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nochmal Scheidenentzündung

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  • nochmal Scheidenentzündung

    Hallo Doc,
    danke für Ihre Antwort.
    Nochmal `ne Frage:
    Es gibt also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, keine spezielle Therapie bei Scheidenentzündung nach Antibiotika Gabe. Also spielt der Auslöser der Scheidenentzündung keine Rolle, es wird immer gleich behandelt? Wenn ja, mit was? Gibt es auch pflanzliche Medikamente?


  • RE: nochmal Scheidenentzündung


    Hallo Andrea,

    das Antibiotikum selbst loest ja nicht die Entzuendung aus, es schafft sozusagen nur die Voraussetzung fuer eine Infektion.
    Natuerlich muss dann gezielt, je nach Erreger (Pilz, Bakterien) behandelt werden. Wenn eine Infektion vorliegt, ist sie allein mit pflanzlicher Behaandlung meist nicht zu beheben.

    Gruss,
    Doc

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    • RE: nochmal Scheidenentzündung


      Hallo, Andrea!

      Ich habe selbst jahrelang Probleme mit Scheiden- und Blasenentzündungen gehabt (dass ich immer noch ganz große Probleme anderer Natur habe, können Sie, falls Interesse besteht, in meinem Beitrag lesen).
      Da ich mich aufgrund eigener Probleme jahrelang mit dem Thema "Scheidenentzündung" auseinander gesetzt habe, habe ich noch ein paar Tipps, die vielleicht bei Frauen, die noch nicht so lange betroffen sind, helfen könnten.
      In jedem Fall würde ich Ihnen jedoch raten, einen Frauenarzt darauf anzusprechen, leider gibt es nicht viele gute von der Sorte (eigene Erfahrung).
      Die Scheidenflora (also die natürliche Zusammensetzung der Bakterien) besteht größtenteils aus sogenannten Döderleinbakterien (auch Laktobazillen oder Milchsäurebakterien genannt). Diese verursachen einen sauren ph-Wert des natürlichen Ausflusses. Wenn dieses natürliche Milieu gestört wird, werden die Milchsäurebakterien geringer, der ph-Wert geht mehr ins Basische. Das saure Milieu ist unsere natürliche Abwehr gegen Fremdbakterien, von denen es viele auf der Haut gibt, allen voran auch Darmbakterien, die öfter vom After "hinüberwandern" können. Ist nun das Milieu gesört (z.B. durch die OP), können sich diese Keime ungestört ansiedeln.
      Das Problem mit den Antibiotika besteht darin, dass sie gleichermaßen Fremdbakterien als auch die "guten" Laktobazillen zerstören, so dass Pilze im Genitalbereich hervorragend wachsen können. Dazu muss man sich nicht direkt irgendwo angesteckt haben.
      Frage: Sind Ihre Entzündungen wirklich permanent, oder verbessert es sich kurzweilig (z.B: nach Gabe von Medikamenten)?
      Hat Ihr Frauenarzt einen Abstrich entnommen und diesen im Labor auf Bakterien und Pize untersuchen lassen oder zumindest unter Mikroskop geschaut? Wenn er nämlich die Medikamente nur auf Verdacht gegeben hat, muss er wirklich schlecht sein. Auf Verdacht weiß er nämlich gar nicht, welche Bakterienart das Problem ist und welche Antibiotika dagegen greifen, denn es gibt auch Resistenzen. Suchen Sie auf jeden Fall jemanden, der gründlich arbeitet!
      Ein Tipp noch für Sie: Der Doc hat ganz Recht, wenn er sagt, dass das normalerweise nicht ohne Antibiotika ausheilt. Wenn sich das Problem jedoch nur im äußeren Bereich aufhält und im Inneren der Scheide kein Ausfluss ist, könnte eine Lokalbehandlung mit Salbe (natürlich auch ausgetestet!) sogar bessere Erfolge erzielen.
      Sie sollten Ihren Arzt unbedingt auf einen Scheidenflora-Aufbau ansprechen. Es gibt dafür Zäpfchen, (z.B. Vagiflor, Döderlein-Med), die Milchsäurebakterien enthalten und auf diese Weise das natürliche Milieu wieder aufbauen. Zusätzlich gibt es noch Gynatren-Spritzen, eine Art Impfung, auch mit Döderlein-Bakterien (keine angst, die Sproitze geht in den Po).
      Ich hoffe, ich konnte helfen.
      Lieben Gruß

