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Prophylaktische Mastektomie möglich?

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  • Prophylaktische Mastektomie möglich?

    Hallo Dr. Scheufele!
    Ich komme mit einem zugegeben außergewöhnlichen Problem und möchte um Ihren Rat und ihre Einschätzung bitten.
    Ich bin 55 Jahre alt und habe seit der Geburt meines zweiten Kindes vor 32 Jahren ständig Probleme mit meiner Brust!Nach der Entbindung war mein Busen um mehrere Größen gewachsen und hat sich leider nicht mehr zurückgebildet.Von diesem Zeitpunkt an begannen ständige Brustschmerzen wechselnder Intensität(Mastopathie) mit knotiger Brust.Wegen Ängste meinerseits und der schlechten Beurteilbarkeit beim Abtasten zwecks der Größe, kam es im Laufe der Jahre zu sehr vielen Mammographien,bestimmt mehr als 12 Stück(einmal im Alter von 30 Jahren sogar zweimal an einem Tag weil die Aufnahmen nichts geworden sind!) Vor 7 und 9 Jahren mußte mir jeweils ein Knoten operativ entfernt werden der laut Mammogramm und MRT als wahrscheinlich bösartig eingestuft wurde(Birad V)Nach der Op stellte es sich als nekrotisiertes Gewebe mit verkapselter Entzündung heraus ohne Malignomverdacht.Außerdem hatte ich mehrere Zysten und auch ein Lipom das entfert wure im Laufe der Jahre.Jetzt hatte ich vor ca. 6 Monaten einen kleinen roten Fleck auf der linken Brust mit einer rosafarbenen Umringung im Durchmesser von etwa 3 Zentimetern.Als es nach 3 Wochen unverändert blieb ,suchte ich meine Frauenarztin auf die meinte das es wie ein Mückenstich oder wie eine Borreliose aussieht und ich beobachten solle ob es sich vergrößert.Zum Glück war das nicht der Fall,,aber es blieb unverändert bestehen und im November ist auch die Mückenzeit mehr.Daraufhin ging ich ins Klinikum wo mir ein kleines Stück herausgestanzt wurde.Ergebniss: Fremdkörpereaktion mit Entzündung.Für mich klang das sehr unwahrscheinlich. und nicht erklärbar.....Da ich ja in meinem Alter alle zwei Jahre zur Mammographie sollte wegen Screening,habe ich vor 4 Wochen einen Termin gemacht(bin Privatpatient und bekomme keine Einladung dazu wie bei den gesetlich Versicherten)Am Tag vor der Untersuchung bekam ich einen ähnlichen Fleck in der Nachbarschaft vom "Alten".Der Arzt der mich nach der Mammographie untersucht hat meinte das es wie eine Allergie aussieht und ich sollte doch ein paar Tage Cortisonsalbe verwenden.Leider hat das nichts gebracht und jetzt bin ich wieder sehr verunsichert.Irgendwie hab ich jetzt Angst das ich an einem inflammatorischen Brustkrebs erkrankt sein könnte!!Diese ständigen Beeinträchtigungen zermürben wirklich mein ganzes Leben und belasten mich sehr stark..Dazu kommt die Angst durch die viele Strahlenbelastung der häufigen Untersuchungen bereits in jungen Jahren mit damals noch teilweise veralteten Geräten.Ich weiß das hört sich jetzt vielleicht etwas hysterisch an ,aber ich denke nicht das mir evtl.ein Psychiater aus diesem Dilemma heraushelfen könnte. Außer diesen ständigen Beschwerden kommt noch erschwerend hinzu das mein Busen mit Beginn der Wechseljahre nochmal einen Wachstumschub erhalten hat(F-Cup) und ich jetzt massive Probleme mit meinen Schulter/Nackenbereich und auch im Sommer mit immer wiederkehrenden Ekzemen unter der Brustfalte zu kämpfen habe.Ich (und auch meine Gynäkologin) bin der Meinung das eine Reduktion durchaus indiziert wäre und die Private Krankenkasse diese Kosten sicher übernehmen würde.Für eine aufwändige Reduktionsplastik fühle ich mich aber ehrlich gesagt schon etwas zu alt und das würde ja mein Problem auch nicht lösen,da ja immer noch Brustgewebe vorhanden wäre(das aber total nur noch aus Fettgewebe besteht!)Ich bin etwas übergewichtig,aber selbst eine Gewichtsreduktion von 12 Kilo im letzten Jahr hat am Brustumfang nichts geändert! Jetzt meine Frage: wenn die KK eine solche Reduktion bezahlt,könnte dann nicht auch eine Mastektomie bezahlt werden?Vielleicht könnte man ja in einer OP gleichzeitig mit etwas Silikon aufbauen? Aber selbst wenn das nicht möglich wäre könnte ich ohne Busen sehr viel entspannter und glücklicher leben als zum jetztigen Zeitpunkt.Es gibt ja Prothesen-BH´s mit guten Einlagen.Ich bin verheiratet und mein Mann hätte keine Probleme damit,ihm ist wichtig das es mir gutgeht und ich meine Ängste loswerde.Außerdem reduziert sich eine langjährige Beziehung nicht nur auf den Busen und mein Mann ist auch in jungen Jahren nicht sehr "busenfixiert"gewesen und auch 10 Jahre älter als ich.Es wäre sehr schön wenn Sie mir ihre werte Einschätzung dazu mitteilen könnten.Gleichzeitig möchte ich mich für den langen Post entschuldigen.
    Gruß Suleikah

  • Re: Prophylaktische Mastektomie möglich?

    Hallo,

    ich würde die Mastektomie im geschilderten Fall auch für die bessere Lösung halten. Wenn auch Ihr Frauenarzt dies der Kasse gegenüber befürwortet, sollte eine Kostenübernahme möglich sein, unterstützt werden könnte dies noch durch eine entsprechende Bestätigung durch einen Psychologen.

    Gruss,
    Doc

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