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Reha zum Zunehmen?

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  • Reha zum Zunehmen?

    Guten Tag,

    ich leide seit einiger Zeit unter einer deutlichen Magenentleerungsstörung. Die Entleerungszeit ist von regulär 20 Minuten auf 60 Minuten verlangsamt (bei der letzten Messung). Da ich immer weiter abgenommen habe, bekam ich zuletzt Maltodextrin und zusätzlich noch so Fläschchen mit so einer Trinknahrung (Fresu..). Trotzdem konnte ich in den letzten 4 Wochen mein Gewicht nicht steigern, aber wenigstens bei 50 kg halten (bin 1,70 groß).

    Jetzt meinte mein Arzt, dass ich mit dem Gewicht ziemlich auf der Kippe stehen würde und vielleicht mal eine Reha machen sollte, um dort gezielt zuzunehmen.

    Wie würde denn so eine Reha aussehen? Wie kann man es da schaffen zuzunehmen? Denn ich kann ja nicht einfach mehr Essen (das geht ja wegen dem Magen nicht, wenn ich mehr esse, dann bekomme ich starke Magenschmerzen, Sodbrennen, Aufstoßen, Übelkeit und - zum Glück aber nur ganz selten - Erbrechen). Deswegen kann man alleine über die Essensmenge ja nichts machen.
    Und intensiver Sport ist ja eigentlich auch nicht so geeignet, da man dann ja noch mehr Kalorien verbraucht. Außerdem kann ich da auch nur sehr eingeschränkt was machen, da ich eine chronische HWS-Verletzung (Instabilität) habe.

    Ich habe auch das Problem, dass ich ziemlich unter Heimweh leide, wenn ich lange alleine weg bin (ist ein bißchen peinlich). Und dann kann ich ja erst recht nichts essen... Und ich habe jetzt so ein bißchen die Sorge, dass ich dann in so einer Reha nur von Essen zu Essen warte, vielleicht ein paar Anwendungen oder Vorträge habe und die Tage dann nicht umgehen und das Heimweh zu schlimm wird.

    Deswegen nochmal die Frage: Können Sie mir sagen, wie so eine Reha zum Zunehmen in der Regel abläuft? Was da so gemacht wird?

    Vielen Dank!!!

  • Re: Reha zum Zunehmen?


    Was sind die Ursachen für die verzögerte Magenentleerung? Kann man die Ursache behandeln? Wenn ja, würden sich auch die dadurch bedingten Probleme langfristig lösen.

    In Ihrem Fall ist es wichtig, Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte aufzunehmen. Geeignet sind Lebensmittel, die in Relation zum Gewicht relativ viel Energie liefern. Dazu zählen v. a. fettreiche Lebensmittel. Bei Käse und Milchprodukten sollten Sie solche mit hohem Fettgehalt bevorzugen, Suppen mit Creme fraiche verfeinern. Streichfett nicht zu sparsam verwenden.
    Die Magenbeschwerden lassen sich vielleicht auch lindern, wenn Sie anstelle weniger großer viele kleine Mahlzeiten verzehren.
    Eine individuelle Ernährungsberatung wäre ratsam. Die Notwendigkeit für eine Reha sehe ich in Ihrem Fall nicht.

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    • Re: Reha zum Zunehmen?


      Danke für Ihre Antwort.

      Die Ursache für die Magenentleerungsstörung konnte nicht bestimmt werden. Es wurden verschiedenste Untersuchungen gemacht (Gastroenterologe, Neurologe, Psychosomatik), aber es wurde keine Ursache gefunden. Deshalb könne man das Problem - so mein Arzt - eben nur symptomatisch angehen.

      Die Ernährungsberaterin sagte mir aber, entgegen dem, was Sie geraten haben, dass ich zu viele fettreiche Lebensmittel eher meiden sollte, da Fett die Magenentleerung negativ beeinflusst.

      Dass ich mehrere kleine Portionen über den Tag verteile, das mache ich sowieso schon länger. Wobei ich mittlerweile die mehr als 3-4 Portionen am Tag kaum noch essen kann, weil ich dann immer noch ein Völlegefühl habe, egal, wie viel ich gegessen habe.

      In der Begründung für die Reha schreibt der Arzt, dass vor Beginn einer enteralen Ernährungstherapie mittels Sondenernährung eine Reha notwendig sei.

      Leider habe ich immer noch keine weiteren Infos zu so einer Reha bekommen. Vielleicht können Sie mir ja doch was dazu sagen.

      Viele Grüße

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      • Re: Reha zum Zunehmen?


        Es ist richtig, dass Fett die Magenenteerung verlangsamt. Wenn Sie fetthaltige Speisen so schlecht vertragen, dass eine Steigerung der Kalorienzufuhr damit nicht möglich ist, dann müssen Sie auf diese verzichten.

        Zur Reha kann ich Ihnen keine Auskünfte geben. Bitte fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach oder bei dem Arzt, der die Reha angeordnet hat.

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