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MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?

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  • MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?

    Hallo @ll,

    zur Vorgeschichte: Ich bin Schmerzpatient. Habe Skoliose (1984 festgestellt), Spondylarthrose (2009), Hüftglenkarthrose (2009) auf beiden Seiten. Tinitus rechts, eine verminderte Knochendichte (hauptsächlich in der WS - festgestellt 2012), Gefügestörung in der HWS ((2012), Humerusfraktur links (2011 - bekomme seitdem den Arm nicht mehr gerade) und am 22.06.12 hat es begonnen in meinem ganzen Körper zu kribbeln. Am 27.07. wurde per MRT eine Multiple Sklerose festgestellt, die sich per Lumbalpunktion und bestätigt hat.
    Da ich seit 2009 Schmerzpatient bin bekomme ich Tilidin Tropfen, die ich seit 2009 3x täglich 20 Tropfen nehme (und das hab ich schon reduziert von 4 x 40). Ich wurde mehrfach umgestellt auf andere Medikamente wie Tilidin retard, Morphin (Targin, Oxygesic, Oxycodon HCI), die ich aber nicht vertragen habe. Von September 2011 bis heute folgte eine Infektion nach der anderen, begonnen mit einer Lungenentzündung Dezember 2011, Harnwegsinfektion (April und Juli 2012), Nasennebenhöhlenentzündung März/April 2012, Pilzinfektion vaginal und Anal (Mai/Juli 2012). Die ganzen Medikament sind mir auf den "Magen geschlagen" (zusätzlich Ibu 800 genommen) und immer wenn ich gegessen habe, vor allen Dingen fettiges, musste ich zur Toilette (Stuhlgang). Ich hatte dann schon gar keine Lust mehr was zu essen, denn ich wollte meinen Tag nicht auf dem Clo verbringen. Ich hab dann Woche für Woche abgenommen. Dann habe ich Gefallen daran gefunden und als das mit dem Stuhlgang aufhörte, meine Ernährung umgestellt. Fettiges weggelassen, viel Gemüse, aber meinen Cappuccino hab ich immer weiter getrunken. Hab Kalorien reduziert auf 1.200 und so pro Woche 1 kg abgenommen. Dann irgendwann reduziert auf 1.000 Kalorien und jetzt bin ich bei 600-800 Kalorien. Zur Info: ich bin 48 Jahre, 1,75 m groß und wiege derzeit 50 kg. Diese Woche hat man mir im Fitnessstudio gesagt (ich mache Krafttraining) das ich höchstens noch 2 kg abnehmen würde, und dann könnte ich nicht mehr laufen. Und der Trainer müsste mir auch, wenn das Gewicht weiter nach unten geht "Hausverbot" erteilen. Meine Fragen: Ab wann wird es lebensbedrohlich? Habe ich schon Anorexia Nervosa?
    Zur weiteren Info: Ich bin immer schlank gewesen (Jugend, Heranwachsende), bin mit Magenpförtnerkrämpfen geboren und habe immer bei einer Größe von 1,78 m 43 kg gewogen. Aber man hat mir als 23 jährige mal Neuroleptika verschrieben und ich habe mit diesem Medikament (Aponal) in 3 Monaten 15 kg zugenommen. Ich wollte jetzt einfach n ur auf mein altes Gewicht von 43 kg zurück kommen. Damals war es normal - heute nicht mehr? Warum? Kann nicht jeder entscheiden, wieviel er/sie wiegen möchte?

    Mfg

    M.

  • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


    Zur Zusatzinfo: Im September 2011 hab ich noch 80 kg gewogen.

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    • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


      Mit ihrer Ernährungsweise setzen sie ganz erheblich ihre Gesundheit aufs Spiel. Zum einen haben sie bei ihrer Krankengeschichte einen höheren Nährstoffbedarf bzw. bedingt durch die Medikamenteeinnahme eine schlechtere Nährstoffaufnahme. Zum anderen nehmen sie bei 600-800 kcal nur ca. 25% der eigentlich benötigten Energie auf und damit viel zu wenig Nährstoffe und zwar nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Energie und Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett auf. Dadurch geht ihr Körper an die eigenen Reserven, insbesondere an die Muskeln, auch an die Organmusklen, wie Herz. Das bedeutet es wird unter anderem auch Herzmuskel abgebaut und das Herz wird in seiner Funktion gestört, dies kann auch tödlich enden. Mit ihrem derzeitigem Gewicht haben sie einen BMI von <16 kg/m2 (Normal 20-25). Sie sollten ganz klar ihre Ernährung umstellen und sich am besten in ärztlich Betreuung begeben.

