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Sterilisation mit 27

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  • Sterilisation mit 27

    Guten Morgen,

    seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Verhütung, so allgemein. Seit 10 Jahren nehme ich die Pille und habe mich in diesen Zeitraum immer wieder nach Alternativen erkundigt um die "Hormontablette" loszuwerden. Ich käme liebend gerne zu meinem "natürlichen Hormonhaushalt" zurück und möchte keine "Präparate" einnehmen oder einsetzen lassen.
    Schon immer fehlte mir der Wunsch nach Kindern - für viele sicherlich unverständlich, aber kommt auch vor - und hat sich auch nach Kennenlernen meines heutigen Ehemannes nicht geändert. Wir sind nun schon seit über 5 Jahren verheiratet und schon länger darüber hinaus ein Paar. Auch bei ihm fehlt der Kinderwunsch, bzw. sagt er, dass er "nichts dagegen hätte", sollte ich Kinder wollen, da er mir bei einem solchen Wunsch nicht im Weg stehen wolle. Sonst möchte er von sich aus aber keine Kinder.
    Vor allem in den letzten 2 Jahren haben wir intensiv über dieses Thema gesprochen und haben immer wieder zu dem Punkt: "Wir bleiben kinderlos."

    Mein bisheriger langjähriger Frauenarzt hielt allerdings von dem Entschluss "sich sterilisieren zu lassen" so gar nichts. Er ist der Meinung, dass ich noch "zu jung" wäre und durchaus noch meine Meinung ändern könnte - schließlich bekämen auch noch "lebenserfahrenere Frauen" über 40 Kinder. Ich würde zu kurzsichtig entscheiden, nur weil ich "jetzt" keine Kinder möchte und er hält diesen endgültigen Schritt für problematisch in meinem Alter. Ich könnte es bereuen und hätte evtl. auch mit hormonellen und psychischen Problemen zu kämpfen. Der Eingriff sei riskant - wie eben jeder Eingriff - und könnte auch dazu führen, dass ich weiterhin Hormonpräparate nehmen müsste, weil mein Hormonhaushalt durch die "mangelnde Versorgung der Eierstöcke" bei "Abtrennung" stark durcheinander kommen könnte und ich eventuell sogar einen viel zu frühzeitigen Eintritt in die Menopause erfahren müsste. Verletzungsgefahren etc,.
    Und da mein Mann und ich ja der gleichen Ansicht sind, was den Kinderwunsch angeht, wäre er hier derjenige der den Schritt einer Vasektomie gehen könne, weil es hier nur ein minimalinvasiver Eingriff mit örtlicher Betäubung sei und weniger Nebenwirkungen und Risiken mit sich bringt. Natürlich ist uns das klar, da wir uns auch hier schon bei einem anderen Arzt haben beraten lassen, aber auch dieser sagte uns, dass es durchaus passieren kann, dass es hier zu Komplikationen kommen kann, zu chronischen Schmerzen & Co. - und auch hier sei das Risiko vorhanden, dass es zu Schwangerschaften kommt. Wir haben uns sonst auch schon sehr viel "umgehört" und recherchiert. Der Erfolgsprozess dauere dann auch mindestens 3-6 Monate, bis die Vasektomie den gewünschten Effekt bringt. Das hieße, auch hier müsste ich noch mindestens für diese Zeit auf gängige Verhütungsmittel zurückgreifen - grundsätzlich ja kein Problem, aber löst weiterhin nicht mein Ersuchen nach "Ich will keine Verhütungsmittel mehr nutzen müssen".
    Außerdem bin ich auch der Meinung, weil ich diejenige bin, die nicht schwanger werden möchte, dass ich den Schritt gehen sollte.
    Ich habe Gründe, weshalb ich keine Kinder in die Welt setzen möchte. Das fängt bei so "kleinen" Ansichten an, wie "Ich sehe mich nicht als Mutter". Ich komme mit Kindern gut klar und habe auch schon einige Male "Babysitter" gespielt. Blöd gesagt war ich am Ende einfach immer nur froh, dass ich es wieder "abgeben" konnte, egal wie pflegeleicht und angenehm das Kind war. Ich fühle mich in dieser Rolle einfach nicht "wohl". Natürlich, das mag sich vielleicht ändern, wenn man selbst erstmal schwanger wird und das Kind bekommt, aber ich sehe mich einfach gar nicht in dieser Rolle. Wenn mein Mann ein Kind auf dem Arm hat oder mit sich herumträgt, sich darum kümmert, ist das schön anzusehen, weckt aber auch hier keine "Muttergefühle" in mir. Ich finde es einfach nur "niedlich". Und wegen "niedlich" bekomme ich keine Kinder.
    Am wenigsten sind "Freiheiten" und die "große Verantwortung" Gründe für uns. Wir reisen sehr viel, was aber auch an meinen Job gekoppelt ist. Ich bin in einem Ministerium tätig, bei dem ich alle 4 Jahre meinen Wohnort -weltweit- wechsle. Wir ziehen sehr viel um. Ich sehe mich hier mit einigen Problemen konfrontiert und möchte das - auch, wenn es sicher ein paar Vorteile hat - einem Kind nicht zumuten müssen. Auch hier habe ich viele Erfahrungswerte durch Kollegen.
    Am meisten jedoch begründe ich meinen fehlenden Wunsch nach Kindern damit, dass ich gesundheitlich nicht sehr fit bin. Ich leide unter mehreren "kleineren" Krankheiten und Morbus Crohn (Autoimmunerkrankung). Stress ist richtiger Gift für mich. Außerdem möchte ich nichts weitervererben, auch, wenn es immer heißt, dass MC wohl nicht vererblich sei, nur das Risiko höher wäre, evtl. daran zu erkranken, wenn ein Familienmitglied in gerader Linie diese Krankheit hat.
    Meine Mutter hat MC seit ich denken kann. Meine Brüder blieben davon verschont. Auch sagte man mir, dass ich die Krankheit nicht vererbt , sondern aufgrund von anderen Auslösern bekam - Stress, psychische Probleme usw.. Ist also nicht erwiesen was nun wirklich der Grund der Erkrankung ist. Heilbar ist diese Krankheit jedenfalls nicht.
    Weder möchte ich "eventuell" eine Krankheit vererben, noch möchte ich selbst mit dieser Krankheit Mutter sein. Wie gesagt, meine Mutter hat MC und ich bin damit wissentlich aufgewachsen und kenne die damit verbundenen Probleme und Einschränkungen - ich habe es ihr nie übel genommen, werde ich auch nie, und habe viel Verständnis, möchte umgekehrt aber nicht in dieser Situation sein müssen. Hinzu kommen auch noch andere gesundheitliche Probleme. Vor allem mit möglichen Wechselwirkungen von Pille, MC-Medikamenten, Schilddrüsenhormonen und zusätzlichen Präparaten stehe ich täglich vor Herausforderungen. Wenn dann auch mal Antibiotika hinzukommen, wird es richtig spannend! Daher möchte ich einfach einen Verzicht auf jegliche Einnahmen von Verhütungsmitteln und anderen Alternativen.
    Ich möchte keine Kinder und daher generell Verhütungsmittel vermeiden.

