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letzter Eierstock mit unreifem Teratom Grad I

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  • letzter Eierstock mit unreifem Teratom Grad I

    Hallo,
    Thema ist wie folgt: vom letzten Eierstock (meiner Frau, 26J.) wurde ein unreifes Teratoma Grad I entfernt, Eierstockentfernung ? Tendenz klar ja, aber soll/muss die Gebärmutter auch 'raus ?
    Wir wohnen in Portugal.
    Meiner Frau (26 Jahre alt) wurde ein unreifes Eierstock-Teratom Grad I Ende Oktober 2011 (also vor rund 3 Monaten) operativ entfernt. Es befand sich auf dem einzigen Eierstock (rechte Seite), den meine Frau noch hat. Meine Frau hat seit 2009 nur noch diesen rechten Eierstock (linker wurde während ihrer einzigen Schwangerschaft wegen schmerzhafter Zysten-Drehung notoperiert und entfernt, allerdings wohl gutartig, Restschwangerschaft verlief auch gut). Die Ärzte der Gynecologic Oncology hier in Braga, Portugal, sehen als die einzige und sichere Lösung die Total-OP, also die operative Entfernung des letzten Eierstocks samt Gebärmutter. Sie hat wie gesagt nur noch diesen einen Eierstock und üblicher Weise wird hier wohl die Gebärmutter gleich mit entfernt. Nach Abwägen erscheint uns auch die Entfernung des betroffenen (leider letzten) Eierstocks als einzig wirklich sichere Alternative. Allerdings unter Beibehaltung der Gebärmutter, natürlich sofern nicht irgendwelche Auffälligkeiten festgestellt werden. Dagegen wurde uns ja hier die Total-OP vorgeschlagen. Wir sind etwas verwirrt, warum nicht an den Erhalt der Gebärmutter gedacht wird. Sofern die Gebärmutter O.K. ist, warum sie dann auch entfernen ? Zum einen die Stützfunktion für andere Organe (Blase), "Frau fühlt sich noch mehr als Frau", sexuelle Wirkung, aber auch die theoretische Option der Einpflanzung einer fremden, befruchteten Eizelle lassen uns Zögern, den Ärzten hier in Portugal einfach zuzustimmen, die Gebärmutter gleich mit zu entfernen. Wir benötigen hoffnungsvoll eine zweite Meinung. Vielen vielen Dank und Alles Beste und Grüße aus Portugal.


  • Re: letzter Eierstock mit unreifem Teratom Grad I


    Hallo,

    auch in Deutschland ist in einem solchen Fall die Entfernung des Eierstocks einschliesslich der Gebärmutter das übliche Vorgehen. Bei bestehendem Kinderwunsch könnte man diese noch belassen, allerdings ist eine Eizellenspende in Deutschland nicht erlaubt.

    Gruss,
    Doc

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    • Re: letzter Eierstock mit unreifem Teratom Grad I


      Sehr geehrter Dr. Scheufele,
      besteht denn ein pathologischer Zusammenhang zwischen dem ovariellen Keimzelltumor (hier Teratom Grad I) und ein Risiko für die Gebärmutter.
      Oder ist es „einfach“ gängige Praxis, die Gebärmutter aus Sicherheitsgründen gleich mit zu entfernen ? Entwickeln evtl. „allein zurück belassene“ Gebärmutter irgendwelche Auffälligkeiten, zumindest mehr als solche, die noch die Eierstöcke haben ?
      Wie schwer wiegt dagegen das „Fehlen“ eines solch großen Organs wie die Gebärmutter im Unterleib einer Frau ? Stützfunktion für die Blase, Sexualverkehr etc., machen wir uns da zu viele Sorgen ?

      Es geht uns eigentlich weniger um den Kinderwunsch, sicher, ein zweites Kind wäre schön, aber nicht auf Kosten eines auch noch so kleinen Risikos.

      Vielen Dank im Voraus und sonnige Grüße aus Portugal

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      • Re: letzter Eierstock mit unreifem Teratom Grad I


        Hallo,

        die Gebärmutter wird in einem solchen Fall in erster Linie entfernt, weil sie "Zielorgan" der Eierstöcke ist, nach deren Entfernung keine Funktion mehr hat und somit lediglich ein Risiko für eventuelle, bösartige Veränderungen wäre, zu denen es aber auch nach einem solchen Teratom nicht kommen muss.
        Bei sachgerechtem, operativem Vorgehen sollten aber durch die Entfernung keine körperlichen Nachteile entstehen.

        Gruss,
        Doc

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