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      • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


        So, ich bin immer noch bei 50 kg. Also bis jetzt hab ich mein Gewicht gehalten, nicht weiter abgenommen.

        Schade, das man hier kein Bild einfügen kann ;-)

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        • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


          Hallo Macellina,

          du hast geschrieben, dass du immer 43 kg gewogen hast. Bei deiner Körpergröße war/ist das viel zu wenig.

          Ich bin kein Mediziner, aber auch dein aktuelles Gewicht von 50 kg und dein Essverhalten (Kalorien zählen, Kalorien immer weiter reduzieren, zusätzlich noch Sport machen) deuten für mich ganz eindeutig auf eine Essstörung und konkret auf eine Magersucht hin.

          Bist du deshalb mal in Therapie gewesen?

          Ich war selbst mal schwer essgestört und die Kontrolle meines Gewichts war damals für mich das Allerwichtigste. Ich war auch sportsüchtig und gleichzeitig habe ich den Sport gehasst.

          Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich mir das antue und ob ich mich selbst bis an das Ende meiner Tage quälen will. Die Antwort war nein. Das Leben setzt mir genug zu, da muss ich wenigstens gut zu mir sein.

          Ich bin heute auch Mitte vierzig und ich finde, das Leben ist viel zu kurz und kostbar, um sich selbst zu bestrafen.

          Du hast schon genug Schmerzen und ursprünglich haben dich die Krankheiten und Medikamente gezwungen, die Ernährung zurückzufahren. Wenn ich deine Geschichte richtig verstanden habe, hat sich das Abnehmen dann aber verselbständigt und ist wieder zu einer Obsession geworden.

          Mein Rat: Genieße das Leben, so gut es mit deinen Schmerzen geht. Genieße das Essen, iss wieder mehr und das, was dir schmeckt. Ich denke, dass bei deiner Körpergröße ein Gewicht von 65 kg völlig in Ordnung und auch deutlich mehr kein Problem ist. Ganz im Gegenteil.

          Iss dich gesund, iss dich stark, iss dich ein kleines bisschen glücklicher, du hast es verdient. Vielleicht schaust du mal, warum du immer so schlank sein musstest/wolltest.

          Liebe Grüße

          Cyrano

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          • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


            Hi @ll!

            Ich hab ein paar körperliche Beschwerden, die reichen von Verstopfung bis hin zum Durchfall und ständige Blähungen. Jetzt weiß ich nicht woher das kommt. Ich war heute schon den ganzen Tag im Netz unterwegs. Ist es eine Laktoseintoleranz oder kann das auch auf die starke Gewichtsabnahme zurückzuführen sein?

            Vor ein paar Tagen hab ich abends mehr gegessen als sonst. Danach bekam ich voll Bauchschmerzen, habe dann meine Wärmematte im Bett angemacht und mich mit dem Bauch darauf gelegt. Aber es wurde nicht viel besser. Gestern hab ich dann kaum was gegessen, weil ehrlich gesagt: ich auch nicht mehr was ich essen soll. Ich hab dann Rohkostsalat zu mir genommen.

            Gestern bin ich dann los, Magen-, Darmtee kaufen und Fencheltee. Gestern 1 Liter getrunken, heute 1 Liter davon.

            Aber es grummelt ständig in meinem Bauch, vor allen Dingen nachts - und auch wenn ich etwas gegessen habe. Können das Folgen der Gewichtsabnahme sein?

            Mfg

            M.

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            • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


              Die kann natürlich mit ihrem nicht gerade gesundem Essverhalten zusammenhängen. Mit ihren ganzen Beschwerden und und dem starken Untergewicht sollten sie sich in ärztliche Behandlung begeben. Sie werden schon an Symptomen von MAgelernährung leiden, inbesondere Proteinmangel.

