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Gelbkörperschwäche

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  • Gelbkörperschwäche

    Hallo Herr Dr. Glöckner,

    seit etwa 1 Jahr versuchen mein Mann und Ich ein zweites Kind zu bekommen. Ich hatte bereits vor der Geburt meines ersten Kindes eine Fehlgeburt, und nun leider im Februar auch noch eine zweite.
    Ich befürchte nun, daß ich eine Gelbkörperschwäche habe, da ich meistens erst am 18. Zyklustag einen Eisprung habe, also bei einem 28-Tage-Zyklus eine verkürzte 2. Zyklushälfte aufweise. Außerdem steigt die Basaltemperatur nach dem Eisprung nur sehr zögerlich an. Dies sind m.E. Anzeichen für eine Gelbkörperschwäche. Wie sehen Sie das?
    Ich habe kürzlich am 22. Zyklustag meinen Hormonspiegel untersuchen lassen, wobei der Progesteron-Wert bei 16,6 µg/l und der Östradiol-Wert bei 185 ng/l lag. Mein FA meinte, dies seien normale Werte. Müßte der Progesteron-Wert aber nicht zu verschiedenen Zeitpunkten im Zyklus gemessen werden, um eine eindeutige Aussage darüber treffen zu können? Ich habe Angst, dass ich eine weitere Fehlgeburt erleiden, und dass eine Gelbkörperschwäche dafür verantwortlich sein könnte. Was kann ich tun, um Sicherheit zu bekommen?


  • RE: Gelbkörperschwäche


    Hallo,

    also für mich hört sich das auch nach einer Gelbkörperschwäche an, wobei ich gleich anmerken möchte, dass ich kein Arzt bin! Wegen den Untersuchungen zum Ausschluss oder Bestätigung einer Gelbkörperschwäche sind verschiedene Möglichkeiten gegeben.

    Wenn der Zeitpunkt des Eisprungs ungefähr bekannt ist, sollte man ca. eine Woche nach erfolgtem Eisprung das Gelbkörperhormon aus dem Blut bestimmen. Besser sogar sind mehrere Bestimmungen im Abstand von 1-2 Tagen, da die Werte sehr schwanken können. Der mittlere Wert sollte höher als 10 ng/ml sein.
    Eine sinnvolle Ergänzung ist der Ultraschall in der Zeit nach dem Eisprung, wobei anhand bestimmter Ultraschallergebnisse ein Rückschluß auf die Qualität des Gelbkörpers und seiner Funktion bei der hormonellen Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut möglich ist.

    Da, wie bereits erwähnt, die Qualität des Gelbkörpers ganz entscheidend davon abhängig ist, wie die Qualität des Eibläschens war, aus dem er entstand, empfiehlt es sich auch, eine hormonelle Untersuchung bereits in der Follikelphase des Zyklus durchzuführen und dabei den Östradiol-Wert aus dem Blut zu bestimmen. Dies möglichst kurz vor dem Eisprung. Das ganze wird dann meist unter Zyklusmonitoring gemacht.

    Wenn Sie bedenken an der Vorgehensweise Ihres Arztes haben, so kann ich nur empfehlen eine zweite Meinung einzuholen. Gerade weil auch der Kinderwunsch doch schon einige Zeit besteht.

    Mehr kann ich Ihnen leider nicht helfen, aber ich bin sicher, dass Herr Glöckner Ihnen auch noch einen Expertenrat geben wird. Ich selbst kann Ihnen nur noch alles Gute für den Kinderwunsch wünschen und ebenfalls hoffen, dass Sie in Bezug auf die Diagnostik der evtl. vorliegenden Gelbkörperschwäche weiter kommen. Dafür und für alles weitere alles Gute.

    LG amza

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    • RE: Gelbkörperschwäche


      Hallo!
      Mir geht es ähnlich. Wir versuchen seit bereits fast 2 1/2 Jahren ein zweites Kind zu bekommen. In der Zwischenzeit hatte ich auch eine Fehlgeburt. Ich habe meinen Hormonspiegel zwar noch nicht untersuchen lassen aber ich habe nach dem ES bis zur Mens immer einen gelblichen Ausfluss. Ich denke dass das auch mit den Gelbkörperchen zusammenhängt. Über einen Rat wäre auch ich sehr dankbar.
      Viele Grüße
      alhambra

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      • RE: Gelbkörperschwäche


        Eine Gelbkörperschwäche wäre denkbar. Bei der verlängerten 1. Zyklusphase wäre aber auch eine Eizellteifungsstörung denkbar.
        Um die Progesteron-Produktion einschätzen zu können, reicht tatsächlich die Bestimmung in der 2. Zyklushälfte aus.

        Wenn es snst nicht klappen sollte, dann wäre eine Vorstellung in einer speziellen Kinderwunschsprechstunde sicherlich ganz günstig.

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        • RE: Gelbkörperschwäche


          Es wäre durchaus denkbar.
          Sie sollten das mit Ihrem FA besprechen und ggf. auch Behandlungmöglichkeiten mit ihm erörtern.

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          • RE: Gelbkörperschwäche


            Hallo Herr Dr. Glöckner,

            vielen Dank für Ihre Antwort.
            Weitere Zyklusstörungen, die mich beunruhigen, jedoch von meinem FA als völlig normal eingestuft wurden, sind vor allem Unterleibsschmerzen sowie ein starkes Spannen in den Brüsten, die nicht nur zum Eisprung auftreten, sondern auch darüber hinaus noch mehrere Tage anhalten. Außerdem Schmierblutungen, die nach der normalen Periode noch ca. 1 Woche andauern. Nachdem mein FA meinte, ich solle Agnus Castus nehmen, ist das Brustspannen nach mehrwöchiger Einnahme in diesem Zyklus auch tatsächlich ausgeblieben.
            Mein Prolaktin-Wert war bei der letzten Untersuchung mit 550 mIU/L erhöht (Referenzwert: <450). Kann es sein, dass die Einnahme von Agnus Castus sich schon prolaktinhemmend ausgewirkt hat und dadurch das Spannen in den Brüsten verschwunden ist?
            Mein FA meinte auch hier beschwichtigend, dass der erhöhte Prolaktin-Wert keinen Einfluss auf meinen Kinderwunsch habe. Im Internet habe ich aber etwas anderes gelesen. Kann man bei diesem Wert noch von einer leichten Erhöhung sprechen?
            Nach welchem Zeitraum und zu welchem Zeitpunkt im Zyklus sollte ich meinen Prolaktin-Wert nochmals überprüfen lassen?
            Besten Dank

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