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Blutwerte

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  • Blutwerte

    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, was diese Blutwerte aussagen (Labornormwerte in Klammern):

    LH IU/l 10,0p+ (2,4-6,6)
    Progesteron ng/ml 7,4p+ (0-1)
    C-Peptid ng/ml 5,2p+ (0,9-3)
    25-OH-VitaminD ng/ml 13,3p- (30-120)
    Blutzucker 84,0 (60-200)

    Hintergrund: Aufgrund von Gewichtszunahme, extremer Müdigkeit und Harndrang und Verdacht auf Schilddrüsenprobleme wurde das Blut untersucht, sowie ein Glukosetoleranztest gemacht, bei dem eine Insulinresistenz herauskam. Mit der Schilddrüse scheint bis auf eine kleine Zyste in Ordnung, aber wg. der IR soll ich Metformin nehmen und der Verdacht auf PCO wurde auch geäussert. Leider bin ich nach dem Arztbesuch trotzdem noch etwas ratlos, da mir nicht viel erklärt wurde, sondern eben nur ein paar Fachbegriffe an den Kopf geschmissen wurden. Und jetzt wollte mal hören, was diese Werte so aussagen könnten.
    Beim Frauenarzt habe ich dann die Eierstöcke noch auf diese Ovar Zysten anschauen lassen, sind aber keine da.


  • Re: Blutwerte


    Hallo,

    wenn der Messwert 25-OH-Vitamin-D stimmt (was ich mal hoffe), haben Sie einen ziemlich starken Vitamin-D-Mangel. Das wäre auch gar nicht verwunderlich, denn dieser Mangel ist häufig, insbesondere in Mittel- und Nordeuropa. Er dürfte für Ihre Müdigkeit und möglicherweise auch für die Insulinresistenz mitverantwortlich sein.

    Mit einem geeigneten Vitamin-D3-Präparat (etwa Dekristol 20000) lässt sich der Mangel recht schnell beheben. Erfahrungsgemäß sind aber in Sachen Vitamin-D-Therapie (richtige Dosierung) nicht alle Ärzte gut informiert, weshalb es nicht schaden kann, sich selber schlau zu machen. Ich empfehle dazu gerne das gut verständliche und praxisorientierte Büchlein von Dr.med. von Helden (der auch Diabetologe ist). Aber auch im Web gibt es mittlerweile gute Infos, unten ein paar Links.

    Vitaminpräparate aus Drogeriemärkten usw. enthalten meist nur geringe Mengen Vitamin D, das hängt u.a. mit früheren (veralteten) Empfehlungen zum "Tagesbedarf" zusammen. Mit diesen Pillen brauchen Sie gar nicht erst anzufangen.

    http://www.dr-gahlen.de/vitamin-d.htm
    http://www.ht-mb.de/forum/vbglossar....howentry&id=81
    http://www.hygeia.de/insulinresistenz
    http://www.cenaverde.com/news/Eintrag-eintrag_53.html

    Gute Wünsche,
    th.

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    • Re: Blutwerte


      Ja der Wert stimmt, wurde mir genauso gestern im Laborbericht zugefaxt. Allerdings ist der Arzt auf meine Werte gar nicht so sehr eingegangen bzw. hat mir nichts erklärt. Eben nur, dass es eine hormonelle Verschiebung gibt und Verdacht auf pco und eine Insulin Resistenz, was ich mir beides erst mal ergoogeln musste.
      Nachdem ich mir aber jetzt die Befunde geben habe lassen und gesehen habe, dass er zb. auf diesen Wert des Vitamin D gar nicht eingegangen ist, wollte ich noch andere Meinungen hören.

