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Chronische Analfissur / Urlaub nach OP

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  • Chronische Analfissur / Urlaub nach OP

    Liebes Expertenteam,

    ich quäle mich seit Mitte Januar mit schrecklichen Schmerzen. Beim Besuch eines Proktologen Anfang Februar wurde eine Entzüdung im After festgestellt. Ich bekam hierfür Hametum-Salbe. Ende Februar versuchten wir es dann mit Posterisan Corte Salbe und einem Analdehner. Beide Salben brachten keinen Erfolg. Beim nächsten Besuch beim Proktologen wurde mir gesagt, dass die Analpapille aufgedunsen sei. Sie wurde verödet und ich bekam Posterisan Corte Zäpfchen. Auch danach stellte sich keine Besserung ein. Anfang dieser Woche folgte der nächste Arztbesuch. Diagnose: Chronische Analfissur und stark ausgeprägte Vorpostenfalte. Es bleibt nur noch die Operation. Diese ist für Ende April angesetzt.

    Für Anfang Juni haben wir Urlaub gebucht, den wir nach dem letzten halben Jahr dringend nötig haben. Ist es denkbar, vier Wochen nach der OP in Urlaub zu fahren? Wie sieht es mit Baden im Pool oder im Meer aus? Stört das die Wundheilung? Ich wäre einfach glücklich, nach der langen Zeit bald wieder ein normales Leben führen zu können ...

    Ganz herzlichen Dank im Voraus für Ihren Rat und viele Grüße.

  • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


    Hallo,

    Anfang Juni sind ca. 5 Wochen seit der Operation vergangen. Auch wenn die Wunde nicht total verheilt sein sollte, bestehen keine Bedenken, im Meer zu baden. Nicht so günstig könnte das Baden in einem stark gechlorten und nicht immer sauberen Pool sein.

    Gruß
    Mörlinger

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    • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


      Man kann ja vermuten, daß die Fissur bereits seit Monaten besteht und nicht richitg entdeckt wurde. Nach einem monatelangen Verlauf ist eine Operation die richtige Massnahme, um die Wunde zur Abheilung zu bringen.
      Gegen einen Urlaub spricht nichts (Vorsicht: Flug in der ersten Zeitt nach Operation wegen erhähter Blutungsgefahr !!). Baden im Meer ist hilfreich (Salzwasser), Baden im Pool ist möglich, wenn die Wunde abgeheilt ist.
      MfG
      Dr. E. S.

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      • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


        Ganz herzlichen Dank für Ihre beiden Antworten!

        Ich habe mir nun für nächste Woche noch einen Termin für eine Zweitmeinung geholt. Nach einem anderen Eingriff unter Vollnarkose im Februar geht mir dies alles sehr an die Psyche. Und nachdem ich mich recht lang durch diverse Foren gelesen habe, bin ich etwas verunsichert, was die Diagnose angeht.

        Sollte einer chronischen Fissur eigentlich immer eine akute Fissur vorausgegangen sein?

        Der Proktologe hat beim letzten Termin ohne hineinzuschauen sofort eine chronische Analfissur diagnostiziert. Wie kann er so etwas übersehen haben, wenn er bei den vorangegangenen Terminen immer hineingeschaut hat?

        In meiner Not habe ich nun auch noch einen Homöopathen aufgesucht, der der Meinung ist, wir würden das vor dem Urlaub auch so hinbekommen ... ich bin da etwas skeptisch ... was meinen Sie dazu?

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        • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


          Hallo,

          wenn es sich um eine chronische Fissur handelt, woran hier wohl kein Zweifel besteht (?), ist es im allgemeinen nicht zu erwarten, das "auch so hinzubekommen". Schon die stark entwickelte Vorpostenfalte spricht dagegen, dass die Fissur konservativ beherrscht werden kann.

          Eine chronische Fissur entwickelt sich regelmäßig aus einer akuten, wenn diese nicht abheilt. Sehen kann man sie gewöhnlich schon von außen, wenn man den After spreizt. Eine Proktoskopie gehört aber zur kompletten Diagnose der Fissur dazu, da diese ja ins Innere des Afterkanals hineinreicht und dort eine erhebliche Schwellung der zugehörigen Afterpapille verursachen kann. Oft bedarf es auch der örtlichen Betäubung, um die schmerzhafte Fissur untersuchen zu können.

          Eine Zweitmeinung kann nicht falsch sein. Diese aber bei einem versierten Proktologen.

