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Schwankschwindel

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  • Schwankschwindel

    Guten Tag liebes Onmeda-Team,

    seit 14 Tagen leide ich immer wieder unter einem Schwankschwindel und mache mir große Sorgen.

    Eckdaten zur Person:
    40 Jahre, 164cm mit 54 kg
    Morbus Crohn <
    100mg Azathioprin
    2,5 mg Prednisolon
    4,5 g Cholestyramin
    Vor 4 Wochen wurde eine Wurzelbehandlung an einem Oberkieferzahn begonnen, die noch nicht abgeschlossen ist und ich habe seit längerem Probleme mit dem Kiefer/Biss(CMD) und habe hier seit August 2012 rechts neue Kronen (die mir noch zu hoch erscheinen, es lt Zahnarzt aber nicht sind), eine nächtliche Aufbissschiene, Logopädie und Physiotherapie wegen einem immer noch verspannten Kiefer und immer mal Kopfschmerzen.

    Vor ca. 14 Tagen bin ich morgens aufgestanden und hatte sofort beim Aufstehen Schwankschwindel. Als ich mich wieder hingelegt hatte bekam ich den Schwindel auch beim Drehen des Kopfes. Als ich dann einige Zeit auf war lies der Schwindel nach.
    Dies wiederholte sich in den Folgetagen. Aber meist nur nach dem Aufwachen. Tagsüber kam es auf der Arbeit 1x vor als ich den Kopf in den Nacken legte. Ansonsten fühlte ich mich sehr zerschlagen, müde und krank, war verspannt und hatte zeitweise Kopfschmerzen, bin aber trotzdem zur Arbeit gegangen.Vorletzten Mittwoch habe ich mir dann freigenommen und den Internisten aufgesucht. Dieser vermutete Lagerungsschwindel und überwies mich zum HNO. Beim HNO-Arzt wurde ein Hörtest gemacht, der unauffällig war. Ebenso der Test auf Lagerungsschwindel. Der Arzt meinte dann er müsse dann noch mal einen weiteren Test machen und gab mir einen Termin für Mitte März zur Spülung der Ohren mit warmem Wasser. Aber ich solle mir keine Sorgen machen. Wenn es Lagerungsschwindel sei würde dieser tagsüber nicht auftreten. Ich könne noch die Übungen gegen Lagerungsschwindel machen.

    Am Abend suchte ich noch meinen Physiotherapeuten/Osteopathen auf, der vorsichtig die Halswirbelsäule manuell behandelte, da er hier eine Blockade sah. Es war in den Folgetagen dann mal besser und mal schlimmer. Ich bekam den Schwindel weiterhin morgens und war tagsüber hundemüde und quälte mich schlapp durch den Tag.

    Dann dachte ich es sei eine beginnende Erkältung, da sich die rechte Nebenhöhle mal belegt und dann wieder frei anfühlt und leichtes Sekret (wie bei Schnupfen) abgibt.

    Dienstag morgen hatte ich dann einen Termin beim Physiotherapeuten, welcher meinen Kiefer und die Halswirbelsäule vorsichtig manuell behandelte (kein Einrenken oder so etwas). Als ich mich dann auf der Liege aufgesetzt habe ging der Schwankschwindel wieder los. Ich lief wie auf einem schwankenden Schiff und dachte ich schaffe es nicht mehr bis zur Straßenbahn. Ich habe es noch bis zu meinem Zahnarzt geschafft, bei dem ich einen weiteren Termin hatte. Er kontrollierte nochmal den Biss und befand diesen für in Ordnung. Da der Physiotherapeut den Kiefer gerade erst gelockert hatte und mir die Lockerung mit Watteröllchen zwischen den Zähnen bis zum Zahnarzt erhalten hatte, glaubte der Zahnarzt nicht, dass der Schwindel von den Zähnen komme. Die Wurzelbehandlung sah er hier ebenfalls nicht als Ursache und wollte auch erstmal nicht weiterbehandeln, damit ich ihm auf dem Stuhl nicht komplett wegkippe.
    Da der Schwindel nicht nachlies brachte mich die Arzthelferin zum Internisten nebenan.
    Dieser hat ein EKG gemacht und Blutdruck gemessen. Hierbei erschien ein Blutdruckwert von 180. Ich bekam hierfür ein Medikament und der Blutdruck sank, der Schwindel blieb aber erstmal. Der Internist überlegte, ob eine Problematik mit den Nebenhöhlen vielleicht auf die Ohren geschlagen ist.
    Der Internist rief bei einem Neurologen an und ich konnte umgehend dorthin fahren.

    Der Neurologe machte ein EEG und diverse Tests mit der Motorik, den Augen, und den Reaktionen. Der Schwindel hatte hier aber bereits wieder nachgelassen.Er konnte hier nichts diagnostizieren, ausser dass mein Puls beim EEG unter der Atembelastung sehr hoch war. Einen entzündeten Ohrnerv schloss er aus, da mein Schwindel nun schon wieder nachlies und er meinte, dass er das bei einem entzündeten Nerv eben nicht tun würde. Er riet weiterhin den Blutdruck zu beobachten.
    Ich habe mir dann ein Blutdruckmessgerät besorgt und täglich gemessen. Der Blutdruck bewegt sich im Bereich 120-130,80-90.

    Der aufgesuchte Orthopäde hat die Beweglichkeit der Wirbelsäule geprüft und meinte ich hätte eine leichte Skoliose und eine typische Fehlhaltung durch PC-Arbeit. Einen Grund für den Schwindel konnte er nicht finden und meinte der Neurologe sollte nochmal eine Ultraschallunterschung machen und die Gefäße prüfen.

    Der Internist hat mir nun auf Verdacht ein Medikament gegen Schwindel verschrieben (Arlevert 3x 1 Tbl. täglich). Er vermutet eine Durchblutungsstörung Richtung Ohr.Nehme die Tabletten nun den 2.Tag, merke aber noch keine Besserung.

    Ich übe mich zusätzlich in moderaten Rücken-/Nackenübungen.
    Dabei merke ich dass meine rechte Körperhälfte (vor allem Schulter, Nacken, Kiefer) sehr verspannt ist. Habe regelrecht Schlagseite.Und der Schwindel tritt meist auf, wenn ich liege und dann die Halswirbelsäule bewege. Aber halt nicht jedesmal.

    Kann es sein, dass ich mir im Liegen bzw bei der Bewegung mit der Halswirbelsäule Blutgefäße abklemme und dies dann zum Schwindel führt? Oder kann ein verspannter Kiefer zu Durchblutungsstörungen am Ohr führen?

    Hätten Sie einen Rat für mich?

    Mit freundlichen Grüßen
    Soni





    Hätten Sie noch einen Idee und einen Tipp für mich?


  • Re: Schwankschwindel


    Hallo,

    Durchblutungsstörungen sind bei ihnen eher unwahrscheinlich. Besprechen Sie bitte mit ihrem Neurologen, on ein MRT des Kopfes nicht sinnvoll ist.

    Mfg

    Dr. Siegers

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