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Frage: Warnung vor AFA-Algen?

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  • Frage: Warnung vor AFA-Algen?

    Guten Abend Frau Dr. Ellinger,
    wie der Threadtitel schon erahnen lässt, habe ich folgende Frage zu dem Artikel,der auf der Website der Apothekerkammer Westfalen-Lippe veröffentlicht wurde:

    Der Link:
    http://www.akwl.de/akwl/service/Algen-Praeparate.php

    Sind Algenprodukte,speziell Spirulina,also eher als gefährlich anzusehen? Mir geht es nicht um die Behandlung einer Krankheit,sondern vielmehr um eine generelle Stellungnahme,ob z.B. Spirulina in irgend einer Art und Weise "gut für den menschlichen Körper" ist.

    Ich hoffe auf eine fundierte Antwort,
    Sebastian D.

    .


  • RE: Frage: Warnung vor AFA-Algen?


    In dem von dir genannten Link wird aber Spirulina explizit ausgeschlossen:

    "Dabei stellte sich heraus, dass viele Produkte bereits in den vom Hersteller empfohlenen Dosierungen die von der WHO und Health Canada als noch akzeptabel eingestuften Gehalte an Microcystinen überschritten (dies gilt nicht für sogenannte reine Spirulina Algenprodukte). "


    Viele Grüße
    Peter

    Kommentar


    • RE: Frage: Warnung vor AFA-Algen?


      Die Konzentration an Mikrocystinen in Spirulina Algenpräparaten liegt nach Angaben von Health Canada unterhalb der Konzentration, die toxische Wirkungen hervorrufen können. Bzgl. Mikrocystinen sind Spirulina Präparate damit als ungefährlich einzustufen.

      Zu der Frage, ob die Einnahme von Spirulina-Präparaten für den menschlichen Körper gut ist, möchte ich auf eine Stellungnahme verweisen, bei der schon einmal das Thema Sinn und Unsinn von Spirulina-Präparaten angesprochen wurde.

      RE: spirulina
      von Autor: Dr. Sabine Ellinger
      Spirulina-Präparate gehören zur Gruppe der Nahrungsergänzungsmittel. Sie werden angepriesen wegen ihres hohen Gehalts an pflanzlichem Protein, ihrem hohen Gehalt an Beta-Carotin, Vitaminen der B-Reihe, esssentiellen Fettsäuren und Mineralstoffen (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium).

      Da die meisten Menschen in den industrialisierten Ländern ohnehin mehr Eiweiß aufnehmen als empfohlen wird, ist die zusätzliche Proteinaufnahme durch Spirulina-Präparate nicht erforderlich. Im Gegenteil, eine übermäßige Eiweißzufuhr belastet nur die Nieren und ist daher nicht sinnvoll. Mit Ausnahme von Calcium und Folsäure, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört, werden alle anderen angepriesenen Bestandteile von Spirulina-Präparaten in ausreichenden Mengen zugeführt. Eine ausreichende Calciumaufnahme kann durch täglichen Verzehr von Milch, Milchprodukten und Käse sichergestellt werden. Folsäure liegt v.a. in grünem Blattgemüse vor.

      Zum Beta-Carotin: Studien haben gezeigt, dass Bevölkerungsgruppen, die viel Obst und Gemüse verzehren, ein geringeres Risiko haben an Krebs- und Herzkreislauferkrankungen zu erkranken als solche mit geringem Obst- und Gemüseverzehr. Auf welche Inhaltsstoffe diese Wirkungen tatsächlich zurückgehen sind, ist nicht bekannt. Vor einigen Jahren hat man gedacht, dass dem Beta-Carotin diese Wirkung zukommen könnte. Man hat daraufhin Studien durchgeführt, bei denen einer Gruppe Beta-Carotin verabreicht hat, zusammen mit Vitamin E, und einer anderen Gruppe nicht. Die Studie hat man dann vorzeitig abgebrochen, weil man festgestellt hat, dass die Häufigkeit an Lungenkrebs in der Gruppe, die Beta-Carotin + Vitanmin E eingenommen hat, angestiegen ist im Vergleich zu der Gruppe, die die Vitamine nicht bekam. Ob die Zunahme an Krebserkrankungen an der hohen Dosis lag, oder daran, dass die Studie an Rauchern durchgeführt wurde, ist unklar. Bei einer ähnlichen Studie zeigten sich vergleichbare Effekte. Daher steht man einer isolierten Gabe von Beta-Carotin sehr kritisch gegenüber. Auch die Frage der Dosis ist nicht klar. Dass Mehr hilft, stimmt wahrscheinlich nicht, vielleicht schadet es sogar - das gilt zumindest für die fettlöslichen Vitamine. Wasserlösliche Vitamine, die in Mengen aufgenommen werden, die höher sind als die Empfehlung, werden bei Überschuß ausgeschieden.

