• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Ureaplasma Urealyticum

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Ureaplasma Urealyticum

    Hallo,
    bei meinem Mann wurden Ureaplasma Urealyticum festgestellt. Der Urologe riet ihm, mich zum Gyn zu schicken, um abklären zu lassen, ob ich ebenfalls behandelt werden muss.
    Mein Mann hat eine 10-Tageskur mit Doxycilin verordnet bekommen und es hiess, dass wir das ggf. beide nehmen müssten.

    Nun meine Frage: Ich bin letzte Woche aufgrund einer Bronchitis 5 Tage lang mit je 1x 500 mg TAVANIC ( Levofloxacin )behandelt worden.

    Da beide Medikamente Antibiotika sind, frage ich mich nun, ob überhaupt noch ein Abstrich bei mir nötig ist!? Kann das Tavanic nicht auch eventuellen Erregern den Gar ausgemacht haben? Mein Hausarzt riet mir nämlich zu einer Pause, da soviel Antibiotika nicht gut sei...

    Was meinen Sie?
    Vielen Dank im Voraus

    P.S. Ich war im Dez zur Vorsorge. Müsste es nicht auch in dem Abstrich auffällig geworden sein oder legt man dann extra Kulturen an?


  • Re: Ureaplasma Urealyticum


    Hallo,

    das "klassische" Medikament, das in einem solchen Fall eingesetzt wird, ist Doxycyclin. Es waere ratsam, bei Ihnen einen gezielten Abstrich auf Ureaplasma urealyticum durchfuehren zu lassen, um festzustellen, ob eine Behandlung notwendig ist.

    Gruss,
    Doc

    Kommentar


    • Re: Ureaplasma Urealyticum


      Hallo,

      nicht jedes Antibiotikum ist für alle Erreger gleich gut geeignet. Bei diesem Erreger ist zum Beispiel Penicillin u.a. NICHT das Mittel der Wahl. Meistens wird Doxycyclin aus der Gruppe der Tetracycline oder auch Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide verwendet.

      Ich würde auf alle Fälle einen Abstrich machen lassen, damit Sie Klarheit haben, ansonsten stecken Sie sich vielleicht immer wieder gegenseitig an. Und: Eine Infektion kann gravierende Folgen für Sie haben (z.B. Unfruchtbarkeit).

      Die Bemerkung, dass so viel Antibiotika nicht gut seien, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn es angezeigt ist, dann soll man sie nehmen, auch wenn man zweimal hintereinander welche braucht. Seien sie froh, dass es Antibiotika gibt!

      Mit dem Krebsvorsorgeabstich werden andere Infektionen nicht erfasst, dazu muss man Kulturen anlegen.

      Schönen Tag noch.
      Degi

      Kommentar


      • Re: Ureaplasma Urealyticum


        Vielen Dank für Ihre Antworten!
        Ich werde gleich nach Ende meiner Mens.
        den Gyn aufsuchen um einen Abstrich machen
        zu lassen. ( Man sagte mir, man müsse dazu
        komplett blutungsfrei sein !?!? )

        Mir war die Aussage des Hausarztes auch nicht
        so ganz klar...

        Danke!

        Kommentar



        • Re: Ureaplasma Urealyticum


          Noch etwas: Ist es richtig, dass 40-80% der Frauen dieses Ureaplasma Urealyticum ständig
          haben ohne dass es einen Infekt auslöst?

          Kommentar


          • Re: Ureaplasma Urealyticum


            ja, das ist richtig.

            Gruss,
            Doc

            Kommentar


            • Re: Ureaplasma Urealyticum


              Hallo!

              Also ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, Dich untersuchen zu lassen und Dich auch ggf. behandeln zu lassen.
              Ich hatte auch diese Ureaplamsmen und ich hatte Beschwerden, eine Harnröhrenentzündung die ich ewig mit mir rumgschleppt habe, da ich immer nur auf Blasenentzündung behandelt wurde.
              Die Urologin, die dann die endlich die richtige Diagnose stelle (ich bin ihr immer noch dankbar!) meinte, dass ich die Bakterien schon lange haben könnte ohne Beschwerden gehabt zu haben, die können also auch erst später kommen.

              Liebe Grüße

              Sinah

              Kommentar



              • Re: Ureaplasma Urealyticum


                Hallo Doc,
                auch wenn ich jetzt endlos auf diesem Thema herumreite ()
                Ich verstehe das nicht so ganz. Der Urologe sagt zu meinem Mann "das ist nichts gravierendes. wie ein schnupfen"...
                Andererseits lese ich von Entzündungen, UNFRUCHTBARKEIT ( das wärs noch! Planen 2. Kind. Deshalb auch die Untersuchungen ), und diversen anderen schrecklichen Sachen. Auch habe ich gelesen, dass diese Erreger trotz Behandlung bei vielen Frauen NIE weggehen. Das hört sich so nach tickender Zeitbombe an.. (|8)) Könnte ja jederzeit was kommen. Können diese Erreger auch Schaden anrichten, auch wenn man keine Beschwerden hat !?
                Fragen über Fragen, ich weiss.....