          Gruß
          Mörlinger

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          • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


            Hallo Herr / Frau (?) Mörlinger,

            am Dienstag war ich nun im Krankenhaus zwecks Zeitmeinung. Man riet mir dort vorerst von einer OP ab, weil man sich sicher ist, dass es sich lediglich um eine minimale Fissur handelt, die bereits am Abheilen ist. Seit gestern fühle ich mich auch schon viel besser. Ich habe kaum noch Schmerzen und das Brennen ist so gut wie gar nicht mehr vorhanden - nur noch ab und zu und das ist wirklich erträglich.

            Auch die Marisken sind mittlerweile stark geschrumpft und bereiten keine Probleme mehr. Das einzige, was mir noch Sorgen bereitet, ist die Vorpostenfalte, die immer noch recht ausgeprägt und empfindlich ist und etwas schmerzt. Wird sich diese nach Abheilen der Fissur auch von selbst zurückbilden oder kann man dabei irgendwie unterstützen? Ich hatte die Ärztin im Krankenhaus zwar mit Fragen gelöchtert, aber diese Frage hatte ich vollkommen vergessen zu stellen.

            Ganz herzlichen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung!

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            • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


              Hallo,

              wenn eine Fissur konserativ zur Abheilung gebracht werden kann, ist das einer Op. immer vorzuziehen. Die Vorpostenfalte wird sich nach Abheilung der Fissur mit der Zeit noch verkleinern, ihre Entzündung sich zurückbilden, es sei denn, sie wird durch Reibung (beim Gehen, durch enge Wäsche) "geärgert".
              Vielleicht kann man sie später einmal abtragen; oder besser nicht, da durch die Wunde die Fissur wieder aufbrechen könnte. Das wird sich zeigen, ist abhängig von ihrer endgültigen Größe. Du kannst das jetzt in Ruhe abwarten.

              Gruß
              Mörlinger (Mann)

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              • Re: Chronische Analfissur / Urlaub nach OP


                Das mit der Ruhe war dann leider doch nichts ... nachdem es mir immer besser ging und ich einige schmerzfreie Tage genießen konnte, hatte ich vor einer Woche einen Rückfall.

                Montag war ich wieder in dem Krankenhaus, in dem ich wegen der Zweitmeinung war. Nachdem der Schließmuskel recht verkrampft war und es beim Austasten brannte, riet mir die gleiche Ärztin wie beim letzten Mal plötzlich doch zur OP. Nachdem unser Urlaub nun kurz bevor steht, war ich damit allerdings nicht einverstanden. Sie schlug dann ein Buch auf (ich habe mich dann schon gefragt, ob sie sich wirklich auskennt ...) und schrieb mir Diclofenac Sandoz Zäpfchen auf sowie Magentabletten (wegen der Nebenwirkungen der Zäpfchen). Auf meine Frage, ob das der Fissur hilft, verneinte sie. Ich habe dann nach Glyceroltrinitrat gefragt (das hatte ich im Internet öfter gelesen). Nach einem weiteren Blick in ihr Buch, schrieb sie mir letztendlich auch diese Salbe auf. Als ich fragte, ob die Ränder der Fissur denn schon vernarbt seien, meinte sie, das könne nicht sein, denn sonst wäre es mir ja zwischendurch nicht besser gegangen (das alles, ohne sich die Fissur angeschaut zu haben!)

                Es scheint so, als wäre ich das zweite Mal an einen "Spezialisten" geraten, der nicht weiß, was er tut ... Vielleicht kann mir jemand einen wirklich guten Proktologen in München empfehlen?

                Seit drei Tagen verwende ich nun die Glyceroltrinitratsalbe und die Zäpfchen, spüre zwar, "dass da noch was ist", bin aber weitgehend schmerzfrei. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das nur an den Zäpfchen liegt (ich nehme lediglich eines am Morgen) - können Sie mir sagen, wie lang die Wirkungsdauer hier in etwa ist?

                Zudem habe ich mir Fotos im Internet angeschaut und bin mir gar nicht sicher, ob ich überhaupt eine Vorpostenfalte habe (konnte mir die gute Frau leider auch nicht sagen). Im Vergleich würde ich eher sagen, dass es Marisken sind.

                Wie lang sollte man das Glyceroltrinitrat nehmen? Bis wann sollte in etwa eine Ausheilung eintreten? Soll ich nebenbei die Therapie mit Analdehner und Posterisan Protect fortführen oder wird das alles zuviel des Guten?

                Für Ihren Rat wäre ich Ihnen mal wieder sehr dankbar.

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