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Östrogenmangel

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  • Östrogenmangel

    Guten Abend!

    Mich beschäftigt das Thema Schwangerschaft und Kinderwunsch im Moment extrem. Zunächst dachten wir - aus beruflichen Gründen - dass wir erst in ca. 2 Jahre ein Kind haben wollen.

    Ich bin nun 33 Jahre und es wächste die Angst, dass es nicht mehr klappen könnte.
    Im August habe ich die Pille (Valette) abgesetzt, um ggf. Tests hinsichtlich der generellen Fruchtbarkeit durchführen zu können. Ich habe insgesamt 17 Jahre lang die Pille genommen; die letzten beiden Jahre sogar fast durchgängig (nach der Menstruation hatte ich oft mit Pilzinfektionen und Blasenentzündungen zu tun).

    Nach dem Absetzen kam es zu der Abbruchblutung und einige Wochen später zu einer schwächeren Menstruation.
    In 2013 hatte ich extrem viel STress, weil ich mit meiner berufliche Situation sehr unglücklich war und innerhalb der Familie/ Verwandtschaft Streitigkeiten aufkamen, die mich sehr belastet haben. Ich habe oft an nichts anderes mehr denken können, habe wenig geschlafen.
    Dazu kam eine Virusinfektion im Frühjahr 2013, aufgrund derer ich wieder Asthmaprobleme bekam.

    Im September bekam ich ein anderes Jobangebot (mein Traumjob in meinem Studienberuf), welches ich auch annahm. Die Kündigungsfrist bei meinem alten Arbeitgeber musste ich einhalten; ich wurde dort in den letzten Monaten nicht sehr gut behandelt (wegen meiner Kündigung und meinem Traumjob), schlief teilweise gar nicht oder nur sehr wenig, war total fertig, bekam im November eine Gürtelrose.

    Meine Haut und Haare waren schon im September deutlich fettiger, direkt mit der Gürtelrose bekam ich auch starke Akne - im Gesicht, Brust, Rücken und Schultern.
    Die Menstruation fing dann mit leichten Schmierblutungen an, war zwei Tage fast normal, dann wieder Schmierblutungen - hat fast 10 Tage gedauert.

    Der neue Job ab Januar hat mich auch noch mal schlecht schlafen lassen, weil ich immer Angst hatte, ich dass ich etwas falsch mache etc. Mittlerweile hat sich dieses eingependet. Ich fühle mich sehr wohl und habe mich ganz gut eingelebt.
    Die Akne wurde auch etwas weniger.

    Vor ca. 3 Wochen habe ich erfahren, dass ich unter Östrogenmangel leide. Laut meinem FA sei der Wert nicht sehr niedrig, aber man könne von einer Follikelreifestörung ausgehen. Da der Kinderwunsch nicht akut ist/ war, soll ich erst einmal abwarten.

    Nun haben wir uns dazu entschieden, die Verhütung ganz weg zulassen. Wir legen es nicht konket darauf an, schwanger zu werden, aber wenn es passieren würde, würden wir uns freuen.

    Ich habe mich erkundigt und nehme nun seit 2,5 Wochen Mönchspfeffer - 1 Tablette abends vor dem Schlafengehen. Meine Haut hat sich bereits in den ersten drei Tagen deutlich gebessert. Mittlerweile kommen kaum noch neue Pickel dazu - vor der Einnahme konnte ich sie kaum zählen; jedes Mal, wenn ich in den Spielgel sah, waren es mehr.

    Seit ca. 12 Tagen habe ich aber Unterleibsschmerzen. Ich habe ständig das Gefühl, dass ich meine Regel bekomme, aber nichts passiert.
    Ich bin nun sehr verunsichert und frage mich, ob da einfach nun etwas in Gang gesetzt wird oder ob ich mit dem Mönchspfeffer etwas falsch mache.

    Meine letzte Menstruation ist schon vor 6 Wochen gewesen.

