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Depression durch Pille?

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  • Depression durch Pille?

    Hallo,
    ich (20)hoffe ich kann hier Zumindest auf etwas Hilfe und Ratschläge hoffen. Letztes Jahr im Juni fing ich aufgrund einer begonnenen Partnerschaft an, die Pille zu nehmen. Ich hielt die Einnahme zunächst bis September durch, dann brach ich ab. Zunächst nur in den Pillenpausen, danach fast täglich musste ich weinen und hatte regelrechte Heulattacken, aber immer ohne wirklich ersichtlichen Grund. (Hatte vor 2 Jahren schon einmal die Pille genommen, da fingen diese Weinattacken schon nach der 4. Pille an und ich setzte sie sofort wieder ab). Es war immer so dass ich so einen Tag vor meinen Tagen hatte, an dem ich weinen musste, doch diesmal war das anderes weinen. Ich konnte mich auch nicht erklären, da absolut Ales in Ordnung war in meinem Umfeld (Keine Beziehungsprobleme, noch etwas anderes), im Gegenteil, davor war ich total glücklich dass ich jetzt auch einen Freund hab.
    Nunja, ich war dann auch beim Frauenarzt, dieser verschreib mir einen andere Pille die ich mich aber nicht traute zu nehmen, da ich gerne erstmal wieder "normal" werden wollte. Auch mein Hausarzt hat mir die Minipille verschreiben, die ich auch nicht nahm(einfach aus der Angst dass es schlimmer wird.).
    Da es hiess das sich der Körper erst wieder normalisieren muss habe ich gedacht ich warte ab und es wird bestimmt alles wieder normal. Doch leider ist dem nicht der Fall. Mal mehr (1 Woche durchgehend), mal weniger (2 mal im Monat) habe ich nun dieses Gefühl weinen zu müssen. Diese Woche war es ganz schlimm, ich habe die letzten Tage jeden Tag weinen müssen, das ist auf die Dauer echt anstrengend, vor allem wenn man sich niemandem erklären kann weil man die Ursache selbst nicht kennt. Ich kann dann schlecht alleine sein(was ich studienbedingt bin, telefoniere dann viel) und meine Gedanken kreisen. Ich denke dann dass ich mich nicht alleine beschäftigen kann, fühle mich irgendwie als ob ich nichts machen könnte, dabei habe ich eigentlich viel zu tun. Mein Freund ist gerade im Urlaub und das schlimme ist, dass ich abends wenn ich einschlafen will nicht denke"du bist ganz allein" sondern mir ist dann trotzdem durchaus bewusst dass andere auch alleine einschlafen müssen (beste Freundin hat eine Fernbeziehung, ich denke "XY schläft auch abends alleine ein, das ist doch auch normal wieso kann ich das nicht?).
    Ich habe dann auch den Bedarf mit mitzuteilen (rufe oft meine Mutter an), und es ist nicht so als ob ich mich dann zurückziehe und mit meinen Gedanken alleine sein möchte. Es ist eher so als dass ich im voraus plane mit wem ich was machen könnte damit ich nicht alleine bin. Was dazu vielleicht noch zu sagen ist, ich hatte früher absolut keine Probleme mit dem Alleinsein, ich habe es genossen, und konnte mich super allein beschäftigen, kommt auch daher dass ich Einzelkind bin. Dies fand ich aber nie schlimm.

    Ebenfalls habe ich bemerkt, dass ich dann kaum noch Freude an Sachen habe die mir früher Freude bereitet haben(zeichnen, malen). Das ist sehr schade weil man sich dann nicht mal damit ablenken kann.
    Habe dann natürlich im Internet gesucht und war auch auf verschiedenen Depressionsforen etc. aber ich habe weder eine schwere Kindheit gehabt noch irgendein Traumatisches Erlebnis in der Vergangenheit, im Gegenteil, ich müsste super glücklich sein.
    Da ich vor beginn der Pilleneinnahme wirklich nichts mit solchen Depressionen zu tun hatte, bin ich jetzt so weit gekommen dass die Pille und die Hormone vielleicht irgendwas ausgelöst haben könnten, ein Hormontest ist beantragt.
    Es gibt auch tage die gut sind, da fühle ich mich nicht so, ausser dass ich dann ein wenig "neben mir stehe" oder trotzdem nicht ganz fröhlich bin.
    Ich habe beobachtet dass die Symptome überwiegend in der 2. Zyklushälfte kommen, gerade heute werde ich meine Periode bekommen und die letzte Woche war der Horror.

    Ich hoffe sie können mich etwas verstehen und mir vielleicht einen Rat zum weiteren vorgehen geben. Oder an wen man sich wenden könnte, ob Psychologe, Frauenarzt, Heilpraktiker ...

    Vielen Dank!

  • Re: Depression durch Pille?

    Natürlich kann die Einnahme eines Hormonpräparates immer auch Auswirkungen auf den Gemütszustand haben. Gerade bei der Einnahme einer Minipille sind solche Nebenwirkungen aber äußerst selten, wobei man sich ohnehin fragen muss, ob die Minipille für eine 20-jährige Patientin überhaupt die geeignete Verhütungsform ist. Sie beschreiben in Ihrem Beitrag durchaus eine gewisse Belastungssituation, unter Umständen bedingt durch den Beginn eines Studiums oder einen Wohnortwechsel. Ich halte daher in Ihrem Fall eine psychotherapeutische Unterstützung für sinnvoll. Sollten Sie tatsächlich weiterhin Probleme mit der Hormoneinnahme haben, kommt hier z.B. die Gynefix-Kupferkette in Betracht, die im Raum NRW z.B. von Herrn Dr. Scheufele hier aus dem Forum eingesetzt wird. Es ist immer zu berücksichtigen, dass auch die östrogenfreie Minipille nicht hormonfrei ist.

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