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OP technische Frage

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  • OP technische Frage

    Nochmals Hallo Dr. Glöckner,
    ich habe gerade gesehen das Sie in einem KH tätig sind und deshalb gehe ich mal davon aus das sie auch als Operateur tätig sind.
    Vielleicht könnten Sie mir einen Zusammenhang erklären ?
    Bedingt durch eine Endometriosesanierung habe ich eine Darmentleerungsstörung die meinen Operateuren Rätsel aufgibt.
    Bei meiner Endosanierung wurden 10 cm oberes Rektum/Sigma entfernt sowie ein pflaumengrosser Douglasknoten. Weiterhin hatte ich eine Scheidenteilresektion sowie eine Entfernung beider Lig. sakro uteri. Das Ganze wurde im SL Verfahren operiert d.h.
    bei der ersten grossen OP wurden die Eierstöcke an der vorderen Bauchdecke pexiert und 4 Wochen später erfolgte die Second look mit Adhäsiolyse.
    Bei der SL stellte man massive Verwachsungen im Unterbauch fest die wiederrum gelöst wurden.
    Erst nach der Adhäsiolyse kam es zu meiner Darmentleerungsstörung. Erst vermutete man Verwachsungen aber es stellte sich herraus das ich nur eine Verwachsung im Bereich Sigma/Rektumübergang hatte und der Darm darüber (Sigma) vollständig mobil war ebenso im Bereich des Rektums selber was in Anbetracht meiner vorherigen Verwachsungen wohl erstaunlich ist.
    Zusätzlich wurde festgestellt das ich ein elongiertes Colon habe welches früher physiologisch fixiert war und nun mobil ist. Leider haben meine Operateur letzens nur wieder eine Adhäsiolyse dieser einen Verwachsung vorgenommen und sind davon ausgegangen das mein Problem danach gebessert sei. Das ist aber nicht der Fall und so hat man mir geraten langfristig Abführmittel zu nehmen was die Störung auch bessert aber eben nicht vollständig behebt.

    Ich habe mich daherher an einen weiteren Arzt gewendet der anstelle der Verwachsung eine ganz andere Erkärung hatte. Er meinte:
    1. der mobile, elongierte Sigmabereich könnte sich einstülpen und so das Entleerungsproblem auslösen.
    Ich habe wohl REICHLICH Darm, so die Aussage nach Anblick der Colon-KE Bilder.

    2. es könnte zusätzlich eine Verletzung von Nervenbahnen durch die OP vorliegen. Ausserdem könntees durch Überdehnungen zu Nervenzellausfällen kommen, was man abklären müsste.

    Als ich Ihm dann erzählt habe das meine Lig. sacro-uteri Bänder entfernt wurden meinte er:
    AHA, ja ja...DAS kann mit der Darmentleerungsproblematik zusammen hängen.
    Er hat noch irgendwas von Nerven in diesem Bereich erzählt aber ich habe nicht wirklich verstanden was der Verlust der Lig. sacro uteri mit meiner Darmentleerungsstörung zu tun haben soll.

    Wissen Sie was er damit meinen könnte ?????????

    Zumindest hat es mich sehr erstaunt das meine Operateure trotz OP`s und Colon-KE mir keine Ursache nennen konnten und dieser Arzt sofort die Problematik mit allen Syptomen kennt.
    Ich muss dazu sagen das ich trotz meines langen Darmes früher nie Darmprobleme hatte selbst mit Endo nicht.

    Eine Möglichkeit wäre eine Pexi dieses Bereiches wenn aber eine Nervenschädigung vorläge käme nur eine Resektion des erkrankten Bereiches in Frage.
    Er hat mir geraten mich in Berlin bei einem Spezialisten für dieses Problem vorzustellen weil er selber damit wohl an seine Grenzen stößt. Finde ich sehr gut diese Einstellung und ich wünschte meine vorherigen Operateure hätten mir schon früher mal diese Empfehlung gegeben anstatt nur an Adhäsiolyse zu denken.

