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Plötzlich Pap III D, woher?

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  • Plötzlich Pap III D, woher?

    Hallo!

    Ich habe heute von meiner FÄin das Ergebnis der Krebsvorsorge bekommen: "pap III d". Ich muß nun in 3 Monaten zur Kontrolle kommen. Ob eine HPV-Infektion vorliegt kann noch nicht genau gesagt werden.

    Ich bin nun total erschüttert. Kann mir nicht vorstellen, woher das jetzt kommen könnte. Ich bin seit 5 Jahren mit meinem Mann zusammen und hatte keinen anderen Partner seitdem. Im vergangenen Jahr im Juli kam unsere Tochter zur Welt und seitdem hatten wir keinen GV mehr ohne Kondom da ich nicht mehr hormonell verhüten möchte und weil wir eigentlich so bis in 1 bis 2 Jahren gerne noch ein Kind haben würden. Geht das übehaupt mit einem "pap 3d" noch? Was ist, wenn es sich verschlimmert?

    Was bedeutet denn jetzt dieser Befund? Woher kann die Veränderung kommen? Ich weiß wirklich nicht, woher ich das HP-Virus haben könnte, kann mein Mann der Überträger sein?
    Meine Tochter kam 4 Wochen zu früh zur Welt weil ich einen Blasensprung hatte der wohl auf eine Infektion zurückzuführen war. Könnte das jetzt etwas mit meinem jetzigen Befund zu tun haben?

    LIebe Grüße
    Nicky


  • Re: Plötzlich Pap III D, woher?


    Hallo, Nicky, meistens wird ein PAP IIID durch Viren hervorgerufen. Diese Viren können Sie sich irgendwann einmal zugezogen haben. Ein PAP IIID ist ja zunächst mal nichts Schlimmes. Also wartenSie zunächst einmal den HPV Befund ab und dann kann man weiter sehen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr. med. Meinhard Leuth

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    • Re: Plötzlich Pap III D, woher?


      Hallo,

      ich habe mich heute neu in diesem Forum angemeldet und hoffe hier einige Fragen beantwortet zu bekommen.
      Ich bin 30 Jahre alt, seit 9 Jahren mit meinem Parnter zusammen und habe noch keine Kinder. Im April d. J. wurde erstmalig ein PapIIID festgestellt- seitdem íst nichts mehr wie es vorher war. Ich war im Juni zur nächsten Abstrichkontrolle welcher wieder PapIIID ergab. Vom Zytologen und meiner Frauenärztin wurde ich zur Konisation ins Krankenhaus geschickt, welche am 1. Juil erfolgte. Einige Tage später bekam ich den niederschmetternden Befund:
      Carcinoma in situ, nicht komplett im Gesunden enfernt, sowie HPV-positiv (high-risk). Der Pathologe erklärte mir am Telefon, dass auf 3 Uhr noch ein Rest an veränderten Zellen gefunden wurde, der in einer Nachkonisation entfernt werden müssen. Bei der Ausschabung des Gebärmutterhalses sind keine veränderten Zellen gefunden worden, d. h. also dass sich das Carcinoma in situ auf den Muttermund beschränkt. Er meinte weiterhin, dass ich zu den 50 % der Frauen gehöre, bei denen diese Krebsvorstufe rechzeitig erkannt wurde.
      Dennoch bin ich seit Tagen sehr verunsichert und bitte um Expertenantwort auf folgende Fragen:
      1) Wie kann ein PapIIID in der Zytologie festgestellt werden und in der Histologie bereits ein Carcinoma in situ sein? Hierbei handelt es sich um die höchste Krebsvorstufe. Mein Abstrich hätte doch mindestens einen IVer-Pap ergeben müssen?
      2) Im April dieses Jahres ist erstmalig der PapIIID-Befund bei mir festgestellt worden. Wie kann sich in diesen paar Monaten bis Anfang Juli ein Carcinoma in situ daraus entwickeln? Oder kann es sein, dass ich diesen "Zustand" schon länger in mir trage, ohne dass er bei früheren Abstrichen festgestellt wurde?
      Zudem konnte meine Ärztin bei der kolposkopischen Untersuchung des Muttermundes keine Auffälligkeiten entdecken. Wie kann das sein?
      3) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit der Nachkonisation geheilt bin? Kann ich mir sicher sein, dass diesmal alles betroffene Gewebe entfernt wird? Oder kann es sein, dass sich hinter den Schnitträndern noch "Krebsnester" befinden, die noch nicht entdeckt worden sind?
      4) Wie sieht es mit einer späteren Schwangerschaft aus? Man liest zwar überall, dass nach einer Konisation Schwangerschaften möglich sind, aber wie verhält sich dies nach einer Rekonisation (wo doch nochmals Gewebe entnommen wird)?
      5)Muss ich in meinem Fall damit rechnen, dass irgendwann eine Gärmutterentfernung zur Diskussion steht? Oder habe ich die Chance nach der Behandlung den Virus völlig los zu sein? Wie hoch ist das Risiko eines
      Rezidivs?
      6) Ich muss nun noch bis zum 10. August auf die Nachkonisation warten. Könnte sich in dieser Zeit aus den verbliebenden Zellen wieder etwas Krebsähnliches entwicklen?

