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Nebenwirkungen NuvaRing?

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  • Nebenwirkungen NuvaRing?


    Hallo liebes Experten-Team!

    Ich habe folgendes Problem:
    Vor etwa vier Jahren vertrug ich nach etwa zwei Jahren Einnahme meine Pille nicht mehr. Dies äußerte sich so: Plötzliche Übelkeitsattacken, die sich im Laufe der Zeit zu ständiger Übelkeit entwickelten. In diesen Übelkeitsattacken bekam ich Zittern, kalte Hände, Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Ich fühlte mich, als würde ich jeden Moment umkippen, jedoch passierte das nie. Zusätzlich, und das war durchaus schlimmer, war Brechreiz meine tägliche Begleitung. Ich fühlte mich krank, konnte nur liegen. Übelkeit und Brechreiz waren so schlimm, dass ich nicht mal sprechen konnte ohne das Gefühl mich übergeben zu müssen.

    Natürlich suchte ich nicht in meiner Pille nach dem Problem, sondern war bei gefühlten 83479843758 Ärzten. Alles war super, nach meinen Blut, Stuhl, Urin und sonstigen Werten, sollte ich 100 Jahre leben. Aber ich wollte und konnte so nicht leben. Ich unterzog mich einer Magenspiegelung, bei der natürlich nichts rauskam. Irgendwann waren die Ärzte so verzweifelt und erklärten es sei ein psychisches Problem und da ich appetitlos war und mich beim Anblick von Essen ekelte, sollte ich in eine Klinik für Essstörungen. Irgendwann war es so schlimm, dass sich mein Körper gegen die Pille wehrte. Ich konnte dieses Ding nicht runterschlucken. Beim bloßen den Biester in die Hand nehmen, bekam ich Brechreiz. Also riet mir meine Mutter dazu die Pille während es mir so schlecht geht nicht mehr zu nehmen. Und siehe da: Innerhalb von wenigen Tagen (btw mein Problem ist, dass ich mich nicht mehr daran erinnere) war alles weg, ich hatte mein Leben zurück.

    Ich wollte es aber trotzdem nicht auf die Pille schieben. Ich hatte noch vier weitere ausprobiert und jedes mal kamen die Beschwerden wieder. Nach absetzen war dann alles wieder vorbei. Also hatte ich eine hormonelle Verhütungspause von sechs Monaten. Alles war super. Nur war das auf Dauer keine Lösung. Auf eigene Recherche fand ich den NuvaRing. Den lies ich mir von meiner Gynt auch gleich verschreiben. Es war wunderbar! Bis vor drei Monaten...

    Ich nutze den NuvaRing nun auch wieder knapp über zwei Jahre. Bis auf Libidoverlust und Schmerzen vor der Periode (ungefähr eine Woche vorher), hatte ich nie Nebenwirkungen damit. Darüber war ich heilfroh. Vor drei Monaten bekam ich dann wieder eine Übelkeitsattacke. Ich wollte sie aber nicht so wirklich wahr haben, habe es darauf geschoben dass ich vllt übermüdet bin oder zu viele EnergyDrinks hatte. Die war dann auch nach etwa 10min vorbei. Naja die nächste folgte etwas heftiger. Eine Stunde lang nichts reden, nicht liegen können, total fertig mit der Welt. Ich schob es auf die bevorstehende Periode. In der Ringfreien Woche und während meiner Periode war alles prima. Dann kam die Übelkeit öfter, mit totaler inneren Unruhe. Ich schob es auf eine drei wöchige Behandlung mit Diclofenac, dachte ich hätte mir damit den Magen gereizt. Naja. Irgendwann war es wieder so schlimm, dass ich mit meinem Freund darüber sprach und ihm meine größte Angst erzählte: Ich hatte ihm gesagt, dass es sich genau so anfühlt, wie damals als ich die Pille nicht vertrug und ich mich davor fürchte, dass es wieder so schlimm wird. Er meinte ich soll mir keinen Kopf machen, ich bin wahrscheinlich etwas aufgeregt, weil ich das erste mal seit drei Wochen arbeiten gehe. Diesen Gedanken nahm ich an, aber die Übelkeit wurde schlimmer.