                Danke schonmal.

                P.S. wahrscheinlich sollte ich mir gar nicht so einen Kopf machen, bis raus ist, ob ich das überhaupt hab. (|8))

                Kommentar


                • Re: Ureaplasma Urealyticum


                  Hallo,

                  ich denke auch, dass zunaechst der Befund abgewartet werden sollte. Solange keine massiven Beschwerden bestehen, sind auch kein gravierenden Folgen der Infektion zu erwarten.

                  Gruss,
                  Doc

                  Kommentar


                  • Re: Ureaplasma Urealyticum


                    Ich kann mittlerweile berichten, dass ich beim FA war zwecks Abstrich und ich KEINE Ureaplasmen habe ()))()))()))
                    Mein Mann hat die 10-Tageskur Antibiotika hinter sich und das Sperma sieht auch wieder normal aus.

                    Ich hab noch eine andere Frage: aufgrund eines Fersenbeinbruchs muss er jetzt Mono-Embolex gegen Thrombose spritzen.
                    Da wir ja am zweiten Kind basteln, hat er bedenken ob man während der Zeit in der diese Spritzen gegeben werden lieber nicht "üben" sollte. !?
                    Da kann doch nichts passieren, wenn ich schwanger würde, oder? Kanns mir eigentlich nicht vorstellen.

                    Liebe Grüße

                    Kommentar



                    • Re: Ureaplasma Urealyticum


                      Hallo,

                      daraus entsteht kein Nachteil bezueglich einer eventuellen Schwangerschaft.

                      Gruss,
                      Doc

                      Kommentar


                      • Re: Ureaplasma Urealyticum


                        Hallo Doc,

                        dann sind wir beruhigt ()))
                        Vielen Dank nochmal für die schnellen & hilfreichen Antworten !

                        Dies ist wirklich ein gutes Forum *großes Lob*
                        Weiter so!!!

                        Kommentar


                        • Re: Ureaplasma Urealyticum


                          Hallo Herr Dr. Scheufele,

                          ich habe auch eine Frage zu Ureaplasma urealyticum. Diese Diagnose stellte mein Urologe, nach 2 jähriger immer wiederkehrender Blasenentzündung und erfolglosen Behandlungen vom Frauenarzt auf "ne harmlose Blasenentzündung, die geht und kommt.", fest. Nun möchte ich wissen, was die Ursachen für das Wachstum dieses Ureaplasma urealyticum sind, wie kann das übertragen werden? Mein Freund fragte mich das, nachdem ich ihm sagte wie die Diagnose lautet.

                          Vielen Danke und Grüße
                          Diana Kühne

                          Kommentar


                          • Re: Ureaplasma Urealyticum


                            Hallo Diana,

                            Ureaplasma urealyticum ist haeufig auch bei Gesunden vorhanden und muss keine Beschwerden hervorrufen. Die Uebertragung erfolgt ausschliesslich durch GV.

                            Gruss,
                            Doc

                            Kommentar


                            • Re: Ureaplasma Urealyticum


                              Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!! Also heisst das, dass ich dieses Ureaplasma urealyticum entweder durch meinen jetztigen Partner oder meinem vorherigen Freund bekommen habe, wenn es nur über GV übertragbar ist? Mein Urologe meinte das auch mein Freund auf Ureaplasma urealyticum untersucht werden muss. Ist dies zwingend notwendig? Weil der Urologe mitteilte, das diese Untersuchung mittels Spermaprobe erfolgt und mein Freund sich weigert diese beim Urologen abzugeben. Gibt es vielleicht auch eine andere Möglichkeit? Ich habe gelesen, das eine Untersuchung mittels Urin und Sperma meist zu negativen Ergebnissen führt auch wenn dies tatsächlich nicht der Fall ist. Wie erolgt ein Abstrich beim Mann, wenn es sowas gibt? Kann man Ureaplasma urealyticum auch über das Blut feststellen?

                              Das waren nun alle Fragen, die mir noch auf dem Herzen lagen! Vielen Dank und Grüße

                              Diana Kühne

                              Kommentar


                              • Re: Ureaplasma Urealyticum


                                Hallo,

                                die Infektion muss durch GV uebertragen worden sein. Die Partnerkontrolle ist sinnvoll, meines Wissens ist beim Mann auch ein Nachweis per Harnroehrenabstrich moeglich. Im Blut kann eine Antikoerperuntersuchung durchgefuehrt werden.

                                Gruss,
                                Doc

                                Kommentar


                                • Re: Ureaplasma Urealyticum


                                  Vielen Dank Herr Dr. Scheufele!!

                                  Kommentar