weichmachen des Stuhls aus)

                  Vor der OP:

                  Die letzten drei Tage vor der OP musste ich 1x/d ein Laxativum nehmen (Movicol), welches den Stuhl weich macht und für die Zeit nach der OP vorbereitet.

                  Dazu direkt vor der OP einen Einlauf (im Spital), unangenehm, aber eigentlich easy.

                  OP:

                  Die Operation ist ja an sich nicht schmerzhaft, da in Spinalanästhesie oder Vollnarkose. Danach kommt es ein wenig auf die Ausdehnung des Eingriffs an.

                  Um das kurz zusammenzufassen: bei der Hämorrhoidektomie gibt es grundsätzlich drei operative Varianten.

                  - Kleine Hämorrhoiden (Grad II) werden mit einer Gummibandschlinge behandelt, das ist praktisch schmerzfrei und kann ambulant gemacht werden (diese Version ist hier nicht besprochen). Allfällige Beschwerden hat man für 2-3 Tage, selten mal Blutabgang ab ano, wenn sich die Gummibänder nach ein paar Tagen lösen.

                  - Hämorrhoiden Grad III-IV sind operativ zu entfernen, das kann mittels der Milligan-Morgan-Technik (dabei wird der Anus dilatiert (man erweitert den Einblick für die OP), die Hämorrhoiden werden ausgeschnitten und zusammen mit der vorgefallenen Schleimhaut (ausserhalb des Anus) entfernt. Die Wunde bleibt offen (also innen keine Naht und aussen auch nicht)) postoperativ (eventuell wird die Technik auch leicht abgewandelt zur „Ferguson-Technik“, hierbei wird innen die Schleimhaut mit einer Naht verschlossen) oder aber es wird mittels

                  - Staplertechnik nach Longo operiert (die Hämorrhoiden werden im Rektum zirkulär zusammengezogen und abgetrennt (meist Grad III Hämorrhoiden, welche „rundherum“ vorliegen)).

                  Was jeweils in Frage kommt, hängt von Lokalisation und Ausdehnung der Hämorrhoiden ab, sowie davon, ob auch noch ein Schleimhautprolaps (=Vorfall) nach aussen vorliegt.

                  Bei mir kam die Ferguson-Technik zum Zug. Vorteil zur klassischen Milligan-MorganTechnik: weniger Blutungen, Nachteil: etwas öfter lokaler Infekt.

                  Auswahl hat man da eher keine, der Operateur favorisiert halt meist eine der Techniken. Mir wurden an zwei Stellen Hämorrhoiden entfernt, somit habe ich zwei Wunden, die es nun zu umsorgen gilt.

                  Nach der Operation tut es weh, ist ja zu erwarten, aber die Anästhesisten kennen da ein paar gute Mittel, damit man den Operationstag und die erste Nacht gut übersteht. Alles in allem waren die Schmerzen im Rahmen und ich habe mir das ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt. Grundsätzlich kann man den Eingriff ambulant durchführen, ich hatte mich für eine Übernachtung im Spital entschieden (Krankenkassen können aber auf ambulant bestehen) und glaube, das war ein guter Entscheid.

                  Nun kommt die Zeit nach der Operation, ich bin zu Beginn etwas detaillierter, dann aber fasse ich die Wochen zusammen.

                  1. postop. Tag (nachdem ich zuhause ankam):

                  Soweit mal alles gut, Stuhlgang noch keinen (davor hat man ja Angst). Brav 2x/d Movicol nehmen (Laxans) und fix die Schmerzmittel (3x400 Irfen und in Reserve noch Novalgin bis max. 4x/d 1000mg). Es lohnt (als Schutz für die Magenschleimhaut) noch einen Säurehemmer (bspw. Pantozol 40mg) einzunehmen, solange man NSAR (Irfen und ähnliches) einnimmt (und die muss man voraussichtlich 2-3 Wochen nehmen). Sitzen ist nicht so lustig, Liegen geht, Laufen mässig.

                  Zum Sitzen: man spricht immer von „Sitzringen“; hatte ich aber keinen zuhause, daher habe ich einfach das „Hörnchen“ genommen, welches man zum Fliegen als Kopfstütze nimmt und das funktioniert wunderbar.

                  Hygiene: man soll morgens und abends und nach jedem Stuhlgang die Analregion warm abduschen. Was schlimm tönt, ist eigentlich total entspannend und angenehm und kann auch öfter gemacht werden. Über den Badewannenrand den Po in die Wanne strecken und los gehts.

                  Noch was: in den ersten Tagen ist die Analregion geschwollen, was bedeutet, dass man den Eingang in den Anus schlechter sieht und die Wunde zu Beginn relativ klein aussieht. Im Verlauf der nächsten Tage nimmt die Schwellung ab und man sieht mehr von der Wunde (nicht erschrecken, die hat nicht zugenommen).