      Ich weiß, das diese viele Fragen sind, würde mich aber freuen bald von Ihnen zu hören und bedanke mich schon im Voraus für Ihre Antworten.

      Viele Grüße

      Zumsel

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      • Re: Plötzlich Pap III D, woher?


        Hallo Zumsel,viele Fragen, deshalb ein bißchen tabellarische Antworten:
        ad 1. Bei der Histologie wird immer der auffälligste Befund aus dem gesamten Konus angegeben. Bei dem Abstrich wird nur das gewonne Material befundet. Es muß nicht immer der Ca in situ Berfeich dabei getroffen werden.
        ad 2. Bei der Kolposkopie können Herde im Cervikalkanal nicht immer gesehen werden.
        ad 3. Da der Befund kolposkopisch nicht zusehen ist, besteht wieder eine geringe Chance, daß er nicht im Gesunden entfernt wird.
        ad 4. Sie können damit schwanger werden. allerdings muß man den Muttermund beobachten, da er nach einer Konisation vorzeitig aufgehen kann.
        ad 5. Theoretisch können sie den Virus unter der Prämisse, daß die Viren nur im entfernten Material stecken, loswerden. Besser wäre eine Impfung, da einige Impfspezialisten sagen, daß eine Impfung sinnvoll sei, da sie das erneute ausbrechen verhindern kann.
        ad 6. Sie können ruhig bis zum OP Termin warten, ohne daß Schlimmes passieren wird.
        Mit freundlichen grüßen, Ihr Dr. med. Meinhard Leuth

        Kommentar



        • Re: Plötzlich Pap III D, woher?


          Sehr geehrter Herr Dr. Leuth,

          vielen Dank für Ihre Ausskünfte.
          Ich habe mich nochmals mit meiner Gynäkologin unterhalten und mir den Befund der Konisation erklären lassen.
          Auf 3 Uhr des Konisats ist eine Randbildung vorhanden, alle anderen Ränder sind sauber und frei von verändertem Gewebe. Die bei der Abrasio entnommenen Zellen aus dem Gebärmutterhals sind ebenfalls frei von Veränderungen.
          Bei der Rekonisation wird also in dem noch betroffenen Bereich etwas großflächiger nachgeschnitten. Da der Operateur meinen Befund vor der OP liest wird er doch sicher genau wissen wie viel er noch wegschneiden muss, um das Ca in situ zu entfernen? Hierbei spielen doch sicher auch erfahrungswerte eine Rolle, oder?
          Wie sieht es eigentlich mit einer Wiederansteckung (HPV) bei meinem Partner aus? Wir benutzen seit Jahren Kondome (früher nicht, daher wird er den Virus auch haben) und er ist bisher symptomlos. Besteht dennoch die Möglichkeit, dass ich mich bei meinem Mann wieder anstecken kann? Oder hat mein Körper während der jeztigen Infektion mit HPV in irgendeiner Form Abwehrzellen dagegen gebildet, so dass ich bei einer Neuansteckung eine gewisse Immunität entwickelt habe?
          Mit freundlichen Grüßen

          Zumsel

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          • Re: Plötzlich Pap III D, woher?


