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dauerhafte Probleme mit Menstruation und Pille - Was tun?

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  • dauerhafte Probleme mit Menstruation und Pille - Was tun?

    Hallo,

    ich erzähle Ihnen am besten die ganze Geschichte von Anfang an, damit Sie sich ein Bild von meiner Situation machen können.

    Ich bekam meine Periode zum ersten Mal im Mai 1995 mit elfeinhalb Jahren. Schon beim zweiten Mal, als ich meine Periode überhaupt bekam, war sie 1. mit sehr viel und sehr dunklem Blut verbunden, dauerte 2. sieben bis acht Tage und 3. war sehr viel Gebärmutterschleimhaut dabei.

    So lief es dann ein paar Jahre lang jeden Monat. Sieben bis acht Tage Blutungen, sehr viel Gebärmutterschleimhaut, sehr viel Blut, sehr starke Schmerzen und ich musste immer die ganze Woche über zu Hause bleiben, weil selbst sehr starke Tena Lady-Binden das Ganze nicht auffangen konnten. Natürlich führte das zu sehr vielen Fehlstunden in der Schule.

    Das Ganze gipfelte aber in einem sehr warmen Sommer 1998: Ich bekam meine Periode wie gehabt - und sie hörte nicht auf. Ich hatte sie wochenlang, jeden Tag viel Blut, viel Gebärmutterschleimhaut, extrem starke Unterleibsschmerzen. Bis ich im September 1998 (also kurz vor meinem 15. Geburtstag) ins Krankenhaus kam und man mir die Pille verschrieb. Es war die Leios-Pille. Die nahm ich bis vor ein paar Jahren (ca. 2007/2008/2009), bis ich auf die evaluna-Pille umstieg, die die gleichen Wirkstoffe hatte, aber billiger war als die Leios. Bei beiden Pillen hatte ich immer wie üblich eine Woche Pause nach einem Satz Pillen.

    Soweit so gut. Seit ich die Pille nahm hatte ich nie wieder Blut, selten Schleimhaut-Ausstöße, keine Schmerzen gar nichts - bis Weihnachten 2013, kurz nach meinem 30. Geburtstag.

    Am 23. Dezember 2013 bekam ich auf einmal wieder meine Periode richtig schlimm, so wie es früher war. Direkt am ersten Tag: Starke Unterleibsschmerzen, viel dunkles Blut, viel Gebärmutterschleimhaut. Das Ganze ging VIER Wochen lang, bis zum 20. Januar. Ich verlor in der Zeit so viel Blut, dass meine Blutwerte extrem schlecht waren und ich sogar beinahe eine Bluttransfusion gebraucht hätte!
    Ich bin dann am 21. Januar zu einer neuen Frauenärztin gegangen. Diese hat mir eine neue Pille verschrieben (aristelle/aristo), die die Bildung von Gebärmutterschleimhaut eindämmen sollte, denn die Überbildung (Endometriose) war bei mir definitiv der Fall.
    Die Aristelle/Aristo-Pille muss ich durchgehend nehmen, das heißt ohne die einwöchige Pause. Wenn ich sie versehentlich mal vergesse habe ich am nächsten Morgen sofort spürbare Unterleibsschmerzen.

    Durch den Blutverlust entwickelte sich bei mir eine Eisenmangelanämie. Die bekam ich zwar wieder in den Griff, allerdings habe ich schon von Geburt an zwei weitere Probleme: Schilddrüsenunterfunktion (meine Schilddrüse war im Frühjahr 2014 extrem ramponiert) und eine Nahrungsmittelunverträglichkeit in Bezug auf Obst und Gemüse, so dass ich jeden Tag eine Centrum-Tablette/Pille nehmen muss.

    Mit der Aristelle/Aristo-Pille bin ich bzgl. meiner Periode bisher zwar sehr gut klargekommen, aber ich habe mit anderen Nebenwirkungen zu kämpfen seit ich sie nehme:

    1. extrem starker Haarwuchs, besonders im Gesicht. Ich zupfe mir fast jeden Tag 30 bis 60 Minuten lang sämtliche Haare raus. Eine ganzjährige Laserbehandlung hat leider nichts gebracht.