    Also, was hat eine Darmentleerungsstörung mit der Entfernung von Gebärmutterhaltebänder zu tun ?
    Verstehe ich nicht. Das sind doch zwei total verschiedene Bereiche, oder ?

    Vielen Dank im vorraus. Leider dauert es ewig bis man Termin bei Spezialisten bekommt und ich grübel und grübel vor mich hin was da wohl schief gelaufen ist bei mir.

    Mauerblümchen


  • RE: OP technische Frage


    Wirklich schiefgelaufen ist sicher nichts.
    Aber die Beschwerden können tatsächlich durch die Operation bedingt sein, wobei gerade eine Nervenschädigung bei radikalen Eingriffen nicht unwahrscheinlich ist.
    Die sacrouterinen Bänder enthalten eigentlich keine Nervenbahnen, die für den Darm zuständig wären.
    Man kann aber dabei sehr leicht andere Nervenbahnen verletzen, die diese Probleme verursachen können.
    Das dürfte tatsächlich die Hauptursache sein.

    Kommentar


    • RE: OP technische Frage


      Also verstehe ich das so: Im Bereich dieser Bänder laufen wichtige Nerven die mit der Darmentleerung was zu tun haben und diese könnten verletzt sein ?

      Ich habe schon überlegt ob er von einem indirekten Problem durch das Entfernen dieser Bänder redet. Also davon, dass sich meine nach hinten gekippte GM irgendwie runterdrückt, oder so ähnlich.

      Hoffe trotzdem das ich ein REIN mechanisches Problem habe und bin mal gespannt was man mir vorschlägt und vor allem wie man die Diagnose sichern will. Ein OP zwecks Diagnose muss nicht sein.
      Von radikalen Eingriffen halte ich allerdings auch nichts mehr, Frau sieht ja wo das hinführt: Verwachsungen, Verwachsungen....

      Die Beschwerden sind ganz klar OP-bedingt. Das sieht auch mein Chirurg so mit der Aussage: Funktionelle Darmentleerungsstörung, Zustand nach Endometriose Chirurgie.
      Er hat mich bestimmt nicht schlecht operiert für das Ausmaß meiner Erkrankung und ich unterstelle Ihm das auch nicht aber ich gehe jetzt definitiv wo anders hin wenn er mir keine plausible Erklärung + Vorschlag liefern kann und nur rumdruckst: Nehmen sie Abführmittel

      Abführmittel zu nehmen, auch wenn Movicol unbedenklich sein soll, finde ich nicht gut und das löst auch nicht das komplette Problem.

      Vielen Dank für Ihre Einschätzung, Mauerblümchen

      Kommentar


      • RE: OP technische Frage


        Die Nerven verlaufen in der Nähe der Bänder und könnten verletzt sein.
        Ggf. sollte ein Chirurg die Sache abklären und ggf. operieren, wenngleich es sicherlich mal nur mit einer erneuten Darmresektion möglich ist.
        Aber das muss man im Einzelfall entscheiden.

        Kommentar



        • RE: OP technische Frage


          Kann man Nervenbahnen am Darm messen und somit feststellen:
          OB und WELCHE evl. verletzt sind BEVOR man operiert wird.
          Nicht das ich mir unnötig Darm entfernen lasse der NUR nicht ausreichend fixiert ist obwohl, besagte Nervenbahnen, ok sind. Wäre ja ärgerlich.
          Der Spezialist sprach auch von einer Entfernung des erkrankten Bereiches, nur wer garnantiert mir dafür das dadurch nicht wiederrum Nerven verletzt werden ? KEINER

          Dank, ich weis, ich frage Sie bestimmt langsam ein Loch in den Bauch aber das ist eine schwere Entscheidung und Chirurgen sind meißtens immer schnell dabei einem was rauszuschneiden.
          Der letzte meinte doch glatt: "Wieso wollen sie das nicht, ist doch keine grosse Sache ". Cool war auch: "Sie haben doch reichlich". Vielleicht bin ich zu geizig bzw. vielleicht weis ich einfach was da auf einen zukommt.