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              • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


                Hallöle,

                ich bin noch da ;-) - mit immer noch 50 kg, oder besser gesagt wieder 50 kg. Zwischendurch hatte ich mal zugenommen 2-3 kg, dann wieder nix gegessen um auf die 50 kg zu kommen.

                Im Februar hab ich mir mal einen Hefezopf gebacken. Hmmmm, er duftete so lecker. Und dann kam etwas was mich (anfangs) sehr schokiert hat. Der Duft des Zopfes hat mich dazu animiert zu essen, 1 Stück, 2 Stücke, 3 Stücke, 4 Stücke ...... oh man, 5 Stücke, 6 Stücke. Und dann musste ich feststellen, das der halbe Zopf weg gegessen war. Übel, das sind ja zig Hunderte von Kalos. Dann kam das schlechte Gefühl und die Frage: was mache ich denn jetzt?

                Ich hab mich danach übergeben, musste stark würgen bis überhaupt etwas kommt.

                Nächsten Tag hab ich dann den Rest gegessen, auf einmal. Und dann das gleiche, wieder an die Schüssel abgegeben. Und die darauffolgenden Tage, wenig bis nichts gegessen. Ich hab mir danach geschworen: das mache ich NIEEEEEEE wieder!!!

                Nun gut, ich habs dann (erstmal) sein lassen. Wie gewohnt, einfach weniger Essen. Und wenn ich dann gefühlstechnisch meine Kalorien erreicht hatte war ich zufrieden. Aber wehe, wenn es nur 100 kcal mehr waren. Dann hab ich mich derer entledigt. Es wird zwar immer seltener das ich mich deren entledige, aber hin und wieder kommt es noch vor. Ich sag mal: alle 2 Wochen einmal! Stattdessen fahre ich lieber Rad, an die 30 km täglich.

                Am Montag war ich dann beim Neurologen und er meinte ich müsste zunehmen. Er könnte mir ein Antidepresiva aufschreiben, das eine Gewichtszunahme fördert. Ich sagte dann: auf keinen Fall nehme ich das. Ich will keinen Gramm zunehmen. Tja, das war FATAL!!! Er guckte mich fragend an und stellte dann mit einem forschenden Blick fest: das spricht für eine Anorexia NERVOSA!

                Er drückte mir 3 Adressen von Psychologen in die Hand und eine Broschüre über eine Klinik.

                Außerdem hatte ich im März/April ein Kribbeln im Genitalienbereich (Blase) und bin NICHT zum Arzt gegangen. Er meinte, das wäre ein erneuerter Schub gewesen und ich hätte mich in Behandlung begeben müssen, sprich Cortison Behandlung. Legte mir eine Basistherapie nahe, die will ich jedoch nicht!! Ich habe allen zusätzlichen Medikamenten abgeschworen.

                Außerdem hatte ich am Mittwoch, den 8. Mai einen Krampf in meiner Hand. Meine linke Hand hat sich dermaßen verkrümmt, sie sah richtig verkrüppelt aus und ich hab sie lange Zeit nicht gerade bekommen, es war auch schmerzhaft, aber der Neurologe meinte, das sei keine Spastik, nur ein Muskelkrampf (toll, den hatte ich jetzt bloß schon öfter - nur nie so lange wie letzten Mittwoch).
                Ich hatte mich an dem Tag aufgeregt, weil mir ein Zahn (der seit September 2011 wackelt) mitten im Gebiss steckte, komplett mit Wurzel. Kurz zuvor hatte ich mich nach einem Essen übergeben. Und natürlich kam dann als erstes der Gedanke, das das der Grund ist. Reue und Co folgten, und der Gedanke: lieber weniger essen als DAS!

                Nun gut, ich sagte zum Neurologen: gut, wenn das keine Spastik ist, sondern nur ein Krampf, was ist dann wenn das öfter passiert? Seine Antwort: das ist schlecht!

                Na toll, darunter kann ich mir jetzt überhaupt nix vorstellen! Hat das mit der Multiple Sklerose zu tun? Mit der Gewichtsreduzierung? Oder mit beidem?