    2. Pilzinfektionen auf der Haut (besonders Arme, Hände und Füße), die einfach nicht weggehen trotz Salben, Creme etc.

    3. mir werden merklich Nährstoffe entzogen. Selbst die Centrum-Tablette und die starke Schilddrüsen-Tablette, die ich nehmen muss, helfen nicht. Dazu kommt auch meine Schilddrüsenunterfunktion & die Jodzuführung, die in diesem Zustand wohl ebenfalls nicht reicht. Da auch mein Übergewicht auf die Unterfunktion zurückzuführen ist, ist das natürlich ein wichtiger Faktor.

    4. Ich habe mit Bluthochdruck zu kämpfen, was ich in meinem ganzen Leben vorher nie hatte.

    5. Ich leide unter Stimmungsschwankungen, die oft sehr ins Negative gehen. So war ich in meinem ganzen Leben NIE, bevor ich diese Pille verschrieben bekam.
    _________

    Seit Anfang 2013 habe ich zudem mit leicht erhöhten Entzündungswerten im Blut zu kämpfen, wegen denen ich im März 2014 und im Mai 2014 im Krankenhaus war. Dort hatte man mir u.a. die Schilddrüsentablette verschrieben (Thyronajod) und die Tabletten gegen Bluthochdruck (eine dagegen und einen Betablocker). Den Grund für die hohen Entzündungswerte konnte man niefeststellen, etwas Körperliches ist es nicht. Alle meine Organe sind in Ordnung.

    Im Krankenhaus hat man bei mir auch nochmal eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt und nochmal das mit der Endometriose festgestellt. Zudem, dass man eine Ausschabung machen müsste, sollte es nochmal zu so einer starken Periode kommen.
    ___________

    Fest steht für mich: Ich möchte diesen für mich beschissenen (Entschuldigung) Menstruationszyklus endlich beenden. Ich bin jetzt 32 Jahre alt, möchte keine Kinder, bin ledig & Single und möchte vor allem die negativen Nebenwirkungen der Pille nicht mehr haben, aber auch nie wieder Blutungen etc. haben.

    Jetzt habe ich gelesen, dass man es mit dieser Dreimonatsspirale versuchen könnte, allerdings stand bei manchen Quellen auch, dass es da doch zu Blutungen kommen könnte. Außerdem müsste man die Kosten anscheinend selbst tragen? Ich bin derzeit arbeitssuchend und noch bis Ende März in einer ganztäglichen Weiterbildung.

    Als allerletzte Lösung (und meine Wunschlösung, da es dadurch endgültig wäre) sehe ich die Entfernung meiner Gebärmutter. In mehreren Quellen habe ich gelesen, dass man da evtl. Hormone nehmen müsste (bei meinem Nährstoffmangel und meiner problematischen Schilddrüse wahrscheinlich ratsam; auch damit es nicht zu Depressionen und Dergleichen kommt).

    Ich werde demnächst einen Termin bei meiner Frauenärztin machen, aber wollte hier schon mal um Rat fragen.

    LG
    Laura (32) aus Neuss

  • Re: dauerhafte Probleme mit Menstruation und Pille - Was tun?

    (da man hier Beiträge offensichtlich nicht editieren kann, hier zur Ergänzung

    Im Dezember 2013/Januar 2014, als ich vier Wochen lang meine Periode extrem stark hatte, bin ich tagsüber so ziemlich alle fünfzehn Minuten auf die Toilette gegangen, weil so viel kam. Ich lag während dieser Zeit fast nur im Bett & konnte nichts machen. Durch den Blutverlust war ich so schwach, dass ich mich von "ein bisschen spazierengehen" sogar übergeben musste.

    Kommentar


    • Re: dauerhafte Probleme mit Menstruation und Pille - Was tun?

      Hallo,

      ich würde in diesem Fall unbedingt zunächst zu einer Ausschabung raten. Lässt sich das Problem damit nicht lösen, käme bei abgeschlossener Familienplanung auch eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Ablation) in Frage.

      Gruss,
      Doc

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