          Mauerblümchen

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          • RE: OP technische Frage


            An der Beschaffenheit des Darmes kann man während der OP recht gut sehen, ob die Nervenversorgung gewährleistet ist.
            Der nicht so gut versorgte Bereich ist normalerweise aufgedehnt.
            Messen kann man meines Wissens nichts.
            Aber das sollten Sie ggf. einen Chirurgen fragen und weniger einen Gynäkologen. Letzterer operiert nur selten direkt am Darm.

            Kommentar


            • RE: OP technische Frage


              Och liebes Mauerblümchen, du hast dich ja mit schwerwiegenden Fragen auseinanderzusetzen. Kommt mir doch alles sehr bekannt vor. Stecke auch grad wieder drin - a propos Darm... Heul!

              Aber ich wünsche DIR alles Gute und bleib dran - du gibst nicht auf, das find ich super! Du hast eine angenehme Art, Fragen zu stellen und stellst sehr konkrete, klare Fragen - also kein Grund, damit aufzuhören!Hihi!

              Mach's ganz gut!!


              Lg

              Blüemli

              Kommentar



              • RE: OP technische Frage


                Hallo Dr. Glöckner,
                danke nochmals für Ihre Informationen.
                Der Brief an meinen Darmoperateur mit der Frage hinsichtlich einer Nervenschädigung ist schon rausgegangen. Da er meinen Darm letztens operativ unter die Lupe genommen hat denke ich das er am Besten eine Einschätzung abgeben kann. Er ist übrigens ein Gynäkologe der sich auf Verwachsungen spezialisiert hat und somit zwangsläufig viel mit dem Organ "Darm" zu tun hat. Leider neigen Adhäsiolysespezialisten gerne dazu Verwachsungen als allgemeine Diagnose zu stellen auch wenn nur eine Verwachsung vorliegt. Irgendwas findet sich immer um daran rumzulösen.
                Je nach dem welchen Spezialisten man konsuliert ist die Diagnose immer abhängig von der Spezialisierung des jeweiligen Arztes. Als Patient hat man es somit garnicht leicht die verschiedenen Theorien entsprechend einzuordnen.
                Ihre Informationen helfen mir in so fern das ich nun zielgerichtete Fragen an meine Operateure stellen kann, gesetzt den Fall sie sind gewillt mir diese zu beantworten.

                @ Blüemeli:
                Schön das Du Dich zu mir gesellst !!!! Habe Dich schon vermißt. Komme Zuhause leider selten an den PC aber ich hoffe meine Mail hast Du erhalten ?
                Ja, es ist schon ein Dilemma mit den Darmprobs und sehr schwierig die richtige Entscheidung zu treffen.
                Vorsicht ist in jedem Fall geboten.
                Ich kann Dir nur raten Dich gründlich zu informieren und VOR jeder OP verschiedene Meinungen einzuholen denn die Meinungen können sehr unterschiedlich sein.
                Letzen Endes müssen aber WIR mit unserem Bauch leben.
                Mit der Wahl des Arztes wählst Du zwangsläufig auch das Konzept des jeweiligen Arztes und da es kein allgemeines Konzept gibt sind die Ansätze insgesamt sehr unterschiedlich.
                Was hast Du denn derzeit für Darmprobs ????

                Mein Wahlspruch lautet übrigens:

                WER ETWAS WAGT KANN VERLIEREN - WER NICHTS WAGT HAT VERLOREN.
                Also: Nicht aufgeben - dran bleiben - nachbohren - Entscheidung fällen !!!

                Liebe Grüsse, Mauerblümchen

                Kommentar


                • RE: OP technische Frage


                  Nichts für ungut, aber was bitte schön hat DAS im Gynäkologie-Forum zu suchen?

                  Für Ihre Darmprobleme ist das mit Sicherheit nicht das richtige Forum, und private Mails gehören hier m. M. nach erst recht nicht rein.

                  Annette

                  Kommentar