• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Seniorin: Untergewicht

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Seniorin: Untergewicht

    Hallo zusammen,

    meine Großmutter ist 92 Jahre alt, eigentlich noch relativ fit, aber sie ist einfach nicht mehr.
    Das heisst, sie ist schon was. Aber immer recht wenig, weil sie immer schon so schnell satt ist. Früher war sie gut ernährt, in den letzten Monaten wird sie aber immer dünner.
    Wir machen uns auch Sorgen, ob sie noch genüg Nährstoffe bekommt....
    Wenn man sie fragt, sagt sie aber, dass sie genug isst und ihr schlecht wird, wenn sie noch mehr essen würde.
    Gibt es evtl. irgendwelche Nahrungsergänzungsmittelchen, die zumindest dafür sorgen, dass sie das was sie benötigt auch wirklich bekommt, ohne dafür so "viel" essen zu müssen? Ich hatte da die Vorstellung von irgendeinem Shake oder ähnlichem, mit ordnetlich Kalorien und Nährstoffen?!?!?!
    Ahnung hab ich davon aber überhaupt nicht.....

    Wär toll, wenn irgendjemand eine Idee hat.
    Liebe Grüße

  • Re: Seniorin: Untergewicht


    Lebt sie noch alleine? Was isst sie denn? Hat sie - oder du - mal einen Arzt gefragt? Vielleicht hat sie was im oder am Magen/Speiseröhre?

    Es gibt sicherlich so eine Art Astronautenkost flüssig - aber ich würde vorher einen Arzt ansprechen.

    Kommentar


    • Re: Seniorin: Untergewicht


      Bei älteren Menschen nimmt der Nahrungsaufnahme häufig ab, bedingt durch eine Abnahme von Geruchs- und Geschmackssinn und/oder Appetitmangel. Ein Appetitmangel wird begünstigt durch die Einnahme bestimmter Medikamente, aber auch durch psychische Faktoren (z. B. Depressionen, Einsamkeit).
      Falls Ihre Großmutter Medikamente bekommt, sollte man auf dem Beipackzettel nachschauen, ob Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Völlegefühl als potentielle Nebenwirkungen genannt sind, und ob die Medikamente nach Vorschrift eingenommen werden. Falls ein möglicher Zusammenhang mit Medikamenten wahrscheinlich ist, sollte man mit dem Arzt abklären, ob es evtl. Alternativen gibt, die diese Nebenwirkungen nicht haben.

      Wichtig ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle und –dokumentation. Bei einem ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 1-2% pro Woche bzw. 5% pro Monat („ signifikanter Gewichtsverlust“) sollte man Maßnahmen treffen zur Steigerung der Energiezufuhr, z. B.
      - Verzehr von fettreichen Lebensmitteln (z. B. Sahneprodukte anstelle von fettarmen Milchprodukten, Käse mit hohem Fettgehalt)
      - Verfeinern von Suppen, Soßen und Desserts mit Creme fraiche oder Sahne
      - Großzügige Verwendung von Streichfett
      - Verzehr von kalorienhaltigen Lebensmitteln wie Kuchen, Kekse und sonstigen Snacks (z.B. Nüsse)
      - Verzehr von Fruchtsäften oder Getränken auf Milchbasis (sofern verträglich) anstelle von kalorienfreien Getränken wie z. B. Wasser oder Tee
      - Zugabe von Maltodextrin zu Speisen mit flüssiger und breiiger Konsistenz (Maltodextrin ist ein geschmackloses, kohlenhydrathaltiges Pulver , das in Apotheken und Reformhäusern erhältlich ist und zur Energieanreicherung verwendet wird)
      Wenn diese Maßnahmen einen Gewichtsverlust nicht aufhalten können, kann der Einsatz von Trinknahrung sinnvoll sein. Diese Produkte gibt es bereits in verzehrsfertiger Form, manche kann man auch selbst aus entsprechendem Pulver anrühren.

      Falls eine ausreichende Proteinversorgung nicht gewährleistet wird, sollte man vermehrt proteinreiche Lebensmittel (z. B. Milchprodukte, Fisch und Fleisch) anbieten. Man kann auch Speisen mit Proteinpulver anreichern. Im Falle von Trinknahrungen auf proteinreiche Produkte achten.

      Wenn es nicht nur an Energie mangelt, sondern auch Vitamine und Mineralstoffe nicht bedarfsgerecht zugeführt werden, kann evtl. gezielt supplementieren oder angereicherte Lebensmittel (z. B. Multivitaminsäfte) einsetzen.

      Kommentar