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Diffuser Haarausfall

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  • Diffuser Haarausfall

    Guten Tag,

    ich leide unter einer androgenitischen Allopezie.

    Kann diese durch einen starken Eisenmangel ausgelöst worden sein? Sämtliche Medikamente, Ell Cranell Alpha, Androcur, Diane 35, haben auf Dauer keine richtige Abhilfe schaffen können.

    Auch mehrmals schon ist ein Trichogramm gemacht worden, welches zum Zeitpunkt der Untersuchung aber keine Auffälligkeit aufwies. Habe diesen Haarausfall schon ca. 10 Jahre, das Haar wird immer dünner, lichte Stellen gibt es noch (!) keine.

    Wer weiß Rat oder hat noch andere Ideen?

    Gruß

    GG


  • RE: Diffuser Haarausfall


    Hallo,

    androgenetische Alopezie ist meist erblich bedingt. Starker Eisenmangel loest sie nicht aus, kann sie aber negativ beeinflussen.
    Mir sind leider auch nur die ueblichen, hormonellen Behandlungsmethoden bekannt. Zu beachten ist dabei, dass der Behandlungserfolg oft erst nach Monaten eintritt und auch nur bei anhaltender Behandlung bestehen bleibt.

    Gruss,
    Doc

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    • RE: Diffuser Haarausfall


      Hallo Gaby,

      ich würde Ihnen doch auch einmal eine Vitaminstatusuntersuchung, als auch eine Schildrüsenuntersuchung empfehlen.
      Eine Überfunktion der Schilddrüse und falsche Ernährung kann auch die Haare dünner und brüchiger machen.
      Allerdings hätte das meiner Meinung nach innerhalb der 10 Jahre schon längst hätte passieren müssen. Was nicht ist, sollte man nachholen, aber vielleicht ist mein Rat auch hinfällig, da Sie das auch schon veranlasst hatten. Wenn nicht, war es gut, dass ich es erwähnt habe.
      Ich weiß, das das auch eine psychische Belastung darstellen kann und das man sich häufig auch in sich zurückzieht. Denken Sie aber daran, dass es zum Glück auch genug Menschen auf der Welt gibt, die auf das Herz schauen und nicht auf die Haare. Und Ihr Herz wird sich durch den Mangel an Haaren ganz betimmt niemals ändern.
      Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie dem Übel näher rücken können. Dafür wünsche ich alles erdenklich Gute.

      LG amza

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      • RE: Diffuser Haarausfall


        Hallo Herr Dr.


        Im Prinzip kann jede proliferationshemmende Stoffwechselstörung eine genetische Alopezie auslösen,da es in jeder Catagenphase zur Apoptose kommt.Das hat zur Folge das der Haarfollikel,der ja als Miniaturorgan nicht nur abhängig von sämtlichen Hormonen und Peptiden ist,sondern in seiner Eigenschaft als Äquivalent der HPA-Achse solche auch eigenständig produziert,aufgrund dauerhaften catagen getriebenen apoptotischen Einflüsse ,zunehmend insuffizent wird.Damit ist er jeglicher "Witterung" schutzlos ausgeliefert,d.h die Expression der Gene wird dank fehlender Schutzmassnahmen geändert erfolgen.Ein insuffizienter Haarfollikel kann nicht mehr ausreichend IGF-1 produzieren,und das hat zur Folge das hormonell nachgeschaltete Faktoren(tgf-ß,tnf-a) nun erheblichen Schaden anrichten,da sie nicht mehr ausreichend antagonisiert werden können.Ferritin interaktiert mit Melanin,welches neben der Pigmentierung auch antiapoptotische Eigenschaften besitzt.Fehlt es,ist die Melaninsynthse gestört(Haar wird oft heller bei Eisenmangel).Ist der Haarfollikel einmal angegriffen,und dementsprechent insuffizient,werden alle möglichen Hormone und Einflüsse gefährlich bezogen auf die Proliferation der Haarbalgzellen.Prolactin,DHT,oxidativer Stress,krankheitsbedingte Veränderungen der Zytokinsekretion,Stresshormone etc.Der Haarfollikel wird dann multihormonell empfindlich.Das ist auch der Grund warum eine antiandrogene Behandlung alleine oft nicht zu kosmetisch befriedigenden Resultaten führt.Sexualhormone mögen zwar die dramatischsten antiproliferativen Einflüsse ausüben,sind aber nicht die einzigen Proliferationshemmer.

        Gruss Marcel G.

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