    Was ist da los?


  • Re: Östrogenmangel

    Hallo,

    die Anwendung von Mönchspfeffer ist in diesem Fall eine absolut richtige Massnahme. Ich würde Ihnen raten, einen SS-Test durchzuführen, bei negativem Ergebnis bliebe der weitere Verlauf abzuwarten.

    Gruss,
    Doc

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    • Re: Östrogenmangel

      Guten Morgen!
      Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
      Am Montag war ich noch mal bei meinem FA. Eigentlich war ich dort, weil ich Schmerzen beim Wasserlassen hatte, bei der Gelegenheit habe ich noch mal mit ihm gesprochen, weil die Regel nicht kommt.
      Er hat einen Schwangerschaftstest durchgeführt - war negativ.
      Von dem Mönchspfeffer weiß er nichts .

      Eine Blasenentzündung konnte er am Montag nicht feststellen (kein Nitrit nachweisbar), hat mir aber Monuril mitgegeben. Am Mittwoch war dann Nitrit nachweisbar (habe selbst diese Combur-Teststreifen), habe das Monuril genommen und jetzt sind die Schmerzen beim Wasserlassen weg.
      Aber diese Pseudo-Regelschmerzen bestanden eben schon eine Woche vorher und auch jetzt noch.
      Fühlt sich nicht nach Blase an - damit kenne ich mich nämlich aus ...

      Ach so, ich bin übrigends MS-Patientin. Die Krankheit ist aber zur Zeit ruhig, letzer Schub war vor knapp 2 Jahren.

      Was bewirkt denn Mönchspfeffer? Kann es sein, dass der Körper wieder mehr Östrogen produziert und ich deshalb diese blöde Gefühl im Bauch habe?

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      • Re: Östrogenmangel

        Hallo,

        ein Fachkollege, der Mönchspfeffer nicht kennt, ist mir bisher noch nicht begegnet, dies sollte doch zu denken geben. Auch ist für mich nicht nachvollziehbar, warum man ein Antibiotikum verschreibt, wenn man eine Blaseninfektion ausgeschlossen hat....
        Ich würde Ihnen raten, zu den Beschwerden eine zweite Meinung einzuholen, eine mögliche Entzündung im Gebärmutter-/Eileiterbereich sollte abgeklärt werden. Mönchspfeffer bewirkt eine Regulierung des Zyklusverlaufs, löst aber keine Schmerzen aus.

        Gruss,
        Doc

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        • Re: Östrogenmangel

          Ich glaube, ich habe mich falsch ausgedrückt: Ich meinte, dass ich meinem FA nicht erzählt habe, dass ich Mönchspfeffer nehme. Über die Tabletten haben wir nicht gesprochen. Ich gehe schon davon aus, dass er sie kennt.

          Es fühlte sich für mich wie eine leichte Blasenentzüngung - oder eher wie ein Harnröhrenentzündung an.

          Nachdem der Test kein Nitrit anzeigte, wurde ich gynäkologisch untersucht, es wurde auch ein Ultraschall gemacht. Hätte man da nicht eine Entzündung im Gebärmutter-/ Eileiterbereich sehen müssen?

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          • Re: Östrogenmangel

            Im Ultraschall ist eine solche Entzündung nicht darstellbar, diese wäre durch Kontrolle der Blutwerte abzuklären.

