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Flohsamen

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  • Flohsamen

    Hallo,
    neuerdings werden Flohsamen als Quellmittel und somit Hunger-Hemmer angepriesen. Ich weiß, daß auch hiermit keine Wunder zu erwarten sind, habe aber eine Frage dazu: Es wird z.B. von D.I.E.T. und Hobbythek geschrieben, daß durch diese Flohsamen die Gallensäfte gebunden werden und dadurch der Cholesterinwert reduziert wird. Meine Frage: Ist die Einnahme dieser Flohsamen bei Gallensteinen bedenklich? Vielen Dank für die Antwort.
    mfg
    Ulo


  • RE: Flohsamen


    Hallo Ulo!
    Flohsamen ist der Samen eines Wegerichgewächses, welche als leichtes Abführmittel verwendet werden. Zu den Abfürhmitteln im weitesten Sinn werden pflanzliche Substanzen ( Quell- und Schleimstoffe) gezählt, die Wasser binden und somit die Stuhlmenge vergößern. Dazu gehören u.a. Leinsamen, Weizenkleie und Flohsamen. Diese kann man der Nahrung (z.B. Müsli) beimengen, muß aber reichlich Wasser dazu trinken, damit sie auf ein Vielfaches ihres Ursprungsvolumens aufquellen können.
    D.h. im eigentlichen Sinne werden die Ballaststoffe in der Ernährung erhöht. Der Name Ballaststoffe stammt noch aus einer Zeit, in der man diesem Nahrungsanteil keine große Bedeutung gab.
    In den 60er-Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass bestimmte Zivilisationserkrankungen (z.B. Dickdarmkrebs und andere Darmkrankheiten) in Afrika, wo die Kost viel ballaststoffreicher ist, weitaus weniger verbreitet waren als in Europa. Diese Entdeckung führte zu einer ernährungsphysiologischen Neubewertung der Ballaststoffe. Inzwischen haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Ballaststoffe im menschlichen Organismus eine Vielfalt positiver Wirkungen entfalten. Ich will diese nun nicht alle aufzählen, sondern mehr auf ihre Frage eingehen.
    Durch die cholesterinsenkende Wirkung beugen Balaststoffe der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Hierbei spielen mehrere verschiedene Faktoren eine Rolle: Zunächst einmal wird durch eine Steigerung der Zufuhr der Ballaststoffe, die ja nur in pflanzlicher, meist relativ fettarmer Nahrung enthalten sind, automatisch die Aufnahme anderer Lebensmittel (z.B. tierischer Fette) reduziert, was sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Daneben haben Balaststoffe aufgrund ihrer Fähigkeit, Gallensäuren im Darm zu binden, aber auch noch eine direkte cholesterinsenkende Wirkung. Die Einnahme von Flohsamen ist also für Gallensteine meines Erachtens nicht bedenklich, da der Ort des Geschehens der Darm ist.
    Übrigens: Eine ballaststoffreiche Ernährung, insbesondere mit einem hohen Anteil löslicher Ballaststoffe aus Hülsenfrüchten, Hafer, Weizen und Kohlgemüse trägt darüber hinaus zu niedrigeren Blutzuckerspiegel bei, was vor allem für die Vorbeugung von Diabetes mellitus und für die Ernährung von Diabetikern wichtig ist. Sie senken außerdem das Darmkrebsrisiko, denn aufgrund ihrer Wasserbindungs- und Quellfähigkeit verdünnen sie die Konzentration Krebs erregender Substanzen und Schadstoffe (z.B. Schwermetalle) im Speisebrei, sodass sie mit dem Stuhl ausgeschieden werden können.
    Der tägliche Richtwert für Ballaststoffe liegt bei ca. 30g pro Tag. Dieser können Sie auch mit einer ballaststoffreichen Ernährung erreichen. Um 30g zu erreichen sind Vollkornprodukte wichtig.
    Ca. 200 g Vollkornbrot, geeignet sind Brote, deren Ballaststoffanteil durch Zusatz von z.B. Weizenkleie oder Schalen von Hülsenfrüchten erhöht wurde. Außerdem 2 Stücke Obst, 1 Portion Salat und einer Portion Gemüse, 1 Portion Vollkornnudeln oder Vollkornreis oder Kartoffeln.
    Sie können also ganz beruhigt Flohsamen oder Leinsamen oder Weizenkleie verwenden um ihre Ernährung etwas aufzuwerten.
    Viele Grüße
    G. Walter-Friedrich (medicine-worldwide)

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