• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Pilleneinnahme bei Blut-Untersuchung oder gynäkologischer Untersuchung feststellbar?

Einklappen

X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Pilleneinnahme bei Blut-Untersuchung oder gynäkologischer Untersuchung feststellbar?

    Meine Frage lautet: Kann man bei gynäkologischen Untersuchungen oder Blutuntersuchungen die Wirkstoffe einer Anti-Baby-Pille nachweisen? Der Hintergrund ist folgender: Meine beste Freundin (35) ging die ganze Zeit davon aus, dass sie keine Kinder bekommen kann bzw. nur mit künstlicher Befruchtung, die sie und ihr Mann aber für sich allerdings ausgeschlossen haben. Grund dafür ist ein ausgeprägtes PCO-Syndrom in Kombination mit einer Schilddrüsenstörung. Die Diagnose hat sie schon vor 10 Jahren von ihrer Frauenärztin bekommen und sich inzwischen damit abgefunden. Seit Jahren hatte sie auch keine Monatsblutung mehr. Seit einem Jahr ist sie nun bei einer Endokrinologin in Hamburg in Behandlung und nimmt Metformin gegen den hohen Testosteronspiegel. Die KOntrolluntersuchung vor zwei Wochen ergab: Die Schilddrüse ist super eingestellt, auch der Testosteronspiegel liegt mittlerweile im Normalbereich. Die Endokrinologin meinte, sie könnten jetzt tatsächlich an Kinderplanung denken und eventuell einen Versuch mit Clamifen starten. Sie hat mit dem Thema inzwischen allerdings abgeschlossen. Ihr Mann dagegen nicht. Die beiden sind privat versichert, daher erhalten sie Befunde, Rechnungen etc. nach Hause und nicht direkt an die Krankenkasse. Ihr Mann wird also mitbekommen,dass nun eine Schwangerschaft möglich ist und hat bereits angekündigt, dass er in diesem Fall ziemlich zügig eine Kinderwunschklinik aufsuchen will, da er schon 44 ist und nicht weitere Zeit verschwenden will. Er will unbedingt ein Kind und geht auch mit meinen beiden sehr liebevoll um, wenn sie uns besuchen.
    Meine Freundin scheut daher den Konflikt und hat den wahnwitzigen Plan gefasst, einfach weiterhin heimlich die Pille zu nehmen, die sie im Moment zur Zyklusreguklierung nimmt, und ihrem Mann zuliebe die Kinderwunschbehandlung mitzumachen.
    Mal abgesehen davon, dass ich das grundsätzlich für moralisch sehr bedenklich halte, glaube ich auch, dass man die Pilleneinnahme im Rahmen von umfangreichen Blutuntersuchungen, wie sie nun mal in einem Kinderwunschzentrum gemacht werden, nachweisen kann. Schließlich sind das auch Hormone, oder?

  • Re: Pilleneinnahme bei Blut-Untersuchung oder gynäkologischer Untersuchung feststellbar?

    Hallo,

    ich kann dieses Vorgehen auch nicht befürworten, nachweisbar ist die Pillenanwendung aber nicht.

    Gruss,
    Doc

    Kommentar


    • Re: Pilleneinnahme bei Blut-Untersuchung oder gynäkologischer Untersuchung feststellbar?

      Guten Morgen, Herr Dr. Scheufele, vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!!
      Schade, dass die Pilleneinnahme nicht nachweisbar ist. Ich hätte wirklich gedacht, dass man das bei den Blutuntersuchungen, bei denen Hormonstatus etc. begutachtet werden, sieht. Das wäre ein Super-Argument gewesen, wenn sie schon auf meine moralischen Bedenken nicht reagiert.
      Gibt es vielleicht ein anderes medizinisches Argument, das sie überzeugen könnte, von diesem Schwachsinnsplan abzurücken? Wechselwirkungen zwischen Pille und Clamifen oder so etwas?
      Ich wünsch Ihnen ein schönes Wochenende!
      Gruß aus Hamburg!

      Kommentar


      • Re: Pilleneinnahme bei Blut-Untersuchung oder gynäkologischer Untersuchung feststellbar?

        Hallo,

        sicher würde die Kombination aus Pille und Clomifen eine unnötige, hormonelle Belastung darstellen.

        Gruss,
        Doc

        Kommentar



        • Re: Pilleneinnahme bei Blut-Untersuchung oder gynäkologischer Untersuchung feststellbar?

          Hallo!
          Dann hoff ich mal, dass dieses Argument wenigstens ein wenig zählt und ich sie zusammen mit den ethischen Bedenken von der Wahnsinnsidee abbringen kann.
          Vielen Dank für den fachmännischen Rat!!

          Kommentar


          • Gast-Profilbild
            Gast kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Noch besser wäre es zu hoffen, wenn Ihre Freundin von alleine "vernünftig" wird.
            Was ist das denn für eine Partnerschaft wenn man vor dem anderen Dinge verheimlichen oder gar "tricksen" muss!
            Ich würde mich als Freundin da auch ganz schön im Zwiespalt sehen ... schließlich "kennen" Sie ja beide und einem fallen Sie ja dann quasi auch irgendwie in den Rücken bzw. "decken" eine Sache.

            Viel Erfolg FÜR ALLE die da beteiligt sind!