      Ellie

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      • RE: nochmal Scheidenentzündung


        Hallo Elli,
        Danke für Ihre Antwort. Ich bin mir nicht sicher,ob der neue FA, da ich umgezogen bin, einen Abstrich gemacht hat oder auf gut Glück nur behauptet, es wären keine Pilze, Bakterien, nur, die,die auf der Haut allgemein vorkommen, diese würde meine Scheidenentzündung hervorrufen. Stimmt dies?
        Auf jeden Fall brennt es immer innerlich, auch innerlich rot und geschwollen. Ich werde mir wohl einen weiteren FA suchen müssen, der mich besser untersucht.
        Wie haben Sie letztendlich Ihre Scheidenentzündung in den Griff bekommen oder leiden Sie heute noch daran? Was war bei Ihnen der Auslöser, auch OP, Abszess, Pilzinfektion? Brennt es bei Ihnen auch dauernd innerlich? Welche Beschwerden haben oder hatten Sie?
        Gruß Andrea

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        • RE: nochmal Scheidenentzündung


          Wo ist Ihr Beitrag zu finden?

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          • RE: nochmal Scheidenentzündung


            Hallo, Andrea!

            Mein Beitrag ist vom 19.2., den habe ich geschrieben, kurz bevor ich Ihren entdeckt habe, ich glaube 21 Uhr nochwas.
            Naja, ob das so richtig weggegangen ist, weiß ich noch nicht. Aller Wahrscheinlichkeit nach lag es an den Bartholinischen Gängen, die zu einer Drüse führen. Die Ausführungsgänge liegen links und rechts am hinteren Scheideneingang.
            Ich weiß nicht, ob unsere Fälle ähnlich sind, ich leide jetzt seit 10 Jahren darunter (und bin erst 22).
            Ich habe bisher zwei Beiträge geschrieben, der erste ist vom Januar mit dem Thema "Schmerzen am Scheideneingang" (einfach in die Suchmaschine von Onmeda eingeben). Der zweite ist, wie gesagt, vom 19.2. mit dem Thema "Bartholinische Gänge". Die Antwort des Docs hier ist allerdings mehr als dürftig.
            Wenn Sie den Ort der Schmerzen als das Innere der Scheide identifizieren können, liegt das Problem bei Ihnen wahrscheinlich nicht daran. Mein Doc hat mir gesagt, dass das so selten ist, dass solche Eingriffe wie bei mir (hatte nämlich auch vor einer Woche eine OP) fast nie durchgeführt werden. Da er sich jetzt ziemlich schwammig ausdrückt und mir ehrlich sagt, er wisse nicht, ob die bei mir festgestellte Verengung wirklich Auslöser für die Entzündungen war, habe ich das dumme Gefühl, dass er einen solchen Eingriff zum ersten Mal durchgeführt hat. So ähnlich hat es jedenfalls geklungen. Und dabei operiert er fast jeden Tag! Jetzt habe ich Komplikationen nach der OP bekommen, habe linksseitig Höllenschmerzen und alles ist ganz hart, rechtsseitig ist es nach der OP viel besser geworden.
            Wie gesagt, ich denke nicht, dass Sie damit ein Problem haben. Also bitte nicht unnötig verrückt machen!
            Wenn bei mir ein Abstrich gemacht wird, muss ich normalerweise den Laborzettel unterschreiben. Allerdings bin ich Privatpatientin und weiß nicht, ob das bei Kassenpatienten auch so gemacht wird.
            Was ich nicht ganz verstehen kann, ist, dass Sie nicht wissen, ob er einen gemacht hat oder nicht. Normalerweise sagt er das bei der Untersuchung (man merkt es ja auch) und erklärt auch, wenn er etwas ins Labor schickt.