      Fazit: Spirulina-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel sind nicht erforderlich, bringen keine gesundheitlichen Vorteile und belasten ihren Geldbeutel. Wenn Sie stattdessen regelmäßig Obst und Gemüse (möglichst 5 Portionen am Tag), nehmen Sie die meisten Vitamine und Mineralstoffe in ausreichenden Mengen auf, ausserdem auch Ballaststoffe, die ebenfalls sehr wichtig sind. Damit leisten damit einen wirksamen Schutz vor Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

      Kommentar


      • RE: Frage: Warnung vor AFA-Algen?


        hallo Frau Dr. Ellinger,

        die Anbieter der Afa-Algen und die WHO vertreten verschiedene Meinungen über die Konzentration bzw. Kontamination mit Microcystinen .

        hier das Original der Pressemitteilung an die BfR, die dann von anderen übernommen wurde.

        .-Pressemeldung vom 6.5.2002

        Stichprobenanalyse zeigt Microcystinbelastung in 85% der geprüften Proben.

        Zubereitungen, die blaugrüne Cyanobakterien der Gattung Aphanizomenon
        Flos Aquae-Algen enthalten (sog. A.f.a.-Algenprodukte), werden in der
        Bundesrepublik Deutschland primär zur Behandlung von hyperaktiven
        Kindern (ADS/ADSH), gegen Hypercholesterinämie oder sogar als
        Prävention gegen Krebs angepriesen.
        ............
        Grund ist die Belastung mit Algentoxinen (Microcystine), die z.B. in
        China in oberflächlich gewonnenem Trinkwasser enthalten sind und
        als Auslöser für Leberzellkarzinome wirken können. Die Weltgesund-
        heitsorganisation (WHO) hat bereits Ende der 1990iger Jahre einen
        Richtwert von 1 Millionstel Gramm Microcystine pro Liter Trinkwasser
        (1 ppb) empfohlen - ein Wert, der weder in den USA noch der Bundes-
        republik Deutschland bisher verbindlich ist.

        Anbieter von A.f.a.-Algenprodukten behaupten, ihre Produkte seien
        frei von Microcystinen. XXX iniziierte .......eine Untersuchung von
        14 Warenproben von 8 Algenproduzenten und wurde fündig!

        Es ergaben sich Microcystinbelastungen von 68-134 Microgramm
        pro kg Algenmasse (68-134 ppb) in 12 von 14 Proben. 3 der 12
        microcystinhaltigen Warenproben stammten von zwei Personen,
        die nach mehrmonatiger Einnahme der Algenprodukte
        klinisch erkrankt waren (Durchfall, Muskelschmerzen, Haut-
        ausschläge). Hier lagen die Belastungen bei 102-106 ppb.
        Dies liegt deutlich unter den von den Herstellern als angeblich
        sicher behauptete Microcystinbelastungsgrenze von 1.000 ppb.
        Der entsprechende "Grenzwert" stammt aus Mäuseversuchen,
        wobei dieses Tiermodell im Vergleich zu anderen Säugetieren
        (Ratte, Schwein) deutlich unempfindlicher bezüglich Microcysti-
        nen ist.

        Angesichts der sich häufenden Fälle von Nebenwirkungen nach
        längerfristiger Einnahme von A.f.a.-Algenprodukten warnt xxx
        vor allem Schwangere und Eltern, microcystinbelastete Produkte
        einzunehmen, da weder akute Gesundheitsprobleme noch das
        Stimulieren von Krebs durch diese Produkte auszuschließen ist.

