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Schilddrüsenunterfunktion und Wechseljahre

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  • Schilddrüsenunterfunktion und Wechseljahre

    Hallo, habe leider eine Schilddrüsenunterfunktion und deswegen ca 8 Kilo zugenommen. Habe dann vor acht Wochen mit dem Walken, jetzt mittlerweile Joggen, begonnen. Mittlerweile laufe ich mit Pulsuhr, 130 Puls, eine Stunde täglich. Esse fettarm und kalorienbewußt, trinke ca. 1 1/2 bis 2 Liter Wasser, zusätzlich nehme ich täglich 80 Gramm Eiweiß in Pulverform zu mir und nehme nur geringfügig ab. Wenn ich dann mal etwas mehr esse oder nach 18.00 Uhr dann nehme ich das, was ich abgenommen habe, sofort wieder zu. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper auf Sparflamme kocht. Er hat wohl keine Lust, Fett zu verbrennen und ich weiß mittlerweile nicht mehr weiter und bin kurz davor zu kapitulieren. Kann mir jemand einen Rat geben?
    Liebe Grüße
    Bärbel


  • RE: Schilddrüsenunterfunktion und Wechseljahre


    Hallo Bärbel48!
    Eine Schilddrüsenunterfunktion kann zu einem verlangsamten Stoffwechsel führen mit Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, Frösteln, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche und depressiven Verstimmungen.
    Bei einer Unterfunktion muß der Patient zur Regulierung des Stoffwechsels umbedingt Schilddrüsenhormone einnehmen!!
    Ihre beschriebene Ernährung und Ihre sportliche Aktivität klingt gut - außer Ihrem Eiweißzusatz von 80g pro Tag.
    Was soll das bezwecken, wenn Sie sich gesund ernähren?
    Sie brauchen ca. 60-70g Eiweiß pro Tag, die Sie mit der Nahrung ohne Probleme decken können. Meist wird sogar sehr viel mehr verzehrt.
    Eiweiß befindet sich in Fleisch, Fisch, Ei, Wurst, Käse, Milch und Milchprodukten, Sojaprodukten und auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln. Einen Beitrag zum Eiweiß finden Sie in der Frage von "Ankok" (Forumsteilnehmer).
    Aslo Sie müssen erstmal zum Hausarzt, damit Sie eine medikamentöse Therapie erhalten gegen die Unterfunktion - dann klappt´s auch mit dem Abnehmen!!
    Viele Grüße
    G. Walter-Friedrich (medicine-worldwide)

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    • RE: Schilddrüsenunterfunktion und Wechseljahre


      Herzlichen Dank für die Antwort. Der Hausarzt hat mir Hormone verschrieben, die ich seit zwei Monaten einnehme, auch schon optimal eingestellt. Daran liegt es nicht mehr. Eiweiß nehme ih zusätzlich, weil ich doch einiges an Sport mache und der Körper Eiweiß für die VErsorgung der Muskeln benötigt. Das ist mein Wissenstand.
      Herzliche Grüße
      Bärbel

      Kommentar


      • RE: Schilddrüsenunterfunktion und Wechseljahre


        Hallo Bärbel48!
        Sportstudios empfehlen aus wirtschaftlichen Gründen oft eine zusätzliche Eiweißernährung durch Nahrungsergänzungsmittel - die jedoch nicht eigentlich nur für Leistungssportler in Frage kommt.
        Freizeitsport erhöht den Eiweißbedarf nur in so geringem Ausmaß, dass die Eiweißzufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (0,8g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht/Tag) auch für Freizeitsportler gilt.
        Bei Ausdauerbelastungen von mehr als 90 Minuten kann der Anteil verschiedener Aminosäuren an der Energiebereitstellung bis 5% betragen. Um den resultierenden Mehrbedarf an Eiweiß zu decken, wird Leistungssportlern eine Eiweißzufuhr von 1,5g pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen.
        Kraftsport (wie Bodybuilding) erhöht den Aminosäurenumsatz um etwa 17%, woraus sich ein Mehrbedarf an Eiweiß für die Muskelerhaltung von höchstens 0,1g pro Kilogramm Körprgewicht ergibt. Der Mehrbedarf für Muskelaufbau liegt bei weniger als 0,05g pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Denn pro Jahr können nicht mehr als 5 kg Muskelmasse aufgebaut werden, was wiederum dem Einbau von etwa 1 Kg Eiweiß in die Muskulatur entspricht. Der Muskel besteht nämlich zu 75% aus Wasser und nur zu 20 % aus Eiweiß. Die Eiweißempfehlung für leistungdmässig Kraftsport treibende Personen beläuft sich daher auf maximal 1 g pro Kilogramm Körpergewicht/Tag.
        Sie sehen, dass Sie sich über den zusätzlichen Eiweißbedarf höchstwahrscheinlich zuviel Gedanken machen. Wichtig ist jedoch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Vitamin- und Mineralstoffzufuhr.
        Schweißverlust von mehr als einem Liter, wie sie im Durchschnitt bei Belastungen auftreten, die länger als 60 Minuten dauern, können die sportliche Leistung beeinträchtigen. Um ein Flüssigkeitsdefizit mit Symptomen wie Schwächegefühl, Schwindel und Koordinationsstörungen zu verhindern, empfiehlt es sich, während der sportlichen Aktivität in Abständen von etwa 15 Minuten 150-250ml Flüssigkeit zu trinken. Auch etwa eine 1/2 Stunde vor Belastungsbeginn sollten Sie etwas trinken ebenso wie nach dem Sport! Es eigenen sich iso- und hypotone Getränke.
        Isoton: Fruchtsaftschorlen, Elektrolytgetränke.
        Hypoton: Mineralwasser, Tee, Brühe, Molke, Tomatensaft.
        Hyperton: Fruchtsäfte, Limonaden, Colagetränke und Energydrinks (nicht geeignet für einen schnellen Flüssigkeitsersatz).
        Die Verlust an Vitaminen und Mineralstoffen müssen ersetzt werden. Durch den Verzehr einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen aus Obst, Gemüse und Salat, Vollkornprodukten, Milchprodukte etc. werden die Verluste ausgeglichen. Engpässe treten in aller Regel nur bei der Versorgung mit Kalzium, Magnesium und Eisen auf, bei Personen, die weniger als 1200 Kcal/TAg zu sich nehmen und sportlich über 60 Minuten / Tag aktiv sind. Hier empfiehlt sich eine Substitution.
        Merkregel: 5 Portionen frisches am Tag!
        Ich hoffe, dass ein paar neue Informationen für Sie dabei waren.
        Viele Grüße
        G. Walter-Friedrich (medicine-worldwide)

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