    Jobbedingt bin ich nun wieder umgezogen und lebe neuerdings in Österreich (mal wieder näher zu Deutschland ) und suche hier aktuell noch einen neuen Frauenarzt für mich. Natürlich möchte ich auch hier nach einer Sterilisation fragen.

    Welchen Rat und ggf. Erfahrungswert gibt es hier zu dem Thema "Sterilisation mit 27"?

    Danke und Gruß
    Kätzchen92


  • Re: Sterilisation mit 27

    Ergänzung:
    Ich möchte keine Kinder und aber auch nicht DAUERHAFT auf Verhütungsmittel angewiesen sein müssen, wenn es hierfür endgültige Lösungen gibt.
    Mein FA sagte mir außerdem, er kennt meine Mutter schon seit ihren Schwangerschaften und weiß von ihrer Erkrankung: "Sie sehen doch an Ihrer Mutter, dass es auch mit MC funktioniert. Eine Sterilisation würde ich nicht durchführen in ihrem Alter." … die Erkrankung bestärkt mich aber einfach nur viel mehr darin - eben mit am meisten -, keine Kinder zu wollen.
    Ist es also generell so, dass man Frauen in meinem Alter nicht sterilisieren möchte/sollte?

    Kommentar


    • Re: Sterilisation mit 27

      Eine Sterilisation ist ja auch eine ethische Frage und ich denke die meisten Ärzte machen das nicht bei jungen, kinderlosen und gesunden Frauen.
      Es ist auch die Frage ob es wirklich schlimmer ist, mit Hormonen oder Kondom zu verhüten, als die möglichen Folgen der Sterilisation zu ertragen.
      Da die Ärzte das alles sicher schon erlebt haben, sind sie umso zurückhaltender und dann gibt es ja auch noch ethische Richtlinien an die sie sich halten müssen.

      Ich denke wenn der Mann dieselbe Einstellung hat dann sollte wirklich eher er das machen lassen, man kann das ja regelmäßig überprüfen ob es funktioniert hat und ich denke nach einiger Zeit wird das Ergebnis auch beständig bleiben.

      Es ist natürlich eine persönliche Sache und jeder muss das für sich entscheiden, ich persönlich würde auf jeden Fall lieber verhüten, als die Risiken einer solchen OP auf mich zu nehmen.
      Ein Verhütungsmittel kann man wechseln wenn es Probleme gibt, mit den Folgen einer Sterilisation muss man hingegen leben und dort die Hormone weg zu lassen weil man sich die nicht antun will und hier eine Sterilisation zu machen die den Körper hormonell ins Chaos stürzen kann, ich persönlich denke dass ist nicht unbedingt ein guter Tausch.

      Ich würde da eher das Restrisiko einer hormonfreien Verhütung in Kauf nehmen, wo es im Notfall auch Lösungen gäbe, aber die sind ja mittlerweile auch recht sicher und man kann da auch ein wenig kombinieren.

      Mir selber würde der Nutzen einer Sterilisation nicht wirklich einleuchten, im Verhältnis zu den Risiken bei Nutzung einer Spirale, einem Kondom, oder des Wissens um die Fruchtbaren Tage in Kombination mit Kondom.
      Zumal sich das nicht nur auf die Fruchtbarkeit auswirken kann, sondern auch auf die körperliche und psychische Gesundheit.
      Gerade die Psyche ist enger damit verbunden als viele meinen und von daher kann eigentlich niemand einschätzen wie die Folgen im Einzelfall ausfallen können, was dann noch ein zusätzlicher Grund dafür ist keine Sterilisationen vorzunehmen wenn sie nicht wirklich gut begründet sind.

      Ich würde mich auch nicht alleine für die Verhütung verantwortlich machen, sondern auch meinem Mann diese Verantwortung übertragen, schließlich kann er auch für Verhütung sorgen und das ist eben nicht die alleinige Aufgabe der Frau, sie muss keine Hormone nehmen, er kann sich da auch mit einbringen.

      Was machst du wenn es dir hinterher sehr schlecht geht und deine Lebensqualität dadurch rapide sinkt?
      Hormone nehmen?

      Kommentar

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