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Nahrungsmittelunverträglichkeit?

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  • Nahrungsmittelunverträglichkeit?

    Hallo liebes Forum,

    kurz meine Vorgeschichte, da ich sie für relevant halte:
    Ich bin Mitte zwanzig, treibe viel Sport und habe Normalgewicht. Ich hatte vor knapp 6 Jahren eine Darmspiegelung, da ich Blut im Stuhl hatte und gelegentliche (leichte) Koliken. Die Darmspiegelung war ohne Befund (keine Polypen, nichts).
    Die Diagnose lautete damals Reizdarmsyndrom und bis auf gelegentliche, leichte Probleme (Koliken, Durchfall) ging es mir wunderbar. Im Dezember habe ich dann wegen einer Mittelohrentzündung ein Antibiotikum erhalten und knapp 1-2 Wochen danach begannen folgende, relativ diffuse Probleme, die bis heute periodisch, nicht durchgehend (aber wenn dann gemeinsam) auftreten:

    - Manchmal gerade nachts/abends starke Durchfälle
    - Ziehender/Stechender Schmerz im Bereich des Darms
    - Blähungen
    - Wenn ich Probleme mit dem Darm kriege, geht auch meine Stimmung kurz vorher bereits in den Keller (sehr plötzlich)
    - leichte Kopfschmerzen an den Tagen, an denen ich auch Schmerzen habe
    - gelegentliches Kribbeln im rechten Fuß, nur an den Tagen, an denen ich auch Schmerzen habe

    Was mir sonst noch an Besonderheiten einfällt:
    Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten war ich dann doch einmal bei einer gewissen Fastfood-Kette und nach dem "Genuss" eines Burgers dort hatte ich dann sehr rasch stechende Schmerzen, die über 3-4 Tage langsam abklungen.

    Die Probleme treten nicht immer auf, so hatte ich die letzten 2 Wochen nur gelegentlich ein sehr leichtes drücken, dann wieder nichts. Die letzten 2-3 Tage ging es dann wieder los mit den Schmerzen. Ich fühle mich auch nicht schwach, habe normalen Appetit (wenn überhaupt würde ich eher sagen: mehr Appetit), habe nicht an Gewicht verloren und wenn ich nicht gerade in so einer "Schmerzphase" bin, dann kann ich auch ganz normal Sport machen, ohne das mir dabei etwas weh tut.

    Mein Arzt tippt auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, da der Befund der Darmspiegelung erst 6 Jahre zurück liegt und er daher eine maligne Ursache für sehr unwahrscheinlich hält, zumal sie zeitlich mit dem Antibiotikum zusammenfielen. Mir geht es jetzt explizit darum hier Ärzte/Betroffene zu finden, die diese Symptome vielleicht kennen und mir evtl. einen Tipp geben könnte, welche Unverträglichkeit(en) das sein könnte(n). Ich bin mir eben absolut unsicher, habe aber einmal grob versucht, dass ich Gemeinsamkeiten in der Ernährung finde, bei der dann Schwierigkeiten auftreten.

    Aufgefallen ist mir, dass ich am selben Abend, an dem ich Fruchtsaft (2 Gläser) getrunken hatte, dann Durchfälle und Schmerzen bekam, außerdem scheint eine Soße mit Sauerrahm, Weißwein und Käse bei mir auch zu Problemen geführt zu haben.
    Von daher habe ich schon Fructose im Verdacht gehabt aber die Symptome scheinen nicht so recht zu passen und ich verstehe nicht ganz, warum ich manchmal quasi sofort, dann wieder stark zeit verzögert und manchmal gar nicht darauf reagiere.


  • Re: Nahrungsmittelunverträglichkeit?