                  2. postop. Tag:

                  Der erste Stuhlgang… trotz Stuhlweichmacher (Laxans) ist das wahrscheinlich das Unangenehmste, was man in den nächsten Tagen zu ertragen hat. Es tut weh! Und es lässt einen nicht grad dabei entspannen, wenn man ab nun weiss, dass es jeweils wehtun wird… aber man übersteht es. Ich empfehle: vorher brav die Medikamente zu nehmen und dann muss man da halt durch.

                  Leider musste ich es zweimal über mich ergehen lassen an dem Tag… aber so ist das nun mal…

                  Danach habe ich mir ein langes warmes Bad gegönnt und das kann ich auch nur empfehlen (gemäss Chirurgen darf Wasser, Shampoo, Duschmittel, alles ran an den Po, einfach danach gut abduschen; keine Cremen verwenden). Sitzbäder könnte man auch machen, aber das ist aufwändig (wer hat schon so eine Wanne) und der Rest des Körpers mag auch Entspannung, daher: Vollbad (eventuell mit etwas Kamillosan drin) und wenn man so in der Wanne liegt, dann gleich den weichen Duschstrahl unter Wasser schön brav in die Problemregion halten… das entspannt den Schliessmuskel (Aussage meines Chirurgen) und erholt die geschundene Region ungemein.

                  Ganz allgemein muss man hier anfügen: die ersten Tage bis Wochen muss man ja immer im Pospalt eine Longuette (Verbandsmaterial 10x10cm; zum Aufsaugen des Bluts und der Wundflüssigkeit) haben und mehrmals täglich wechseln. Und dass es da tagelang blutig nachläuft, ist völlig normal und gemäss Chirurgen 3-4 Wochen lang gut möglich (ich melde dann später mal, wenn es bei mir nachgelassen hat, respektive aufgehört). Zu den Longuetten muss gesagt sein, dass die in unterschiedlicher „Weichheit“ daher kommen und es sich lohnt, die Weichsten zu nehmen. Was auch viel hilft, sind Einwegwaschtücher, die nicht reissen, wenn sie nass sind. Damit kann man nach der „Analdusche“ gut trocknen (abtupfen, nicht wischen) und sie eignen sich auch als Longuetten-Ersatz (weich und saugfähig). Unbedingt darauf achten, dass die mit nichts behandelt sind (Parfum, Seife, was auch immer). Ich kann folgende empfehlen: Vala Clean Spunlace der Firma Hartmann (www.ivf.hartmann.info) weiss aber nicht, ob man die überall erhält, aber es gibt sicher Alternativen (in der Apotheke fragen).

                  3. und 4. postop. Tag:

                  2-3x Stuhlgang pro Tag ist hartes Brot…. und es zwingt einen dazu nun die Movicol-Dosis (Laxans) individuell anzupassen. Ich habe auf 1 Beutel morgens und 1/2 abends reduziert und (Spoiler) ab morgen scheint das besser zu sein (nur noch einmal Stuhlgang). Der Rest des Tages ist meist sitzend (Hörnchen) oder liegend zu verbringen. Etwas Bewegung schadet auch nicht… einfache Hausarbeiten liegen auf jeden Fall drin.

                  Ich empfehle, die Grundschmerzmittel nicht zu reduzieren. Ich habe das versucht und bin dann jeweils mitten in der Nacht schmerzgeplagt erwacht… mein aktueller Plan: Irfen 3x400mg fix für die ersten 7 Tage durchziehen. Erst danach langsames reduzieren. Novalgin nur als Reserve (bisher ca. 1-2x/d, Tendenz schon jetzt abnehmend).

                  Teil 2 folgt gleich...

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                  • Re: Erfahrung Hämorrhoiden OP nach Milligan Morgan POSITIV


                    5. postop. Tag:

                    1x Stuhlgang und die Welt ist schon viel freundlicher. Die Schmerzen sind erträglicher, auch wenn direkt nach dem WC-Gang erst mal 1h Pause im Bett angesagt ist. Wundflüssigkeit und Blut nehmen bisher nicht ab. Ca. 5-6x/d Longuettenwechseln angesagt. Blutfläche ca. jeweils 5cm im Durchmesser nach 3-4 Stunden Einlage.

                    6. postop. Tag:

                    Seit gestern deutliche Zunahme der Wundflüssigkeit und des Blutes. Ich nehme an, dass erstens durch die Abnahme der Schwellung und zweitens durch das Lösen des ersten Wundschorfes vermehrt Blut kommt. Dafür waren die Schmerzen heute früh beim Stuhlgang geringer. Baden tut wiederum gut! Irgendwie reichen mir die Schmerzmittel nur knapp durch die Nacht. Einmal aufstehen nachts, Verbandwechsel und eventuell Novalgin aus der Reserve (sonst tagsüber nur Irfen 3x400) gehört aktuell noch dazu. Allerdings konnte ich heute auch ziemlich lange auf dem Stuhl sitzen und mit der Familie Heilig Abend feiern (also sowas liegt schon drin).