            Hallo, Zumsel, Kondome schützen nicht, da die Viren durch die Hülle wandern. Am besten ist eine Impfung nach Abheilung. MfG Dr. Leuth

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            • Re: Plötzlich Pap III D, woher?

              hallo dr. leuth, ich habe jetzt seid ein einhalbjahren einen auffälligen pap 3d abstrick.
              am freitag war ich bei einer frauenärztin zur biopsi. also schön ist was anderes. aber sie ist toll mit mir umgegangen.
              sie sagte es könne etwas nach bluten, hat es auch. nur leide verliere ich weiterhin getrocknetes blut, sieht aus wie kaffeesatz. bäh.
              eben lese ich im internet das man 2-3tage nicht baden sollte oder sex haben sollte. tja zu spät. dachte ein tag später wäre es nicht so schlimm.
              naja und eben bin baden gewesen weil ich mich ekelig fühle. hab auch ab und zu so ein ziepen und druck in mir.
              ob das alles so richtig ist?
              meinen sie das es schlimm war sex zu haben und baden zu gehen?
              hab grad echt etwas angs.
              im januar muss ich dann zur besprechung und dann gehts unters messer.

              liebe grüße jacqueline

              (irgendwie akzeptiert mein tablet keine groß/klein schreibung,sorry)

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              • Re: Plötzlich Pap III D, woher?

                Hallo,yes-toertchen, dann wird die Blutung wohl davon kommen. Bitte beobachten. Dunkles Blut ist nicht so schlimm wie hellrotes. Dieses würde auf eine frische Wundverletzung hindeuten. Wenn es morgen nicht deutlich weniger geworden ist, melden Sie sich bei Ihrer FÄ als Notfall an. Schönen 3. Advent, Ihr Dr. M. Leuth

                Kommentar


                • Re: Plötzlich Pap III D, woher?

                  ich danke ihnen für die rückmeldung.
                  ihnen auch noch ein schönen restlichen 3. advent.

                  liebe grüße das törtchen

                  Kommentar


                  • Re: Plötzlich Pap III D, woher?

                    Hallo, yes-toertchen, Ihnen auch alles Gute, Ihr Dr. M. Leuth

                    Kommentar



                    • Re: Plötzlich Pap III D, woher?

                      Hallo, ich bin ziemlich verunsichert. Vor etwa zwei Jahren bekam ich ab und zu nach dem Sex mit meinem Mann Blutungen, die am nächsten Tag wieder weg waren, irgendwann bin ich dann zu meinem Gynäkologen gegangen, der einen Abstrich machte, es war aber alles ok, das Ganze habe ich bestimmt dreimal wiederholt, bis er mir vor ca. einem Jahr Scheidenzäpchen verschrieben hat, die haben auch geholfen, bis diese Blutung im November letzten Jahres wieder auftrat, allerdings ist es bei diesem einen Mal geblieben. Im Januar diesen Jahres stand dann die alljährliche Krebsvorsorge an, der Abstrich war nicht in Ordnung, zeigte die PAP-Stufe IIg an, mein Arzt beruhigte mich, nach vier Monaten erfolgte jetzt der Kontrollabstrich. Heute nun habe ich Bescheid erhalten, dass der Abstrich sich verschlechtert hat auf PAP III CNI . Mein Arzt empfahl mir die Kontrolle nach 3 Monaten, dafür habe ich jetzt auch schon den Termin. Bin aber absolut verunsichert und habe Angst. Dazu ist noch zu sagen, dass ich seit ca. 4 Jahren eine Mirena-Spirale trage. Was soll ich als nächstes machen?

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                      • Re: Plötzlich Pap III D, woher?

                        Hallo Engel50,bitte lassen Sie eine Kolposkopie durchführen, einen HPV Abstrich entnehmen und bei auffälligem Koposkopiebefund eine Probeentnahme durchführen. Dann wissen Sie genau, was los ist und was noch gemacht werden sollte. Alles Gute, Ihr Dr. M. Leuth. PS: machen Sie einen der Übersicht wegen einen eigenen Beitrag auf!

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