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komplizierter Fall

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  • komplizierter Fall

    Guten Tag,

    in einiger Ratlosigkeit wende ich mich nun einmal ans Internet, in der Hoffnung, man kann mir vielleicht Wege aufweisen.

    Ich, w, 42 leide seit dem Spätsommer vergangenen Jahres an wiederkehrenden Schmerzen im linken Unterbauch. Zunächst traten diese immer während der Regel auf und verschlimmerten sich dann binnen 2 - 3 Monaten so massiv, dass ich dann jedesmal erneut komplett außer Gefecht gesetzt war. Mittelstarke Schmerzmittel schlugen nicht an.
    Nachdem ich dann irgendwann meiner Arbeit nicht mehr wirklich nachgehen konnte, wenn ich meine Regel hatte, suchte ich den Rat der Ärzte. Ich war bis zum heutigen Tag bei 3 verschiedenen Frauenärzten, einem Hausarzt und einer Internistin. Gefunden hat niemand etwas. Inzwischen treten die Schmerzen eher außerhalb der Regel auf und haben einen ständig wechselnden Charakter. Mal sind sie bohrend, mal eher "als würde innerlich etwas abreißen", dann wieder habe ich das Gefühl, es würde sich etwas im Bauch bewegen - fast wie Kindsbewegungen, aber eben nur links. Der Schmerz wandert von der Nähe der Beckenschaufel bis nahezu zur untersten Bauchmitte oder leicht versetzt neben den Nabel. Er bleibt aber immer links. Wenn ich mich bewege, wird er in aller Regel schlimmer - dann zieht er bis in den Rücken. Vor allem Bewegungen, die mit einem steten Wechsel zwischen aufstehen und hinsetzen oder stehen und hocken einhergehen, tun mir sehr weh. Momentan hilft es, wenn ich mich dann hinlege - aber auch das wechselt und funktioniert nicht immer. Entweder hält der Schmerz bohrend länger an oder er schießt mit diesem "Abreißgefühl" (oder stechend) urplötzlich ein und zwingt mich in die Knie. Manchmal zieht der Schmerz linksseitig bis in den Enddarm oder die Scheide. Dennoch habe ich dort vor Ort keinerlei Beschwerden (beim Stuhlgang o.ä.)
    Ich habe nun, wie oben angegeben, diverse Ärzte bemüht. Die Frauenärzte waren allesamt der Meinung, da wäre nichts zu sehen (Ultraschall transvaginal und über die Bauchdecke) oder zu tasten. Die restlichen beiden Ärzte untersuchten sehr genau das Blut - auch hier war nichts zu finden. Die gängigen Tumormarker sind auch alle negativ. Ein MRT mit Kontrastmittel brachte nur mäßige Ergebnisse, die laut meiner Ärzte, den Schmerz nicht erklären (mehrere kleine Zysten - allerdings verteilt und nicht ausschließlich links, beginnende leichte Adenomyose). Leistenhernie ist auch ausgeschlossen worden - ebenso raumfordernde Prozesse.
    Druck auf den Bauch kann ausgeübt werden. Ich warte da zwar immer auf den Schmerz, aber der Bauch ist druckunempfindlich. Verdauung, Regel, Wasserlassen ist alles normal, schmerzfrei und o.B.

    Nun ist es so, dass ich Ende März meine Arbeit im Verkauf aufgab. Den letzten Monat dort war ich durchgehend krank geschrieben, weil die Schmerzen überhaupt nicht verschwanden. In den darauffolgenden Monaten (April und Mai) war plötzlich alles super. Nicht weg, aber viel, viel besser und ich kam ohne die hochdosierten Ibuprofen aus, die mir meine Internistin mitgegeben hatte. Der Schmerz kam während der Regel nur leicht und ging dann auch komplett wieder weg. Diesen Monat nun ist er wieder da. Allerdings erstmalig NACH der Regel. Diese war bereits seit 4-5 Tagen vorbei, als er einsetzte. Nun sitze ich bereits wieder seit einer Woche damit an. Er verschlimmert sich unter o.g. Bewegung. Auch wenn ich aus dem Auto steige und dann herumlaufe kommt er sofort. In der Intensität ist er noch nicht so stark wie zu den schlimmsten Zeiten, aber es sind dieselben Beschwerden und ich bin einfach nur noch ratlos und habe natürlich Angst, dass es noch schlimmer wird, denn dieser Schmerz schränkt mich komplett ein. Von Bauchspiegelung haben mir komischerweise bisher tatsächlich alle Ärzte abgeraten, aber ich sehe fast keine andere Möglichkeit mehr...

    Ich weiß nun auch nicht, ob ich unter dieser Rubrik überhaupt richtig bin. Ich meinte eben, das Thema gehöre zur Gynäkologie, da die ganze Sache ja sehr lange mit meinen Regelblutungen einherging. Diese waren im Übrigen auch immer sehr regelmäßig, in ihrer Dauer wie immer, nur in der Intensität waren sie einige Monate extrem stark, aber das hat sich inzwischen auch wieder gelegt.

    Ich bin rat- und hilflos. Was kann ich tun? Vielleicht weiß jemand Rat und/oder hat ähnliches erlebt...

    Herzlichen Dank im Voraus!

    mandragora

  • Re: komplizierter Fall

    Hallo,

    eine Diagnose lässt sich hier aus der Ferne natürlich auch nicht stellen. In Frage käme evtl. eine Endometriose als Ursache der Beschwerden, in jedem Fall würde ich aber unbedingt zu einer Bauchspiegelung zur weiteren Abklärung raten.

    Gruss,
    Doc

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    • Re: komplizierter Fall

      Hallo Dr. Scheufele, ja dieser Verdacht stand und steht auch bei den Ärzten im Raume. Aber bekommt man endometriotische Beschwerden so einfach von einer Periode zur nächsten, setzen sie zwischendurch auch mal aus und kommen dann mitten im Zyklus wieder? Mir ist schon bewußt, dass die Endometriose eine Krankheit mit 1000 Masken ist, dennoch irritiert es mich, dass scheinbar keins meiner Symptome einen "festen Bestand" hat. Weder der Schmerzcharakter, noch das zeitliche Auftreten. Was ich mir allerdings einzubilden glaube, ist, dass psychische Belastung die Symptome hervorruft. Ist das möglich? Ich weiß, dass sich Ferndiagnosen nicht stellen lassen und das möchte ich auch gar nicht. Ich hätte nur einfach gern mal eine Richtung in die ich blicken und weitersuchen kann. Es zermürbt, von einem Arzt zum nächsten zu laufen und keine "Angebote" zu bekommen, wie man nun weiter verfährt... Ich danke Ihnen jedenfalls für Ihre Antwort und verbleibe für den Moment Mit frdl. Grüßen mandragora

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      • Re: komplizierter Fall

        Hallo,

        von einem psychischen Hintergrund sollte man erst ausgehen, wenn eine körperliche Ursache wirklich umfassend ausgeschlossen wurde, daher halte ich die Bauchspiegelung für ratsam.

        Gruss,
        Doc

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        • Re: komplizierter Fall

          Vielen Dank. Dann werde ich das einfordern.

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