        ...............

        Grüsse

        Maren

        Kommentar



        • RE: Frage: Warnung vor AFA-Algen?


          Vielen Dank für den Link, den kannte ich bisher nicht!

          Kommentar


          • RE: Frage: Warnung vor AFA-Algen?


            hallo Fr. Dr.Ellinger.

            die Infos können Sie nicht kennen, woher auch ?

            aber wenn Sie "alle" Details incl. Untersuchungsergebnisse des beauftragten Labors kennenlernen wollen, gerne .

            Grüsse

            Maren

            Kommentar


            • Re: Frage: Warnung vor AFA-Algen?

              Hallo,
              ich nehme diese AFA Algen seit nunmehr fast 20 Jahren in hohen Dosen,
              erfreue mich bester Gesundheit und meine Leberwerte sind nicht zu beanstanden.
              Für mich ist es die beste Nahrungsergänzung die ich je entdeckt habe (u. ich habe vieles Ausprobiert)und kann sie nur jedem weiterempfehlen der eine gesunde und wirkungsvolle Nahrungsergänzung sucht. Ganz nebenbei, Spirulina kann der AFA Alge nicht das Wasser reichen, da künstlich angebaut. Trotzdem sind sie besser als gar keine Algen zu nehmen.

              Meines Wissens hat nie ein Herstellerunternehmen behauptet dass in den AFA Algen Produkten keine Microcystine enthalten sind. Diese Behauptung möchte ich doch gerne belegt haben. Im Gegenteil ich habe eher den Eindruck, als würde man sich dem angeblichen Problem stellen. Außerdem werden die Grenzwerte (von der WHO vorgegeben), nicht überschritten, das belegen unabhängige (Chargen bezogene) Laborergebnisse
              (dass die WHO in den letzten Jahren sehr kritisiert wurde, bez. Abhängigkeit von Industrie und Pharmazie brauche ich hier wohl nicht weiter erwähnen).

              Ich höre immer Microcystin, Microcystin…
              Die Frage ist, was ist Microcystin? Bzw. es geht hierbei ja um Microzystis von denen es ca. 100 Arten gibt und von denen nur einige giftig waren bzw. sind. Giftig wohlgemerkt in reiner Form, die Ratten- und Mäuse-Versuche fanden mit reinem isoliertem Microcystin statt, bei versuchen mit einer Mischung aus Microcystin und AFA Algen kamen ganz andere Ergebnisse zu Tage; also nur positive!
              Ob giftige Mic. in einem Gewässer vorhanden sind oder nicht, sieht man ganz einfach schon mal dadurch, dass die Tiere (Wild- bzw. Weidetiere) die dort leben, verenden. Was im Falle des Klamath-Lake nach meinen Recherchen noch nie der Fall war.
              Ich empfehle Literatur über die Ergebnisse von Wayne W. Carmichael.
              Mr. Carmichael ist Wissenschaftler, Algenspezialist spez. Microcystin und schwört selbst auf die AFA Alge! Würde also ein Wissenschaftler so weit in die Materie eingestiegen ist Gift zu sich nehmen??
              Außerdem empfehle ich die deutsche Webseite www.klamathalgen.de (ich glaube von Dr. Wührer), welche sehr informativ ist.

              Es gibt viele Nahrungs- und Heilmittel die unser Planet hervorbringt,leider wird immer wieder versucht die Besten davon in Verruf zu bringen. Geschickte Strategien, die auf der Angst der Menschen bauen Stecken dahinter. Wer klaren Verstand besitzt und nach der Wahrheit sucht, wird dieses schnell erkennen.

              Ich möchte nur daran erinnern, dass bereits in den 90er Jahren Gesundheitsämter in den Ökoläden regelrechte Durchsuchungen veranstalteten um getrocknete Meeresalgen
              (ja, Nahrungsmittel welche die Asiaten seit Jahrtausenden in Ihre Nahrung integriert haben),
              einzusammeln bzw. als Nahrung zu verbieten!! Es gäbe da noch viele andere ähnl. Beispiele…

              wer suchet der findet

              Peter

              Kommentar