      Ich werde auf jeden Fall schauen, dass ich bzgl. des Vitamin D Mangels etwas erreiche und bin auch ansonsten schon dabei zusätzlich zu Metformin meine Ernährung auf kohlehydratarm umzustellen (Viel Gemüse, Eiweiß, gute Fette, Orientierung an Logi).
      Was mich aber interessieren würde:

      Ich kann mich erinnern, dass mir schon als Kind (bei Einsetzen der Periode und Pubertät) ein Überschuss an männlichen Hormonen diagnostiziert wurde, sowie auch einmal erhöhter Zucker. Es wurde dem aber nicht weiter nachgegangen, da der Zucker dann wieder normal war und ich bis zur Pubertät eher zierlich und schlank war. Meine Mutter hatte in der Schwangerschaft eine Eklamsie und ich wurde per Kaiserschnitt einen Monat früher geholt und kam dann in den Brutkasten. Meine geringe Körpergröße von 1,50m und eine starke Sehschwäche wird auf dies zurückzuführen sein. Jedoch drängt sich mir mittlerweile immer mehr der Verdacht auf, dass meine jetzigen Probleme mit Übergewicht, erschwerter Abnahme, Insulinresistenz etc. zusätzlich zur erblichen Veranlagung (Vater Adipositas und DM II ) irgendwie etwas mit der Frühgeburt zu tun haben...

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      • Re: Blutwerte


        Nur anhand von Blutwerten ihre Gesundheit zu beurteilen ist schwierig, da allgemeine Patientendaten fehlen (wie sie selbst in ihrer 2. Ausführung sehen konnten).
        PCO ist ein häufig nicht erkanntes Endokrinologiscche Problem bei Frauen, oft wird es erst bei einem nicht erfüllten Kinderwunsch erkannt. Typisch ist der Überschuss an Testosteron und LH und gleichzeitig eine Insulinüberproduktion, die sich zu einer Insulinresistenz entwickeln kann unabhängig vom Gewicht. Dies scheint bei Ihnen der Fall zu sein. Häufige Symptome eine PCO ist eine verlängerter Zyklus und eine eher männlicher Behaarung. Konnte denn ihre Frauenärztin feststellen, ob sie mehr Eizellen bilden? Denn es müssen keine Zysten gebildet werden, sondern es werden meist durch das Hormonungleichgewicht mehr Follikel gebildet.
        Man konnte schon beobachten, dass eine Gewichtsreduktion zumindest die Insulinresistenz beheben kann, so dass sie nicht unbedingt auf Metformin angewiesen wären.

        Zum Vitamin D Mangel. Diesen können sie möglicherweise auch durch vermehrten Aufenthalt im Freien in den Griff bekommen, denn Vitamin D wird über Sonneneinstrahlung in der Haut selbst produziert. Dazu reichen 20-30 min pro Tag aus. Wenn sie Fahrrad fahren, spazieren gehen oder ähnliches können sie 2 Fliegen mit einer Klappe schalgen: sie erhöhen ihre Bewegung, was die Gewichtsreduktion erleichtert und erhöhen gleichzeitig den Vitamin D Spiegel, der wichtig für die Konochengesundheit und Hormonproduktion ist.

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        • Re: Blutwerte


          Hallo
          nein, meine Frauenärztin hat nur im Ultraschall gesehen, dass die Gebärmutter normal aussieht und ich keine perlenkettenartigen Bläschen/Zysten habe. Sie wollte aber auch das PCO nicht ausschließen, sprich ich habe von 3 Ärzten (Endo, Gyn und Hausarzt) lediglich eine Verdachtsdiagnose, würde aber schon gerne wissen, woran ich genau bin. Allerdings habe ich auch ohne hormonelle Verhütung einen regelmäßigen Zyklus von 26 Tagen, jedoch sind die ersten Tage sehr, sehr stark und schmerzhaft und meist bin ich dann eine Woche damit belastet (Konzentrationsschwierigkeiten und Schmerzen inklusive) Nur dieses Mal waren die ersten zwei Tage nochmal etwas stärker und dann plötzlich ganz vorbei.
          Ich versuche ja schon seit Jahren das Gewicht runterzubekommen, aber immer erfolglos, eher das Gegenteil war der Fall. Jetzt habe ich einen wesentlich weniger stressigen und regelmäßigeren Job, gehe ich 2-3 mal ins Fitness, versuche so gut es geht auf Kohlehydrate aus Brot, Nudeln, Reis, etc. zu verzichten, und esse bei Süß Hunger nur dunkle Schokolade. Zusammen mit dem Metformin geht langsam ein bisschen was, auch weil ich jetzt weiß, dass ich halt nicht wie andere essen darf und mich nicht immer mit denen vergleichen darf, die viel mehr essen, aber trotzdem dünn sind.
          Zum Vitamin D über Sonne: Ich bin eigentlich täglich seit fast einem Jahr (im Winter seltener) in der Mittagspause draußen. Aber es stimmt schon, seit Juni fahre ich meist Rad oder gehe zu Fuß ins Büro und auch an diesen heißen Sonnentagen, da habe ich mich fitter gefühlt. Aber sobald es wieder trüber wurde, war ich wieder müder. Wobei ich sagen muss, der Wert wurde im Mai gemessen, also vor der vielen Sommerbewegung aber schon mit Mittagspausen draußen. Als ich so bleiern müde und kraftlos war Winter und der Wert bestimmt noch weiter unten. Mittlerweile geht es mir schon insgesamt besser, noch nicht zum Bäume ausreißen, aber besser.

