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Ultraschall

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    Immer wieder kommen hier Fragen zum Thema Ultraschall, Sinn und Unsinn, Häufigkeit etc. und ich denke, es ist eine kurze Diskussion wert.

    Vielleicht können hier so ein paar Unsicherheiten zum Thema ausgeräumt werden.

    Grundsätzlich sind Ultraschallgeräte für einen Arzt extrem teuer in der Anschaffung und müssen dementsprechend amortisiert werden, indem er die Ultraschalluntersuchung als Leistung "verkauft". Die Krankenkassen übernehmen deren 2-4 (je nach Land und vielleicht auch je nach Kasse, dass enzieht sich im Einzelnen meinem Wissen), es sei denn, es ist eine medizinische Indikation angezeigt, sodass weitere Ultraschalls nötig werden.

    Ich gehe bei diesen Ausführungen übrigens grundsätzlich mal von meinen Erfahrungen aus, sowie dem Wissen, dass ich mir bei verschiedenen Aerzten (nicht nur Gynäkologen übrigens) zu diesem Thema eingeholt habe.

    Grundsätzlich lassen sich die Ultraschallgeräte wohl ein bisschen mit Computern vergleichen. Es gibt ältere, schwächere Teile und supermoderne die den höchsten technischen Ansprüchen genügen. Und es ist wohl wirklich auch hier genauso: Der eine Arzt verfügt immer über die neusten Spitzengeräte, während ein anderer noch jahrelang ein Gerät benutzt, das technisch nicht gerade auf dem neusten Stand ist.

    Ich selber habe inzwischen ungefähr 7 oder 8 verschiedene Ultraschallgeräte erlebt und die Unterschiede sind - auch für den Laien - ziemlich frappant, gerade in einer Schwangerschaft, liefern die einzelnen Geräte sehr unterschiedliche Bilder und je nach Erfahrung des Arztes natürlich, sind diese für ihn besser oder schlechter zu interpretieren.

    Ich selber habe das Glück schon sehr jung einen Gynäkologen gefunden zu haben, der erstens seinen Beruf wirklich mit Leib und Seele ausübt, sich stetig weitergebildet hat, über eine riesen Erfahrung verfügt und sich zudem auch immer wieder die neusten Geräte anschaffte.

    Vor über 10 Jahren, bei meiner ersten Schwangerschaft war das noch ein relativ unbedarftes Ultraschallgerät, auf dem ich persönlich grad gar nichts erkennen konnte zu Beginn der Schwangerschaft und ohne die umsichtigen Erklärungen des Arztes, hätte ich das kleine, hüpfende Pünktchen nie im Leben erkannt... Ich hatte in der ersten Schwangerschaft übrigens 4 Ultraschalls mit dem gleichen Gerät, dies bis zur 16. Woche, der Arzt erklärte mir dazu, dass es später praktisch sinnlos wäre, weil das Gerät dann nur noch Teile (Arme, Beine, Rumpf, Kopf) und nicht mehr das ganze Baby anzeigen könne!

    Bei der zweiten Schwangerschaft, fünf Jahre später, wurde ich von meinem Gynäkologen wegen einiger Schwierigkeiten zu verschiedenen Spezialisten geschickt. Er selber hatte inzwischen auch ein neueres Gerät und zusätzlich auch erstmals ein Vaginalultraschallgerät zur Verfügung, das grundsätzlich die "besseren" Bilder liefert. Die Spezialisten verfügten ihrerseits über geniale Ultraschallgeräte, bei der das Baby geradezu fotographisch gut sichtbar war, sogar für mich kein Problem Arme, Beine, ja sogar die Zehen zu erkennen...

    Es war für mich extrem spannend diesen technologischen Fortschritt in nur gerade 5 Jahren mitzuverfolgen und während mich die Ultraschalls in der ersten Schwangerschaft noch ziemlich verunsicherten, war ich in der zweiten Schwangerschaft richtig begeistert, wie toll man alles sehen konnte.

    Aus diesen Erfahrungen heraus würde ich sagen, dass es im einzelnen wohl ziemliche Unterschiede gibt, die aber mit der routinierten Handhabung eines erfahrenen Arztes, der auch bereit ist Erklärungen zu liefern, wettgemacht werden können.

    Wenn aber denn eine junge Erstschwangere diesbezügliche Unsicherheit hat, sollte sie es schon auch wagen, mal nachzufragen, um was für ein Gerät es sich im einzelnen handelt und sich vielleicht überlegen, ob der Arzt über genügend Erfahrung verfügt...

    Aufgrund der Tatsache, dass die Geräte in der Anschaffung nun mal sehr teuer sind, liegt auch die Ueberlegung auf der Hand, dass sich einzelne Aerzte, wenn dann das Gerät einmal amortisiert ist, den Teufel drum scheren, ob es nicht besser wäre ein moderneres Gerät anzuschaffen. Den letztendlich verdienen sie mit diesem teueren Gerät erst dann gutes Geld, wenn das Teil amortisiert ist.

    Und hier denke, soll der Schwangeren doch klar die Möglichkeit gegeben werden, solchen Unsicherheiten auszuweichen.