            Die Frage, wie man einen guten Frauenarzt von einem schlechten unterscheiden kann, ist gar nicht so einfach, selbst für mich nicht (ich kenne jetzt bestimmt an die 15 bis 20 von der Sorte). Einen ganz schlechten erkenne ich relativ schnell im Vorgespräch, nämlich, wenn er nur Standard-Fragen stellt und überhaupt nicht richtig zuhört und sich kein bisschen Zeit nimmt.
            Es gibt viele Frauenärzte, die mit dem Fließband-System arbeiten. Die erkennt man an übervollen Wartezimmern und daran, dass fast jede Patientin nach ca. 5 Minuten wieder rausgeht. Um diese Ärzte mache ich einen meilenweiten Bogen. Weiterhin erschreckt es mich oft, wenn ich den unfortschrittlichen Wissensstand des Arztes bemerke. Da ich mir mit der Zeit alles Mögliche an Wissen über diesen Bereich erarbeitet habe, erschreckt es mich schon sehr, wenn der Arzt weniger weiß als ich. Es gibt immer noch genug, die noch nie etwas von Gynatren-Spritzen gehört haben, da das Medikament relativ neu ist. Daran sieht man, dass diese sich nicht fortbilden und auf dem Wissensstand von vor 20 Jahren sind. Das ist auch der Grund, weshlab ich selber angefangen habe zu recherchieren, bei den Ärzten, bei denen ich vorher war, habe ich selten vernünftige Infos bekommen.
            Aber ich will Ihnen keine Angst einjagen, ich rate halt nur zur Vorsicht bei der Wahl des Arztes. Sprechen Sie den Nächsten einfach auf Gynatren an - normalerweise wird er wissen, was das ist. Ich kann nur sagen, dass ein Frauenarzt, der keinen Abstrich macht, nichts taugt. Ansehen und feststellen, ob eine Entzündung vorliegt, könnte ja beinahe schon jede Privatperson!
            Notfalls können Sie es ja auch mal bei einem Hautarzt probieren, aber davon gibt es noch mehr schwarze Schafe als bei den Gyns! Die machen nämlich fast nur Blickdiagnose. Ich habe zum Glück einen Guten gefunden, der auch mit Laborwerten arbeitet und mir bei äußerlichen Genitalproblemen schon sehr geholfen hat.
            Wo kommen Sie her?
            Ich bin aus Berlin.
            Viele herzliche Grüße und gute Besserung!

            Ellie


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            • RE: nochmal Scheidenentzündung


              Vielen Dank für Ihre Antwort. Weil ich Schmerzen habe, ist dem Frauenarzt das "Instrument" das er zur Dehnung der Scheide einführt, um anschließend den Scheidenabstrich vorzunehmen, auf den Boden gefallen. Ich habe meinen Kopf weg gedreht und habe nur noch gespürt, wie er kurz abgetastet hat. Darum kann ich dazu nicht sagen, ob er doch irgendwie kurz nen Abstrich gemacht hat oder nicht. Mein Freund, der auch dabei war, kann dies leider auch nicht bestätigen. Mein Brennen, Rötung befindet sich hauptsächlich im ersten Drittel der Scheide, also beim Scheideneingang, innerlich. Die Krämpfe an der Abschlußnarbe muss ich wohl operativ beheben lassen. Das ist ein glatter Muskel, der nicht willentlich angespannt werden kann oder entspannt. Darum Krämpfe beim Sex u. gyn. Untersuchungen.Es ist erschreckend, wie viele FA doch die Patientinnen sehr schlecht und unkompetent behandeln. Früher hätte ich dies nicht für möglich gehalten, aber seit ich umgezogen bin, treffe ich nur auf grobe, unsympathische FA. Sie haben doch alle einen Eid geschworen, den Menschen zu helfen und nicht, um die Zeit rumzubekommen und Geld für nichts zu erhalten. Ich wohne in der Nähe von Memmingen.

              Alles Gute.

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