    Da ich nicht an den NuvaRing glaubte, lief ich wieder von Arzt zu Arzt, alle Werte sind in Ordnung. Ich ging zu meiner Gyn und sie meinte, das kann sehr wohl der Ring sein, weil ich schon heftig auf die Pille reagierte. Sie verschiebt mir die Pille "Jubrele 75". Ich solle den Ring fertig nehmen und dann ohne Pause die Jubelte versuchen, da diese ohne Östrogene sei.

    Gesagt, getan. Ich habe es irgendwie überstanden den Ring zu Ende zu nehmen, dann habe ich ohne Pause die Jubrele angefangen. Die Übelkeit war so schlimm wie in der ganzen Zeit nicht, ich konnte kaum etwas zu mir nehmen, musste diesmal sogar zwei mal brechen. Ich fing an depressiv zu werden und weinte zwei Tage, mein Körper war so fertig, dass ich zwei Tage durchschlief. Ich bekam Herzrasen und so große Angst zu sterben, dass ich in der Notaufnahme landete. Wieder wurde alles auf die Psyche geschoben. Ich konnte nicht mehr und setzte nach nur drei Pillen die Jubrele ab. Das ist nun zwei Wochen her.

    Ich merke, dass schon viel besser ist: Ich habe keine Panikattacken mehr, kein Herzrasen, keine Ängste und kein Geweine mehr. Auch das Zittern und die kalten Hände haben sich gelegt. Gelegentlich habe ich noch ein wenig Schwindel. Ich bin kaum mehr Müde, besser gelaunt und kann auch wieder lachen. An sich hätte ich am Anfang gesagt auf einer Skala von 0-10 und 10 ist das schlimmste, geht es mir 10. Mittlerweile kann ich sagen, ich bin eine 5.

    Es gibt noch ein paar Probleme: Ich bin immer noch appetitlos, habe in dieser ganzen Zeit 7kg abgenommen. Mir ist immer noch Übel (nicht so schlimm wie in der Zeit vor'm Absetzen, jedoch ständig und vor allem morgens und mittags, abends legt sich das und ich kann auch wieder essen). Ich habe teilweise auch noch ein krankheitsgefühl, aber auch besser.

    Naja, nun zum eigentlichen Dilemma: Ich habe viele verschiedene Medikamente gegen die Übelkeit ausprobiert und wirklich nichts hilft oder lindert sie. Kann es sein, dass diese Beschwerden nach dem absetzen noch anhalten? So langsam verliere ich die Geduld dafür, und deutlich an Lebensqualität. Gibt es wirklich Frauen die gar keine hormonelle Verhütung vertragen? Soll ich mich jetzt trotzdem noch einer Magenspiegelung unterziehen?

    Ich bin 20 Jahre alt, 163 klein, wiege mittlerweile 57kg, habe sonst keine Beschwerden, Leben läuft in geordneten Bahnen. Ich hatte nach dem Absetzen der Jubrele eine Abbruchblutung die etwa 4 Tage ging, jedoch in sehr starker Form, dunkelbraunes Blut und dann wieder sehr sehr helles. Starke Unterleibsschmerzen und migräneartigen Kopfschmerzen.

    Was kann ich noch dagegen tun? Ich hatte Urlaub und muss am Montag nun wieder arbeiten. Ich habe die Befürchtung, dass ich vllt nicht durchhalten, da ich in der Pflege tätig bin und mich nicht einfach hinlegen kann, wenn es schlechter wird. Muss ich jetzt einfach abwarten?

    Ich freue mich schon sehr darüber, dass es etwas besser ist, jedoch will ich einfach mein Leben wie vor drei Monaten zurück!

    Es tut mir leid, dass dieser Beitrag so lang ist, jedoch hatte ich das Geühl, dass mich kein Arzt wirklich ernst nimmt (in der Notaufnahme wurde mir fünf mal in der Bauch gedrückt, nachdem ich keine Schmerzen hatte, hieß es das ganze ist psychosomatische). Ich hoffe sie haben eine Antwort für mich. Sollte ich jetzt nach dem absetzen vllt auch nochmal zu meiner Gynt gehen? Habe nämlich über den Tag verteilt schon ab und zu ziehen im Unterleib.

    Vielen Dank im Voraus und danke dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mein Leid zu lesen.

    klatschmohnzeit