                Und, wenn mir der Neurologe eine ANOREXIA diagnostiziert, mir Psychologenadressen und Broschüre in die Hand drückt, legt er mir das nahe mir Hilfe zu suchen.

                Ich sehe jedoch, meinen Gesundheitszustand nicht als bedrohlich an. Denn mein BMI beträgt immer noch 16,3. Wobei mir eine Diätassistentin (die ich kennenlernte) auch sagte ein geringer BMI spricht nicht immer von Magersucht!

                Gut, das meine Ernährung nicht normal ist, das sehe ich ein!

                Aber was hat das mit der Aussage des Neurologen auf sich: das das schlecht ist, wenn ich ständig oder öfter solche Krämpfe bekomme? Er hätte ja auch mal Tacheless reden können. ;-)

                Mfg

                M.

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                • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


                  Hallöle,

                  back to the roots .... naja, nicht ganz. Aber kotzen, ade! So der Vorsatz, der hoffentlich auch bleibt, doch ich denke schon.

                  Ich habe angefangen mit KG und ab nächsten Monat starte ich wieder im Fitness-Center. Das OK von meinem Fitnesstrainer habe ich. Nebenbei fahre ich Fahrrad, keine 30 km, aber 10 - 15 - reicht auch. Ich will schlank bleiben, darum ernähre ich mich hauptsächlich von Obst, Gemüse, Fisch und Haferflocken mit Milch (die extrem satt machen).

                  Gestrichen Fleisch (das kann ich eh nicht kauen), Kartoffeln, Reis und Nudeln.

                  Mfg

                  M.

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                  • Re: MS - Gewichtsabnahme - Anorexia Nervosa?


                    Hallöle @ll,

                    ich wiege jetzt 53 kg, was aber nichts heißt, denn mein Gewicht pendelt schon seit Monaten zwischen 49 und 53 hin und her.

                    Das Thema "sich übergeben" gibt's nicht mehr. Manchmal denke ich noch dran, aber ich mach es nicht mehr.

                    Meine Ernährung ist immer noch die gleiche - wie vorher meide ich Fleisch, Kartoffeln, Reis und Nudeln.

                    Seit 8. Juli 2013 rauche ich nicht mehr, ich bin jetzt Dampferin. Hatte es schon etliche Male vorher probiert, aber nun bleibe ich am Ball.

                    Ich ernähre mich hauptsächlich von Gemüse, Obst, Knäcke, Frischkäse. Ganz selten (1 Mal im Monat Käse), Brot habe ich früher auch gemieden, jetzt esse ich hin und wieder mal eine Scheibe Brot. Und für Heißhunger esse ich Haferflocken mit Milch + Banane und Zimt.

                    Ich fühle mich gut, brauche keine zusätzlichen Medikamente (nur Tilidin - das reicht auch schon), mache keine Basistherapie, bei einem Schub lasse ich mich nicht mit Cortison behandeln, weil es eh nur dazu dient die Entzündung schneller aus dem Körper zu bekommen. Aber wegen der Osteoporose in der Lendenwirbelsäule will ich kein Cortison, deswegen gehe ich auch gar nicht zum Arzt.

                    Sensibilitätsstörungen im gesamten Körper habe ich immer noch, aber seit ich nicht mehr rauche - habe ich den Eindruck - ist es besser geworden.

                    In allem lebe ich - für mich - so weit es geht gesund. Die Hauptsache ist doch, das ich mich wohl fühle, egal, was so ein BMI aussagt. Ehrlich gesagt, da gebe ich keinen Pfifferling drauf.

                    Habe selten noch Schmerzen in den Hüften, insgesamt also geht es mir mit dem geringen Gewicht gut und ich will das das so bleibt und nicht auf 1.0000 Medikamente zurückgreifen, die mir die Schmerzen nehmen.

                    Für jede Krankheit gibt's ein Medikament - und nur die Pharmaindustrie verdient daran und denen ist es egal wie es einem geht! Ob man mit zig Nebenwirkungen zu kämpfen hat, etc.. Nicht mit mir!

                    Früher hatte mich meine MS im Griff, jetzt habe ICH die MS im Griff!

                    Mfg

                    M.

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