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            • Re: Östrogenmangel

              Hallo Dr. Scheufele,

              ich war wg. Ihrer Antwort vom 24.03.13 direkt am gleichen Tag bei einem anderen Gynäkologen. Da eine Bekannte dort arbeitet, hat sie mir zügig einen Termin verschaffen können.
              Er hat keine Entzündung feststellen können; meinte, dass die Unterleibsbeschwerden evtl. daher kommen, dass die Eierstöcke ihrer Arbeit wieder aufnehmen und riet mir, Mönchspfeffer weiter zu nehmen.
              Es ist nun 4 Wochen her. Die Unterleibsbeschwerden haben nachgelassen.
              Meine Periode ist immer noch nicht da. Meine Haut wurde etwas besser, letzte Woche wieder schlechter, dazu ziemlich viel Ausfluss, so dass ich dachte, dass es mit dem Eisprung vielleicht doch noch wieder von alleine klappt.
              Nun ist mir seit Tagen übel. Können diese Nebenwirkungen vom Mönchspfeffer kommen? Ich nehme den ja nun schon seit knapp 2 Monaten. Oder kann es ein Anzeichen dafür sein, dass doch noch von alleine wieder alles in Gang kommt?
              Nächste Woche habe ich wieder einen Termin beim Gynäkologen, ggf. soll die Periode dann ausgelöst werden.

              Kommentar



              • Re: Östrogenmangel

                Hallo,

                es bliebe jetzt noch der Verlauf abzuwarten, wenn die Blutung bis nächste Woche nicht eintritt, ist die Auslösung die richtige Massnahme.

                Gruss,
                Doc

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                • Re: Östrogenmangel

                  Guten Abend Herr Dr. Scheufele,

                  nun habe ich die Ergebnisse von der Blutuntersuchung vom Endokrinologen. Er meinte, alle Werte seien im Norbereich; lediglich der Testosteronwert sei geringfügig erhöht (0.45 µg/l). Er sehe anhand der Hormonwerte keinen Grund für meine ausbleibende Regelblutung.


                  Direkt danach hatte ich meinen Termin beim Gynäkologen. Letztes Mal meinte er ja, wenn die Regel im April nicht käme, müsste man sie auslösen. Heute fand er alles gar nicht schlimm, weil der Kinderwunsch ja nicht ganz so akut wäre. Also, ich bin fast 34; da möchte ich schon wissen, was los ist. Zumal wir derzeit auf die Verhütung verzichten, weil es "egal" wäre, wenn es zum jetzigen Zeitpunkt passiert. Das habe ich auch gesagt; daraufhin habe ich eine Überweisung zum Beratungstermin in eine KiWu-Praxis bekommen.

                  Ich habe hier mal Werte aufgeschrieben, ich hoffe, es sind die richtigen (das Ergebnis vom 03.03. weist nur die beiden Werte auf; das Ergebnis vom 10.04. noch eine ganze Menge mehr.

                  Blutergebnis vom 3.3. beim Gyn: eE2 57,3 pg/ml; PRO 0,26 ng/ml
                  Blutergebnis vom 10.04. beim Endokrinologen: 17OE 103 ng/l und 17PR 1.00 µg/l und PROL 7 µ/l und FSH 5.0 IU/L und LH 9,5 IU/L

                  Ich komme mir irgendwie nicht gut beraten vor, obwohl der Arzt sonst sehr nett ist. Können Sie mir vielleicht noch mal einen Tipp geben, wie ich mich verhalten soll?
                  Vielen Dank im Voraus.

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                  • Re: Östrogenmangel

                    Ach, der Gyn. meinte auch, dass der Endokrinologen gar kein Progesteron gemessen hätte. Aber ist denn der WErt mit der Abkürzung 17PR nicht das Progesteron?

                    Kommentar



                    • Re: Östrogenmangel

                      Hallo,

                      ich würde hier nach wie vor zu einer Auslösung der Blutung mit einem Gestagen raten, so kann man abklären, ob der Aufbau, oder die Abblutung der Schleimhaut gestört ist.

                      Gruss,
                      Doc

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                      • Re: Östrogenmangel

                        Danke für die Antwort. Ich denke, ich werde noch einmal zu dem anderen Gynäkologen gehen.

                        Aber können Sie denn anhand der Werte ersehen, ob das jetzt wirklich alles im grünen Bereich ist?

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                        • Re: Östrogenmangel

                          Die Werte bieten keine Auffälligkeiten.

                          Kommentar