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Problem Harnroehre / Blase

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  • Problem Harnroehre / Blase

    Hallo,

    letzten Sommer hatte ich eine wiederkehrende Blasenentzuendung, je zweimal im August und im September. Nach laengerer Antibiotika-Einnahme klangen die Symptome zunaechst ab, kamen dann aber wieder trotz negative Abstriches und Urinbefunds.

    Zu den Blasenbeschwerden kamen Brennen und ein Druck- und Fremdkoerpergefuehl im Scheideneingang hinzu. Seit Oktober letzten Jahres haben sich die Schmerzen und Probleme stetig verschlimmert. Anfangs waren drei von sieben Wochentagen schlecht, dann vier, dann fuenf und so weiter. Mittlerweile habe ich gar keine schmerzfreien Tage mehr sondern habe taeglich 'gute' und 'schlechte' Stunden.

    Ich bin 37 Jahre alt und habe eine Tochter wegen Beckenendlage per Kaiserschnitt zur Welt gebracht.

    Wichtig zu wissen:
    Ich lebe seit anderthalb in England, hier ist das Gesundheitssystem ganz anders als in Deutschland, und Untersuchungen, die in Deutschland ganz selbstverstaendlich kurzfristig in niedergelassenen Facharztpraxen vorgenommen werden, sind hier nur mit mehrwoechigen Wartezeiten in den Fachabteilungen der Krankenhaeuser moeglich. Die Patientenkommunikation findet ausschliesslich ueber den Hausarzt statt, d.h. alle Untersuchungsergebnisse warden zurueck and den Hausarzt geschickt, sodass zusaetzlich zur Wartezeit auf die Untersuchungen noch die Wartezeit auf das Eintreffen des Untersuchungsergebnisses sowie auf einen freien Termin beim Hausarzt hinzukommt. Hausaerzte werden zudem angewiesen, so wenige Ueberweisungen wie moeglich auszustellen. Es hat vier Monate gedauert, ehe mir mein Hausarzt eine Ueberweisung zum Vaginalscan ausgestellt hat.

    Aufgrund dieser Wartezeiten und meiner Schmerzen, die mir einen normalen Alltag groesstenteils unmoeglich machen (ich kann teilweise meine volle Arbeitszeit nicht mehr erbringen), habe ich bereits einen Versuch mit Amytriptilin-Tabletten hinter mir, mit denen ich nicht zurechtgekommen bin, und werde derzeit auf Antispasmotika eingestellt, um die Blasen- bzw. Harnroehrenkraempfe abzumildern.

    Meine genauen Beschwerden:

    Ca. 5-15 Minuten nach jedem Wasserlassen - schmerzfrei, beim Wasserlassen selbst habe ich keine Probleme, auch keinen geschwaechten Urinstrahl - stellen sich Blasenkraempfe/Harnwegkraempfe ein. Es fuehlt sich an, als waere etwas in meiner Harnroehre, am Scheidenausgang, das hinausdraengt, vielleicht Urin. Ich muss alles stark verkrampfen um nicht das Gefuehl zu haben, mir in die Hose zu machen. Sobald sich meine Blase wieder fuellt, lassen die Beschwerden nach, ca. 30-90 Minuten spaeter. Es handelt sich nicht nur um Harndrang, es ist schmerzhaft, sticht und fuehlt sich an wie Sand im Auge, nur eben 'da unten'. Eine 'Selbstinspektion' mit Spiegel zeigt nichts Auffaelliges, das herausschaut, nur die ueblichen kleinen wulstartigen Verwachsungen (siehe bisherige Untersuchungen weiter unten). Wenn ich den Zeigefinger einfuehre und nach oben kruemme, fuehlt sich das leicht schmerzhaft und unangenehm an, als wuerde leichter Urindrang dadurch ausgeloest.

    Ich habe keine Probleme, Urin zu halten, habe keine Abgaenge beim Husten, Niesen oder Lachen. Um mein Blasenvolumen zu ueberpruefen, habe ich kuerzlich in einen Messbecher entleert, als ich wirklich dringend musste - es waren 1,8 Liter (ich trinke viel, bin aber bereits auf Diabetes getestet worden - negative). Ich verspuere nahezu staendig Harndrang, kann aber tagsueber 6 Stunden lang 'einhalten'. Nachts muss ich je nach Fluessigkeitsaufnahme am Abend 1-2 Mal zur Toilette.

    Mein Scheideneingang schmerzt teilweise stark und brennt - es fuehlt sich an, als wuerde ich auf einer Haemorrhoide sitzen und mir etwas abklemmen, nur eben in der Scheide (die gynaeklogische Untersuchung hat aber nichts ergeben, und auf meine Nachfrage hiess es nur, eine Gebaermuttersenkung etc. bekaeme frau nur nach natuerlichen Geburten). Besonders schlimm ist es, wenn ich meine Tage habe - einen Tampon kann ich nicht mehr einfuehren (habe seit Teenagerzeiten immer nur Tampons verwendet und hatte nie Probleme), und mein eigenes Menstruationsblut brennt ganz fuerchterlich in meinem Scheideneingang. Es fuehlt sich wund und entzuendet an, und ich habe immer wieder dieses 'Entzuendungspochen' dort unten.


    Bisherige Untersuchungen:
    Abstriche und Urinbefunde, negativ. Gynaekologische Untersuchung durch Abtasten und mit Spekulum. Keine Auffaelligkeiten festgestellt. Ultraschalluntersuchung von Blase und inneren Geschlechtsorganen, kein Befund. Hormonuntersuchung: FSH an Tag 3 = 14,5

    Ich habe in den vergangenen Monaten viele Selbstversuche unternommen, alle gaengigen Hausmittel ausprobiert, Unsummen fuer Tees und und Nahrungsergaenzungsmittel und Cremes und Vaginalzaepfchen ausgegeben. Nichts hilft.

    Haben Sie eine Idee, worum es sich handeln koennte?

    Allerbesten Dank vorab und viele Gruesse aus England,
    Julie

  • Re: Problem Harnroehre / Blase

    Hallo,

    wenn eine infektiöse Ursache sicher ausgeschlossen wurde, könnte es sich um eine Reizblase, oder auch Polypenbildung im Harnröhrenbereich handelt. Es bleibt nur eine weitere, urologische Abklärung.

    Gruss,
    Doc

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