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wie Gewichtszunahme bei Schilddrüsenfehlfunktion vermeiden?

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  • wie Gewichtszunahme bei Schilddrüsenfehlfunktion vermeiden?

    Guten Tag Frau Dr. Breidenassel, guten Tag liebe Forumsteilnehmer!
    ich (weibl., 43 jahre) habe seit 7 jahren die diagnose morbus basedow. letzten winter hatte ich leider nach langer remission wieder einen schub mit schilddrüsenüberfunktion. dabei reduzierte sich mein gewicht um ca. 2 kg, wobei ich heißhungerattacken hatte und sehr viele kalorien zu mir nahm (etwa 2000+ /tag). durch einnahme hoher dosen thyreostatikum senkten sich die sd-werte wie gewünscht, jedoch habe ich fast sofort unterfunktionssymptme entwickelt, obwohl ich gem. laborwerten klinisch noch in überfunktion bin.
    die symptome beinhalten leider auch eine ungewollte gewichtszunahme von mittlerweile 4 kg innerhalb von 3 monaten, und das ist mir zuviel.
    ich habe sofort meine ernährung angepaßt, nehme nur noch ca 1.500 kal/tag zu mir, esse proteinbetont, da kohlenhydrate bei mir derzeit zu starken wassereinlagerungen führen, habe die fettaufnahme reduziert, esse null zucker und auch wenig obst (also fast nur gemüse + protein aus magerem fleisch, fisch, eiern, fettarme milchprodukte, gelegentlich mal kalorienarmes sportler-proteinpulver, wenn die anderen proteinquellen "nicht an mich gehen" - ich bin tendenziell eig. ovo-lakto-vegetarierin.)
    ich war und bin immer sportlich aktiv geblieben, trotz der erkrankung: mindestens 5mal/woche trainiere ich, 4x ausdauer (laufen, fahrrad, intervalltraining) und 1x krafttraining. dabei verbrenne ich zumindest laut meßgeräten zwischen 500 und 900 kalorien pro trainings-session.
    aber das gewicht geht nicht runter! i
    m gegenteil, ich habe den eindruck, ich lagere immer mehr wasser ein.
    nun ist es kaum vorhersehbar, wann sich meine schilddrüsenwerte wieder so eingependelt haben, daß eine gewichtsabnahme "von selber" passieren wird. was kann ich bis dahin tun, um nicht noch mehr zuzunehmen?
    ich schätze mal, mein stoffwechsel ist so stark verlangsamt, daß ich selbst mit einer kalorienaufnahme von 1.500/tag nicht abnehme - sollte ich die zufuhr tatsächlich noch weiter senken bei dem sportpensum?
    wäre ein pflanzliches diuretikum einen versuch wert und wenn ja, wie schnell wirkt sowas?
    kann ich überhaupt davon ausgehen, daß es sich bei der rasanten zunahme nur um wasser handelt oder könnte das auch fett sein?
    für jeden tip bin ich dankbar!
    viele grüße
    crash


  • Re: wie Gewichtszunahme bei Schilddrüsenfehlfunktion vermeiden?

    Sie sollten ihre Zufuhr auf keinen Fall weiter reduzieren, sonst laufen sie Gefahr einen Nährstoffmangel zu entwickeln und gefährden damit ihre Gesundheit.
    Leider ist es häufig so, dass der Stoffwechsel bei Schilddrüsenfehlfunktionen starken Schwankungen unterliegt und es seine Zeit dauert bis er sich wieder normalisiert. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle sehr wichtig.
    Im Prinzip hilft wirklich nur mehr Bewegung, um zumindestens eine Gewichtszunahme zu vermeiden.
    Wenn sie das Gefühl haben, Wasser einzulagern, sollten Sie dies am besten mit ihrem Arzt abklären und mit ihm eine mögliche Behandlung besprechen. Denn eine Ödembildung bedeutet, dass die Ausscheidung des Wassers über die Niere nicht richtig funktioniert.
    Für den Aufbau von einem Kilo Körperfett werden ca. 7000 kcal benötigt. Bei einer Gewichtzunahme von 4 kg in 3 Monaten, entspricht dies ca. einer Energieaufnahme von ca. 300 kcal pro Tag, dies ist schon relativ schnell erreicht...
    Versuchen sie auch ihre alltägliche Bewegung zu steigern. Und achten auch die Kalorienzufuhr über Getränke, denn selbst vermeintlich "gesunde" Säfte enthalten ca. 500kcal pro Liter.

