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Oille ODER Psychopharmaka?

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  • Oille ODER Psychopharmaka?

    Hallo allerseits,

    ich bin auf der Suche nach Informationen welches Wahl wohl die schlechtere für mich ist: Pille oder Psychopharmaka. Es ist sehr schwer, irgendwie Vergleiche anzustellen und die Ärzte haben mir bisher auch nicht wirklich weiter geholfen, wenn sie mal über ihren fachlichen Tellerrand rausschauen sollten.

    Ich habe eine ganze Reihe an psychischen Problemen, wegen derer ich jedoch keine feste Medikamentation mehr nehme. Der Nutzen hat die Nebenwirkungen nicht ausgleichen können oder es gab garkeine gewünschte Wirkung. Ich habe wirklich viel ausprobiert. Meine Kriesen bekam ich mit genauso wie ohne Medikamente. Man muss dazu sagen, dass ich unter schweren Traumafolgen leide. Ich bin auch seit langem schon in psychologischer Behandlung.
    Bei Bedarf und wenn keine meiner anderen Strategien hilft, (möglichst selten) nehme ich Beruhigungsmittel (Prometazin, Tavor). Ab und zu auch mal eine Schlaftablette (Zolpidem). Ich nehme oft wochenlang nichts ein.


    Als ich (heute 32) noch jünger war, nahm ich einige Zeit die Pille, da ich sehr starke Monatsblutungen (und Schmerzen) hatte. Später nochmals ein paar Monate zur Verhütung. Ich setzte sie ab, da ich dann ein Medikament nehmen musste, dass die Wirksamkeit aushebeln konnte und es somit keinen Sinn mehr ergab. Glücklicher Weise wurde ich auch nicht schwanger (allein wegen der Krankheit möchte ich auf garkeinen Fall Kinder bekommen!) Da ich in keiner Beziehung bin (und auch sonst keinen Sex habe) spielt das Thema Verhütung für mich keine Rolle. Auch wenn man niemals nie sagen soll, rechne ich auch in nächster Zeit mit keiner Beziehung, meine psychischen Belastungen sind zu groß dafür.

    Mein Problem liegt jetzt jedoch darin, dass in den letzten 6-12 Monaten meine Monatsblutungen immer schmerzhafter und stärker wurden. Neben Übelkeit, Schmerzen, Rückenproblemen, Schweißausbrüchen, Heißhunger und Muskelschmerzen machen mir vor allem die Stimmungsschwankungen in der Zeit vor der Periode sehr zu schaffen. Als es mir psychisch insgesamt schlechter ging, war dies auch immer die Zeit, in der ich wirklich auch in der Psychiatrie gelandet bin.
    Was ich bisher aber garnicht kannte, sind Probleme ab dem Eisprung: Vor allem immer wieder massive Stimmungseinbrüche, aber auch Schmerzen in der Brust, dass ich kaum Kleidung ertragen kann, Nervosität, die sich gern auch mal in Zwängen äußert und Unterleibsbeschwerden (vergleichsweise gering). Wegen letzterem war ich einmal beim Gyn, der aber sagte, es sei alles ok (Tastuntersuchung, kein Ultraschall). Zu dem Zeitpunkt waren die anderen Symptome noch nicht so stark ausgeprägt und ich nur etwas verunsichert über den kleinen Schmerz, der immer an der gleichen Stelle ist.

    Meine Zyklusslänge beträgt im Schnitt 27 Tage (25-32 Tage), die Periodendauer liegt bei etwa 6-8 Tagen.


    Wegen der Zunahme der Belastungen überlege ich nun, ob ich evtl. wieder eine Weile die Pille nehmen sollte. Andererseits bin ich wegen des häufig diskutierten Embolie-Risikos doch unsicher und überlege, ob ein SSRI (Antidepressivum), das (vielleicht) zumindest die emotionalen Beschwerden abpuffern könnte, nicht doch "sicherer" ist.

    Ich habe auch mal einige Monate Mönchspfeffer genommen. Der Grund war eigentlich Bartwuchs durch das Medikament Lyrika (keine Ursache im Blutbild auffindbar (Hormonspiegel durch Gyn)). Ich hatte nicht den Eindruck, dass es etwas bewirkt hat (auch nicht Stimmungstechnisch).



    Hat vielleicht jemand Erfahrungen oder kennt Quellen mit näheren Informationen wie ich als Patient mit der Risikobewertung umgehen könnte?




  • Re: Oille ODER Psychopharmaka?

    Nachtrag: Risikofaktoren habe ich außer gehäuftem brustkrebs in der familie (mütterlicher seits) keine, Gewicht normal, Nichtraucherin, regelmäßig Sport,

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    • Re: Oille ODER Psychopharmaka?

      Hallo,

      ich würde im geschilderten Fall durchaus zum Anwendungsversuch einer niedrig dosierten Pille raten.

      Gruss,
      Doc

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