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Psychische Probleme nach Gebärmutterhalskrebs

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  • Psychische Probleme nach Gebärmutterhalskrebs

    Hallo!

    Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen:

    Leider gibt es hier kein Forum für psychische Probleme, aber da meine Probleme letztes Jahr anfingen, nachdem bei mir Gebärmutterhalskrebs festgestellt wurde, hoffe ich auf Ihre fachmännische Hilfe.

    Ich bin in den letzten Wochen ein paar Mal in der Nacht wach geworden, weil ich Atemaussetzer hatte. Gestern Abend ist mir das sogar direkt passiert, als ich mich zum Einschlafen rumgedreht habe. Ich bekomme dann immer totale Panik und aufgrund dessen kurzzeitig Herzrasen. Ich kann dann auch nicht schlucken. Wenn ich mich dann beruhigt habe, habe ich immer Angst, wieder einzuschlafen.
    Manchmal "hüpft" mein Herz einmal kurz auf, wenn ich z.B. auf der Couch sitze und Fernseh gucke.

    Vor ca. einem halben Jahr war ich beim Arzt und der hat ein EKG gemacht und nichts feststellen können. Damals hatte ich im Ruhezustand "Herzstiche" und bin deshalb zum Arzt gegangen.

    Jetzt ist meine Frage, ob es auch psychische Ursachen haben könnte, da ich im Moment sehr unter Druck stehe und bei mir mehrere Anzeichen dafür entdeckt habe, dass ich vielleicht eine Depression und Angstzustände haben könnte? Der Auslöser dafür ist, dass ich im letzten Jahr sehr viel krank war. Nach 2 Konisationen UND DEM DRUCK VON ÄRZTEN SCHNELLSTMÖGLICH SCHWANGER ZU WERDEN fingen bei mir unter anderem plötzlich heftige Probleme mit den Augen an (und noch diverse andere körperlich Dinge). Seit diesen Problemen sehe ich immer schwarze Striche vor den Augen. Die nerven ganz schön.

    Ich habe zwar nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt, wollte aber vorher gerne wissen, ob diese "Atemprobleme" mit meiner Psyche und seelischen Verfassung zusammenhängen könnten, oder ob dies ausgeschlossen ist und nur organische, bzw. körperliche Gründe haben kann?

    Außerdem tut es sehr gut, sich das alles einmal von der Seele zu schreiben. Wie sie oben gelesen haben, könnte dieser Beitrag also sogar auch unter Kinderwunsch oder Partnerschaft stehen, da dies natürlich jetzt auch ein Thema ist, zumal mein Partner "eigentlich" kein Kind "mehr" will (er hat schon eins) und ich jetzt auch Angst vor einer Schwangerschaft hätte (aus diesem Grund, weil er nicht will und wegen der möglichen Risiken).

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

  • Re: Psychische Probleme nach Gebärmutterhalskrebs


    Guten Morgen Sunshine,

    Dein Namen bedeutet schon so viel positives!

    Es tut mir leid, dass es Dir nicht gut geht.
    Du hast recht, es wird viel über körperliche Probleme gesprochen, aber die Psyche wird gerne ausser acht gelassen. Körperliche Beschwerden sind einfach leichter zu erklären, man kann diese nach einem Schema abhandeln.

    Du schreibst, dass der Druck zum Schwanger werden von den Ärzten kam. Aus welchem Grund setzen Dich die Ärzte unter Druck?
    Wie sieht Dein Pap Befund seit der Konisation aus?
    Wann war die Konisation?
    Ist bei der OP alles glatt verlaufen?

    Du darfst auch nicht zu streng zu Dir sein. Natürlich hört man nach einer solchen Diagnose verstärkt "in den Körper" und versucht herauszufinden, warum das alles so kommt. Das ist ganz normal.

    Es ist gut, dass Du Dich hier gemeldet hast.

    Ich schau' später nochmal rein!