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    • Re: wie Gewichtszunahme bei Schilddrüsenfehlfunktion vermeiden?

      Hallo Frau Dr. Breidenassel,
      vielen Dank für Ihre Antwort!
      Auf Getränke achte ich bereits, ich nehme nur Wasser + schwarzen Kaffee zu mir.
      Ich werde das Thema Gewicht/Wassereinlagerungen beim nächsten Untersuchungstermin ansprechen, denn ich gehe davon aus, daß meine Medikation mittlerweile überdosiert ist.
      Meine Erfahrung ist jedoch, daß ein Endokrinologe sich erst für "Gewichsprobleme" interessiert, wenn der Patient bereits 20 kg zugelegt hat (oder starkes Untergewicht vorliegt). Ich habe ja einen BMI im 21er-Bereich (noch...) und da ernte ich nur ein müdes Lächeln. Mein Wohlfühlgewicht liegt aber im 20er-Bereich.
      Da ich sehr auf den guten (optischen) Zustand meines Körpers achte, ist das passende Gewicht für meine Lebensqualität bedeutend, was meine behandelnden Ärzte überhaupt nicht nachvollziehen können.
      Noch mehr Bewegung ist neben dem Beruf (leider sitzende Tätigkeit) einfach nicht mehr möglich, ich habe mein Pensum in den letzten 3 Wochen schon auf täglich 1 h Ausdauersport erhöht. Mehr kann ich körperlich nach 8 h Arbeit einfach nicht schaffen, zumal mich dann auch wieder Heißhungerattacken heimsuchen, wenn ich so extrem viel Sport treibe. (Denen gebe ich zwar nicht nach, aber mir geht's dann einfach physisch + psychisch schlecht.)
      Ich hoffe, durch eine Medi-Dosisminderung und die anderen Anpassungen eine Gewichtsreduktion zu erreichen.

      Was halten Sie denn grundsätzlich von pflanzlichen Entwässerungsmitteln (wenn klinisch keine Bedenken gegen die Anwendung bestehen)? Helfen die? Und wie schnell tritt im allgemeinen eine Wirkung ein?


      Viele Grüße
      Crash

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      • Re: wie Gewichtszunahme bei Schilddrüsenfehlfunktion vermeiden?

        Zu den pflanzlichen Entwässerungstabletten kann ich Ihnen leider garnichts sagen. Wenn Sie deswegen ihren Arzt nicht kontaktieren möchten, können sie auch den Apotheker fragen, die können Ihnen meistens aus weiterhelfen.

        Kommentar



        • Re: wie Gewichtszunahme bei Schilddrüsenfehlfunktion vermeiden?

          Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, Frau Dr. Breidenassel! Am WE habe ich im Fitnessclub mein Körperfett messen lassen, dabei is klar geworden, daß ich leider nicht nur Wasser eingelagert habe, sondern auch ca. 1,5 kg Fettmasse. Das eingelagerte Wasser war zyklusabhängig, es war zwar mehr als sonst (vermutlich durch das Wertechaos begünstigt), aber hat sich jetzt "verflüchtigt".
          Heute habe ich wieder einen Termin beim Endokrinologen, da werde ich das Thema Fett-/Wassereinlagerungen bei SD-Werte"chaos" und wie man dem abhelfen kann einmal ansprechen.
          Viele Grüße
          crash

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