                    7. postop. Tag (die erste Woche ist überstanden)

                    Erneut nur wenig Schmerzen beim morgendlichen Toilettengang, aber wieder geblutet dabei/danach. Wobei: nach ca. 1 Minute hört das auf und es sind einfach ein paar Tropfen, die nach dem Stuhlgang ins Klo plumpsen. Also: dramatisch ist anders und whs. kennen das die Frauen von der Menstruation… also, sollte man sich als Mann hier nicht so aufspielen…

                    Movicol 1x morgens und 1/2 abends hat sich bei mir soweit als ideal für die Weichheit des Stuhls erwiesen. Ich denke, wenn man da mal die „gute Mitte“ gefunden hat, dann ist das soweit erträglich.


                    2. Woche:

                    Die Woche zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl die Schmerzmitteldosis langsam reduziert werden kann, das Movicol zwischen 1x und 1.5x/Tag eingependelt ist und ich fleissig Haferkleie, eingelegte Pflaumen und sonstige Dinge zu mir nehme, welche einen weichen angenehmen Stuhlgang erzielen. Nach Stuhlgang die ganze Woche jeweils Blut, aber immer gleich viel, nicht zunehmend. Die Zeit nach dem Stuhlgang ist der Schmerzhöhepunkt des Tages, daher habe ich versucht mittels Reduktion des Movicols dies auf 1x/Tag zu kriegen. Ob das so clever war, weiss ich nicht (siehe 3. Woche).

                    Allgemein kann man sagen: Schmerzen absolut im Rahmen, nur nach Stuhlgang halt mehr, was mich davon abhalten wird, vorerst zur Arbeit zu gehen. Ich habe eine Arbeitsunfähigkeit für 3 Wochen erhalten und denke mir, dass ich sicher 2 davon nutzen werde (wie man später sieht, wurden es dann doch 3 Wochen zuhause). Der morgendliche Ablauf mit Klo und danach „Erholung“ nimmt halt immer noch alles in allem gut 1-2h in Anspruch. Geduld ist sicher noch angesagt. Vom Allgemeinbefinden her geht es nun jeden Tag ein bisschen besser. Spaziergänge von 30-60min. gemacht (Hügel hoch und runter), was gut ging. Also rumlaufen ist nun eigentlich nicht mehr eingeschränkt, aber man merkt halt immer noch, „dass da was nicht so ist wie sonst“, allein durch die eingelegte Gaze… Mittlerweile ist auch normales Sitzen (ohne ein speziellen Kissen) für kurze Zeit gut möglich. Die nässenden Wunden sind abnehmend und sehen rosig aus (Spiegelkontrolle 1x/Tag finde ich sinnvoll). Ende der Woche nehme ich noch 1x 200-400mg Irfen am Morgen ein, dazu Pantozol, sowie Movicol. Novalgin habe ich seit 5 Tagen nicht mehr gebraucht. Es juckt immer mal dort hinten, aber abduschen hilft (kratzen sollte man ja sicher nicht…).

                    3. Woche:

                    Die Erinnerung an die OP verblasst langsam und auch die Tage des wirklich grossen Schmerzes liegen nun schon ein Weilchen zurück. Allerdings habe ich nun an einer Stelle, die nicht operiert wurde eine kleine Läsion gesehen (im Fachjargon: bei 12Uhr) und bin etwas verunsichert, was das ist. Entweder ist mir das bisher nicht aufgefallen (kann schon sein) oder aber ich habe dort einen kleine Einriss in der Analhaut (könnte eine Fissur sein oder auch eine Fistel (dafür ist es aber eigentlich zu früh)). Zudem ist mir seit 2 Tagen aufgefallen, dass die Wundflüssigkeit etwas dicklicher ist und so etwas die Farbe von weiss-braun angenommen hat (in einem Bereich). Der Bereich ist auf Druck etwa gleich empfindlich wie die beiden OP-Wunden, also könnte es schon von der OP sein und keine „Komplikation“ (was ich mal hoffen will).