    Hallo Pandora87,

    ich glaube mit deiner Frage wirst du hier nicht weit kommen, da die Symptome, die du beschrieben hast, auf sehr viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten zutreffen. Ich persönlich habe z.B. eine Lactoseintoleranz, bevor diese erkannt worden ist, hatte ich stechende Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall nach dem Genuss von Milchprodukten. Eine sehr gute Bekannte hatte ebenfalls diese Symptome, jedoch hatte sich bei ihr herausgestellt, dass sie eine Glutenunverträglichkeit hat. Die Symptome würden aber auch für Saccharoseintoleranz oder Fruktoseintoleranz zutreffen.

    Solange du den Allergietest nicht gemacht hast, ist es wohl schwierig etwas auszuschließen. Du könntest jedoch eine Art Essentagebuch führen und aufschreiben nach welchen Mahlzeiten die Symptome einsetzen, damit du eventuell schon selbst eine Einschätzung machen kannst. Aber wie gesagt, erst der Test wird dir eine prozentige Gewissheit geben.

    Gute Besserung!

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    • Re: Nahrungsmittelunverträglichkeit?

      Vielen Dank für Deine Antwort, mir war erst einmal wichtig, dass ich eine grobe Ahnung bekomme aber Du hast wohl Recht, dass nur ein Essenstagebuch weiter hilft.
      Darf ich so indiskret sein und nachfragen, wie lange bei Dir Symptome nach "Genuss" von bestimmten Lebensmitteln anhalten?
      Ich habe im Internet verschiedene Angaben gelesen, von 1 - 6 Tagen scheint da ja alles möglich zu sein.

      Bei mir klingen die Symptome nämlich immer sehr langsam ab.

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      • Re: Nahrungsmittelunverträglichkeit?

        Nach Antibiotikabehandlung kommt es häufig zu Problemen des Magen-Darm-Traktes, da die Mikroflora durch das Antibiotika zerstört wird. Dadurch kann es vorübergehend zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen, insbesondere Laktose. Wichtig ist es die Mikroflora wieder aufzubauen. Dies kann man natürlicherweise durch eine ballaststoffreiche Ernährung, d.h. Vollkornprodukte, Getreideflocken, Kartoffeln, reichlich Obst und Gemüse, evtl. auch Weizenkleie und Flohsamen. Denn Ballaststoffe dienen der Mikroflora als Nahrung und so können sich die Mikroorganismen vermehren und werden gestärkt. Falls die Beschwerden dadurch nicht besser werden, würde ich Ihnen raten einen Test auf Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption durchführen zu lassen. Dabei wird eine bestimme Menge Laktose bzw. Fruktose gegeben und die Wasserstoffkonzentration im Atem gemessen.

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        • Re: Nahrungsmittelunverträglichkeit?

          Hallo Pandora87,

          bei mir haben die Bauchschmerzen als erstes eingesetzt und waren dann aber nach 2-3 Stunden wieder weg. Bei den Blähungen und dem Durchfall war es unterschiedlich, es hat jedoch nicht bis 6 Tage (maximal 2 Tage) angehalten, wenn ich danach auf den Verzehr von Milchprodukten verzichtet habe. Zum Glück gibt es heutzutage sehr viele laktosefreie Alternativen, so dass ich auf nichts verzichten muss. Wenn es sich doch einmal nicht vermeiden lässt, dann gibt es auch noch Laktase Tabletten, damit bin ich dann bestens ausgerüstet.

          Liebe Grüße

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          • Re: Nahrungsmittelunverträglichkeit?

            Hallo, vielen Dank Euch, für die Rückmeldungen!
            Mein Hausarzt hat mir jetzt geraten, dass ich 2 Wochen Laktose meide und mich dann nochmal bei ihm melde.
            Er möchte auch nochmal einen Bauchspeicheldrüsen Wert bestimmen, da diese scheinbar auch zu solchen Problemen führen kann.
            Wenn das nichts bringt, werde ich mich nochmal an einen Gastroenterologen wenden, der sich auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat.

            Was man im Internet so liest könnte es ja wirklich alles mögliche sein, von Histamin, Gluten über Fruktose und Laktose. Das scheint wirklich ein deutlich komplexeres Thema zu sein, als ich bisher dachte.

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