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Vulvodynie häufiger als bisher geglaubt

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  • Vulvodynie häufiger als bisher geglaubt

    Folgenden Artikel fand ich heute gerade zum Thema:

    "Durch eine amerikanische Serie erhält eine bis dahin eher unbekannte Erkrankung ungewöhliche Aufmerksamkeit: In der vierten Staffel von „Sex and the City", die in Deutschland ab Februar 2004 läuft, erkrankt Charlotte York an Vulvodynie. Forscher aus den USA weisen jetzt nach, dass das Frauenleiden diese Aufmerksamkeit verdient: Es ist häufiger, als bisher angenommen.
    Die Vulvodynie, die sich durch zum Teil schwerwiegende chronische Schmerzen im äußeren Genitaltrakt auszeichnet, wurde bisher als selten angesehen. Die Folge: Nur wenige Ärzte kennen sich mit der Erkrankung aus, die Schmerzen werden häufig fehldiagnostiziert und betroffene Frauen erhalten zum Teil über Jahre keine adäquate Behandlung. Eine aktuelle Untersuchung belegt nun, dass die Schmerzzustände doch nicht so selten sind.
    „Es hat sich herausgestellt, dass die Prävalenz höher ist, als wir glaubten", betont Barbara Reed von der University of Michigan Medical School. „Drei Prozent der Frauen berichteten über chronische Schmerzen und 1,7% hatten aktuell Schmerzen - das sind Millionen Frauen in den USA", erläutert die Professorin für Familienmedizin die Ergebnisse ihrer Studie.
    Reed hat in einer Internet-basierten Untersuchung 994 Frauen im Alter über 18 Jahren zu gesundheitlichen Aspekten befragt. Immerhin die Hälfte der Teilnehmerinnen gab an, schon unter Schmerzen im Genitaltrakt während des Geschlechtsverkehrs gelitten zu haben. 27,9% der Frauen berichteten von Schmerzen im Scheidenvorhof und bei drei Prozent persistierten die Schmerzen mehr als drei Monate.
    Da die Vulvodynie auf eine Hypersensitivität zurückzuführen ist, wird sie mit Substanzen behandelt, welche die Kontrolle der Nervensensitivität verbessern - etwa dem Antiepileptikum Gabapentin oder den Antidepressiva Amitriptylin sowie Paroxetin (aus diesem Grund behauptet Charlotte in „Sex and the City", sie habe eine „depressive Vagina"). Darüber hinaus kann eine physikalische Therapie hilfreich sein. „Viele der Frauen, die ich gesehen habe, litten seit Jahren unter Schmerzen, und bei einem Großteil trat nach der Behandlung eine deutliche Besserung ein", so Reed. "

    Nach Informationen von Eurekalert und dem Journal of Lower Genital Tract Disease.

    Quelle: BSMO