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ist wirkstoff in der cerazette krebsfördernd?

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  • ist wirkstoff in der cerazette krebsfördernd?

    Hallo liebes Ärzteteam,

    ich habe eine wichtige Frage. Ich werde dieses Jahr 45 Jahre und habe schon alle möglichen Verhütungsmethoden ausprobiert, aber es gab immer Komplikationen bzw. habe ich mich nicht wohl mit gefühlt.
    vier Kupferspiralen (entweder ständige Entzündungen, oder die Spiralen sind verrutscht bzw. rausgefallen), Implanon (bis zu drei Wochen Dauerblutungen), Verhütungsring ebenso, Kondome sind mir zu unsicher, da ich wirklich keine Kinder mehr haben möchte, vor Vollnarkosen habe ich Panik (deswegen noch keine Sterilisation).
    Nun habe ich einen lieben Freund, der allerdings auch große Angst vor einer Sterilisation bei sich hätte. Wir sind schon sechs Jahre zusammen und ich würde gerne mal ohne Verhütungsstress unsere Sexualität genießen ;-)
    Na ja, da dachte ich mir, ich könnte ja mal diese östrogenfreie Pille ausprobieren (Cerazette). Meine Frauenärztin verschrieb sie mir nur zögerlich, weil ich davon sehr zunehmen würde. Das wäre jetzt an mir auszuprobieren.
    Wo ich aber Bedenken habe, ist, dass der Wirkstoff Desogestrel evt. Krebszellen fördern kann.
    Aus diesem Grunde habe ich auch nie östrogenhaltige Pillen verschrieben bekommen, da alle Frauen in der Familie meiner Mutter(meine Mutter mit 42 Jahren) an Krebs verstorben sind. Meine Frauenärztin hat mir dahingehend auch keine richtige Auskunft gegeben - ich glaube, sie war etwas genervt von meiner Bettelei, dass ich die Cerazette mal ausprobieren wollte.
    Mittlerweile überlege ich mir aber ernsthaft, ob ich das tun sollte. Da ich öfter mal mit meiner Periode aussetze, im Moment schon der dritte Zyklus, gehe ich mal davon aus, dass ich so langsam in die Wechseljahre komme und soll ich dann wirklich mit Hormonen anfangen ?
    Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar.
    Gruß
    Susanne


  • Re: ist wirkstoff in der cerazette krebsförde


    Hallo,

    das Krebsrisiko ist bei einer solchen Gestagenpille niedriger, als bei kombinierten Praeparaten. Wenn Sie allerdings mit Inmplanon, das ebenfalls nur Gestagen enthaelt, Blutungsprobleme hatten, koennten diese auch unter Cerazette auftreten. Durch vorherige Bestimmung der Hormonwerte liesse sich feststellen, ob die Wechseljahre bereits eingetreten und verhuetende Massnahmen noch notwendig sind.

    Gruss,
    Doc

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    • Re: ist wirkstoff in der cerazette krebsförde


      hallo Dr. Scheufele,

      vielen Dank für die rasche Antwort. Also ist ein Krebsrisiko doch vorhanden ? Ich habe wirklich Angst davor, da so viele in meiner Familie daran gestorben sind.
      Ich bat meine Frauenärztin schon mehrmals einen Hormonstatus bei mir zu machen - sie weigerte sich jedesmal mit der Begründung, es wäre ganz normal, dass die Hormone mit dem Alter abnehmen würden. Das ist mir zwar auch klar, nur wollte ich auch gerne mal wissen, wo ich stehe.
      In den Wechseljahren ist Verhütung aber doch besonders wichtig, oder ? Mal gibt es einen Eisprung und mal nicht und wenn ja, kann man den sehr schlecht berechnen, da unregelmässig.
      Welche Verhütung würden Sie mir denn raten ? sollte ich die Pille riskieren ? Auf Dauer möchte ich das eigentlich nicht, auch wegen der vermehrten Blutungsneigung.
      Irgendwie hoffe ich immer noch darauf, dass mein Freund sich sterilisieren lässt - aber das ist eben seine Entscheidung.
      Kann es wirklich sein, dass ich so schnell durch die Wechseljahre komme ?
      Gruß von Susanne

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      • Re: ist wirkstoff in der cerazette krebsförde


        Hallo Susanne,

        durch die Hormonbestimmung waere eben feststellbar, ob es noch zum Eisprung kommen kann. Wenn die Werte eine Grenze unterschreiten, ist nicht mehr damit zu rechnen. Das Krebsrisiko ist bei der Pille so gering, dass der Nutzen eindeutig ueberwiegt. Blutungsstoerungen sind zwar moeglich, muessen aber nicht auftreten. Von daher waere ein Versuch zu vertreten.

        Gruss,
        Doc

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        • Re: ist wirkstoff in der cerazette krebsförde


          Vielen Dank,

          dann werde ich jetzt erstmal eine Hormonbestimmung machen....kann ja auch mein Hausarzt, wenn meine Frauenärztin das nicht machen möchte.

          LG
          Susanne

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