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Analvenenthrombose

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  • Analvenenthrombose

    Hallo - ich habe seit ca. 2 Tagen eine Analvenenthrombose, zumindest denke ich das, nachdem ich die typischen Merkmale zwischen denen und von Hämorrhoiden verglichen habe! (Der Knubbel ist sehr schnell innerhalb von den 2 Tagen Weintraubengroß geworden, kam aus dem Nichts, schmerzt erheblich und ist rot bis dunkelrot) Ich bin 29 und im Ausland und würde den OP-Weg natürlich gerne vermeiden, wenn es möglich wäre, daher würde ich gerne wissen, ob eine Hämorrhoidensalbe hier auch helfen könnte? Was passiert eigentlich, wenn ich den Knubbel zerdrücken würde? (ich frage, weil als ich 16 war, hatte ich schon mal so einen Knubbel, der etwas kleiner war, den ich damals mit kurzem Druck platzen lassen konnte. Das war zwar kurz schmerzhaft, aber die Schmerzen waren dann innerhalb kürzester Zeit weg und der Knubbel auch!) Bei einer Thrombose handelt es sich doch nur um venengestautes Blut, oder? Kann da was passieren, wenn ich den also "zerdrücke"?

  • Re: Analvenenthrombose


    Das Zerdrücken oder zum Platzen bringen führt ebenso wie das, was der Arzt macht zur Entleerung des Gerinnsels und ist also sinngemäß richtig. ABER meist ist die Haut über dem Knubbel zu dick, um sie durch Druck platzen zu lassen. Deshalb nimmt der Arzt ein kleines scharfes Messer (im Dschungel auch Rasierklinge oder eine größere Injektionsnadel) und macht einen kurzen Schnitt, den man als Stichinzision bezeichnet, also mehr ein reinpieksen als ein aufschneiden. Danach wird das Gerinnsel ausgequetscht oder es entleert sich von selbst.
    Ich glaube nicht, dass ich Ihnen empfehlen darf, den Knubbel selbst aufzuschneiden oder es einen Freund tun zu lassen, aber sinngemäß sind Ihre Überlegungen richtig und passieren tut so lange nichts, wie Sie nicht zu tief hinienschneiden. Anschließend wenn möglich ein paar Tage desinfizierende Salbe auftragen (Betaisodona oder Ähnliches) bzw. viel spülen, sauber halten. Vorsichtig: Die Dinger können rasch wiederkommen, egal wer sie aufschneidet.

    Dr. Schaaf

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    • Re: Analvenenthrombose


      Ok - also ich bin über Nacht fast wahnsinnig geworden, weil es so gebrannt hat und der Stuhlgang heute morgen brachte dann den <Entschluss> doch zum Arzt zu gehen! Der hat sich den Knubbel angesehen und meinte dann, was ich schon vermutet hatte, dass es ein trhomboidaler Knoten sei und das ich jetzt 2 Möglichkeiten hätte: 1. konservative Behandlung mit einer Salbe und einer 50:50 Chance auf Heilung und zeitlich sehr wagen Vermutungen (Tage bis Wochen) oder 2. einen kleinen chirurgischen Eingriff, in dem er den Knoten aufschneidet bzw. entfernt! Da es wie erwähnt höllisch gebrannt hat, habe ich mich für die schnelle also 2. Methode entschieden und lag quasi 5 Minuten später schon auf dem OP-Tisch! Die Lokalanästhesie hat zwar auch höllisch gebrannt, war aber ertragbar und von dem eigentlichen Eingriff habe ich gar nichts mehr gespürt! Das ganze hat ca. 10-15 Minuten gedauert und ich war den Knubbel los! Habe jetzt Tabletten verschrieben bekommen: Detralex und soll in einer Woche zum Fädenziehen wiederkommen!
      Bin froh den Knubbel los zu sein, allerdings brennt mein A... momentan wirklich wie Feuer!
      Ich habe jetzt erstmal eine Paracetamol genommen und hoffe, es wird bald erträglicher!
      (Als Tip meinte er noch, ich solle jetzt erstmal Diät halten um einen Stuhlgang zu vermeiden, bzw. Trockenobst essen, um den Stuhlgang weich zu halten!) Wichtig ist aber auf jedenfall jetzt die Hygiene!!!

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      • Re: Analvenenthrombose


        Sehr weise Entscheidung, es nicht allein zu versuchen.
        Gute Besserung!
        Paracetamol ist richtig und was das Essen betrifft, es geht einfach darum harten Stuhlgang zu vermeiden. Viel trinken - Wasser und Tee - ist dabei sehr wichtig.

        Dr. Schaaf

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        • Re: Analvenenthrombose


          Danke - es geht mir schon wesentlich besser, allerdings tut es momentan nicht nur beim Stuhlgang noch ziemlich weh, sondern auch beim Wasserlassen, Husten, Niesen, Sitzen - ich wußte bis dato gar nicht, wobei der Sphinkter überall beansprucht wird! Ich denke der Heilungsprozess vollzieht sich ganz gut, habe kaum noch Nachblutungen, allerdings tun die Nähte sehr weh! Der Chirurg hat Einzelnähte gemacht, von denen mind. 2 innerhalb des Sphinkterverschlusses liegen, die natürlich extrem unangenehm sind und reizen! Hätte man da nicht besser eine fortlaufende Naht verwenden müssen? Die abgeschnittenen Enden des Fadens mit den Knoten innerhalb sind schon sehr störend!
          Am meisten tut es weh, wenn ich den Sphinkter zusammenziehe, was ja leider bei erwähnten Situationen immer wieder eine unwillkürliche Prozedur ist!
          Ich verwende ständig eine Bepanthen-Wundsalbe und reinige mit feuchten Tüchern so oft es geht! Wie lange sollte ich die Nähte denn mindestens drinn lassen?
          Der Vorschlag mit dem Tee ist ne gute Idee und den werde ich beherzigen!

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          • Re: Analvenenthrombose


            Einzelnähte sind besser als eine fortlaufende Naht, weil man dann frühzeitig einzelne, besonders störende Nähte entfernen kann oder auch einzelne Nähte entfernen kann, wenn es sich entzünden solte.
            Die Dauer kann ich Ihnen so nicht sagen, weil es unterschiedliche Nahtmaterialien gibt, die z.T. von allein "abfallen". Bitte den Operateur fragen.

            Dr. Schaaf

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