                    Gesamthaft geht es eigentlich gut, manchmal körperlich noch etwas „erledigt“ oder das Gefühl „heiss“ zu haben, aber Fieber ist nicht vorhanden. Habe vorsorglich einen Termin bei meinem Chirurgen abgemacht, leider ist der erst in 5 Tagen aus den Ferien zurück, aber das kann ich solange aushalten. Allgemein kann ich sagen, seit 3 Tagen habe ich nach SG keine Blutung mehr (aber ich habe sicherheitshalber auch das Movicol erhöht, da das eine Therapie bei einer Fissur wäre (Stuhlweichheit zur Minderung des Reizes und der Schmerzen!!! und dazu rückblickend: reduziert das Movicol mal nicht zu früh, denn es könnte sein, dass mein SG doch zu hart war und das zu dem Einriss geführt hat)). Ob es sich darum handelt oder was das ist, erfahre ich (und ihr) in 3 Tagen. Weiterhin nimmt die Wundflüssigkeit ab (ca. 1 Euro-Stück gross nach 4h Einlage). Schmerzmittel kurz vor Ende der Woche gestoppt, nehme nur noch Movicol.

                    4. Woche:

                    Heute Termin bei meinem Chirurgen gehabt: Alles soweit im grünen Bereich. Seine grundlegende Aussage ist: praktisch alles, was es gibt, ist in den ersten 4-6 Wochen normal. Natürlich soll man reagieren, wenn plötzlich Eiter austritt, oder es blutet und nicht stoppen will oder wenn die Schmerzen im Verlauf zu- statt abnehmen oder wenn plötzlich eine grosser Rötung auftritt. Aber im Grundsatz sollte man (Patient und Arzt) Geduld haben…

                    Stand der Dinge: Schmerzen praktisch weg, Arbeit seit gestern wieder begonnen. Analhygiene lässt sich auch dort gut bewerkstelligen (wir haben eine Dusche vor Ort). Stuhlgang ist momentan noch etwas mühsam. 2-3x/Tag und immer mit Blut verbunden.

                    Im Verlauf Hoch und Tief erlebt. Schmerzmittel sind nicht mehr nötig. An einem Tag 4x Stuhlgang, darunter natürlich lokal gelitten und immer geblutet. Am Folgetag dafür bloss 1x und kein Blut… ich denke, nun sollte es langsam aufwärts gehen. Lokale Wundflüssigkeit ist praktisch bei Null.

                    5. Woche (ab 15.1.): Praktisch beschwerdefreie Zeit. Kein Blut mehr, minim Schmerzen beim Stuhlgang. Weiterhin auf Empfehlung des Operateurs Movicol (das soll man 8 Wochen nehmen). Schmerzmittel schon lange nicht mehr nötig. Die Wunde ist fast geschlossen, ein feiner Streifen von innen nach aussen ist noch nicht vernarbt; das führt dazu, dass ich immer noch eine Gaze einlege. Dadrin sammelt sich aber eigentlich kein Blut mehr, nur noch ein ca. 3mm durchmessender bräunlicher Fleck (whs. Reste nach dem Putzen nach Stuhlgang). Im Laufe der Woche immer weniger Wundflüssigkeit. Ein paar Tage war das Ende einer Naht im Anus zu spüren (spitzes Ende schaute 1-2mm raus), nachdem ich da bis Mitte 5. Woche dann gewartet hatte, habe ich einmal etwas (vielleicht zu fest) daran gezogen und dann hat sich der Knoten des Fadens inkl. etwas Faden gelöst. Danach (ich denke, ich habe da etwas im Wundbereich gereizt) tat es dann fast 48h lang etwas weh. Ich würde das also eher nicht empfehlen… einfach alles lassen, fällt dann whs. irgendwann von alleine ab.

                    6. Woche (ab 22.1.): 1-2x/d Stuhlgang, immer ohne Blut (seit über 10 Tagen nie mehr blutig), Pflege anal geht tgl. besser, teilweise nur mit nassem Lappen geputzt, nicht mehr geduscht. Die Region ist noch empfindlich (aber nichts schmerzhaft), so dass ich einfach vorsichtig putze. Mir scheint, die Sache ist nun kurz vor der Normalität. Allerdings hat die Episode mit dem Faden (siehe Woche 5) dann doch zu vermehrter Empfindlichkeit geführt (zweite Hälfte der Woche), weshalb ich jetzt wieder „nur“ dusche und abtupfe und dem Bereich nochmal ein paar Tage „Ruhe „gönne…

                    7. Woche (ab 29.1.): Auch hier kehrt nun Ruhe ein. Seit 3 Wochen nie mehr Blut, regelmässig Stuhlgang, weich und schmerzfrei. Für mich ist die Operation nun Geschichte. Ich nehme noch (auf Empfehlung) das Movicol bis Ende 8. Woche (werde es dann wohl in den letzten Tagen auf 1/2 Pack reduzieren, um dann ganz zu stoppen).

                    So, das wars. Ich verabschiede mich und hoffe, ich konnte dem Einen oder der Anderen helfen, diese doch eher unangenehme OP zu überstehen. Abschliessend ist wohl wirklich das Wichtigste: Geduld ist nötig und dann kommt das in den meisten Fällen gut.

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