• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Pieksen/Stecken Analbereich

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Pieksen/Stecken Analbereich

    Guten Tag,
    ich bin weiblich und Anfang 30. Seit Anfang Februar habe ich diffuse Beschwerden im Analbereich. Angefangen hat es mit Druckgefühl/Fremdkögefühl, vor allem bei Sitzen (teils im Liegen), abgewechselt von Kribbeln und Stechen. Mal war nur das Kribbeln rund um den Afterbereich da. Insgesamt empfand ich den Afterbereich als etwas geschwollen und berührungsempfindlich in dem Sinne, dass ich das Gefühl hatte jede Berührung (z.B. beim Waschen) noch nachzuspüren, Insgesamt war das ganze nicht schmerzhaft, Klogang problemlos, Stuhl normal und fast täglich, kein Blut oder Jucken. Dazusagen muss ich, dass dem ganzen eine sehr ungünstige Sitzsituation vorausgegangen ist und ich nicht sicher bin, ob das ursächlich zusammenhängt. Ich saß über längere Zeit auf einem Bürostuhl eher in zurückgelehnter Haltung, sprich auf Afteröfnung/Steißbeinbereich, was auch mit der Zeit etwas unbequem wurde, ich aber die Position nicht verändert habe, da ich mein schlafendes Kind auf dem Arm nicht wecken
    wollte.

    Nach ca. Zwei Wochen wurden die Beschwerden zunehmend besser, geblieben ist allerdings das Stechen oder Pieksen, was allerdings nach wie vor nicht schmerzhaft ist, sondern nur außerordentlich lästig. Und es ist nicht die ganze Zeit konstant da, ab und an ist es auch weg und ich hoffe immer, es kommt nicht wieder. Mittlerweile tritt es allerdings gefühlt nur an einer Stelle auf (Richtung Steißbein gelegen,etwa 5 Uhr, am Afterrand bzw. manchmal ein Stück rein). Nach insgesamt 3 Wochen hatte ich einen Termin beim Proktologen. Sie konnte nichts feststellen, Hämorrhoiden minimalst vergrößert. Sie tippte auf einen verspannten Schließmuskel und gab mir Diltiazemcreme mit, die ich 3xtäglich äußerlich auftragen soll. Ende April soll ich nochmals kommen. Dann will sie auch noch den Enddarm anschauen, was letztes Mal nicht möglich war.

    Ich wende die Creme mitlerweile an. Anfangs dachte ich, es bringt Besserung. Rund eine Woche nach dem Arzttermin hatte ich leider einmal harten Stuhlgang und ich merkte schon währenddessen, dass und wie ich am Afterrand etwas eingerissen bin (hat minimal geblutet). Innen hat es sich beim Stuhlgang angefühlt als ob etwas spitzeres härteres an der hinteren Darmwand entlangschrabbt (als oder Stuhlgang z.B ein Steinchen enthalten würde). War dann die Tage darauf dort auch etwas geschwollen und ich konnte mit dem Spiegel den kleinen Riss sehen (ungefähr an der gleichen Stelle, an der es immer piekst!). Schmerzen insgesamt allerdings keine, aúch nicht beim Stuhlgang, der nach wie vor normal und regelmäßg ist. Beim Aputzen etwas empfíndlich. Das wurde auch wieder besser. Dieses Wochenende hatte ich allerdings 2x Durchfall aufgrund einer Magen-Darm-Infekts und seitdem piekst, sticht es wieder etwas mehr. Kurz nach dem Stuhlgang ist es allerdings manchmal komischerweise kurzzeitig besser.

    Ich nehme die Creme fleißig weiter, aber es verunsichert und beeinträchtigt mich doch schon und ich habe Angst, dass ich das nicht mehr loswerde. Kann es auch möglich sein, dass ich mir durch das unvorteilhafte Sitzen z.B. einen Nerv verklemmt habe? Oder hat das alles mit einem kleinen Schleimhautriss zu tun, der bei der letzten Untersuchung schon verheilt war und jetzt wieder auf ist? Und muss ich fürchten, dass sich durch die Creme, die ja gefäßerweiternd wirkt, die Hämorrhoiden, die ja offensichtlich noch im Normalbereich sind, vergrößern?

    Danke


  • Re: Pieksen/Stecken Analbereich

    Die Symptome und der Ablauf sind verdächtig auf eine kleine Analfissur !
    Deshalb sollten Sie die Diltiazemsalbe weiterverwenden, damit die nächste Proktoskopie dann durchgeführt werden kann. Eine Fissur kann man nur bei einer Proktoskopie sicher diagnostizieren, sie ist meist von außen nicht zu erkennen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, würde ich zusätzlich auch noch einen zu einem Analdehner raten, damit der Schließmuskel nicht verkrampft, so kann die Wunde besser abheilen. Ernähren Sie sich ballaststoffreich, damit Sie unbedingt Verstopfung und starkes Pressen vermeiden.
    MfG
    Dr. E. S.

    Kommentar


    • Re: Pieksen/Stecken Analbereich


      Danke für die rasche Antwort! Ich habe da noch zwei Fragen. Müsste ich bei einer Fissur denn nicht Schmerzen haben? Wie gesagt klappt der Stuhlgang ohne Probleme, keine Verstopfung, keine Schmerzen, kein Blut, täglich, weich, wie immer geformt (mal definierter mal breiiger). Und auch sonst keine Schmerzen. Heute hält sich sogar das Pieksen sehr in Grenzen und ich hoffe, dass es besser wird. Wie lange rechnet man den für den Heilungsprozess?

      Bei meinem letzten Termin war ja die Untersuchung des gesamten Enddarms aus dem Grund nicht möglich, da dieser nicht komplett leer war. Die Ärztin hat so weit sie gesehen hat untersucht und ja auch die kaum vergrößerten Hämorrhoiden gesehen. Hätte sie da nicht einen fast verheilten Riss sehen müssen (die Symptome waren ja zu diesem Zeitpunkt schon wieder schwächer, nur ab und an Pieksen, Stechen)?

      Gut, offensichtlich ist dieser ja nun durch den einmaligen harten Stuhlgang wieder aufgerissen. In gut 4 Wochen habe ich meinen Termin bei der Proktologin und sie gab mir so ein Fläschchen mit Flüssigkeit und langem Hals mit, das ich 1 Stunde vorher zur Darmentleerung anwenden soll . Davor habe ich etwas Angst und bin mir zwecks Anwendung unsicher. Kann ich mir denn durch das Einführen nicht wieder etwas verletzten und ggf den Riss wieder aufreißen? Aber ohne diese Maßnahme kann sie ja nichts sehen.

      Danke

      Kommentar


      • Re: Pieksen/Stecken Analbereich

        Nur mal eine Frage auch wenn’s lange her ist: ist es weg gegangen und was war es? Danke.

        Kommentar