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Prosiston

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  • Prosiston

    Hallo,

    warum gibt es eigentlich Prosiston und vergleichbare Produkte (also solche mit gleicher Dosierung) nicht mehr auf dem Markt? Die können aber noch nicht so lange weg sein ggf. im Sommer diesen Jahres. ich hatte versucht etwas darüber heraus zu bekommen, klappte aber nicht.
    Was wird denn jetzt dazu benutzt, um Entzugsblutungen auszulösen oder Blutungen zu verschieben?
    Wissen Sie zufällig die Dosierung von Prosiston, in der gelben Liste wurde es nämlich auch schon gestrichen.

    Danke


  • RE: Prosiston


    Es haben sich die Zulassungsbedingungen geändert.
    Eine Nachzulassung ist für die Unternehmen sehr teuer.
    Daher wurden etliche Präparate nicht nachzugelassen, da es Ausweichprodukte auf dem Markt gibt.

    Prosiston war ein Kombinationspräparat aus Östrogenen und Gestagenen (ich glaube Ethinylestradiol 25 µg und Norethisteron 6 mg).

    Kommentar


    • RE: Prosiston


      Danke für Ihre Antwort.
      Gab es vor 10 Jahren schon den Gestagentest bei sekundärer Amenorrhoe? Dieses Produkt (Prosiston) dürfte ja eigentlich keine Aussage über die Funktionsfähigkeit der Eierstöcke bzw. einer Corpus-luteum-Insuffizienz treffen, oder? Meiner Ansicht nach, hat bei mir damals Gestagen in der zwieten Zyklushälfte gefehlt, so daß es ewig dauerte, bis ein eisprung ausgelöst wurde. Das Endometrium hat sich stattdessen zeimlich gewaltig in der langen Zeit aufgebaut, was natürlich entsprechend störend war. Nach 10-tägiger Gabe von Prosiston stellet sich dann die erwünschte Entzugsblutung ein. Da es bei mir seither keine pillenfreie Zeit mehr gab, frage ich mich halt mittlerweile, um was für eine Art sek. Amen. es sich gehandelt hat und ob die eierstöcke zumindest partiell funktionsfähig sind. Ich laß, daß der Gestagentest mit z.B. Duphaston Aussagen über die Art treffen kann, je nachdem, ob eine Entzugsblutung ausgelöst wurde oder erst nach einer Östrogen-Verabreichung.

      Viele Grüße

      Kommentar


      • RE: Prosiston


        Eine Information über die Funktion der Eierstöcke gibt der Gestagen-Test wirklich nur sehr indirekt.
        Wenn sich das Endometrium aufbaut, dann sind auf jeden Fall ausreichend Östrogene vorhanden.
        Die erste Phase, die sogenannte Proliferation, funktioniert demnach.
        Progesteron wandelt dann das proliferierte Endometrium sekretorisch um.
        Dies kann dann später abbluten.
        Bleibt die Blutung aus, war kein ausreichendes Endometrium vorhanden.

        Der Test ist eigentlich schon recht alt. Prosiston war ja nun kein reines Gestagen.
        Aber auch mit Kombi-Präparaten kann man eine Blutung auslösen, was aber eigentlich mehr eine Entzugsblutung ist.

        Insgesamt klingt das ein bißchen nach persistierenden Follikeln, bei denen es zwar zu einer Eizellreifung, aber nicht zum Eisprung kommt.
        Das Endometrium proliferiert und wird nicht sekretorisch umgewandelt.
        Die Hormonproduktion des Follikels verhindert die Blutung über eine längere Zeit.
        Reicht der Hormonpegel nicht mehr aus, kommt es zu einem oberflächlichen Abbluten der Schleimhaut.
        Die stoppt dann mal wieder, fängt wieder an, stoppt mal wieder...
        Es kann sich dann ein völlig azyklisches Blutungsmuster, bis hin zu einer Dauerblutung, entwickeln

        Eine ganz gute Zusammenstellung in relativ kurzer Form finden Sie unter http://www.akh-consilium.at/daten/amenorrhoe.htm

        Kommentar



        • RE: Prosiston


          Danke nochmal, auch für den Link.
          Die Österreicher machen sehr viel im Hinblick auf Publikationen im Internet, ist mir aufgefallen. Ich habe schon oft auf .at seiten zugegriffen, weil sie sehr viel über Hormone in online-fachzeitschriften veröffentlichen.

          Und sie haben recht mit der Vermutung der Eizellreifung, der dann aber nicht der Sprung folgt: ich kann mich erinnern, daß meine FÄ damals sagte, ich stünde kurz vor dem Eisprung, aber auch 4 Wochen später hatte sich nichts getan, so daß dann Prosiston zum Einsatz kam.

          Schönen Sonntag wünsche ich

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