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          • Re: Blutwerte


            [quote Dr. Breidenassel]Zum Vitamin D Mangel: Diesen können sie möglicherweise auch durch vermehrten Aufenthalt im Freien in den Griff bekommen, denn Vitamin D wird über Sonneneinstrahlung in der Haut selbst produziert. Dazu reichen 20-30 min pro Tag aus.[/quote]

            Ich sage mal "jein". Es kommt vor allem auf ausreichend starke UVB-Strahlung an, d.h. die Sonne muss relativ hoch stehen (Winkel nicht unter 40 Grad) und darf nicht durch Wolken verdeckt sein. Am effektivsten für die Vit.-D-Bildung ist ein Ganzkörper-Sonnenbad um die Mittagszeit herum. Natürlich nur so lang, daß kein Sonnenbrand entsteht.
            Dr. von Helden schreibt in seinem Buch: "Jedes Übermaß vermeiden. Die ersten Minuten beim Sonnenbaden sind die wertvollsten. Mit jeder weiteren Minute wird etwas weniger Vitamin D gebildet, weil die UV-Strahlung einen Teil des Vit. D wieder zerstört. (...) Bei Ernährung mit viel Obst und Gemüse erträgt die Haut die UV-Strahlung besser (vor allem durch Karotin, Karotinoide, Vit. C und E sowie andere Antioxidantien)."

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            • Re: Blutwerte


              [quote Violinha]Zum Vitamin D über Sonne: Ich bin eigentlich täglich seit fast einem Jahr (im Winter seltener) in der Mittagspause draußen. Aber es stimmt schon, seit Juni fahre ich meist Rad oder gehe zu Fuß ins Büro und auch an diesen heißen Sonnentagen, da habe ich mich fitter gefühlt. Aber sobald es wieder trüber wurde, war ich wieder müder. Wobei ich sagen muss, der Wert wurde im Mai gemessen, also vor der vielen Sommerbewegung aber schon mit Mittagspausen draußen.[/quote]

              Der Wert könnte jetzt also besser sein, aber doch noch um einiges unter den 40 bis 50 ng/ml liegen, die Sie (imho) anstreben sollten. Wenn Sie ungefähr 70 kg wiegen, sind ca. 10.000 IE nötig (0,25 Milligramm Vitamin D3), um den Blutwert um 1 ng/ml anzuheben.

              Für das erwähnte Dekristol bräuchten Sie ein Rezept vom Arzt. Alternativ könnten Sie in der Apotheke ein niedriger dosiertes, rezeptfreies Vitamin-D3-Präparat kaufen, z.B. eine große Packung Vigantoletten 1000, und davon einige Wochen lang 5 bis 7 Tabletten pro Tag einnehmen, am besten zum Essen. Von einer evtl. schädlichen Überdosis ist das noch **weit** entfernt. -- Danach sollte der Blutspiegel aber wieder mal gemessen werden.

              Möglicherweise hilft Vit. D auch beim Abnehmen: http://www.focus.de/gesundheit/ernae...id_407511.html

              Gute Wünsche,
              thomas

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              • Re: Blutwerte


                Oh da kommen leider noch 20 kg dazu...ich hatte mir mit so einer Tabelle ausgerechnet, dass ich ca. 40.000 IE pro Woche nehmen müsste für eine zeit lang um aufzusättigen und hab mir jetzt mal die 5000er von Amazon bestellt. Weil ich aber doch nicht sicher war, ob ich mir mit denen trauen soll, hab ich die hevert mit 1000 und Calcium aus der Apotheke noch gekauft und gestern Mittag eine halbe genommen. Hatte abends dann irgendwie bauchdrücken, muss aber nicht von denen kommen...
                Ich werde beim nächsten termin fragen wg Rezept, aber ich möchte dann vorher nochmal einen Test machen lassen.hab eh im Oktober einen Termin beim endo.