    Ganz liebe Grüsse
    Maria

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    • Re: Psychische Probleme nach Gebärmutterhalskrebs


      Hallo Maria!

      Vielen Dank erstmal für die Antwort.
      Nun zu den Fragen:

      Die Ärzte haben mich gefragt, wie es denn mit meinem Kinderwunsch aussieht. Als ich antwortete, dass ich mit Mitte 30 eventuell Nachwuchs haben wolle, sagten sie mir, dass ich diese Zeit nicht mehr hätte. So genau haben das meine Familie und ich auch nicht verstanden. Die Ärzte meinten, sie hätten mir die Gebärmutter am liebsten sofort rausgenommen, wenn ich nicht so jung (ich bin 28) wäre. Deshalb soll ich schnellstmöglich Kinder bekommen, damit sie mir die Gebärmutter und noch etwas, ich habe vergessen was noch, entfernen können. Irgendwas was da noch so rumliegt... ;-)

      Die erste Konisation war im März, die zweite im Mai.
      Nach der ersten Konisation bekam ich dann den Befund, dass nicht alles im gesunden entfernt worden ist.
      Bei diesem Gespräch im Krankenhaus wurde mir dann gesagt, dass ich noch mal rein muss und eine erneute Konisation gemacht werden muss. Dann sagte mir der Professor das mit dem Kinderkriegen und der Gebärmutterentnahme. Da ist natürlich für mich eine Welt zusammen gebrochen, da ich mit sowas überhaupt nicht gerechnet hatte.
      Meine Familie und mein Freund waren in dieser Zeit eine tolle Unterstützung für mich.

      Der erste Pap Befund nach den OP´s war 2 und der letzte im Dezember war sogar 1. :-) Da hab ich erstmal geheult vor Glück.

      Jetzt sind so viele Dinge da, über die ich mir Gedanken machen muss. Das war natürlich alles vorher noch kein Thema. Zum Beispiel: Wie groß sind die Gefahren einer Schwangerschaft nach zwei so Eingriffen, möchte ich überhaupt (schon) ein Kind, was ändert sich, bin dich dafür bereit und was ist mit dem Vater, der ja eigentlich gar nicht will... Fragen über Fragen... Das ist keine schöne Situation. Wenn ich mich z.B. generell gegen ein Kind entscheide, werde ich es auf jeden Fall irgendwann bereuen und meinem Partner Vorwürfe mache. Er sagt zwar, wenn ich unbedingt will, "macht er mir eins", aber das ist ja auch nicht gerade das was man als Frau hören möchte.

      So, jetzt war es das erstmal, ich glaube ich könnte noch ein Buch darüber schreiben. Bin froh, dass mir jemand "zuhört".

      Vielen Dank dafür.

      Kommentar


      • Re: Psychische Probleme nach Gebärmutterhalskrebs


        Guten Morgen Sunshine,

        Pap I, das ist ja super genial.
        Also, liebe Sunshine. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mit meinem Frauenarzt mal sprechen und genau nachfragen, was bzgl. Gebärmutter nicht in Ordnung ist. Das musst Du wirklich nachfragen, damit Du weißt, warum "Eile" für eine Schwangerschaft angesagt ist.
        In diversen Berichten habe ich sogar von Frauen gelesen, die während einer Schwangerschaft eine Konisation gemacht haben.
        Eine Konisation ist kein Hindernis für eine Schwangerschaft. Soweit ich verstanden habe, schließt der Gebärmutterhals nach einer Konisation ev. nicht mehr so gut und das birgt ein gewisses Risko.
        '
        Weißt Du, ev. hat Dein Partner Angst um Dich, und will deshalb kein Baby. Nein, und "halt eines machen" ist, wie Du sagst, nicht das Optimum.

        Also, nächste Woche machst Du einen Termin beim Frauenarzt und prüfst die Geschiche mit der Gebärmutter. Dann kannst Du die nächsten Schritte planen!!

        Liebe Grüsse
        Maria

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