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                • Re: Blutwerte


                  Hallo,

                  zur Qualität der bei diversen Onlineshops erhältlichen Präparate kann ich leider nichts sagen...

                  Um bei 90 kg KG den Blutspiegel wirksam anzuheben, sind 40.000 IE pro Woche eher die Untergrenze. In den ersten ca. 4 bis 6 Wochen kann man schon noch etwas großzügiger dosieren. Vitamin D3 ist ja meist problemlos verträglich. (Wer sich da die "Einheiten" ausgedacht hat, weiß ich nicht, aber 40.000 IE sind nicht gar so viel, wie es klingt. Das ist genau ein Milligramm...)

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                  • Re: Blutwerte


                    Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, kann es sich im Körper anreichern. Deshalb wird empfohlen nicht mehr als täglich 100µg aufzunehmen. Bis zu diesem Wert ist es sicher, dass es zu keinen gesundheitlichen Schäden durch eine Überdosierung kommen kann.

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                    • Re: Blutwerte


                      Diese allgemein gehaltene Empfehlung (max. 4.000 IE pro Tag bei Erwachsenen) bezieht sich vor allem auf die dauerhafte Einnahme als Supplement. Der tatsächliche Vitamin-D-Status (evtl. vorhandener schwerer Mangel) ist darin aber nicht berücksichtigt, ebensowenig das Körpergewicht und das individuell durchaus unterschiedliche "Ansprechen" auf Vit.-D-Gaben.

                      Um einen D-Mangel **schnell** zu beseitigen, d.h. den Serumspiegel (25-OH-D) innerhalb relativ kurzer Zeit auf ein gewünschtes Niveau zu bringen - z.B. 45 ng/ml - ist es meist nötig, für einige Tage oder Wochen eine höhere Dosis zu nehmen. Die Gesamtdosis einer solchen "Aufsättigung" liegt typischerweise zwischen 240.000 und 400.000 IE. Also z.B. vier Wochen lang 80.000 IE pro Woche.

                      Die für eine Überdosierung nötigen Mengen sind in den Beipackzetteln der apothekenpflichtigen Präparate genannt, etwa hier (PDF-Format): http://www.mibe.de/web4archiv/object...20.000_i.e.pdf
                      Daraus ergibt sich rechnerisch, daß für eine Überdosierung beim Erwachsenen mindestens 30 mg (1,2 Millionen IE) nötig wären.

                      Die betreffende Angabe ist auch bei Wikipedia korrekt wiedergegeben: http://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol

                      2.000 bis 4.000 IE pro Tag sind eine typische "Erhaltungsdosis", um einem erneuten Abrutschen in den insuffizienten Bereich vorzubeugen.

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                      • Re: Blutwerte

                        Hallo Violinha,

                        bei den Blutwerten ist ja nur der BZ in okay. Aber ist der Referenzwert von 200 richtig?
                        Zu den LH und Progesteron kann ich nicht viel sagen. Nicht mein Fachgebiet.
                        Mit einem oGTT kann man Diabetes oder einen Prädiabetes diagnostizieren, aber keine IR.
                        Dein Arzt hat dies vermutlich aufgrund des erhöhten C-Peptid-Wertes getan. Das ist nicht korrekt.
                        IR wird nach Homa-Index bestimmt, und dazu braucht man den Insulin-Wert. Diese Untersuchung wurde nicht gemacht!
                        Schilddrüsenverdacht?
                        Dazu muss das Blut auf TSH, ft3 und ft4 untersucht werden. Meist wird beim ersten Mal nur TSH gemacht.
                        Dies wurde auch nicht gemacht.
                        Für die Diagnose PCOS hätte man dein Insulin-Wert und dein SHBG-Spiegel bestimmen müssen.
                        Dies wurde auch nicht gemacht.

                        Dein Arzt hat Diagnosen in den Raum gestellt ohne die entsprechenden Untersuchungen gemacht zu haben.
                        Das halte ich für bedenklich.

                        Vitamin-D-Mangel wird von vielen Ärzten unterschätzt oder ignoriert. Da dein Wert klar zu niedrig ist, dürfte dies nicht der einzige Mangel sein.
                        Behebung von Vitamin-D-Mangel erfolgt oft mit Tabletten mit 500 IE, selbst bei extremem Mangel. In den USA wird in solchen Fällen 20.000 IE gespritzt und nach einer Woche kontrolliert und bei Bedarf (neu berechnet) nochmal gespritzt. In den USA kann dann der Mangel in einer Woche behoben sein. Du kannst ja mal ausrechnen, wie lange du hier brauchst.

                        Zu Dr. Breidenassels Vorschlag 1/2h in der Sonne.
                        Zur Erhaltung durchaus ausreichend, zur Behebung nicht geeignet. Da sind Tabletten mit 500 IE erheblich besser.

                        Zur Schilddrüse kann ich dir nur raten, diese von einem Endokrinologen untersuchen lassen.

                        mfg dipa

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                        • Re: Blutwerte

                          Zu Dr. Breidenassels Vorschlag 1/2h in der Sonne.
                          Zur Erhaltung durchaus ausreichend, zur Behebung nicht geeignet. Da sind Tabletten mit 500 IE erheblich besser.
                          ???
                          500 IE ist eine Dosis für kleine Kinder. Bei Erwachsenen wird damit nix behoben....

                          Aber vielleicht haben Sie ja nur eine Null vergessen...

                          Grüße,
                          thomas

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                          • dipa1
                            dipa1 kommentierte
                            Kommentar bearbeiten
                            Nein, ich habe keine Null vergessen. Leider ist das bei einigen Ärzten eine Standarddosierung.

                            mfg dipa

                        • Re: Blutwerte

                          Ehe man beginnt sinnlos jedwelche Vitamin-Pillen in sich hineinzustopfen, weil ein Arzt der Überzeugung ist, dass alles am Vitamin-D-Mangel liegt, muss sich einmal biochemisch damit auseinander setzen. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass man nach der Ursache des angeblichen Mangels forschen muss.
                          Zunächst sollte man seine Nahrung betrachten. Überall wird zum "gesunderhalt" eines oder mehrere künstliche Vitamine beigesetzt. Wer nun gerne ACE-Saft trinkt, kann einen Überschuss am Vitamin A haben. Dieses Vitamin ist der Gegenspieler des Vitamin D. Günstig wäre es nicht nur den reinen Vitamin D-Spiegel zu bestimmen, sondern auch die Vorstufe 1,25D zu bestimmen. Entzündungen erhöhen die Vorstufe und somit reguliert somit die Produktion von der Vorstufe 25D herunter(VDR-Rezeptor). In diesem Zusammenhang sollte man auch die Funktion der Nebenschilddrüse kontrollieren(Parathormon)!
                          Letztlich kommt noch eine Enzymfamilie mit dazu, die verantwortlich ist für einen korrekten Abbau von Stoffen. Ich meine hier die Gruppe der P 450 Familie mit den CYP-Enzymen. CYP27A1 und CYP2R1 sind verantwortlich für den Umbau der Vorstufe 25D in das Vitamin D. Sind diese schon von einem andern Medikament o.ä. besetzt oder liegen genetische Fehler beim Patientenvor, kann kein Umbau zu diesem Zeitpunkt erfolgen.

                          Wie man sieht, ist dieses Thema umfangreicher als wie immer einfach zu posten "Nimm täglich 1000 IE und man ist wieder fit!" .
                          Gerade in diesem Zusammenhang(Thread) muss erwähnt werden, dass der VDR-Rezeptor und der Östrogenrezeptor sich wie eine Waage gegenseitig beeinflussen.

                          LG
                          LaSa

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                          • Re: Blutwerte

                            Die meisten Nährstoffsupplemente sind bei einer ausgewogenen Ernährung auch völlig unnötig. Gerade bei fettlöslichen Vitaminen auch nicht ungefährlich, da sie im Körper gespeichert werden. Deshalb sollte eine Vitamin D Supplementation auch nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

                            Kommentar